Die Linkspartei nutzt Israels Angriff aus

Die Partei reagierte verstört, widersprach Gysi doch allen linken Traditionen. Die speisen sich aus einem doppelten Antizionismus: dem staatlich verordneten der DDR, der bei der Ostlinken zu einem insgesamt verkrampften Verhältnis zu Israel führte, und dem politischen der Westlinken, die Israel als verlängerten Arm der „imperialistischen Großmacht USA“ geißeln und die Palästinenser zu Märtyrern stilisieren.

In der Linkspartei PDS kam diese Haltung immer wieder zum Ausdruck: So warf während des Libanon-Kriegs 2006 Norman Paech, damals außenpolitischer Sprecher der Fraktion, Israel nicht nur einen „unzulässigen Vernichtungskrieg“ vor, sondern scheute vor NS-Vergleichen nicht zurück. Das Vorgehen der israelischen Armee erinnere ihn an die „unseligen Vergeltungsbefehle der deutschen Wehrmacht“, sagte Paech.

Immer wieder haben Linke-Abgeordnete wie Wolfgang Gehrcke und Christine Buchholz Solidarität mit den Terrororganisationen Hisbollah und Hamas bekundet. Noch einmal flackerte der Konflikt zu Beginn des Jahres auf, als der israelische Präsident Schimon Peres im Bundestag zum 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz sprach. Buchholz und Sahra Wagenknecht blieben beim Schlussapplaus demonstrativ sitzen. Dafür ernteten sie selbst aus den eigenen Reihen noch Kritik.
Welt

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