Der Rassismus der Linken

Man führe eine nichtrepräsentative Zufallsumfrage durch und bitte um die Beurteilung der Auffassungen A und B. Auffassung A lautet: Die Menschenrechte sind unveräußerlich und gelten für alle Menschen gleichermaßen. Auffassung B: Die Menschenrechte gelten für einige Menschen, abhängig von deren Herkunft, nicht. Welche dieser Auffassungen ist rassistisch?
Dann wird ein erschreckender Prozentsatz, nämlich einer größer als Null, antworten: A ist rassistisch, weil damit ein Anspruch erhoben wird, unsere lokalkulturellen Wertvorstellungen anderen Kulturen aufzudrücken und damit ein Herrschaftsverhältnis zu begründen.
Man kann diese Auffassung nicht vertreten, ohne von den jener anderen Kultur untergeordneten Menschen abfällig zu denken.
Gewiss ohne zu wissen, dass es abfällig ist. Sie werden als strukturell behindert angesehen,

als rhetorisch fremd und anders, was den Toleranzreflex auslöst.
Fragt man nach: Und wieso meinst du dann, ausgerechnet für dich die Menschenrechte verlangen zu dürfen, die du anderen nicht zubilligst, bist du mehr wert als die?, kommt der mentale Kunstgriff, nein, natürlich ist überhaupt nichts irgendwas mehr wert als was anderes, schon gar nicht unsere sogenannte oder tatsächliche Kultur, und jeder kann sich aussuchen, was er will.
Und wer sich das nicht aussuchen kann?
Dem kann man es nicht vorschreiben.
Die Prämisse dieses Denkens ist, man selbst gehöre zu denen, die die Vorschriften machen, macht aber keine, weil man besser ist. Das ist Rassismus, der sich geniert. Nicht dafür, rassistisch zu sein, sondern dafür, dass man der Rasse angehört, zu der leider nicht alle gehören können. Dafür, dass man eine Kultur der Freiheit genießt, wobei man keinesfalls den Genuss herausstellt und schon gar nicht diese Kultur als erhaltenswert ansieht, denn das wäre überheblich. Muslima, bleib bei deinem Kopftuch.
Warum diese Leute nicht selbst merken, wie der Rassegedanke ihre Vorstellung prägt, liegt an ihrem eigenen Persönlichkeitsdefizit. Ihr Mangel an Selbstachtung macht es ihnen unmöglich, sich anders als über virtuelle Kategorien zu definieren. Der Vorrang des Individuums gegenüber dem Kollektiv leuchtet ihnen nicht ein, nicht bei sich und nicht bei anderen. Deshalb erscheinen ihnen die Anderen und Fremden als Vertreter der Andersheit und Fremdartigkeit, die es zu bewahren gilt, sonst entfällt deren Identität, und die es zu respektieren gilt, sonst entfällt die eigene Zugehörigkeit zur richtigen Seite. Und die gilt es mit allen Mitteln zu verteidigen, multikulturelle Kollateralschäden eingeschlossen.
AchGut

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