Eine Kumpanei mit den Tätern auf Kosten der Opfer – Broder

Februar 10, 2011

Dass Christen verfolgt werden, wollen manche hierzulande nicht wahrhaben. Lieber verharmlosen sie das Attentat auf die Kopten in Ägypten.

Wer wen bedroht, ist keine Frage der Wahrnehmung. Im Falle der verfolgten Christen fällt es manchen Zeitgenossen schwer, zwischen Tätern und Opfern zu unterscheiden. Obwohl es ganz einfach ist. Vielleicht zu einfach.

Nachdem bei einem Anschlag islamischer Terroristen in Alexandria 21 Kopten getötet worden waren, erschien in einer Berliner Zeitung ein Kommentar, dessen Verfasser davor warnte, „das Entsetzen über diesen Anschlag auszunutzen”, um „das alte Thema der Christenverfolgungen wieder auf die Tagesordnung zu setzen”. Der Anschlag von Alexandria sei „einer von vielen Anschlägen, mit denen der islamische Terrorismus das ägyptische Regime zu erschüttern versucht. Die meisten der Anschläge betrafen Moslems und werden in Zukunft auch wieder Muslime treffen. Vom muslimischen Terrorismus werden vor allem Muslime getötet. Das ist seit Jahren so, und das wird sich auch nicht ändern”.

Man konnte bei der Lektüre des Beitrags den Eindruck gewinnen, der Autor wollte den Opfern des Anschlags zurufen: „Stellt euch nicht so an, normalerweise erwischt es Moslems, jetzt eben euch! Was soll’s?” Der Eindruck wäre nicht ganz falsch, wie der folgende Absatz bestätigte: „Christen werden überall auf der Welt verfolgt und diskriminiert. Jahrhundertelang wurden sie es vor allem von anderen Christen. Christen haben vor allem Christen auf die Scheiterhaufen geschickt.”

Man muss wirklich das Gemüt eines Fleischwolfs haben, um angesichts von 21 toten Christen an die Untaten zu erinnern, die während der Inquisition von Christen an Christen begangen wurden. Aber es kam noch besser: „Auch in Alexandria geht es nicht um die Christen, sondern es geht darum, wer die Macht über das Land erringt. Eine innermuslimische Auseinandersetzung.”

Folgt man dieser Logik, war auch der Holocaust irgendwie eine „inner-nationalsozialistische Auseinandersetzung”, denn es gab im NS-Apparat durchaus Leute, die der Meinung waren, man sollte sich auf den bewaffneten Kampf gegen den Bolschewismus konzentrieren, statt wertvolle Ressourcen beim Bau von Konzentrationslagern zu vergeuden. Bedauerlicherweise wurde diese inner-nationalsozialistische Auseinandersetzung auf dem Rücken der Juden ausgetragen, denen es sicher ein Trost gewesen wäre zu erfahren, dass sie gar nicht gemeint waren. Wie die Kopten in Alexandria heute.

Diese Art der Verharmlosung hat einen Namen: Kumpanei mit den Tätern auf Kosten der Opfer. Dabei ist die Sache einfach. Man muss sich nur fragen: Werden in christlichen Ländern Moslems an der Ausübung ihrer Religion gehindert, Moscheen abgefackelt, Häretiker drangsaliert und Konvertiten mit dem Tode bedroht? Oder ist das eher die Erfahrung von Christen, die das Pech haben, im Irak, in Pakistan und in Nigeria zu leben?

Vermutlich ist eine solche Überlegung zu einfach, nichts für sensible Differenzierer, die auf die Frage nach der Uhrzeit mit der Geschichte des Chronometers antworten, wie ein anderer Berliner Autor, der die Lage der christlichen Minderheiten in Ländern wie Ägypten und Irak „schwierig, sogar dramatisch” nennt, zugleich aber davon abrät, von einer „Christenverfolgung” zu sprechen, denn: „Das Wort von der Christenverfolgung setzt ihr Schicksal aber mit dem der frühen Christen gleich, die im Römischen Reich einst verfolgt, gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Diese Gleichsetzung ist zumindest fragwürdig. Heute bilden Christen schließlich keine kleine Sekte mehr, die um ihr Überleben ringen muss, sondern die größte Religionsgemeinschaft der Welt.” Rein rechnerisch ist das sogar richtig, wenn es auch nichts an der Tatsache ändert, dass Christen eben dort verfolgt werden, wo sie in der Minderheit sind – also eher in Kabul als in Köln. Aber so lange sie nicht gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden, besteht kein Grund zur Sorge.
welt

Advertisements

Führer Erdogan träumt von arabisch-türkischer Weltmacht

Februar 9, 2011

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan reist derzeit mit einer hochrangigen Regierungsdelegation durch die arabischen Golfstaaten. In einer Rede in Kuwait skizzierte er dabei, welche Mächte seiner Meinung nach in der Zukunft „die ganze Welt gestalten” könnten: Die Türkei und die arabischen Länder, wenn sie die Kraft zu einer „Union” finden als Zentrum der muslimischen Welt.

