Solidarität mit Sarrazin 2 – Spiegel und Stern Fakten gegen islamophile Hetze

Wo fängt Beschimpfung an, wo hört Problembewusstsein auf? In einem Interview hatte Berlins Ex-Finanzsenator Sarrazin gegen arabische und türkische Einwanderer polemisiert – eine Steilvorlage für TV-Talker Plasberg, sollte man meinen. Doch die Gäste hielten an alten Denkmustern fest.

„Geistiger Brandstifter“, „widerlich“, „rechtsradikal“, „rassistisch“: Seit einer Woche wächst die Wutwelle in der deutschen Öffentlichkeit, die Staatsanwaltschaft ermittelt schon. Die kollektive Empörung richtet sich aber nicht gegen Irans Präsidenten Ahmadinedschad, der Israel auslöschen will, nicht gegen afrikanische Despoten wie Robert Mugabe, der sein eigenes Volk massakriert, und schon gar nicht gegen die menschenverachtenden Herrschercliquen in Birma oder Nordkorea, Kim Jong Il & Co.

Nein, der große Aufschrei gilt Thilo Sarrazin, der sieben Jahre lang erfolgreicher Finanzsenator im rot-roten Wowereit-Senat von Berlin war und seit Jahresanfang Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank ist.

Was aber hat der Mann getan?

Er gab der deutschen Ausgabe der vierteljährlich erscheinenden europäischen Intellektuellenzeitung „Lettre International“ aus Berlin-Kreuzberg, die in der totalitarismuskritischen Tradition der Revolte von 1968 steht, ein fünf Seiten langes Interview über die deutsche Hauptstadt im Wandel der Zeiten.

Titel des aktuellen, 258 großformatige Seiten dicken Hefts: „Berlin auf der Couch. Autoren und Künstler zu 20 Jahren Mauerfall.“

Ökonomischer und kultureller Aderlass

In dem ausführlichen Gespräch mit „Lettre“-Chef Frank Berberich analysiert Sarrazin ebenso kühl wie pointiert, ohne Umschweife und zuweilen provozierend rüde den ökonomischen wie kulturellen Aderlass Berlins seit der Weimarer Republik in der Folge von Nazi-Herrschaft, Weltkrieg und Judenvernichtung, aber auch durch 40 Jahre DDR und die ebenso lang währende Subventionskultur Westberlins.

Sarrazin vergleicht Berlins Stellung mit anderen Weltstädten und beklagt den zu hohen Anteil von Menschen, die in keinen „produktiven Kreislauf“ eingebunden sind. Mittendrin schließlich jene Stellen, die für den Skandal gesorgt haben: Etwa jene „zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden“ und „von Hartz IV und Transfereinkommen“ leben; bundesweit seien es „nur acht bis zehn Prozent“. Er spricht auch über „eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat“ und die „keine produktive Funktion“ erfüllten, „außer für den Obst- und Gemüsehandel“. Das gleiche gelte „auch für einen Teil der deutschen Unterschicht“.

Die „Achtundsechzigertradition“ habe ebenso wie der „Westberliner Schlampfaktor“ (Ossis werden nicht beschimpft) diese „negative Auslese“ verstärkt: „Unsere Bildungspopulation wird von Generation zu Generation dümmer. Der Intellekt, den Berlin braucht, muss also importiert werden… Wie in New York.“ Gerade deshalb vergleicht Sarrazin die unterschiedliche Integrationsbereitschaft der Migrantengruppen – Deutschrussen, Ukrainer, Weißrussen, Polen, Chinesen, Inder – und urteilt: „Absolut abfallend sind die türkische Gruppe und die Araber“: „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“

Hart. Aber fair?

„Nach Sarrazins Türkenschelte: Was ist noch Klartext, was ist schon Vorurteil?“ Und: Darf man überhaupt offen reden über Zustände, die sonst nur hinter vorgehaltener Hand geäußert werden? Wie steht es also um die Debattenkultur in Deutschland? So fragte Frank Plasberg am Mittwochabend, und es war klar, was Hans-Christian Ströbele, 70, der Kreuzberger Lokalmatador der Grünen, darauf antworten würde: „Sarrazin hat schlimme Sachen gesagt!“ Allein das Wort von den „Kopftuchmädchen“ machte ihn fast sprachlos….

