Islamische Länder machen Jagd auf Christen

Laut einer christlichen Organisation leiden Christen vor allem in islamischen Ländern. 50 Staaten stehen auf dem Verfolgungsindex.

Am schlimmsten ist es in Nordkorea. Als im Mai 2010 die Polizei der kommunistischen Diktatur eine christliche Hauskirche in der Provinz Pyungsung entdeckte, wurden drei der 23 Gemeindeglieder zum Tode verurteilt, die übrigen 20 kamen in Arbeitslager. Da der stalinistische Personenkult um den Diktator Kim Jong Il jede religiöse Betätigung ausschließt, werden Christen in Nordkorea seit Jahrzehnten systematisch verfolgt, bei jeder ihrer Versammlungen drohen den Teilnehmern Verhaftungen, Deportationen oder gar der Tod. Deshalb steht Nordkorea im jetzt veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2011 der christlichen Missions- und Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ wieder auf dem ersten Platz jener Staaten, in denen Christen unterdrückt werden.

Auf den zweiten Platz setzte „Open Doors“ neuerlich den Iran, wo sich die dramatische Lage für Christen aktuell daran zeigt, dass nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Dienstag der Teheraner Gouverneur Morteza Tammadon die Verhaftung von Leitern missionarisch aktiver Christengemeinden bestätigte und auch für die Zukunft ein hartes Vorgehen gegen jeden ankündigte, der Muslime zum Übertritt zum Christentum zu bewegen versuche. An dritter Stelle liegt nach dem neuen Index Afghanistan. Fand es sich 2010 noch auf dem sechsten Platz, so hat sich nach Einschätzung der deutschen Sektion von „Open Doors“ die Situation für die afghanischen Christen noch verschärft. Nicht nur wegen der Taliban-Angriffe, sondern auch deshalb, weil der Staat immer schärfer gegen angeblich vom Islam „abfallende“ Muslime vorgehe. So ist derzeit nach IGFM-Angaben , weil er sich zum Christentum bekennt.

Auf dem Verfolgungsindex von „Open Doors“ finden sich insgesamt 50 Staaten, darunter sind nur wenige Länder, die nicht oder nur teilweise islamisch sind wie etwa China (Platz 13), Indien (32) oder Russland (50). Die Türkei, offiziell ein säkularer Staat, rangiert auf Platz 30, während das Ferienparadies der Malediven, ein harter islamischer Staat, an sechster Stelle steht. Insgesamt 100 Millionen Christen, schätzt „Open Doors“, würden derzeit weltweit „aufgrund ihres Glaubens verfolgt“. Dies lässt sich freilich nur dann sagen, wenn man die Kriterien von „Open Doors“ übernimmt.

welt

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