Schwule gelten in der rückständigen arabischen Welt als pervers

Im Arabischen wird ¸¸schwul“ schnell mit ¸¸pervers“ übersetzt.

Im Nahen Osten ist Homosexualität lediglich in Israel, dem Westjordanland und – seit dem Einmarsch der amerikanischen Streitkräfte – auch im Irak legalisiert. In Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Jemen wird Homosexualität sogar mit dem Tod bestraft. Nicht dass die staatliche Verfolgung Homosexueller auf die arabische oder muslimische Welt beschränkt wäre. In 93 Ländern steht Homosexualität noch heute unter Strafe. Unter Todesstrafe steht sie in Iran, Mauretanien, in den islamischen Bezirken Nigerias und im Sudan. Lebenslange Haftstrafen können in Barbados, Birma, Pakistan und Uganda verhängt werden. Angola, Jamaika und Nordkorea schicken Schwule ins Arbeitslager.

Im Libanon liegt die Höchststrafe bei vergleichsweise harmlosen zwölf Monaten. Dort hat sich eine starke Emanzipationsbewegung formiert, für die der Verlag letztlich Luongos Buch veröffentlichte. Luongo will sich nicht davon abhalten lassen, weiter in den Nahen Osten zu reisen und dort mit Schwulenorganisationen zusammenzuarbeiten. Doch dass die Legalisierung der Homosexualität nur ein erster Schritt sein kann, zeigt nicht nur der Lapsus bei der Übersetzung. Im Irak sind seit der Legalisierung Hunderte Homosexuelle ermordet worden. Genau dorthin wird Luongo als Nächstes reisen..
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