Warum der Begriff “Islamophobie” wenig taugt

März 21, 2011

„Islamophobie – mit diesem Konzept werden ohne Unterschied irrationale und rationale Ängste im Bezug auf den Islam zu Symptomen einer Art psychischen Krankheit erklärt.

Der Phobiker verhält sich zwanghaft. Er kann anderen zur Gefahr werden und wird zugleich als Opfer einer Krankheit betrachtet, statt als Subjekt mit Überzeugungen und Meinungen, wie fragwürdig diese auch immer sein mögen.

Wollen wir wirklich in solchen Begriffen von der öffentlichen Debatte um den Islam reden, wie sie sich bei uns in den letzten Jahren entfaltet hat? Ich halte das nicht für sinnvoll…

Denn dadurch werden bestimmte Redeweisen und Einstellungen von vornherein in den Bereich der Angst gerückt und somit psychologisiert. Man rückt sie damit aus dem Bereich des Verstehbaren und Widerlegbaren heraus …

Schauen wir uns kurz den ersten Versuch an, Islamophobie zu definieren. Dann wird das Problematische dieses Begriffs deutlich werden.
Der Begriff wurde durch eine Studie des britischen Runnymede Trust 1997 in die Debatte eingeführt. Runnymede Trust ist eine unabhägige Lobbygruppe für eine multi-ethnische, multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft.
Eine islamophobe Einstellung kommt nach einer Definition des Trust in folgenden Meinungen zum Ausdruck:
– Der Islam sei ein allein stehender monolithischer Block, statisch und für Veränderung unempfänglich.
– Der Islam sei gesondert und fremd, er habe keine gemeinsamen Ziele und Werte mit anderen Kulturen; weder sei er von ihnen beeinflusst noch beeinflusse er sie.
– Der Islam sei dem Westen unterlegen, barbarisch, irrational, primitiv und sexistisch.
– Der Islam sei gewalttätig, aggressiv, bedrohlich, den Terrorismus unterstützend und in einen Kulturkampf verstrickt.
– Der Islam sei eine politische Ideologie, die für politische oder militärische Vorteile genutzt werde.

Islamophobie und Rassismus werden oft synonym gebraucht. Das ist problematisch: Denn ich kann sehr wohl feindliche Gefühle gegenber dem Islam als Religion hegen, ohne Muslime dabei rassistisch abzulehnen. Sonst wäre Islamkritik und Islamfeindlichkeit vonseiten geborener Muslime ja nicht möglich. Auch dies ist ein Versuch, jede Kritik am Islam von vornherein als rassistisch zu diskreditieren.
Ausserdem bin ich der Meinung, dass alle die vermeintlich islamophoben Ideen, die der Runnymede Trust hier auf den Index gesetzt hat, prinzipiell unter dem Schutz der Meinungsfreiheit stehen.

Der Islam wird von manchen Muslimen als politische Ideologie verstanden. Das bestreiten am allerwenigsten jene Muslime, die sich dagegen verwehren. Ja, der Islam hat ein gewaltätiges, aggressives und bedrohliches Gesicht. Terrorismus und Kulturkampf sind ihm nicht fremd …

Ist der Islam dem Westen unterlegen? Ist er sexistisch? Ist er barbarisch? Letzteres würde ich nicht sagen, aber Barbaren im Namen eines bestimmten Islam gibt es zweifelsohne. Sie bringen mit Vorliebe andere Muslime um, wie wir mit Schrecken im Irak, in Pakistan, in Afghanistan sehen können. Sexismus? Wer hier möchte aufstehen und sagen, dies sei ein völlig absurder Vorwurf? Dass der Islam dem Westen unterlegen sei, ist die große Angst und der ANTRIEB aller muslimischen Reformdenker der letzten 200 Jahre. Die Geschichte der modernen Türkei und ihres strikten Laizimus/Kemalismus läßt sich ohne diese Angst überhaupt nicht verstehen. Warum sollten wir diese Aussage also tabuisieren? Nur weil es nicht in Ordnung ist, wenn Nichtmuslime sagen, was Muslime seit 200 Jahren sagen? Genauso verhält es sich mit der Aussage, der Islam sei ein allein stehender monolithischer Block, statisch und für Veränderung unempfänglich.

