Ethnische Europäer: Menschen zweiter Klasse

Februar 7, 2010

Erschreckend

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Brutaler Taximord in Hamburg: Verdächtiger: „Allah allein kennt die Wahrheit“

Februar 7, 2010

Ramu B. (Name geändert) gibt sich wortkarg. Der mutmaßliche Taxifahrer-Mörder (24) streitet die Tat ab, behauptet, ein Alibi zu haben. Ansonsten sagt er gar nichts – außer gegenüber dem Haftrichter: Dem erzählte er von Allah.

Am 14. Januar war Peter Lüchow ( 58) in seinem Taxi in Nienstedten erschossen worden. Am Freitag konnte die Polizei den Tatverdächtigen Ramu B. in Eilbek festnehmen (MOPO berichtete). Gegenüber dem Haftrichter behauptete der 24-Jährige nur vielsagend: „Allah allein kennt die Wahrheit.“ Der Richter steckte B. daraufhin in U-Haft.

Die Mordkommission ist derweil in den Ermittlungen einen entscheidenden Schritt weitergekommen: „Die Schmauchzusammensetzung an der Jacke des Tatverdächtigen ist chemisch identisch mit der Schmauchspur im Innenraum des Taxis“, sagt Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. Man werte derzeit weitere DNA- und Faserspuren vom Tatort aus. Das Portemonnaie des Opfers und die Tatwaffe sind allerdings noch immer verschollen…
mopo


Araber zahlen nicht

Februar 7, 2010

Ein dreister Diplomat aus Saudi-Arabien beruft sich auf Immunität – und bezahlt Rechnungen nicht.

Für sie gelten andere Regeln. Ob im Straßenverkehr, vor Gericht oder bei Reisen. Diplomaten genießen eine besondere Stellung. Und manche schwarze Schafe unter ihnen nutzen das offenbar gnadenlos aus.

Laut eines „Spiegel“-Berichtes weigert sich vor allem die Vertretung Saudi-Arabiens in vielen Fällen, die Rechnungen zu bezahlen. Patienten aus arabischen Ländern sollen deutschen Kliniken insgesamt 100 Millionen Euro schulden.

Diplomaten genießen Immunität

B.Z. machte den größten Diplomaten-Schnorrer Berlins ausfindig: Ahmed Al N. Ganz nach dem Motto „Warum bezahlen, wenn es auch für lau geht“, macht sich der beigeordnete Attaché des Königreichs Saudi-Arabien in Berlin ein schönes Leben. Rechnungen zu begleichen, gehört offensichtlich nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich. Ahmed Al N. weigerte sich so lange, die Behandlungskosten von 1295 Euro an eine radiologische Gemeinschaftspraxis zu bezahlen, bis die Praxis sich verzweifelt an das Auswärtige Amt wandte. „Wir können auch nicht viel mehr tun, als in einer Verbalnote die Botschaft zu bitten, die Angelegenheit zu regeln“, sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amts und erklärt die Rechtslage. „Als Diplomat genießt man im Gastland Immunität. Bei Vergehen ist die Polizei machtlos, da keine Vollstreckung stattfinden kann. Ein Diplomat kann, solange er die Immunität genießt, nur in seinem Heimatland vor ein Gericht gestellt werden.“

Schulden an Privatschule

Selbst die Privatschule der beiden Kinder von Ahmed Al N. droht jetzt, die Sprösslinge vom Unterricht auszuschließen. Der Attaché schuldet der „International School Villa Amalienhof“ 8638 Euro. Nach zahlreichen unbeantworteten Mahnungen reagiert die Schule mit einem Verweis: „Wenn Sie die Rechnungen nicht zahlen, dürfen Ihre Kinder nicht mehr in unsere Schule kommen.“ Die Privatschule kostet jährlich 11.000 Euro. Schulleiterin Susanne Owen-Hughes erzählt: „ 40 Prozent unserer Schüler stammen aus Diplomatenfamilien. In der Regel wird alles pünktlich bezahlt. Nur in seltenen Fällen müssen wir zu solchen extremen Maßnahmen greifen.“…..
Quelle


Türke bringt Tochter um

Februar 7, 2010

Weil sie den muslimischen Weg nicht mitgehen wollte, hat ein Familienvater nach eigenen Worten seine 15-jährige Tochter getötet.

