Kritik der reinen Toleranz von Henryk M. Broder

Oktober 7, 2008

Noch ein neues Buch:

Kurzbeschreibung
Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken – die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber »Ehrenmorde« als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen zu »Widerstandskämpfern« deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sadomaso-Fete persönlich willkommen heißt und ein rechtskräftig verurteilter Kindermörder Prozesskostenhilfe bekommt, um einen Prozess gegen die Bundesrepublik führen zu können, weil ihm bei der Vernehmung Ohrfeigen angedroht wurden – dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten. Unter solchen Bedingungen, so Henryk M. Broders provokative These, wird Intoleranz zur Pflicht und Tugend: Intoleranz gegenüber dem wohlfeilen Gutmenschentum, gegenüber totalitären Utopien – gegenüber Menschen und Kulturen, die ihrerseits nichts von Toleranz halten.

Über den Autor
Der Publizist Henryk M. Broder, geboren 1946 in Kattowitz, schreibt unter anderem für den »Spiegel« und die »Weltwoche«. Er ist Mitherausgeber des »Jüdischen Kalenders« und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen »Der ewige Antisemit. Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls« (1986), »Die Irren von Zion« (1998)»Kein Krieg, nirgends. Die Deutschen und der Terror« (2002). Zuletzt erschien sein Bestseller »Hurra, wir kapitulieren. Von der Lust am Einknicken« (2006).
als Podcast anhören

Advertisements

Paul Scheffer: Die Eingewanderten. Toleranz in einer grenzenlosen Welt Lestetipp

September 26, 2008

Die bedeutendste gesellschaftliche Veränderung dieser Jahrzehnte ist wohl nicht die Wende von 1989, sondern die allmähliche Ausbreitung des Migrationshintergrunds. In wenigen Jahren wird in größeren Städten bereits die Hälfte der Menschen unter vierzig Migranten sein. In nicht allzu ferner Zukunft wird die alteingesessene Bevölkerung vielfach Minderheiten-Status beanspruchen dürfen – eine harte Probe für städtische Gemeinschaften, wenn nicht rasche Integrationsfortschritte erzielt werden.

Es herrschte bis vor kurzem ein Klima der bemühten Toleranz und des solidarischen Wegschauens, wenn es um die Missstände im Migrantenmilieu ging, etwa die hohe Kriminalitätsrate unter Jugendlichen mit arabischem Hintergrund.

Migrationsbewegungen führen unvermeidlich zu Spannungen. Mit den Ideen des Multikulturalismus hat man sich lange darüber hinwegzutäuschen versucht – alle leben schön tolerant in ihren Subkulturen nebeneinander her, was heißt: Man ignoriert sich nach Kräften, und einmal im Jahr gibt’s Karneval. Diese Vermeidungsstrategie funktioniere jedoch nicht mehr, wenn die Immigration einen Umfang erreicht wie inzwischen in den meisten westeuropäischen Ländern. Außerdem sei der Multikulturalismus konservativ und entwicklungsfeindlich. Alle sollen bleiben, wie sie sind, weil alle Kulturen gleichberechtigt seien. Das Vorurteil werde demokratisiert: Jedem das Recht auf seine eigene Befangenheit. Die Fähigkeit, in der Berufung auf universale Werte über die Grenzen einer Kultur hinauszugehen und die eigene Tradition kritisch zu befragen, werde so gerade nicht gefördert.

Hart geht Scheffer mit der Opferpose ins Gericht, in der sich insbesondere muslimische Migranten gefallen, wenn sie die eigene Geschichte im Zeichen der Erniedrigung durch den Westen sehen. Es sei eine bequeme Art, sich der eigenen Verantwortung zu entziehen.

Entschieden wendet er sich gegen die Tendenz, notwendigen Widerspruch gegenüber dem Islam unter dem Vorwand der „religiösen Toleranz“ zu zügeln. Schließlich habe auch die christliche Kirche nicht von sich aus einen bescheideneren Platz eingenommen; ihre allmähliche Liberalisierung war eine Folge von Jahrhunderten des Meinungsstreits. Dass Reformbestrebungen in den muslimischen Gemeinschaften fehlen, führt Scheffer darauf zurück, dass der Islam kaum mit anderen Weltanschauungen konkurrieren musste. Das sollte ihm nicht länger erspart bleiben.

Welt


Serap Cileli: Deutschland gibt seine Werte auf -Interview mit PI

September 26, 2008

Zum Thema Kopftuch, möchte ich hier kurz erläutern: Denjenigen Gut-Menschen die behaupten, die Verschleierung einer Muslimin ist im Straßenbild angeblich eine kulturelle Bereicherung, würde ich dringend raten in einem islamischen Land, z. B. Pakistan, Türkei, Iran, Saudi Arabien etc. zu leben, bevor sie es wagen, über die „angebliche“ Freiheit der Musliminnen zu reden. Und genau diese „Gutmenschenfraktion“ möchte weder die Wahrheit wissen noch die Werte der westlichen Zivilisation verteidigen. Im Gegenteil, sie treten die Gefühle europäischer Christen mit Füßen, sie feiern, jubeln und klatschen bei jeder Moschee-Eröffnung mit.

Unter den Muslimen in Deutschland gibt es vereinzelt weibliche kritische Stimmen, die eine Vorbildwirkung für andere Frauen, für die Emanzipation und Integration der Musliminnen haben. Sie (wir) werden aber eher als gefährliche Menschen eingestuft, die das friedliche Zusammenleben aller Religionen gefährden und bekommen deshalb einen Maulkorb – zugunsten islamischer Vereine und Verbände. Durch ihren Toleranzwahn akzeptieren die Gutmenschen sogar inzwischen die „Scharia“ im Namen der Religionsfreiheit – Strafnachlass für „Ehrenmörder“ oder Richterin rechtfertigt Ehe-Gewalt mit Koran.

Deutschland führt weder einen Kampf noch einen Dialog der Kulturen, sondern: Deutschland gibt seine Werte auf. Nach ein paar Jahren werden unsere Kinder und Enkelkinder uns unbequeme Fragen stellen, dann aber befürchte ich, wird es zu spät sein, diese forschreitende Entwicklung hier zu Lande aufzuhalten……
PI


Islamkritiker warnen vor rechtem «Anti-Islamisierungskongress»

September 15, 2008

Köln (ddp-nrw). Vor einem von der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Köln geplanten «Anti-Islamisierungskongress» haben Vertreter der Kritischen Islamkonferenz zum Widerstand gegen «einheimische und zugewanderte Rechtskräfte» aufgerufen. Bei der vom 19. bis 21. September geplanten Veranstaltung gehe es nicht darum, «die menschenrechtswidrigen, antidemokratischen und reaktionär-patriarchalischen Grundinhalte und Praktiken des Islam anzuprangern», hieß es in einer am Montag in Köln veröffentlichten Erklärung.

. Die Vertreter der Kritischen Islamkonferenz kritisierten auch die Gegendemonstranten als «vermeintlich antirassistische Islamversteher». Diese gingen auf Tauchstation, «wenn gegen Islamisten, Ehrenmörder, Zwangsverheirater, Karikaturenschänder, muslimische Mordhetzer und Judenhasser aufzumarschieren wäre». Gefordert sei eine «dritte Kraft»
weiter