Integration in der Türkei

Recep Tayyip Erdogan, der zweite Integrationsminister Deutschlands, verlangt viel, wenn es um die Integration türkeistämmiger Migranten geht. Sein Land, die Türkei, ist das letzte, das demokratischen Staaten empfehlen kann, wie man Politik betreiben sollte.

Der christlichen Minderheit erlaubt sie beispielsweise nicht den Bau von Kirchen, sie leugnet noch immer den Völkermord an den Armeniern, den Aleviten zeigt sie die kalte Schulter, wenn diese um die offizielle Anerkennung der Cem-Häuser kämpfen und Kurden sowie andere ethnische Minderheiten durften jahrzehntelang nicht ihre Muttersprache sprechen.

Dennoch gibt es noch andere Missstände, auf die aufmerksam gemacht werden muss. Demnach muss jeder, der die türkische Staatsbürgerschaft beantragt, bereit sein, seinen Vornamen durch einen türkischen zu ersetzen. Ein prominentes Beispiel ist der türkische Nationalspieler Marco Aurelio, der seit 2006 türkischer Staatsbürger ist und seitdem Mehmet heißt.

Wie groß wäre der Aufschrei in der Bundesrepublik, wenn man von Migranten verlangen würde, einen deutschen Namen anzunehmen. Demnach würde ich nicht mehr Cengiz, sondern Hans heißen. Das einzig Gefährliche an dem Namen ist, dass mich die Türken Hanzo nennen könnten.

Doch das ist noch nicht alles: In der Türkei müssen Schüler jeden Morgen vor Schulbeginn die Nationalhymne singen und einen Eid sprechen, der wie folgt übersetzt werden kann: „Ich bin Türke, ehrlich und fleißig. Mein Gesetz ist es, meine Jüngeren zu schützen, meine Älteren zu achten, meine Heimat und meine Nation mehr zu lieben als mich selbst. Mein Ideal ist es aufzusteigen, voranzugehen. Großer Atatürk! Ich schwöre, dass ich unaufhaltsam auf dem von dir eröffneten Weg zu dem von dir gezeigten Ziel streben werde. Mein Dasein soll der türkischen Existenz ein Geschenk sein. Wie glücklich derjenige, der sagt ,Ich bin Türke‘!“

Bevor Erdogan Anderen politische Ratschläge gibt, sollte er zuerst bei sich anfangen. Denn wie heißt es so schön: Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Quelle

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