Erdogan sprach auf einer Konferenz zu den türkisch-arabischen Beziehungen. In dem von der „halbamtlichen” türkischen Nachrichtenagentur Anadolu verbreiteten Text forderte er, die Sreitigkeiten und Differenzen des 19. und 20. Jahrhunderts zu vergessen – als die arabischen Völker sich gegen die osmanische Herrschaft erhoben – und sich auf die historischen Gemeinsamkeiten zu besinnen, die Araber und Türken verbinden.

Diese Gemeinsamkeiten sind laut Erdogan vor allem der Islam und das gemeinsame Ringen gegen christliche Aggressoren. „Türken und Araber haben diese Gegenden gemeinsam in der Zeit der Kreuzzüge verteidigt”, meinte er. Auch in späteren Epochen „haben wir gemeinsam gegen die Invasoren gekämpft”, behauptete er unter Verweis auf die „Invasion von Erzurum”. Damit meinte er wahrscheinlich den russisch-armenischen Einmarsch im ersten Weltkrieg in der nordöstlichen Türkei – allerdings hatte das osmanische Reich die Kämpfe mit einem Angriffskrieg gegen Russland provoziert….
welt


Männern und Frauen wird Händeschütteln verboten (Todesstrafe) – Islam ist friedlich und tolerant

Februar 9, 2011

Nicht verwandte Männer und Frauen dürfen sich öffentlich nicht mehr die Hände schütteln oder unterhalten – sonst droht die Todesstrafe.

Islamisten der Al-Shabaab-Miliz in Süd-Somalia haben Männern und Frauen eine öffentliche Begrüßung verboten, sofern sie nicht miteinander verwandt sind. Angehörige verschiedener Geschlechter ohne Verwandtschaftsbeziehung dürfen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr die Hand geben, nicht miteinander sprechen und nicht gemeinsam spazieren gehen, wie Einwohner berichteten.

Bei Nichtbeachtung drohen harte Strafen: Wer sich den Anordnungen widersetzt, kann demnach inhaftiert, ausgepeitscht oder sogar hingerichtet werden.

„Das ist eine furchtbare Regelung“, sagte Hussein Ali aus der Stadt Jowhar. „Ich fühle mich wie unter Arrest. Ich habe angefangen, die Begrüßungen weiblicher Bekannter zu ignorieren, um einer Bestrafung zu entgehen.“

Das Edikt der al-Shabaab wird auch in der Stadt Elasha durchgesetzt. Die Studentin Hamdi Osman sagte, Bewaffnete durchsuchten Busse nach alleinreisenden oder nicht angemessen gekleideten Frauen. Sie sei einmal verprügelt worden, weil sie ein traditionelles somalisches Kleid trug statt der langen, schwarzen und konturlosen Robe, die von den Kämpfern der Miliz bevorzugt wird.

Öffentliche Amputationen und Steinigungen

Die fanatischen Muslime haben Frauen in Süd-Somalia bereits Arbeit in der Öffentlichkeit verboten. Viele Mütter müssen sich deswegen entscheiden, ob sie mit dem Verkauf von Obst und Gemüse auf dem Markt die Todesstrafe riskieren – oder ob sie zu Hause bleiben, kein Geld verdienen und zusehen, wie ihre Kinder vor Hunger sterben.

Die Al-Shabaab-Miliz, die Kontakte zum Terrornetzwerk al-Qaida unterhält, kontrolliert den Großteil von Süd- und Zentralsomalia und versucht, die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung zu stürzen. Obwohl die Regierung von 8000 Friedenssoldaten der Afrikanischen Union geschützt wird, hat sie es bislang nicht geschafft, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

Selbst Teile der Hauptstadt Mogadischu werden von den islamistischen Aufständischen kontrolliert, wo sie öffentlich Amputationen, Auspeitschungen und Steinigungen als Bestrafung durchführen.

Kino-Besuche und Büstenhalter sind verboten

Was konkret verboten ist, hängt vom jeweiligen Kommandeur ab und ist von Stadt zu Stadt verschieden. In Jowhar bestehen die Kämpfer darauf, dass sich Männer einen Bart wachsen lassen, aber die Oberlippe rasieren, wie ein Einwohner berichtete. Aus Angst vor Repressalien wollte er seinen Namen nicht genannt sehen. Als unislamisch verboten sind außerdem Kinos, Musik und Büstenhalter.

