Wilders fordert Unterstützung Israels

Der niederländische Islam- und EU-Kritiker Geert Wilders hat militärische Unterstützung des Westens für Israel gefordert, sollte es zu einem Krieg mit dem Iran kommen. In einem Interview mit der „Jerusalem Post“ bezeichnete Wilders Israel als „einziges Licht der Demokratie im Nahen Osten.“ Der islamische Krieg dagegen richte sich „gegen uns alle“.

Beim israelisch-palästinensischen Konflikt gehe es nicht um Territorialfragen, meinte Wilders, das sei eine „verrückte Annahme“. Vielmehr handle es sich um einen ideologischen Konflikt in der Region. Die Islamisten würden Israel als eine einzige große Siedlung sehen. Wenn Israel ein Gebiet A abtrete, werde die andere Seite auch ein Gebiet B einfordern, etwa Haifa.

Zum Iran meinte Wilders, der das Land mehrmals bereist hatte, es gebe dort viele nette junge Menschen, aber das Regime sei „schrecklich“. Die Mullahs seien wirklich überzeugt, dass Israel kein Existenzrecht habe. Die iranischen Diplomaten würden den Westen an der Nase herumführen, indem sie angebliche Verhandlungsbereitschaft in der Atomfrage signalisierten.

Wilders warf Europa in Sachen Iran vor, zu passiv zu sein. US-Präsident Obama betreibe „Appeasement“. Daher sei Israel weitgehend auf sich allein gestellt. Wenn der Westen aber „nicht auf irgend eine Art“ gegen das iranische Regime zurückschlage, werde die internationale Gemeinschaft „einen hohen Preis zahlen“.

Die iranischen Langstreckenraketen könnten nicht nur Jerusalem, sondern die ganze Welt erreichen, warnte Wilders. Israel sollte daher militärisch unterstützt werden, sollte es wegen der Weigerung Teherans, seine nuklearen Aktivitäten zu stoppen, zu einem „Showdown“ kommen.

Wienweb – APA

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One Response to Wilders fordert Unterstützung Israels

  1. Helmut Zott sagt:

    Der Islam hat neben rituell-religiösen Bestandteilen, die man mit den so genannten „Fünf Säulen des Islams“ in Verbindung bringen kann, auch einen unabdingbaren politischen und einen ebenso wichtigen eschatologischen Aspekt.
    So wie Marx von einem paradiesischen Urzustand ausgeht, der atheistisch, klassenlos und konfliktlos gedacht wird, und der sich nach immanenten dialektischen Entwicklungsgesetzen entfaltet, bis er sich am Ende, nach langem Kampf zwischen den neu entstandenen Klassen und Religionen, zu einer erdumspannenden klassenlosen Brudergemeinschaft entwickelt, so liegt auch dem Islam die Idee einer zielstrebigen Menschheitsentwicklung mit einem Endzustand zu Grunde.

    Abgesehen davon, dass jeder der sich Allah unterwirft ein Moslem ist, und somit Adam der erste Moslem war, liegt doch erst im so genannten „Medina Modell“ der Keim und das Vorbild der künftigen Ausgestaltung und das Urbild des Endzustandes beschlossen. Das Gesetz und der Antrieb sind die Scharia und der Djihad, das Ziel aber ist die Menschheit als umma mit einem Kalifen als Stellvertreter Allahs auf Erden an der Spitze. Der Djihad, der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und der Kampf gegen alles Unislamische, ist somit ein unverzichtbarer dynamisch-expansiver Bestandteil des Islams und einem Moslem als allzeit gebotener Auftrag und Antrieb mit auf den Lebensweg gegeben.

    Wir stehen nach islamischer Auffassung in einer letzten Entwicklungsphase, die mit der Vorstellung der Judenvernichtung, gemäß eines Ausspruches Mohammeds, in Verbindung gebracht wird: „Eines Tages wird zwischen den Muslimen und den Juden ein großer Krieg ausbrechen. Der Jüngste Tag wird erst dann anbrechen, wenn auch der letzte Jude von der Bildfläche verschwunden ist.“ Es ist also Mohammed der Judenschlächter von Medina, auf den sich sowohl die Sunniten, als auch die Schiiten bei ihrem Vernichtungswahn berufen können.

    Für den Sunniten Muhammad Tantawi, Großmufti von Ägypten und Azhar-Scheich, besteht kein Zweifel daran, dass man zu den Anfängen der Lehren des Islams zurückkehren muss, um den Feind Allahs nach dem Vorbild Mohammeds zu bekämpfen und die heilige Erde von den Juden zu reinigen. „Er gab ein Rechtsgutachten (Fatwa) heraus, dem zufolge Attentäter gerade dann auch als Märtyrer zu gelten haben, wenn bei ihren Anschlägen jüdische Frauen und Kinder – und damit die Zukunft Israels – in den Tod gerissen werden. Als seinen Vorläufer und Gewährsmann zitiert er keinen Geringeren als Adolf Hitler, der sich seinerseits auf eine Gewalt vermittelnde Gottheit bezog: ´Indem ich mich der Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn´“ (H.- P. Raddatz).

    „Irans Regierung ist die erste, die einen anderen UN-Mitgliedsstaat vernichten will. Sie ist die erste, die die Holocaust-Leugnung als außenpolitische Kampagne betreibt. Ahmadinedschad plus Atomwaffen: Das ist der zweite Holocaust.

    Gleichwohl weigert sich die Mehrheit, der Gefahr ins Auge zu sehen. …. Bis heute wird auf die Holocaust-Leugnung in Teheran und die Vernichtungsdrohung gegen Israel geradezu gleichmütig reagiert. …. Ahmadinedschad glaubt an das, was er sagt. Die Worte, mit denen er die Konferenz der Holocaust-Leugner in Teheran beendete – „Das zionistische Regime wird wegradiert und die Menschheit befreit werden“ – sind ernst gemeint. Wie Hitler die Menschheit mit dem Judenmord zu „befreien“ suchte, glaubt Ahmadinedschad die Welt durch Israels Vernichtung zu „befreien“. Seine Wahnvorstellung vom Holocaust ist nicht gespielt. Zu Jahresbeginn beschwerte sich Irans Regierung bei den Vereinten Nationen über diejenigen, die den Holocaust nicht leugnen: „Geschichte kann nicht so umgeschrieben werden, wie es dem israelischen Regime gerade passt.“
    Während der Präsident den Holocaust leugnet, ist er von der Rückkehr und dem Beistand des ´verborgenen Imam´ beim nuklearen Schlagabtausch fest überzeugt“ („Berlin-Teheran: Eine(un-)heimliche Allianz“, von Matthias Küntzel ).

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