Äthiopien: Islamische Extremisten stecken christliche Kirchen in Brand

März 22, 2011

Bei Angriffen von islamistischen Extremisten seien im Westen von Äthiopien während der letzten fünf Tage 59 Kirchengebäude und mindestens 28 Häuser von Christen in Brand gesetzt worden, wie Compass Direct News (CDN) meldete. Dabei seien in und um Asendabo, rund 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, mindestens 4.000 Christen vertrieben worden, die inzwischen in Ako, Jimma, Dimtu and Derbo Zuflucht gefunden hätten. Ausgebrochen seien die Unruhen, weil Muslime einem Christen Koranentweihung vorgeworfen hätten, da er diesen in Stücke gerissen habe.

„Auch sechs adventistische Versammlungsräume sind in Brand gesteckt worden“, sagte Pastor Alemu Haile, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Äthiopien. „Jede betroffene Kirche hat am 8. März einen Vertreter an eine Koordinationssitzung entsandt, an der das genaue Ausmass der Zerstörung eruiert wird.“
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heuchlerische Türken

März 21, 2011

Nach einer von der EU unterstützten Studie, die am gestrigen Mittwoch von verschiedenen türkischen Tageszeitungen veröffentlicht wurde, will jeder dritte Türke keinen Christen zum Nachbarn haben.

Eine deutliche Mehrheit der Türken von 55 Prozent lehnt demnach eine Beschäftigung von Angehörigen der nicht-muslimischen Minderheiten bei der Justiz oder den Sicherheitskräften ab.

Selbst im Gesundheitswesen wollen 44 Prozent der türkischen Bevölkerung keine christlichen oder jüdischen Ärzte und Krankenschwestern sehen.
Atheisten sind in etwa ebenso unbeliebt bei den Türken wie Christen.

Eine atheistische Familie als Nachbarn würden der Studie zufolge 57 Prozent der Türken ablehnen. Auch den Juden geht es nicht besser: 42 Prozent erklärten, sie wollten keine jüdischen Nachbarn haben, und einheimische Christen als Nachbarn lehnen 35 Prozent der Bevölkerung ab.

Ausländer im allgemeinen sind im Vergleich dazu noch relativ gut gelitten: Gegen eine ausländische Familie als Nachbarn hätten nur 18 Prozent etwas einzuwenden.

Muslime einer anderen Glaubensrichtung als sie selbst würden 13 Prozent der türkischen Muslime
nicht wollen.

Den Anteil der Nicht-Muslime an der türkischen Bevölkerung konnten nur 7 Prozent der Befragten korrekt mit weniger als ein Prozent angeben.

Alle anderen überschätzten den nichtmuslimischen Anteil der Bevölkerung entweder auf bis über 30 Prozent oder konnten gar keine Antwort geben.

Und die Türkei möchte Mitglied der EU werden! Dazu gehört die Freizügigkeit innerhalb der Grenzen der EU, doch die Türken, die in allen westeuropäischen Ländern leben und nach einer Aufnahme in der EU in Millionenheeren nach Westeuropa emigrieren werden, können es nicht akzeptieren, das Westeuropäer in ihrem Land leben.

So sieht die Toleranz in einem islamischen Land aus.
quelle


Christen fürchten nach Ministermord um ihr Leben

März 16, 2011

Attentate auf Politiker, Verfolgung von Minderheiten, täglich Bombenexplosionen: Pakistan trennt nicht mehr viel von einem gescheiterten Staat. Kaum jemand traut sich noch, offen Kritik an islamischen Extremisten zu äußern. Vor allem Christen fühlen sich bedroht.

Worte können tödliche Wirkung haben in Pakistan. So wie die angeblichen Äußerungen der Christin Asia Bibi, einer einfachen Frau, die im Streit mit muslimischen Kolleginnen Jesus über den Propheten Mohammed gestellt haben soll. Es steht nicht einmal fest, ob sie so etwas überhaupt gesagt hat, aber sie wurde trotzdem zum Tode verurteilt. Oder wie die Forderungen von Salman Taseer, dem Gouverneur der Provinz Punjab, Asia Bibi zu begnadigen. Er wurde Anfang Januar in der Hauptstadt Islamabad erschossen. Oder wie die Kritik des Minderheitenministers Shahbaz Bhatti am Blasphemiegesetz, der davon sprach, es werde dazu missbraucht, private Streitigkeiten auszutragen. Bhatti wurde am Mittwoch in Islamabad ermordet.

Draußen vor der Fatima-Kirche in Islamabad klingt das anders. Da stehen Hunderte von Christen. Sie weinen und sagen, sie hätten Angst um ihr Leben. Ein junger Mann schreit immer wieder dieselbe Frage: „Wen wollt ihr als nächstes umbringen?“ Ein anderer sagt: „Wir sind in Pakistan geboren, das ist unsere Heimat. Wohin sollen wir nur gehen?“ In Pakistan leben Schätzungen zufolge etwa drei Millionen Christen, bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 185 Millionen Menschen, zuverlässige und nachprüfbare Zahlen gibt es nicht.

