Glaube und Wahn

April 26, 2010

Es ist nicht rassistisch, auf den Zusammenhang von Islam und Islamismus hinzuweisen. Eine Erwiderung auf Carolin Emcke

Rassismus und politischer Liberalismus schließen sich grundsätzlich aus. Schon der Titel von Carolin Emckes Text »Liberaler Rassismus« (ZEIT Nr. 09/10) ist daher widersinnig. Aber das Bestreben der Autorin ist offenkundig, sich der Angriffsfront gegen »die« Islamkritiker anzuschließen, die sich seit einigen Wochen in den Feuilletons formiert hat.

Gleichwohl ist es richtig, in der Auseinandersetzung mit extremistischen Varianten des Islams nach Suren zu fragen, auf die sich Islamisten und Dschihadisten beziehen. Es ist richtig, den Einfluss der Extremisten auf die muslimischen Gemeinschaften abzuschätzen. Es ist richtig, den eliminatorischen Antisemitismus des Holocaust-Leugners Ahmadineschad zu verurteilen. Und es wäre sehr hilfreich, wenn Muslime selbst diese Zusammenhänge kritisch diskutierten – was viele erfreulicherweise ja auch tun.

Leider bleibt aber gerade der in Verbänden organisierte Islam, der »den« Islam in Deutschland zu repräsentieren in Anspruch nimmt, hier sehr blass. Das zeigt beispielsweise der Verlauf des »Gesprächskreises Sicherheit und Islamismus« der Deutschen Islamkonferenz. Nur weil ich hartnäckig gefordert habe, über den Begriff und das Phänomen »Islamismus« zu sprechen, stimmten die muslimischen Verbandsvertreter einer solchen Diskussion schließlich zu – bezeichnenderweise in der letzten Sitzung eines dreijährigen Diskussionsprozesses, dessen eigentliches Thema doch der Islamismus sein sollte. Und nicht zufällig wurde die geforderte Auseinandersetzung dann überwiegend von einer apologetischen Abwehr des Begriffes geprägt. Der Vertreter der Milli Görüş versuchte sogar, bereits die Verwendung des Begriffes als »islamophob« zu
denunzieren.

Die Belege für den vermeintlichen »neuen Rassismus« der Liberalen, die Emcke anführt, sind sehr dürftig. Sie nennt lediglich die Einbürgerungstests in Baden-Württemberg und Hessen, die vermeintlich diskriminierende Kopftuchdiskussion und eine angebliche Tendenz zum »Zwangsatheismus«. Emckes Argumentation verfolgt eine hinlänglich bekannte Strategie der Verharmlosung: Es werde, so die Behauptung, ständig ungerecht auf die Defizite bei Muslimen hingewiesen – Homophobie, Patriarchalismus, Machismo –, aber gezielt übersehen, dass es ähnliche Überzeugungen auch im konservativen Lager gegeben hat oder immer noch gibt.

Solche Immunisierungsversuche habe ich schon in zahllosen »Dialogrunden« und Talkshows erlebt und finde sie nur noch ärgerlich. Denn die historische Konstellation etwa der fünfziger und sechziger Jahre in Deutschland ist überhaupt nicht mit den autoritären Regimen in der islamischen Welt zu vergleichen: Dort ist Opposition lebensgefährlich.

Nein, in der Bundesrepublik sind wir über alle parteipolitischen Lager hinweg in puncto Homosexualität und in der Frauenfrage um Lichtjahre weiter als jene muslimischen Verbände, die hierzulande den Ton angeben und die »Anerkennung« ihres konservativ-orthodoxen bis islamistisch orientierten Islams verlangen – von der islamisch geprägten Welt ganz zu schweigen.

Es gibt, da hat Carolin Emcke durchaus recht, natürlich auch nicht muslimische »Formen des Patriarchats und des Machismo«. Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, dass die muslimische Variante im Koran und der Tradition (hadithe) eine religiöse Legitimation erfährt. Die Belege dafür sind erdrückend. Doch damit beschäftigt sich die Autorin gar nicht. Sie will »die Muslime« vor ungerechtfertigten Angriffen in Schutz nehmen und bedient sich dabei der hinlänglich bekannten Technik der Relativierung nach dem Motto: In der Nacht sind alle Katzen grau. Will sagen: Im Hinblick auf menschenrechtliche Defizite sind alle Religionen gleich.