„Das letzte Mal ein Lied gehört habe ich vor zwei Jahren, bevor die Aufständischen es geschafft haben, mein Dorf vollständig zu kontrollieren“, sagt der Einwohner Bile Hassan. Jetzt macht ihm sogar die bloße Erinnerung an Musik Angst.
welt

Immer wieder schön wie friedlich und tolerant der Islam ist.


Peitschenhiebe für Ehemann einer unverhüllten Frau

Februar 9, 2011

Weil sich ein Religionspolizist von den unverhüllten Augen einer Frau provoziert fühlte, muss nun deren Ehemann büßen. Mit 30 Peitschenhieben.

In Saudi-Arabien soll ein Mann ausgepeitscht werden, weil seine Ehefrau ihre Augen in der Öffentlichkeit gezeigt hat. Dieses bizarre Urteil fällte ein Richter in Saudi-Arabien. Der Konflikt um die schönen Augen der ansonsten komplett verhüllten jungen Frau entbrannte im vergangenen Monat in einem Basar der Stadt Hail.

Ein Angehöriger der islamischen Religionspolizei fühlte sich wohl von den Blicken der Frau gestört, die in Begleitung ihres Ehemannes und eines Verwandten ihres Mannes unterwegs war. Wie die saudische Zeitung „Al-Watan“ am Dienstag berichtete, forderte er deshalb den Ehemann auf, dafür zu sorgen, dass seine Frau nicht nur ihren Körper, die Haare und das Gesicht mit schwarzen Schleiern bedeckt, sondern auch ihre Augen.

Als sich der Mann weigerte, diesem Befehl Folge zu leisten, kam es zum Streit. Der Religionspolizist zückte ein Messer und stach zu. Vor Gericht behauptete der Tugendwächter später, der Mann habe ihn geschlagen. Der Ehemann und sein Verwandter wurden nun beide wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“ zu jeweils 30 Peitschenhieben verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will das Urteil anfechten.

In Saudi-Arabien müssen alle Frauen in der Öffentlichkeit bodenlange Gewänder und schwarze Kopftücher tragen. Viele Frauen binden sich außerdem einen Gesichtsschleier („Nikab“) um, einige legen zusätzlich ein dünnes schwarzes Tuch über die Augen. Ein Gesetz, das vorschreibt, dass Frauen das Gesicht oder sogar die Augen bedecken müssen, gibt es in dem islamischen Königreich aber nicht.
welt


Araber in Berlin haben ihren eigenen Richter

Februar 7, 2011

Allouche ist einer der Händler. Aber er hat außerdem noch einen zweiten Job. Der gebürtige Libanese ist ein selbst ernannter Friedensrichter und schlichtet bei Streitigkeiten zwischen arabischen Clans. Das Amt hat er im Libanon von seinem Vater geerbt, der wiederum übernahm es bereits von seinem Großvater.

So ziemlich jeder Araber in Berlin hat Allouches Telefonnummer. „Wenn zwei Araber sich streiten, holt meistens jeder seine Familie zur Unterstützung für eine Schlägerei“, erklärt Allouche. Das sei der Zeitpunkt für ihn, sich ins Auto zu setzen und loszufahren. „Ich habe schon viele Massaker verhindert.“

Wenn er nichts ausrichten kann bei einem Einsatz, wie jüngst bei einem Kampf zwischen einer palästinensischen und einer libanesischen Familie, rufe er die Polizei. „Die Beamten melden sich auch bei mir, wenn sie Informationen brauchen.“

Keine polizeiliche Beeinflussung

Peter-Michael Haeberer, Chef des Berliner Landeskriminalamts, wählt andere Worte, um das Verhältnis zwischen Polizei und arabischem Schlichter zu beschreiben. „Die Rolle des Friedensrichters wurde bisher durch die polizeiliche Arbeit nicht beeinflusst“, sagt Haeberer.

„Aus präventiver Sicht ist auch fraglich, ob der regelgerechte Einsatz von Friedensrichtern überhaupt bekämpft werden sollte, da diese deeskalierend wirken und eine Ausweitung der Konflikte möglicherweise verhindern können.“

In Berlin gibt es 20 bis 30 Großfamilien mit jeweils bis zu 500 Mitgliedern. Weitere leben im Ruhrgebiet, in Bremen und Bremerhaven. Die meisten von ihnen sind libanesische Kurden aus den Grenzgebieten zwischen Türkei und Syrien.