Vom 24. Februar an muss sich der türkischstämmige Mann nun vor dem Landgericht Schweinfurt wegen Mordes verantworten, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag berichtete.

Ende Juni soll der damals 45-Jährige mit einem Fleischermesser die schlafende Jugendliche angegriffen haben – aus Ärger über deren Lebenswandel und aus Angst um die Ehre seiner Familie. Mehr als 60 Mal stach der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu, das Mädchen starb.
Quelle


Türke hält Familie im „Würgegriff“ der Religion

Februar 7, 2010

Der Kampf „Moderne gegen Tradition“ wurde am Freitag am Landesgericht unter den Argusaugen von Richter Norbert Hofer ausgefochten. Ein türkischstämmiger Tiroler (40) kam mit dem Weltbild seiner Töchter nicht zurecht. Mit Gewalt versuchte er den Mädchen, 16 und 18 Jahre alt, die Lehre des Islam einzutrichtern.
Infobox

Furcht, Gewalt, Drohungen und mittelalterliche Methoden begleiten zwei türkische Mädchen seit jeher in den eigenen vier Wänden. Der angeklagte Vater, ein kräftig gebauter Restaurantbesitzer, legt großen Wert auf Tradition und Religion. Der Islam steht im Zentrum…
Quelle


Kritik der Islamkritik Ihr habt mit Hass gekocht Von Necla Kelek

Februar 6, 2010

Der französische Aufklärer Voltaire schrieb 1740 ein Stück mit dem Titel „Der Fanatismus oder Mohammed der Prophet“. Dort charakterisierte er den Propheten des Islam als skrupellosen Machtmenschen und bekam prompt Ärger mit seinem König, der darin zu Recht eine generelle Religionskritik vermutete. Wenn Claudius Seidl in der Sonntagsausgabe dieser Zeitung (siehe Kritiker des Islam: Unsere heiligen Krieger) meint, ein Voltaire-Zitat paraphrasieren zu können, um das muslimische Kopftuch zu verteidigen, schießt er ein intellektuelles Eigentor. Er verkleinert den Voltaireschen Freiheitsbegriff auf einen Gag. Aber so witzig wie Voltaire (und Henryk Broder) ist er dann doch nicht. Thomas Steinfeld höhnt in der „Süddeutschen Zeitung“, Broder und ich würden mit denselben Mitteln für die Aufklärung streiten wie Islamisten für die Scharia, und nennt uns „Hassprediger“.

Alle Parteien versuchen seit dem Wahlkampf im letzten Jahr, das ihnen unangenehme Thema Islam und Integration der Muslime aus der öffentlichen Debatte herauszuhalten. Unangenehm, weil kein Fortschritt in Sicht ist. Der Dialog mit den Islamverbänden ist gescheitert, weil sie unfähig zum inhaltlichen Diskurs sind. Die Islamkonferenz – so hört man – soll umstrukturiert werden, um die Erfolgserwartungen zu dämpfen. Allen Verantwortlichen ist nach drei Jahren quälender Debatte klar, mit dem organisierten Islam wird keine Integration gelingen, man wird die Verbände allenfalls befrieden. Darum macht man die Sache klein. Da erscheint es als eine göttliche Fügung, wenn aus selbstberufenem Mund religionskritische Positionen grundsätzlich in Frage gestellt werden. Das Thema Islam soll so wie die Schweinegrippe erster Klasse beerdigt werden. Die konservativen Islamverbände wird es freuen, verkünden sie doch immer, dass ihre Religion frei von Fehlern ist.

In ihrem Überschwang stoßen die (von solchen Verdächten und Rücksichtnahmen natürlich freien) Kritiker der Islamkritik aber unbeabsichtigt eine Debatte über die Leitkultur an. Eine Debatte, die sie einst selbst zu verhindern suchten, als sie vor Jahren von einem Muslim, dem Politologen Bassam Tibi, angeregt wurde. Man fertigte Tibi ab, wie man gewöhnlich den wegbeißt, der sich nicht mit der Rolle des Impulsgebers begnügen will, sondern es wagt, an der Deutungsmacht der jeweiligen Platzhirsche zu zweifeln. „Westliche Werte“ kommen in diesen Beiträgen nur noch als negativ besetzter Kampfbegriff vor, und die Aufklärung wird gar zur „Siegerreligion“ erklärt.