Spiegel

Seit ein paar Tagen wird der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin nahezu stündlich gegeißelt – als Rassist, Volksverhetzer, Ausländerfeind. Aber hat er wirklich so unrecht mit seiner Kritik an der misslungenen Integration türkischer und arabischer Einwanderer?

In der jüngsten Ausgabe der Kulturzeitschrift „Lettre International“ widmet sich Thilo Sarrazin in einem langen ausführlichen Interview seinem Lieblingsthema, der Hauptstadt Berlin. Er holt weit aus bis ins Berlin der Vorkriegszeit und beklagt die intellektuelle und ökonomische Verödung und Verblödung der Stadt nach der Vertreibung und Ermordung der Berliner Juden. Sarrazin:“Das war ein gewaltiger geistiger Aderlaß“.

Damit meint er Einwanderer ebenso wie Einheimische. 20 Prozent leben in Berlin von Hartz IV und anderen Transfereinkommen – mehr als doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt. Berlin ist die Hartz IV-Hauptstadt. Am meisten unterstützt werden türkische und arabische Berliner. Das sind die mit den prozentual höchsten Kosten und der geringsten Integrationsbereitschaft. Sarrazin: „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“

An dieser Stelle hat’s geknallt. Seither ist Sarrazin der Muslim-Fresser schlechthin. Aber warum eigentlich? Der Mann hat – böse, aber zutreffend – nichts anderes formuliert als das, was im letzten Integrationsbericht der Bundesregierung und in einer Berliner Migrantenstudie steht: Von allen Einwanderern sind die Muslime am wenigsten integriert. 30 Prozent haben keinen Bildungsabschluss, das Abitur schaffen nur 14 Prozent. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon vor Jahren beklagte der deutsche Politologe Bassam Tibi, als Muslim in Syrien geboren, dass die islamische Integration in Europa komplett gescheitert sein. Die „europäische Leitkultur“, so Tibi, habe sich bei den eingewanderten Muslimen nicht durchsetzen können.

Asiaten und Osteuropäer sind erfolgreich

Anders bei vielen anderen Einwanderern. Nehmen wir die über 20.000 vietnamesischen boat-people, Flüchtlinge aus dem kommunistischen Vietnam, die ab 1978 in der Bundesrepublik gelandet sind, mit nichts am Leib als dem nackten Leben. Sie waren keinesfalls wohlhabende bürgerliche Intellektuelle, sie waren kleine Händler und Kaufleute, die vor dem kommunistischen Terror übers Meer flüchteten. Sie waren heimatlos, konservativ, hochmotiviert, sehr bildungs- und leistungsorientiert, und ihre Kinder glänzten mit hervorragenden deutschen Schulabschlüssen. Ebenso wie viele Osteuropäer, darunter besonders die Juden aus der ehemaligen Sowjetunion, deren Kinder mit sensationellen Abiturientenquoten von 80 Prozent verblüfften, sagte stolz Paul Spiegel, der verstorbene Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Türkische und arabische Einwanderer können da nicht mal ansatzweise mithalten, Deutsche übrigens auch nicht. Hier liegt die Abiturientenquote bei 38 Prozent.

Dass Thilo Sarrazin verschiedene Einwandergruppen miteinander vergleicht, ist absolut zulässig. Dass dieses Thema bei der jüngsten Sendung von „Hart aber fair“ von Gastgeber Frank Plasberg nur gestreift wurde, ist unverständlich. Vietnamesen waren nicht geladen. Osteuropäer auch nicht. Schade. Dann hätte sich vielleicht Ayten Kilicarslan vom Dachverband Türkisch-Islamische Union (DITIB) fragen lassen müssen: Was können die, was ihr nicht könnt? Unermüdlich behaupten türkische Verbandsvertreter, man könne Einwanderer nicht vergleichen, ohne die Atmosphäre zu vergiften. Hinter dieser Abwehr steht die Angst vor der Blamage. Das ist verständlich. Aber dennoch könnten sich die Muslime mal heimlich und ganz verwegen beim Freitagsgebet in der Moschee fragen: Was können wir von den Asiaten, von den Osteuropäern, von den Juden lernen? Oder von anderen Türken?

