Ist die Linkspartei die neue Nazipartei?

November 6, 2008

Die Linke: Seit’ an Seit’ mit Anhängern Hamas und Hisbollah

Dabei ist ihr Anliegen mehr als berechtigt: Die Linke hat in weiten Teilen ein ziemlich großes Antizionismus-, ja oft damit einhergehend, ein Antisemitismus-Problem. Das rührt auch aus vergangenen, staatssozialistischen Zeiten. Die DDR gab stets vor, sie sei das bessere, weil antifaschistische Deutschland. Rechtsradikalismus, Judenfeindschaft? Nicht bei uns!

Doch der real existierende moralische Wohlfühlstaat gehört in die ideologische Welt der Legenden. Denn es gab sie auch in der DDR, die alten und neuen Nazis, die Antisemiten, die Israelfeinde. Das wurde nur verdrängt oder – von oben verordnet – bewusst totgeschwiegen. Und wer heute nicht wenige der in der Linken versammelten Ex-PDSler und Ex-SEDler reden hört, merkt schnell: Die Infiltration der Köpfe (oder ist es Überzeugung?) via Schule, Werkshalle, Partei und Fernsehen wirkt bis heute.

Das wird besonders deutlich, wenn es um das Verhältnis der Linksfraktion zu Israel geht. Hier wiegt das Erbe der DDR, die vor allem seit dem Sechstagekrieg 1967 tatkräftig alle Feinde Israels einschließlich der PLO unterstützte, bedrückend schwer. Wie einst die Ulbrichts und Honeckers wettern Parteiobere und Basis gegen Israel. Da wird über einen „Völkermord“ an den Palästinensern schwadroniert, ist von „Nazimethoden“, vom „zionistischen Gebilde“, vom „imperialistischen Brückenkopf“ die Rede. Manch einer sogar scheut sich nicht, Seit’ an Seit’ mit Anhängern der terroristischen Hamas und Hisbollah zu marschieren. Auf Demonstrationen, bei denen „Tod für Israel“ skandiert wird.

Elf Angeordnete der Linksfraktion verweigern Zustimmung

Nun ist es sehr wohl gestattet, Jerusalems Politik zu kritisieren. Aber nicht, indem Israels Existenzberechtigung infrage gestellt wird. Oder sein Vorgehen in den Palästinensergebieten mit dem Vernichtungsfeldzug der Wehrmacht und der Libanonkrieg 2006 mit der „Endlösung“ der Nazis gleichgesetzt wird. Das ist nichts anderes als antisemitisch grundierter Antizionismus. Wer so redet, entlarvt sich selbst – und seine antijüdischen Ressentiments. Und in der Linken gibt es viele, die so reden. Für sie ist es folglich auch ein Unding, die Solidarität mit Israel als deutsche Staatsräson zu akzeptieren. Elf Abgeordnete der Linksfraktion haben deshalb am Dienstag im Bundestag dem gemeinsamen Anti-Antisemitismus-Antrag ihre Zustimmung verweigert. Da erübrigt sich jedes weitere Wort.

Spiegel

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Tausende Hisbollah Terroristen in Deutschland und der Staat schaut weg

Oktober 28, 2008

Kritik der reinen Toleranz von Henryk M. Broder

Oktober 7, 2008

Noch ein neues Buch:

Kurzbeschreibung
Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken – die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber »Ehrenmorde« als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen zu »Widerstandskämpfern« deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sadomaso-Fete persönlich willkommen heißt und ein rechtskräftig verurteilter Kindermörder Prozesskostenhilfe bekommt, um einen Prozess gegen die Bundesrepublik führen zu können, weil ihm bei der Vernehmung Ohrfeigen angedroht wurden – dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten. Unter solchen Bedingungen, so Henryk M. Broders provokative These, wird Intoleranz zur Pflicht und Tugend: Intoleranz gegenüber dem wohlfeilen Gutmenschentum, gegenüber totalitären Utopien – gegenüber Menschen und Kulturen, die ihrerseits nichts von Toleranz halten.

Über den Autor
Der Publizist Henryk M. Broder, geboren 1946 in Kattowitz, schreibt unter anderem für den »Spiegel« und die »Weltwoche«. Er ist Mitherausgeber des »Jüdischen Kalenders« und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen »Der ewige Antisemit. Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls« (1986), »Die Irren von Zion« (1998)»Kein Krieg, nirgends. Die Deutschen und der Terror« (2002). Zuletzt erschien sein Bestseller »Hurra, wir kapitulieren. Von der Lust am Einknicken« (2006).
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