Die „Süddeutsche“ verwechselt nicht nur die seit Max Weber unter Soziologen bekannten Unterscheidungen von Verantwortungs- und Gesinnungsethik, sondern unterstellt mir als Muslimin „christliche Islamkritik“, um dann zur großen Gleichmacherei anzusetzen. Islamkritiker werden zu „Fundamentalisten der Aufklärung“, ein Begriff, den als Erster übrigens der Mörder von Theo van Gogh benutzte. Die Verteidigung der Menschenrechte wird als Fundamentalismus denunziert, und Henryk Broder wird behandelt, als sei er Mullah Omar.

Ein vertrautes Täter-Opfer-Schema

Debatte In dieser neuerlichen Debatte fällt aber auf, dass der Anlass – der Islam und seine Rolle in einer demokratischen Gesellschaft – völlig untergeht. Es geht in diesem Streit weder um die reale Situation der muslimischen Frauen noch um das Staats- oder Freiheitsverständnis der Muslime in Deutschland. Die Debatte um Freiheit und Selbstbestimmung wird auch nicht mit den Muslimen oder gar in Moscheen geführt, sondern in der Parallelwelt einiger Redaktionsstuben und Institute. Man setzt sich nicht rational-kritisch mit islamischen Vorstellungen auseinander, sondern beschäftigt sich mit den Islamkritikern. Vielleicht reibt man sich ja an diesen Kulturvermittlern, weil man deren Methode der Kritik erkennt. Und es fällt auf, wie fremd ihnen islamisches Denken mit seiner anderen Begrifflichkeit bleibt.

Einen Menschen nicht als selbstverantwortliches Individuum, sondern – wie es der Islam praktiziert – als kollektives Sozialwesen zu denken, ist für viele, die nicht in einer solchen Gemeinschaft aufwuchsen, anscheinend doch nur schwer nachvollziehbar. Dass der Islam nicht nur spirituell, sondern durch die Scharia einen politisch-ideologischen Charakter herausgebildet hat, dass er Glaube und Politik ist, überfordert offensichtlich die Vorstellungskraft vieler Westeuropäer. Und so reagiert man reflexartig, wenn sich ein vertrautes Opfer-Täter-Schema anbietet.

Die seit Jahren von Islamstiftungen aus Saudi-Arabien angezettelte und unter den Wächtern des Islam verbreitete Debatte um Islamophobie und Rassismus ist dabei besonders bemerkenswert. Die Islamwächter versuchen, den Islam nicht nur als Religion, sondern als Wesen des Menschen zu verkaufen. Jeder Mensch ist ihrer Lehre nach per se ein Muslim. Kritik am Wesen des Islam ist folglich eine Schmähung des Unveränderlichen. Islamkritik ist deshalb Rassismus, Muslime sind Opfer, Kritiker Nazis, wie die „taz“ schreiben lässt.

Die Scharia gehört geächtet

Religionskritik ist in Europa nicht erst seit Luther und Lessing eine der Triebkräfte der Zivilgesellschaft, und ich lasse mir gerade als Muslimin von niemanden verbieten, meine Religion zu kritisieren. Aus Eigennutz, denn ich möchte, dass Muslime lernen, mit den Herausforderungen der Moderne umzugehen. Ich würde mir wünschen, mehr säkulare Muslime mit kritischem Verstand meldeten sich endlich zu Wort und setzten sich mit archaischen Traditionen genauso engagiert auseinander wie mit den Zumutungen der Bürgergesellschaft.

Wir Muslime haben in diesem Land unter diesen Bedingungen eine große Chance, uns mit erfahrenen Streitern darüber auszutauschen, wie Religion und Freiheit in einer modernen Gesellschaft gelebt werden können. Und wir können es hier, im Gegensatz zur islamischen Welt, ohne Angst tun. Wir dürfen diese Chance nicht verpassen. Ja, es geht mir um die Reform des Islam und darum, dass sich Muslime von politischen Ideologien lösen, säkularisieren und sich auf die spirituelle Kraft der Religion besinnen.

