Hamed Abdel Samad: “Muslime sollen den Islam nicht wie eine vorgesetzte Suppe auslöffeln”

Abdel Samad ergänzt: Der Islam unterdrückt Forschung und Entwicklung, Bildung und Wissen. Was Migranten in Europa gelernt haben, müssen sie zurück in die islamischen Länder bringen. Er sieht es als unnötig an, das aus den Heimatländern mitgebrachte als „kulturelle Identität“ zu bezeichnen und in Europa erhalten zu wollen. Er stellt fest, dass bei den meisten Migranten diese kulturelle Identität sich nach spätestens drei Generationen legt, nicht aber bei Muslimen. Broder erwidert in seinem ruhigen und nachdenklich wirkenden Ton, Integration habe nichts mit Islam zutun. Religion ist Privatsache. Er kritisiert Bundespräsident Wulff, der sagte der Islam sei auch Teil der Gesellschaft geworden und nennt ihn spöttisch einen „Nathan der Weisen für Arme“. Er habe sich geirrt, denn er habe gedacht, seit Voltaire müsse in Europa niemand mehr auf die Religionen Rücksicht nehmen. Überhaupt sei der gesamte Westen von Lissabon bis an die Grenzen des alten Ostblocks viel zu tolerant.

Die Suche vieler Muslime nach Sündenböcken erklärt sich Abdel Samad mit Allmachtsphantasien und Minderwertigkeitskomplexen aus der islamischen Welt. Der langsam aufkommende Abbauprozess mache Muslime sauer und leicht reizbar. Den Ausweg sieht er nur noch in einem Umbrauch oder dem Bruch des Islam. Ohne Erdölvorkommen verfügt die islamische Welt über keinerlei Substanz mehr.

Broder wechselt nun zum islamischen Terrorismus, bei dem er festgestellt hat, dass aus muslimischen Ländern keinerlei Distanzierungsversuche nach Terroranschlägen geschehen. Als vor einigen Jahren eine Muslimin in einem Dresdener Gericht von einem Geistesgestörten erstochen wurde, habe man das erste Mal was aus diesen Ländern gehört. Wieso nicht Muslime auf die Straße gehen, wenn es wieder zu Terroranschlägen gekommen ist und hiergegen protestieren, will Broder wissen. Abdel Samad sagt, es sei ihm lieber, wenn Muslime nicht auf die Straße gehen. Als er nach den Terroranschlägen Ägypten besuchte, merkte er, wie verrückt das Land geworden ist. In einem Bus wurden Zettel verteilt mit Koranversen, in denen es hieß, die Häuser werden in ein tiefes Loch stürzen. Allah habe den 11. September 2001 gewollt. In selben Text heiße es, die Juden seien Schuld daran. Wieder unterbricht das Publikum die beiden durch lautes Lachen. In der aktuellen Integrationsdebatte wünscht er sich ohnehin mehr Humor. Kritikfähigkeit könnte bei vielen Muslimen auch durch Humor geschaffen werden, auch seien viele Muslime schnell beleidigt, wenn man ihren Glauben kritisiere……
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One Response to Hamed Abdel Samad: “Muslime sollen den Islam nicht wie eine vorgesetzte Suppe auslöffeln”

  1. Dachte, im Islam sei Denken verboten ….

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