Die meisten Asylanträge wurden abgelehnt

Sie kamen in mehreren Fluchtwellen in den 30er- und 60er-Jahren in den Libanon. Dort wurden sie größtenteils nicht eingebürgert, sondern erhielten sogenannte „Laisser passer“-Papiere. Damit reisten sie während des Libanonkriegs in den 70er-Jahren nach Deutschland ein.

Ein Jahr nach der Ausreise verloren die Papiere ihre Gültigkeit. Als Staatsangehörigkeit steht häufig „ungeklärt“ oder „staatenlos“ darin. Die meisten Asylanträge wurden abgelehnt. Abschieben konnte man aber auch die Schwerkriminellen unter den Migranten nicht – schließlich müsste dazu gesichert sein, in welches Land die Abschiebung erfolgen soll.

Häufig bekamen die Flüchtlinge eine Duldung, Söhne und Töchter erlangten meist die deutsche Staatsangehörigkeit.

Geschenke nimmt er schon mal an

Auch Allouche ist nun bereits seit 14 Jahren deutscher Staatsbürger. „Ich tue das alles für Deutschland und für Allah“, sagt er. Bezahlt werde er von den Familien nicht, Geschenke aber nehme er schon mal an. „Die brauche ich, für meine Zigaretten, für meine Kinder.“

Kürzlich heiratete er seine „zweite Frau“ und ließ sich dafür von seiner ersten scheiden – „aber nur, weil das deutsche Gesetz es so verlangt“. Seine erste Frau, eine Deutsche und Mutter seiner vier Töchter, liege ihm weiter am Herzen.

Die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig widmete den arabischen Clans in ihrem Bestseller „Das Ende der Geduld“ ein ganzes Kapitel. Ihrer Einschätzung nach leben sie ausschließlich nach ihren Gesetzen. Die Mütter bekommen zehn bis fünfzehn Kinder und haben bereits Enkelkinder, bevor sie ihr letztes eigenes Kind bekommen.

„Man lebt von staatlichen Transferleistungen und dem Kindergeld“, schreibt Heisig, der Lebensstil hingegen könne als „aufwendig“ bezeichnet werden: Teure Autos gehören zum Standard, in Strafverfahren werden namhafte Berliner Anwälte engagiert. „Wenn die Drogengeschäfte von einem rivalisierenden Clan gestört werden, wird das Problem gelöst, indem man einander tötet oder dies zumindest versucht.“

Heisig hat sich einige Clans genau angeschaut. Mit dem Ergebnis, dass „die weiblichen Familienangehörigen stehlen und die männlichen Straftaten aus allen Bereichen des Strafgesetzbuches begehen: Von Drogen- und Eigentumsdelikten über Beleidigung, Bedrohung, Raub, Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Sexualstraftaten und Zuhälterei bis zum Mord ist alles vertreten.“

Die Kinder wüchsen weitgehend unkontrolliert in diesen kriminellen Strukturen auf, auch sie begingen von Kindesbeinen an Straftaten.

Entstehung von Parallelgesellschaften

Antje Keune, Jugendrichterin am Amtsgericht Berlin Tiergarten, schüttelt den Kopf, wenn sie auf die selbst ernannten Schlichter angesprochen wird. „Ich habe erhebliche Bedenken an der Arbeit eines solchen Friedensrichters“, sagt Keune.

„Wenn er als Mediator Täter und Opfer an einen Tisch bringt – gerne. Aber er kann nicht Straftaten klären, ohne dass sie vor Gericht landen. Das ist Selbstjustiz und trägt zur Entstehung von Parallelgesellschaften bei. Migranten müssen unsere Regeln akzeptieren – nicht ihre eigenen mitbringen.“

Keune ist für Berlin-Neukölln zuständig, wo viele arabische Großfamilien leben und sich in manchen Gebieten Gettos gebildet haben. Zusammen mit Kirsten Heisig hatte sie das Gespräch mit der Polizei gesucht, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

Vor ihr sitzen oft Jugendlichen aus arabischen Großfamilien im Gerichtssaal. In den Statistiken der Polizei wird der Migrationshintergrund nur bei Jugendlichen und Heranwachsenden erhoben.

Die Kriminalitätsbelastung der libanesischen Heranwachsenden (zwischen 18 bis 21 Jahren) ist 5,3-mal so hoch wie bei deutschen Heranwachsenden. Häufig werden sie Intensivtäter, begehen also mindestens zehn schwere Delikte innerhalb eines Jahres.