Es ist einfach Unsinn, diese Aussage als Indiz für Islamophobie anzusehen. Manche Muslime sehen des Islam genau so, manche Muslime kämpfen wiederum gegen jene, weil sie Veränderungen wollen. Eine Aussage, die Gegenstand eines innermuslimischen Streits ist, zum Symptom für Islamophobie zu erklären, wenn sie aus dem Mund von Nichtmuslimen zu hören ist – das geht einfach nicht….

Achse des Gute

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Gratuliere zum Al-Gadaffi-Preis, Herr Erdogan!

März 17, 2011

Für so eine Art Familienaufstellung zur Beendigung des Massenmordes in Libyen plädierte jüngst der türkische Ministerpräsident Recep T. Erdogan in einem RTL-Interview: “Vielleicht kann man ihm ein Licht dafür zeigen, dass er mit Würde abtritt. Wenn das die Familie schafft, und das ist wichtig, könnte es sein, dass er abgeht.” – “Mit Würde” , das hat was. Erdogan hat übrigens erst vor drei Monaten in Libyen den “Internationalen Al-Gadaffi-Preis für Menschenrechte” entgegengenommen. Wirklich, kein Spass. Motto des Preises, mit dem vor Erdogan auch schon die Herren Fidel Castro und Hugo Chavez vom Ghadaffi-Regime geehrt worden sind: “So, wie die Sonne für alle scheint, ist die Freiheit ein Recht für alle”. In seiner Dankesrede sagte Erdoğan, die Auszeichnung werde ihn weiter ermutigen für die Menschenrechte zu kämpfen und dass “Islamophobie” ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei. Und beinahe prophetischsprach sich der Türkenpremier gegen Gewaltanwendung aus: er betonte laut der Tageszeitung “Zaman”, dass “…die Türkei zur Tötung von neun unschuldigen Personen im Mittelmeer durch Israel nicht schweigen wird; er beschrieb das als ein Meer an “Freundschaft und Brüderlichkeit”. Der türkische Premierminister fügte hinzu, dass er fortfahren wird, die Rechte der Menschen im Nahen Osten und rund um die Welt zu schützen. … “Das einzige, das wir für unsere Region und auf dem Globus wollen, ist Frieden und Gerechtigkeit.” – Irgendwie haben wir es ja eh geahnt: das Mittelmeer wäre ein Meer des Friedens von Tripolis bis Istanbul, wenn da die Juden nicht wären. Herr Erdogan ist ein würdiger Träger des “Al-Gadaffi-Preises”
Achse des Guten


Der Iran hebt das Verbot einer nationalsozialistischen Webseite auf

März 17, 2011

Das iranische Ministerium für Bildung und islamische Rechtleitung hat die Blockade einer iranischen, nationalsozialistischen, antiarabischen und antijüdischen Webseite aufgehoben. Das Ministerium blockiert gleichzeitig etwa 5 Millionen Webseiten mit politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Inhalten, sowie Webseiten, die das Thema Sexualität behandeln.

Nachdem die frühere Webseite „Das Zentrum für iranische und nationalsozialistische Forschungen“ vom iranischen Staat verboten worden war, nennt sich dasselbe Zentrum jetzt, nach Aufhebung des Verbotes, „Das Zentrum für historische Studien über den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus.“ Das Zentrum ist nun unter der Führung des iranischen Ministeriums für Bildungs islamische Rechtleitung.

Die iranische Webseite „Ros“ hat die Aufhebung des Verbotes der genannten Webseite verurteilt und den Vertreter des Ministers des o. g. Ministeriums, Muhammad Ali Ramin, für seine Sympathien des Nationalsozialismus kritisiert. Ramin war laut Bericht von alarabiya.net während seines Studiums in Europa ein enger Freund von Personen aus der Szene der Neonazis. Außerdem ist er Generalsekretär der internationalen Organisation „Die Internationale Liga des Holocausts.“

Der iranische Journalist Muhammad Reza Yazdan beschreibt Ramin als denjenigen, der die Einstellung des iranischen Präsidenten bezüglich dessen Leugnung des Holocausts verkörpere.