Ja , ich halte den Versuch, die religiöse Rechtleitung und die Vorschriften für den Alltag durch Tradition und Gesetz zu bestimmen, ich halte die Scharia für überholt. Sie gehört geächtet. Dieser Prozess wird keine „Zwangsmodernisierung“ von außen sein, die Muslime müssen es selbst tun. Ja, ich bin für den „westlichen Lebensstil“ und seine Werte. Das ist nämlich unser Rechts- und Sozialstaat, der nicht nur Muslimen Religionsfreiheit und genauso Freiheit von Religion gewährt. Und ich halte das Kopftuch für ein Symbol der patriarchalischen Bevormundung und religiös nicht durch den Koran legitimiert. Sollen die Frauen es tragen, wenn es ihnen gefällt, aber nicht, weil sie es müssen.

Faz


Gebrauchsanweisung für Islam-Versteher von Hamed Abdel-Samad

Februar 6, 2010

Wie verpasst man eigentlich einem Islamkritiker einen Maulkorb? Falls Sie gegen Islamkritik allergisch sind und aus beruflichen oder ideologischen Gründen oder vielleicht einfach aus intellektueller Trägheit zur Verteidigung des Islam neigen, werden diese Gebrauchsanweisungen für Sie äußerst hilfreich sein:
Wenn der Kritiker ein Nichtmuslim ist, haben Sie ein leichtes Spiel.

Zermürbungstaktik ist angesagt: Sie werfen ihm Mangel an Kenntnis des Islam vor, reden über die Heterogenität und Vielschichtigkeit der jüngsten abrahamitischen Religion und fragen ihn, von welchem Islam er denn nun rede. Bald verliert er die Übersicht im Labyrinth der islamischen Rechtsschulen und Strömungen, und die Debatte verläuft im Sande. Der Vorwurf der Islamophobie sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Gebrauchsanweisung für Verteidiger des Islam

Sie sollten zwar das Wort „Rassismus“ nicht in den Mund nehmen, aber lassen Sie den Islamkritiker spüren, dass das genau das ist, was sie ihm unterstellen. Reden Sie über Stimmungsmache, den Applaus von der falschen Seite und das Wasser auf der Mühle der Fremdenfeindlichkeit. Und bevor er Ihnen widerspricht, erinnern Sie ihn an die schrecklichen Ereignisse vor 70 Jahren in Deutschland. Damals warnten die Antisemiten vor der Judaisierung Europas, genauso wie die Islamophoben heute vor der Islamisierung des Abendlandes warnen. Das Wort „Holocaust“ sollten Sie aber lieber nicht aussprechen.

Eine Erwähnung des Kalten Kriegs gehört ebenfalls zum Programm. Denn schließlich sei nach der „roten“ und der „gelben“ Gefahr nun das Feindbild Islam an der Reihe, um die Angstlust der Europäer zu stillen und die Konturen der europäischen Identität zu schärfen. Kaum einer wird merken, dass Ihre Argumentation verbohrt ist und dass sie die falschen Vergleiche ziehen, weil sie Ihre Gegner mit ihren eigenen Traumata die ganze Zeit beschäftigen und nie über das reden, worum es geht.

Bei islamischen Islamkritiker sind härtere Bandagen erforderlich

Diese Taktik funktioniert fast immer, es sei denn, der Islamkritiker ist selber ein Muslim und weiß, wovon er redet. Da haut der Vorwurf des Rassismus und des Mangels an Islamkenntnis natürlich nicht hin. Deshalb muss mit harten Bandagen gekämpft werden. Greifen Sie ihn in seiner Integrität an. Er muss ein pathologischer Selbsthasser sein, der durch seine Kritik am Islam eine Abrechnung mit seiner Kultur anstrebt. Stöbern Sie in seiner Biografie, ein Schandfleck lässt sich immer finden. Und wenn er eine Frau ist, dann ist sie natürlich emotional, sprunghaft und unsachlich.

Nach dem Minarettverbot der Schweizer und dem vereitelten Attentat auf Kurt Westergaard hatte ich die Hoffnung, dass endlich eine unverkrampfte Streitkultur entstehen würde, wo über die Themen Islam und Migration eine tiefgründige Debatte geführt werden könnte. Meine Hoffnung wurde durch einige Medienbeiträge in der islamischen Welt beflügelt, die diesmal nicht versuchten, die Wutindustrie anzukurbeln, sondern Besinnung und Zurückhaltung anmahnten. Die ägyptische Wochenzeitung „al-Youm al-Sabea“ fragte sogar in einem kritischen Bericht nach den Sünden der Muslime weltweit, die diese ablehnende Haltung gegenüber dem Islam in Europa verursacht hätten. Sogar die Beiträge eines „Häretikers“ wie mir wurden veröffentlicht. Dort hat die Islamkritik scheinbar Früchte getragen und einen Denkprozess unter Muslimen über die eigenen Versäumnisse ausgelöst.

