Iran kurz vor der Atombombe

Ein vertraulicher Uno-Bericht dämpft die Hoffnungen auf eine Lösung im Atomstreit: Laut IAEA weitet Iran sein Programm zur Urananreicherung aus. Teheran verfüge über ausreichend Material zum Bau von zwei Nuklearwaffen – wenn der Brennstoff weiter angereichert würde.

Wien – Iran lenkt im Atomkonflikt trotz drohender Sanktionen offenbar nicht ein. Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge weitet die Islamische Republik ihre Uran-Anreicherung derzeit wieder aus und droht damit den Streit mit dem Westen erneut anzufachen.

Teheran setze die Anreicherung von Uran auf fast 20 Prozent fort, hieß es am Montag in einem vertraulichen Bericht der IAEA. Dem Bericht zufolge hat Iran bisher 2427 Kilogramm schwach angereichertes Uran produziert. Experten betonen, dies sei genug, um mindestens zwei Nuklearwaffen herzustellen, wenn das Material weiter angereichert würde.

Damit verfüge Iran über mehr als doppelt so viel niedrig angereichertes Uran, wie im Rahmen eines internationalen Kompromissvorschlags im Ausland gegen Reaktorbrennstoff getauscht werden soll. Teheran hätte damit auch nach der geplanten Lieferung in die Türkei noch ausreichend Material für die Herstellung von spaltbarem Material für einen nuklearen Sprengkopf zur Verfügung.
Spiegel

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