Die o. g. pro-nationalsozialistische Webseite hat innerhalb kurzer Zeit 3200 zustimmende Schreiben erhalten. Einer der Chaträume dieser Seite trägt den Namen „Das Dritte Reich“, ein anderer „Der Zweite Weltkrieg“. Eine der Hauptaufgaben der Webseite ist „Die Entlarvung der Lüge des Holocausts.“ Die Webseite präsentiert sich mit den Worten: „Mit Hilfe Allahs und mit dem Geist des Führers Hitler betrachten wir uns als Soldaten des Nationalsozialismus.“
quelle


Warum japanische Parallelgesellschaften keinen stören

März 16, 2011

Nicht nur Türken, auch Japaner leben in Deutschland in Parallelgesellschaften und lassen ihre Kinder zuerst Japanisch lernen. Trotzdem beunruhigt das keinen.

Deswegen frage ich mich, warum wir ein Problem mit den Türken und kein Problem mit den Japanern haben, nicht einmal in Düsseldorf. Niemand fragt nach ihrer Geburtenrate, keine Behörde stellt ihnen Integrationshelfer zu Seite, es hat auch noch keinen Japan- bzw. Asien-Gipfel beim Innenminister gegeben und keinen christlich-japanischen Arbeitskreis beim Evangelischen Kirchentag. Wir wissen nicht einmal, welcher Religion sie angehören. Sie selbst machen daraus kein Geheimnis, aber auch kein öffentliches Aufheben.

Es muss also andere Gründe geben. Könnte es damit zu tun haben, dass noch kein Japaner vor ein Gericht gezogen ist, um einen Gebetsraum in einer Schule zu erklagen? Oder dass sich kein Japaner geweigert hat, in einem Supermarkt Getränke einzuordnen, die zu trinken ihm seine Religion verbietet? Dass sie bei den erfassten “Intensivtätern” unter-, dafür bei den Abiturienten überrepräsentiert sind? Auch die Japaner leben in Parallelgesellschaften, heiraten untereinander und lassen ihre Kinder zuerst Japanisch und dann Deutsch lernen. Aber: Noch nie ist ein japanischer Minister nach Deutschland gekommen, um seinen Landsleuten zu sagen, was sie tun und was sie lassen sollten. So etwas würde sich die Regierung als Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Republik verbieten. Es sei denn, es handelt sich um den türkischen Ministerpräsidenten…
welt


Christen fürchten nach Ministermord um ihr Leben

März 16, 2011

Attentate auf Politiker, Verfolgung von Minderheiten, täglich Bombenexplosionen: Pakistan trennt nicht mehr viel von einem gescheiterten Staat. Kaum jemand traut sich noch, offen Kritik an islamischen Extremisten zu äußern. Vor allem Christen fühlen sich bedroht.

Worte können tödliche Wirkung haben in Pakistan. So wie die angeblichen Äußerungen der Christin Asia Bibi, einer einfachen Frau, die im Streit mit muslimischen Kolleginnen Jesus über den Propheten Mohammed gestellt haben soll. Es steht nicht einmal fest, ob sie so etwas überhaupt gesagt hat, aber sie wurde trotzdem zum Tode verurteilt. Oder wie die Forderungen von Salman Taseer, dem Gouverneur der Provinz Punjab, Asia Bibi zu begnadigen. Er wurde Anfang Januar in der Hauptstadt Islamabad erschossen. Oder wie die Kritik des Minderheitenministers Shahbaz Bhatti am Blasphemiegesetz, der davon sprach, es werde dazu missbraucht, private Streitigkeiten auszutragen. Bhatti wurde am Mittwoch in Islamabad ermordet.

Draußen vor der Fatima-Kirche in Islamabad klingt das anders. Da stehen Hunderte von Christen. Sie weinen und sagen, sie hätten Angst um ihr Leben. Ein junger Mann schreit immer wieder dieselbe Frage: „Wen wollt ihr als nächstes umbringen?“ Ein anderer sagt: „Wir sind in Pakistan geboren, das ist unsere Heimat. Wohin sollen wir nur gehen?“ In Pakistan leben Schätzungen zufolge etwa drei Millionen Christen, bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 185 Millionen Menschen, zuverlässige und nachprüfbare Zahlen gibt es nicht.