Nicht nur die Politik hat da versagt

Der Focus-Korrespondent Kayan Özgenc sieht in der türkischen Einwanderung keine Erfolgsgeschichte, sondern sozialen Sprengstoff, den nicht nur die deutsche Politik zu verantworten hat. Er dankt bis heute seinem Vater, der seinen Kindern eingeimpft hat:“ Ihr habt hier Chancen, die ihr in der Türkei niemals bekommt.“ Und ein paar bessere soziale Bedingungen als andere Einwanderer haben die Türken auch. Nach einem deutsch-türkischen Sozialabkommen von 1964 finanziert die Bundesrepublik bedürftigen Eltern in der Türkei, deren Kinder nach Deutschland auswandern, eine kostenlose Krankenkasse. Das Abkommen gilt bis heute. Ich glaube, wir sind damit das einzige Land der Welt, das armen Eltern von Einwanderern eine kostenlose medizinische Versorgung in der Heimat garantiert.

Umso unverständlicher der Klops, den im Februar der türkische Generalkonsul in Düsseldorf losgelassen hat. Man dürfe den Deutschen nicht trauen, sagte Hakan Kivanc, und: „Die Deutschen würden, wenn sie könnten, allen aus der Türkei ein „T“ tätowieren und ihnen das Gleiche antun, was sie während der Nazi-Diktatur den Juden angetan haben. Wenn man den Deutschen die Pulsadern aufschneiden würde, würde bei ihnen braunes Blut fließen.“ Diese ungeheuerlichen Sätze gingen nach einem Dementi des Generalkonsuls unter. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion forderte eine Ablösung des Diplomaten. Die türkischen Verbände schwiegen. Eine öffentliche Empörung fand nicht statt.

Stern

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One Response to Solidarität mit Sarrazin 2 – Spiegel und Stern Fakten gegen islamophile Hetze

  1. Baehr sagt:

    Es muss auch Menschen geben die das zum Ausdruck bringen was andere nur im stillen Kämmerlein denken. Warum sollten wir diese also verurteilen, nur weil sie den Mut zur Offenheit haben.
    Das was Herr Sarrazin anspricht ist teilweise die Realität in deutschen Großstädten. Das trifft nicht nur in Berlin zu, sonder ist auch in Köln und anderen Städten zu finden. Der Anteil der Migranten die keinen Wert auf Integration legen ist sehr hoch. Wichtig ist diesen Menschen nur das die Unterstützung durch den deutschen Steuerzahler weiter fließt. Eine Teilhabe in der Gesellschaft bezieht sich nur auf die Zahlung von Unterstützungsleistungen.
    Was noch fehlt ist die Ausrufung von einem eigenen Staat, die Abkopplung von Stadtteilen in ein rechtsfreies, bzw. in eine Zone mit eigenen Gesetzen und Vorschriften in denen dann jedoch die deutsche Gesellschaft keinen Anspruch mehr hat. Sehen wir uns doch einmal die Entwicklung auf dem Balkan an. Der Kosovo, einst Staatsgebiet der Serben, hat seine Unabhängigkeit erklärt. In Makedonien gibt es dieselben Bestrebungen. In beiden Ländern will man ein Groß Albanien errichten. Dies alles mit der Unterstützung der EU und vor allem Deutschland. Wundern wir uns also nicht wenn nun dieselben Kosovaren, Türken und Araber dieses Recht auch in Deutschland fordern. Warten wir noch ein paar Jahre dann haben diese Volksgruppen, aufgrund der hohen Geburtenzahlen, das Problem in ihrem Sinne gelöst. Wenn schon arabische Emire Deutschland dafür loben das man hier seine Sitten, die nicht mit dem Verständnis der deutschen Gesellschaft vereinbar sind, frei und ohne Hinderung leben kann, anders wie im eigenen Heimatland, sollten wir nicht dann einmal darüber nachdenken was in diesem Staat falsch läuft.
    Die Trennung von Kirche und Staat ist in den Bundesländern vollzogen. Jetzt fangen wir wieder an dies bei Ausländern in Frage zu stellen. Was würde geschehen wenn christliche deutsche Schüler auch fordern würden in den Unterrichtszeiten zu Gott zu beten?
    Ich möchte festhalten, dass ich nichts gegen Ausländer habe. Meine Frau und mein Schwiegersohn sind auch Ausländer. Ich halte es aber für Notwendig, will man gemeinsam in diesem Land leben, dass die Werte dieses Landes angenommen werden und auch die Pflichten, die sich aus dieser Gesellschaft ergeben, eingehalten werden. Dazu gehärt nun einmal das die Deutsche Sprache gesprochen wird und die Grundrechte von Mann und Frau eingehalten werden.

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