Viele Frauen weinen und liegen sich in den Armen. „Wir werden verfolgt und benachteiligt. Ständig müssen wir fürchten, dass man uns wegen irgendeiner Sache Blasphemie anhängt, uns zum Tode verurteilt oder uns gleich auf der Straße ermordet“, sagt Javed, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern zur Kirche gekommen ist, um von Minister Bhatti Abschied zu nehmen…

Islamisten versetzen das Land in einen kriegsartigen Zustand. Am Dienstag attackieren Militante eine Mädchenschule im nordpakistanischen Mardan mit Handgranaten. Wie durch ein Wunder kommt niemand ums Leben, 35 Mädchen werden verletzt. Am Donnerstag, einen Tag nach der Ermordung Bhattis, sterben bei zwei Angriffen auf Polizisten 15 Menschen.

Noch während der Trauerfeier für Bhatti am Freitag explodiert eine Autostunde von Islamabad entfernt eine Bombe in einer Moschee. Mindestens neun Menschen werden getötet.

Spiegel


Tote bei Kämpfen zwischen Christen und Muslimen

März 14, 2011

Koptische Christen demonstrierten gegen die Zerstörung einer Kirche. Daraufhin eskalierte die Gewalt. Über 100 Menschen wurden verletzt.

Bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind elf Menschen getötet worden. Sechs der Toten waren koptische Christen, die anderen fünf Muslime, teilte die ägyptische Generalstaatsanwaltschaft mit. Etwa 110 Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Die Leichen befänden sich im Krankenhaus der Kirchengemeinde, sagte der Geistliche Samaan Ibrahim aus dem Stadtteil Mokattam, dem Ort der Auseinandersetzungen. Alle Opfer seien durch Kugeln getötet worden, auch die Verletzten hätten Schusswunden erlitten.

Mindestens tausend Christen hatten sich am Dienstag in Kairo versammelt, um gegen einen Brandanschlag auf eine Kirche im Süden der Metropole am Samstag zu protestieren. Die Demonstranten seien dann von Bewaffneten attackiert worden, die auch Häuser und Warenlager in Brand gesetzt hätten, sagte Priester Ibrahim. Nach Angaben der Sicherheitskräfte bewarfen sich beide Seiten mit Steinen, Augenzeugen zufolge schossen Soldaten in die Luft, um die Menschenmenge aufzulösen.

In Ägypten liefern sich Kopten und Muslime immer wieder heftige Auseinandersetzungen. Bei einem Anschlag auf koptische Christen in Alexandria waren in der Neujahrsnacht 23 Menschen getötet worden. Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen bis zu zehn Prozent der 80 Millionen Einwohner Ägyptens aus. Sie sehen sich im Alltag Diskriminierungen und Benachteiligungen ausgesetzt.

Menschenrechtler sind besorgt über die anhaltende Gewalt. Seit Anfang Januar seien mindestens 39 Kopten in Ägypten getötet und drei Kirchen niedergebrannt worden, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker.
welt


Zwei Tote bei Gewalt zwischen Muslimen und Christen

März 14, 2011

Der Streit über eine Liebesbeziehung zwischen Muslimen und Christen hat in Ägypten zwei Menschenleben gefordert. Nach der Tragödie zündeten Islamisten ein koptisches Dorf an.

In Ägypten haben die muslimischen Bewohner eines Dorfes die örtliche Christengemeinde gestürmt. In Soul, 30 Kilometer südlich von Kairo, hätten aufgebrachte Muslime in der Nacht auf Samstag die Kirche sowie Häuser von Kopten angezündet. Wie ein Sicherheitsvertreter der staatlichen Nachrichtenagentur Mena sagte, wurde die Auseinandersetzung zwischen zwei Familien durch die verpönte Liebesbeziehung eines Christen mit einer Muslimin ausgelöst.

Nach Angaben von Mena hatte in dem Dorf Sol ein christlicher Mann eine Liebesbeziehung mit einer muslimischen Frau, die von den Familien beider Seiten abgelehnt wurde. Als am Freitag der Streit zwischen den Familien eskalierte, seien die Väter des Paares getötet worden.

Nach der Beisetzung des Vaters der Frau am Samstag habe eine Gruppe von Muslimen die Kirche des Dorfes in der Provinz Helwan angezündet. Wie Mena weiter berichtet, gelang es der Armee, das Feuer rasch zu löschen und die Ruhe wieder herzustellen.

Liebesbeziehungen zwischen Christen und Muslimen sind in Ägypten ein Tabu, und eine Hochzeit ist nur dann möglich, wenn sich der christliche Teil des Paars zum Islam bekehrt.

welt


Christlicher Minister von Muslimen ermordet

März 14, 2011

Niedergeschossen auf offener Straße in Islamabad. Er, selbst ein Katholik und der einzige Christ in Pakistans Kabinett, hatte sich immer wieder entschlossen gegen das harsche Blasphemiegesetz des Landes ausgesprochen. Auch dann noch, als die Taliban und extremistische Kleriker eine Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten, mit einem Todesurteil gegen ihn vorgelegt hatten. „Ich bin der Nächste auf ihrer Todesliste“, sagte der 42-Jährige kürzlich. Er hat recht behalten.