Viele Frauen weinen und liegen sich in den Armen. „Wir werden verfolgt und benachteiligt. Ständig müssen wir fürchten, dass man uns wegen irgendeiner Sache Blasphemie anhängt, uns zum Tode verurteilt oder uns gleich auf der Straße ermordet“, sagt Javed, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern zur Kirche gekommen ist, um von Minister Bhatti Abschied zu nehmen…

Islamisten versetzen das Land in einen kriegsartigen Zustand. Am Dienstag attackieren Militante eine Mädchenschule im nordpakistanischen Mardan mit Handgranaten. Wie durch ein Wunder kommt niemand ums Leben, 35 Mädchen werden verletzt. Am Donnerstag, einen Tag nach der Ermordung Bhattis, sterben bei zwei Angriffen auf Polizisten 15 Menschen.

Noch während der Trauerfeier für Bhatti am Freitag explodiert eine Autostunde von Islamabad entfernt eine Bombe in einer Moschee. Mindestens neun Menschen werden getötet.

Spiegel


Grüne/Linke und konservative Islamlobbygruppen vereint

März 16, 2011

Nicht schon wieder. Wieder einmal sind Grüne und islamistische Lobbyverbände einig darin, beleidigt zu sein, weil eine Wahrheit schlicht und klar ausgesprochen wurde: Der Islam gehört, historisch, nicht zu Deutschland.

Natürlich hat Innenminister Hans-Peter Friedrich recht, wenn er sagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Es deckt sich mit dem, was der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan seinen in Deutschland lebenden türkischen Landsleuten vor wenigen Tagen mahnend zugerufen hat, als er sie erneut vor der Assimilation warnte. Erdogan appelliert an die, die nicht dazugehören, nicht dazugehören wollen, und von denen gibt es einige.

Die Reaktionen auf den Innenminister dagegen verlassen sich auf das vertraute Gemisch aus lautstarker Empörung und politischer Erpressung, statt zur Sache zu reden. Und das ist der wahre Skandal. Was hatte der Innenminister noch mal genau gesagt? „Dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich aus der Geschichte nicht belegen lässt.“

Er sprach zur Geschichte. Nun warten wir also auf Widerlegungen, und bekommen stattdessen Belehrungen zum interkulturellen Knigge. Renate Künast: Der Minister „zerschlägt Porzellan!“ Gut, die Erde ist rund, aber pscht!, es gibt Leute die das als Affront auffassen könnten. Von ihrem Kollegen Cem Özdemir ist nur zu hören, der Minister habe „ein krudes Gesellschaftsverständnis“. Aha. Dürfen wir vorerst sagen, Özdemir hat ein krudes Debattenverständnis?

Die Vorsitzende des liberal-islamischen Bundes wird schon orientalisch-bunter. Sie verteidigt die Ehre. Sie nennt die Ministeraussage eine „Ohrfeige ins Gesicht der Muslime“ und hält sie für „politisch wie historisch falsch“. Und wie wäre es, historisch, richtig? Fehlanzeige.

Der Chef der türkischen Gemeinde tut das, was er am besten kann. Er droht. „Wenn der Innenminister Streit sucht, wird er ihn bekommen.“ Devise: Wenn du noch einmal behauptest, ich sei intolerant, dann kriegst du aufs Maul.

Kein Einziger hat auf den Minister in der Sache geantwortet. Das interessierte Publikum wartet immer noch auf Belege für das, was an der Minister-Aussage falsch sein soll. Wartet auf jede Menge Beweise für die historische gewachsene islamisch-christlich-deutsche Identität.

Sollten wir den 12.September 1683 als Beginn einer wundervollen Freundschaft annehmen, als die Türken vor Wien auftauchten und die christlichen Staaten des Abendlandes gemeinsam zitterten? Oder ist es die Mokka-Mode im Rokoko, die uns beglückte, oder Mozarts beschwingtes Märchen von der „Entführung aus dem Serail“, dieser Exotenschauer aus Harem, Kerkermeister, Augenrollen, gewagten Miedern, gütigem Bassa Selim?

Oder fallen uns nicht doch eher die missgelaunten türkischen Subkulturen mit den verschleierten Frauen in den Großstädten ein, die Brandreden der Scharia-Anhänger in Mönchengladbach, die türkischsprachigen Viertel in Duisburg Marxlohe und die vielen, vielen islamischen Kulturvereine, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden?