Das aber ist schlicht falsch. Ich kenne zum Beispiel keine Gruppe »evangelikaler Abtreibungsgegner«, die uns mit globalem Terror überzieht. Weder rabiate Hindu-Fundamentalisten noch rechtsextreme jüdische Siedlergruppen verfolgen eine terroristische Agenda, die den islamistischen Dschihad-Strategien vergleichbar wäre. Solche Unterscheidungen aber sind im gegenwärtigen Geisteskampf nicht gefragt. Und wer den Zusammenhang von Islam und Islamismus deutlich anspricht, wird hierzulande inzwischen als »islamophob« oder gar als »anti-muslimischer Rassist« stigmatisiert.

Es ist aber empörend, dass die Autorin solche Möglichkeiten differenzierter Lebensstile und vielfältiger Freizeitgestaltungen, die nur im Freiraum einer pluralistischen Gesellschaft möglich sind, mit repressiven, religiös-politisch motivierten islamischen Kleidervorschriften und einer menschenrechtlich inakzeptablen Geschlechterapartheid auf eine Stufe stellt. Mädchen und junge Frauen in konservativ-orthodoxen und islamistischen Milieus in Europa haben eben keine realen Wahlmöglichkeiten, sondern unterliegen dem Diktat der selbst ernannten Religionspolizei aus Familienangehörigen, Imamen und »Rechtsgelehrten«….

Zeit

Advertisements

Ausschreitungen bei Nahost-Demonstrationen in Norwegen

Januar 13, 2009

In Norwegen ist es bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen pro-israelischen und pro-palästinensischen Demonstranten zu den schwersten Ausschreitungen seit mehr als 20 Jahren gekommen. Laut Polizei wurden dabei am späten Donnerstagabend sechs Menschen verletzt, darunter fünf Polizisten. 31 zumeist junge pro-palästinensische Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen. Im Zentrum der Hauptstadt Oslo attackierten etwa 1000 pro-palästinensische Demonstranten rund 500 Teilnehmer einer Israel-freundlichen Kundgebung.

Die pro-palästinensischen Angreifer warfen mit Molotow-Cocktails, Steinen und Eiern. Zudem zündeten sie israelische Flaggen an und schossen Feuerwerksraketen in die Menge. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Quelle


arabische Nazis bei der „Friedensdemo“ kontra zivilisierte Pro Israeldemo

Januar 11, 2009

Videos Bilder bei PI


Emanzipation Schlechte Noten für Araber und Türken

November 13, 2008

Eine Studie des Weltwirtschaftsforums beklagt die Benachteiligung von Frauen in arabischen Staaten. Besonders prekär ist demnach die Lage im Jemen und in Saudi-Arabien. Doch auch die Türkei schneidet schlecht.

Frau mit Tschador. In Saudi-Arabien sollen sich jetzt auch Grundschülerinnen verschleiern
Trotz aller Bemühungen um Gleichberechtigung werden Frauen in den meisten Ländern weiterhin benachteiligt. Nach einer neuen Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) über den „Graben zwischen den Geschlechtern“ hinken vor allem die arabischen Staaten in puncto Emanzipation hinterher.

Von politischen Ämtern ausgeschlossen

Im Jemen, der als Schlusslicht von 130 Staaten abschloss, ist die Analphabetenrate unter den Frauen doppelt so hoch wie unter den Männern. Stark bemängelt wird auch die Lage in Saudi-Arabien, das auf dem vorletzten Platz der Studie rangiert. In dem Öl-Staat studierten zwar immer mehr Mädchen, aber nur sehr wenige Frauen arbeiteten. Von politischen Ämtern seien die Frauen in dem islamischen Königreich ganz ausgeschlossen.