Shahbaz Bhatti war auf dem Weg zur Arbeit in Pakistans Hauptstadt. Er hatte gerade das Haus seiner Mutter in einer Vorstadt Islamabads verlassen, als am Mittwoch um 10.30 Uhr drei unbekannte Männer das Feuer auf sein Auto eröffneten. Zwei der Männer, so ein Augenzeuge, öffneten die Tür seines Toyota und versuchten, Bhatti aus dem Auto zu zerren. Gleichzeitig schoss der dritte mit seiner Kalaschnikow immer wieder in das Wageninnere.

Der Angriff dauerte nur etwa 30 Sekunden, dann flohen die Täter in einem wartenden weißen Suzuki Mehran. Als Minister Bhatti in das Shifa-Krankenhaus eingeliefert wurde, war er schon tot. Mindestens acht Kugeln, so die Polizei, trafen ihn….

Christliche Minderheit lebt in ständiger Angst

Die Situation für die Christen im Land – sie machen nur etwa 1,5 Prozent der 185 Millionen Pakistaner aus – wird immer schwieriger. „Die christliche Gemeinde lebt hier sowieso schon in ständiger Furcht“, sagt der pakistanische Christ Martin Fernandes aus Karatschi. „Und dann passiert so etwas. Niemand wagt es, laut darüber zu reden, denn jeder könnte zum nächsten Ziel werden.“ Dieses Gefühl begleitet tatsächlich Menschen in ganz Pakistan ständig.

„Wir haben Angst“, sagt auch die katholische Grundschullehrerin Shirley Kanson Dean aus Karatschi. „Jetzt haben sie wieder zugeschlagen, und bald werden sie womöglich gegen die Kirchen vorgehen. Wenn wir die Möglichkeit bekommen, dann gehen wir. Niemand ist in diesem Land seines Lebens sicher.“

Die Nächste auf der Todesliste der Extremisten könnte die Abgeordnete Sherry Rehman sein. Sie hatte sich im Parlament dafür eingesetzt, das Blasphemiegesetz zu reformieren und damit Missbrauch einzuschränken. Außerdem forderte sie die Abschaffung der Todesstrafe bei Blasphemiefällen. Gouverneur Taseer und Minderheitsminister Bhatti hatten diese Eingabe offen unterstützt und dafür mit ihrem Leben bezahlt.

Die Regierung hatte sich dem von den Islamisten entfachten Widerstand gebeugt und sich gegen die Reformen ausgesprochen. Sherry Rehman wurde vom Premierminister Gilani selbst ausgebremst. Seitdem erhält sie nach eigenen Aussagen alle 30 Minuten Todesdrohungen per Telefon oder E-Mail. Sie ist offenbar im Nachbarland Indien abgetaucht.

Die schwache Regierung sieht machtlos zu, wie die Islamisten immer mehr Einfluss gewinnen und die Bevölkerung mit ihren Hetzreden anstacheln. Nicht einmal nach dem Mord an Gouverneur Taseer hat die Führung unter der PPP durchgegriffen. Stattdessen kuscht sie vor den lautstarken Parolen der Mullahs – und untergräbt damit ihre Macht noch weiter.
welt


Iran: Christen wegen „verderblichen Einflusses“ verhaftet

Februar 21, 2011

Menschenrechtler sprechen von der größten Verfolgungswelle im Iran seit Langem. UN verlangen Aufklärung, Deutschland hält sich mit Kritik bedeckt.

Heiner Bielefeldt, UN-Sonderbeauftragter für Religionsfreiheit, wartet auf eine Antwort der iranischen Regierung. Er verlangt im Namen der Vereinten Nationen Aufklärung über die Massenverhaftung von Christen im Iran in den letzten Wochen. 60 Tage haben die iranischen Behörden Zeit, auf seine Fragen zu reagieren. Menschenrechtsorganisationen wie Open Doors oder Human Rights Watch sprechen von der größten Verfolgungswelle im Iran seit Langem. 70 evangelische Christen sollen in den Weihnachtstagen verhaftet, verschleppt, misshandelt und in einzelnen Fällen auch angeklagt worden sein, heißt es.

Das Center for Religious Freedom am Hudson Institute in Washington schätzt die Zahl der Verhafteten sogar auf 600. Die meisten würden ohne juristischen Beistand festgehalten und dürften auch nicht mit ihren Familien Kontakt aufnehmen. Als Grund für die Verhaftung habe der Generalgouverneur der Provinz Teheran wissen lassen, die Christen seien wegen ihres „verderblichen Einflusses“ festgesetzt worden. Morteza Tamadan kündigte an, weitere Personen festnehmen zu lassen….

welt