Sagen wir es so: Ich habe einige muslimische Freunde. Trotzdem gehört der Islam nicht zu Deutschland, geschichtlich, er gehört nicht in unsere historisch-religiöse DNA, denn die ist, allen Unkenrufen zum Trotz, immer noch christlich.

Wie ein Lauf auf Eierschalen

Es ist lustig, über den Islam zu diskutieren, denn man wird gebeten, so vorsichtig aufzutreten, als laufe man über Eierschalen – die Gegenseite könnte sich provoziert fühlen und sich genauso benehmen, wie man es beschrieben hat.

Gerade eine Woche ist es her, als an gleicher Stelle Patrick Bahners Buch „Die Panikmacher“ besprochen wurde. Bahners beschuldigte nicht die islamistischen Sprengstoffkommandos und Scharia-Propagandisten der Panikmache, sondern diejenigen, die vor ihnen warnen. Etwa Hirsi Ali, die von islamischen Tugendwächtern Verstümmelte, oder Ralph Giordano, den Holocaust-Überlebenden.

Thomas Steinfeld („SZ“) war von Bahners Mut schwer ergriffen.“Er prüft er denkt … Aber welche Freude dass es ihn gibt“. Nur ein paar Tage später schießt ein islamistischer Attentäter zwei amerikanische Soldaten vor dem Frankfurter Flughafen nieder. Und der türkische Premier warnt vor allzugroßer Assimilation. Panikmache?

In Tunis sind bereits die Rotlichtviertel vom islamistischen Mob abgefackelt worden. In Ägypten hält die Mehrheit Steinigung bei Ehebruch, Handabhacken bei Diebstahl und die Todesstrafe beim Abfall vom Islam für wünschenswert, und das war VOR dem Umsturz. In Jordanien, im Jemen, in Marokko, in Bahrain, im Gaza-Streifen gibt es starke und vor allem gut organisierte islamistische Gruppierungen, die Mehrheiten bilden oder zur Mehrheit drängen.

Seit 1979 Ajatollah Chomeini das korrupte Schah-Regime ablöste und die Hoffnung auf Freiheit und Menschenrechte in einen finsteren Gottesstaat erstickte, sind wir gewarnt.

Und nein: Der Islam gehört nicht zu Deutschland.

Spiegel


Tote bei Kämpfen zwischen Christen und Muslimen

März 14, 2011

Koptische Christen demonstrierten gegen die Zerstörung einer Kirche. Daraufhin eskalierte die Gewalt. Über 100 Menschen wurden verletzt.

Bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind elf Menschen getötet worden. Sechs der Toten waren koptische Christen, die anderen fünf Muslime, teilte die ägyptische Generalstaatsanwaltschaft mit. Etwa 110 Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Die Leichen befänden sich im Krankenhaus der Kirchengemeinde, sagte der Geistliche Samaan Ibrahim aus dem Stadtteil Mokattam, dem Ort der Auseinandersetzungen. Alle Opfer seien durch Kugeln getötet worden, auch die Verletzten hätten Schusswunden erlitten.

Mindestens tausend Christen hatten sich am Dienstag in Kairo versammelt, um gegen einen Brandanschlag auf eine Kirche im Süden der Metropole am Samstag zu protestieren. Die Demonstranten seien dann von Bewaffneten attackiert worden, die auch Häuser und Warenlager in Brand gesetzt hätten, sagte Priester Ibrahim. Nach Angaben der Sicherheitskräfte bewarfen sich beide Seiten mit Steinen, Augenzeugen zufolge schossen Soldaten in die Luft, um die Menschenmenge aufzulösen.

In Ägypten liefern sich Kopten und Muslime immer wieder heftige Auseinandersetzungen. Bei einem Anschlag auf koptische Christen in Alexandria waren in der Neujahrsnacht 23 Menschen getötet worden. Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen bis zu zehn Prozent der 80 Millionen Einwohner Ägyptens aus. Sie sehen sich im Alltag Diskriminierungen und Benachteiligungen ausgesetzt.

Menschenrechtler sind besorgt über die anhaltende Gewalt. Seit Anfang Januar seien mindestens 39 Kopten in Ägypten getötet und drei Kirchen niedergebrannt worden, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker.
welt