Etwas weniger düster sieht es nach der WEF-Studie in Kuwait und Tunesien aus. Unter den letzten Zehn findet sich neben arabischen Staaten wie Ägypten, Marokko und Bahrain auch die Türkei, die vor allem wegen der großen Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau schlechte Noten erhielt.

Auch der neue Weltbevölkerungsbericht der UN bemängelt die Benachteiligung von Frauen. Demnach besteht die ärmste Milliarde der Weltbevölkerung zu 60 Prozent aus Frauen und Mädchen. Auch zwei Drittel der weltweit 960 Millionen Erwachsenen, die weder lesen noch schreiben können, sind Frauen. Mit 70 Prozent ist bei den 130 Millionen Kindern, die keine Schule besuchen, der Anteil der Mädchen unverhältnismäßig hoch. In dem Bericht heißt es, die Diskriminierung von Frauen sei „in vielen Kulturen weit verbreitet und tief verwurzelt“.

Gesichtsschleier schon für Grundschülerinnen

Nach einem Bericht der Zeitung „Arab News“ vom Mittwoch sollen in der saudi-arabischen Provinz Asir Mädchen jetzt schon in der Grundschule Gesichtsschleier tragen. Mädchen, die nicht gänzlich verhüllt zum Unterricht erscheinen, bekämen bei der Vergabe von Noten für gutes Verhalten Punkte abgezogen.


türk. Familien: bedroht, geschlagen,sex. genötigt

November 13, 2008

„Mehr als 50 Prozent der türkischen Frauen, die zu mir in Behandlung kommen“, sagt die Allgemeinärztin, „haben Gewalt erlebt. Und fast alle Kinder auch.“

Die Aufzählung des Grauens, die Selmin Kundrun bereithält, ist schwer zu ertragen. Und schwer wiederzugeben ist dieser Negativausschnitt aus einer in Deutschland existierenden Parallelwelt auch. Sie findet, es sei bei ihren Beobachtungen nicht ausschlaggebend, ob die Fallzahlen hoch oder niedrig sind. Ausschlaggebend sei die Verzweiflung hinter dem Schweigen, das die Familienehre schützt. Denn „die Familienehre steht über allem, sie ist wichtiger als das Leid der Opfer“. Blaue Flecken, Würgemale, versteckt unter Kleidern, bloßgelegt für die Augen der Ärztin erst, wenn sich die Frauen vor ihr ausziehen – das ist Arztalltag; immer wieder hört Kundrun von Frauen, dass sie sich mit Vaseline einschmieren mussten, damit man die Striemen nach den Schlägen nicht so sieht.

Kundruns wirklicher Horror aber, das sind eingesperrte und vergewaltigte Ehefrauen, missbrauchte Töchter. Sie erzählt von einem Mädchen, in deren Mund sich eine Geschlechtskrankheit eingenistet hatte, vom Bruder übertragen. Von einer Fünfjährigen, deren Anus zerrissen ist, weil sie anal missbraucht wurde, um das Jungfernhäutchen zu schützen. „Tor zwei“ nennen Musliminnen das: Analverkehr, um die Jungfräulichkeit zu bewahren; diese Sexualpraktik nutzen Männer, wenn ein junges Mädchen in der Hochzeitsnacht unberührt wirken soll…..

Süddeutsche


SAUDI-ARABIEN Bessere Noten für voll verschleierte Mädchen

November 13, 2008

Schon Achtjährige sollen in saudi-arabischen Grundschulen einen Ganzkörperschleier tragen. Zeigen sie von ihrem Gesicht mehr als die Augen, droht Strafe. Die Vorschrift ist rigide – und soll Mädchen an ein Leben hinter dem Vorhang gewöhnen.

In der saudi-arabischen Provinz Asir müssen Mädchen jetzt bereits in der Grundschule Gesichtsschleier tragen. Die Schulverwaltung in der südlichen Provinz verlangt nach einem Bericht der Zeitung „Arab News“ in diesem Schuljahr erstmals, dass auch Achtjährige schon komplett Körper, Haar und Gesicht verhüllen…..

Spiegel


Arab and muslim Waffen ϟϟ

November 5, 2008