Europa ist eine feste Burg für Islamversteher

Und in Europa? Zwar wurden einige äußerst seltene islamkritische Beiträge in den Mainstream-Medien veröffentlicht, doch bald hatte sich meine Befürchtung bestätigt: In Europa wird ein Maulkorb schneller gefertigt als jedes Gegenargument.

Allein am 14. Januar veröffentlichten die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) und der Berliner „Tagesspiegel“ zwei Beiträge, die von der gleichen Person hätten stammen können. In dem SZ-Beitrag mit dem Titel „Unsere Hassprediger“ vergleicht Thomas Steinfeld Islamkritiker wie Henryk Broder und Necla Kelek mit den von ihnen kritisierten islamischen Fundamentalisten. Der ganze Text scheint – zumindest im Tenor – eine Kopie des Beitrags von Claudius Seidl in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) vom 10. Januar zu sein. Dort waren die Hassprediger sogar „heilige Krieger“. Besonders Seidls Schlusswort fand ich amüsant. In Anlehnung an ein Zitat von Voltaire schreibt er: „Ich mag Ihr Kopftuch nicht, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sich kleiden dürfen, wie Sie wollen.“ So resümiert er sein verkürztes Verständnis von Freiheit.

„Kopftuchmärtyrer“ in deutschen Zeitungen

Mit seiner eigenen Logik darf man Seidl eigentlich „Kopftuchmärtyrer“ nennen. Aber sonst würde er sein Leben ganz sicherlich nicht dafür opfern, damit eine muslimische Frau in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben jenseits der strengen Moralvorstellung der muslimischen Communities führen kann. Er würde niemals über sie in der FAS einen Artikel schreiben, falls sie vom eigenen Bruder im Namen der Ehre ermordet würde, denn diese „orientalischen Verhältnisse“ sind seines feuilletonistischen Dschihads nicht würdig.

Im „Tagesspiegel“ vom 14. Januar wundert sich Andreas Pflitsch über die scharfe Islamkritik, die aus den muslimischen Reihen kommt, und nennt diese den „kalten Krieg der Aufgeklärten“. Die Beiträge einiger Islamkritiker wie des in den USA lebenden Islamwissenschaftlers Ibn Warraq, der Vorsitzenden des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi, und des Verfassers dieses Beitrags, sieht Pflitsch als „plumpes Aufwärmen alter Ressentiments“, das mit dem Programm der Aufklärung nicht zu verwechseln sei. Was Herr Pflitsch zwischen den Zeilen sagen wollte, ist meines Erachtens: „Was Kritik und was Aufklärung ist, das bestimmen immer noch wir. Muslime, die sich artikulieren können und das Heft in die Hand nehmen, gibt es nicht und darf es nicht geben, deshalb müssen wir Deutsche dies übernehmen, um Muslime vor sich selbst zu beschützen.“ Nein, danke, Herr Pflitsch, ich heile mich selbst!

Beiträge aus dem Nobelturm des schlechten Gewissens

Solche Beiträge mögen zwar gut gemeint sein, weil sie aus dem Nobelturm einer Kultur des schlechten Gewissens und nicht aus der Praxis stammen. Sie helfen uns aber weder, zu einer ehrlichen Debatte zu gelangen, noch helfen sie Muslimen, aus der eigenen Lethargie herauszukommen. Im Gegenteil, diese Vorwürfe bestätigen die hartnäckigen Verschwörungstheorien und zementieren die Opferhaltung vieler Muslime.

Man mag manche Islamkritik für überzogen oder provokativ halten. Ich persönlich bin nicht mit allem einverstanden, was Frau Kelek und Herr Broder sagen. Doch deren Islamkritik halte ich nicht für das Hauptproblem des Islam, sondern für einen Spiegel dieses Problems. Der Islam hat ein Problem mit sich selbst, mit seinen Ansprüchen und Weltbildern. Und ihm läuft die Zeit davon. Relativismus und Wundenlecken sind da die falschen Rezepte.
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