Keune befürwortet die Erstellung einer Schülerdatei, sodass die Polizei sofort zuordnen kann, ob ein Kind gerade im Unterricht sitzen müsste, wenn sie es auf der Straße aufgreifen. „Im Zweifel muss das Jugendamt so weit gehen und den Eltern das Sorgerecht entziehen“, sagt Keune.

„Sozialromantische Verblendung gepaart mit blanker Angst“

Jüngst hatte sie den Fall eines Jugendlichen, der in der Schule erst gute Noten erzielte, als er aus dem familiären Umfeld herauskam und in einem geschlossenen Heim die Einhaltung bestimmter Regeln lernte.

„Man muss sich auch mal trauen, solche Maßnahmen anzuwenden“, sagt sie. „Doch ich habe den Eindruck, dass einige Jugendamt-Mitarbeiter Angst davor haben, in arabische Großfamilien zu gehen. Das ist natürlich eine Kapitulationserklärung.“

Kirsten Heisig war ähnlicher Meinung. Der Grund, warum niemand härtere Maßnahmen im Umgang mit kriminellen arabischen Clans anwende, sei „sozialromantische Verblendung gepaart mit blanker Angst“, schreibt sie. „Hinter vorgehaltener Hand heißt es: „Man kann kein Kind aus einem arabischen Clan nehmen. Die Familien erschießen jeden, der das versuchen sollte.“

welt


Jede siebte Türkin ist bei der Heirat jünger als 18 – Verwandenheirat(Inzest) üblich

Februar 7, 2011

Viele türkische Frauen gehen sehr jung in die Ehe, und die ist oft arrangiert. Zudem gibt es trotz Verbots viele Fälle von Polygamie.

Jede siebte Frau in der Türkei heiratet nach Erkenntnissen eines Parlamentsauschusses vor ihrem 18. Lebensjahr. Dies gehe aus einer wissenschaftlichen Untersuchung für die Gleichstellungskommission des Parlaments in Ankara hervor, berichtete die Zeitung „Milliyet“.

Demnach gibt es im Land etwa 187.000 Zweitfrauen, obwohl Vielehen gesetzlich verboten sind. Hauptgrund für einen Mann, sich eine Zweitfrau zu nehmen, sei der unerfüllte Wunsch nach einem Sohn.

Das gesetzliche Mindestalter für die Verheiratung liegt in der Türkei bei 16 Jahren. Insbesondere in ländlichen Gegenden werden viele Mädchen aber schon früher von ihren Familien verheiratet. Die Gesamtzahl der Bräute unter 18 Jahren liegt der Studie zufolge bei 5,5 Millionen.

Ehen zwischen Verwandten durchaus üblich

Bei etwa jeder fünften der insgesamt 35,6 Millionen Frauen in der Türkei wählten dem Bericht zufolge die Familien den Ehemann aus; bei 2,1 Millionen Hochzeiten wurde ein Brautgeld ausgehandelt. Rund 1,7 Millionen Ehen werden zwischen engen Verwandten geschlossen, meist zwischen Kusinen und Vettern. Laut der Untersuchung nimmt die Zahl dieser Art von Ehen mit steigendem Bildungsgrad stark ab, wie die Zeitung „Sabah“ meldete.

Fast eine halbe Million Türkinnen sind dem Parmanentsbericht zufolge nur nach islamischem Ritus mit ihren Männern verheiratet. Diese so genannten Imam-Ehen haben rechtlich keinen Bestand und sind insbesondere im armen Osten des Landes verbreitet. Viele Frauen in Imam-Ehen haben keine oder nur eine geringe Schulbildung. Die Autoren der Studie von der Hacettepe-Universität in Ankara fordern in ihrem Bericht die Politik auf, gegen Missstände wie Kinder-Hochzeiten, Zwangsehen und Vielehen vorzugehen.

welt


Angreifer schlachten 15 christliche Dorfbewohner ab

Februar 7, 2011

Mit Gewehren und Macheten hat eine Gruppe von Männern 15 christliche Dorfbewohner in Nigeria getötet. Unter den Opfern sind Frauen und Kinder.

In dem Dorf Kuru seien drei Häuser attackiert worden, teilte der örtliche Verwaltungschef der Region Riyom, Simon Mwaekwom, mit. Der Ort liegt rund 30 Kilometer von der zentralnigerianischen Stadt Jos entfernt, die als Schauplatz religiöser Spannungen zwischen Christen und Muslimen gilt. „Es spielten sich schreckliche Szenen ab“, sagte Mwaekwom. Die Angreifer hätten die Bewohner der Häuser zunächst gegen Mitternacht aufgeweckt, indem sie Salven abgefeuert hätten…
welt