Gegen Faschismus und Islamismus

Zahl der Muslime wächst rasant

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Bis 2030 erhöht sich der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung laut einer Studie auf mehr als ein Viertel. Indonesien wird als größter muslimischer Staat abgelöst.

Weltweit wird die Zahl der Muslime laut einer Studie binnen der nächsten 20 Jahre doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung. In den nächsten beiden Dekaden werde die muslimische Bevölkerung jährlich um 1,5 Prozent anwachsen, die Zahl der Nicht-Muslime dagegen nur um 0,7 Prozent, hieß es in der Studie des US-Instituts Pew Forum on Religion and Public Life. Im Jahr 2030 wird demnach der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung 26,4 Prozent ausmachen.

Bis dahin wird Pakistan Indonesien als Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung überholt haben, sagt die Studie weiter voraus. In Europa wird der Anteil der Muslime demnach von heute sechs Prozent auf acht Prozent steigen, von 44,1 Millionen Einwohnern islamischen Glaubens auf dann 58,2 Millionen.

In einigen europäischen Ländern wird der Anteil in den kommenden 20 Jahren noch stärker ansteigen. Die Studie listet unter anderem Belgien auf, wo der Anteil von sechs auf 10,2 Prozent wachsen soll, Frankreich, wo er von 7,5 auf 10,3 Prozent anwachsen dürfte, sowie Schweden, wo er sich auf zehn Prozent verdoppeln werde. In den USA dürfte der Anteil der Muslime demnach von weniger als einem auf 1,7 Prozent steigen. Für ihre Prognosen legte das US-Institut die aktuellen Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten zugrunde.

welt

Muslimische Bevölkerungsentwicklung 1990 – 2030
Posted on February 1, 2011 by Felix Strüning Drucken | Print

Die muslimische Weltbevölkerung wächst weiter und immer noch schneller als die nicht-muslimische. Das ist das Ergebnis der Ende Januar 2011 veröffentlichten Studie The Future of the Global Muslim Population des US-amerikanischen Pew Research Center und seinem Forum on Religion & Public Life. Darin werten die Forscher statistische Daten aus allen Staaten dieser Welt aus, um die Entwicklung der muslimischen Bevölkerungsanteile seit 1990 nachzuzeichnen und Prognosen bis zum Jahr 2030 zu machen.

Hier werden zunächst einige zentrale Ergebnisse zusammengefasst, ehe einzelne, für Europa bzw. Deutschland relevante Zahlen hinsichtlich ihrer Bedeutung diskutiert werden. Es geht dabei vor allem darum, auch für europäisch-vergleichende Perspektiven eine Forschungs- und Diskussionsgrundlage zu schaffen. 1

Weltweite Trends

Die muslimische Weltbevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren um 35 Prozent zunehmen. Geht man 2010 von 1,6 Milliarden Muslimen weltweit aus, dürften es 2030 bereits 2,2 Milliarden sein. Damit wächst die muslimische Bevölkerung rund doppelt so schnell (durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr), wie die nicht-muslimische (durchschnittlich 0,7 Prozent pro Jahr). Dennoch verlangsamt sich auch das muslimische Bevölkerungswachstum: Von 1990 bis 2010 gab es noch durchschnittlich 2,2 Prozent Muslime pro Jahr mehr (siehe Abbildung 1). Dabei hängt die Geburtenrate in muslimisch dominierten Ländern stark vom Bildungsniveau der Frauen ab: In den acht Ländern mit der geringsten üblichen Schulbildung für Mädchen bekommen diese durchschnittlich 5 Kinder. In den fünf Ländern mit der höchsten üblichen Bildung sind es im Schnitt nur 2,3 Kinder pro Frau.

Die weltweite muslimische Bevölkerung ist und bleibt im Verhältnis zur nicht-muslimischen sehr jung. Die Zahl der muslimischen Teenager und Zwanziger erreichte ihren Höhepunkt um die Jahrtausendwende. Dennoch wird sich der muslimische Anteil der 15- bis 29-jährigen Menschen weltweit von derzeit rund einem Viertel bis 2030 auf fast 30 Prozent erhöhen (1990 betrug er ein Fünftel).

Israel und der Nahe/Mittlere Osten 2

Mit Ausnahme von Israel, dem Libanon und dem Sudan werden alle Länder der Region im Jahr 2030 zu mindestens 75 Prozent muslimisch bevölkert sein, der Libanon und der Sudan zu über 50 Prozent. Auch in Israel wird der Anteil der Muslime von derzeit 17,7 Prozent in den nächsten zwanzig Jahren auf 23,3 Prozent steigen. Seit 1990 hatte sich die Menge der in Israel lebenden Muslime von 0,6 auf 1,3 Millionen mehr als verdoppelt. 2030 dürften es dann 2,1 Millionen sein.

Amerika

In den USA wird es 2030 voraussichtlich mehr als doppelt so viele Muslime geben wie jetzt, vor allem durch eine hohe Migration und die höheren Geburtenraten von Muslimen. Derzeit leben 2,6 Millionen Muslime in den Vereinigten Staaten, in zwanzig Jahren werden es 6,2 Millionen sein. Die USA sind auch die einzige Region weltweit, in der das jährliche Bevölkerungswachstum von Muslimen bis 2020 noch stark zunehmen und erst dann abfallen wird. Rund zwei Drittel der heute in den USA lebenden Muslime sind Zuwanderer der ersten Generation, also selbst zugezogen, die meisten davon aus Pakistan und Bangladesch.

In Kanada wird sich die Zahl der Muslime in den nächsten zwanzig Jahren sogar fast verdreifachen auf dann schätzungsweise knapp 2,7 Millionen.

Europa

Auch in Europa wird es bis 2030 rund ein Drittel mehr Muslime geben. Der Bevölkerungsanteil von derzeit 6 Prozent vergrößert sich auf 8 Prozent, d.h. 44,1 Millionen jetzt in Europa lebende Muslime werden in zwei Jahrzehnten 58,2 Millionen sein. Seit 1990 (29,6 Millionen) wäre das fast eine Verdopplung.

Der Großteil dieses Zuwachses geht dabei immer noch auf Migration zurück. Dennoch verlangsamt sich auch in Europa das muslimische Bevölkerungswachstum aufgrund sinkender Geburtenraten und einer zunehmend eingeschränkten Migration .

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