Gegen Faschismus und Islamismus

»Auch ich wurde gefoltert«

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Da helfen auch keine Beruhigungsmittel mehr. Sie sagt, dass dann all die schrecklichen Erinnerungen wieder hochkommen: die Schläge mit dem Stock, das Gelächter der Gefängniswärter und die Einsamkeit in ihrer Zelle.

Elham saß 14 Tage in Rasht (Nordiran) in einem Gefängnis. Nur, weil sie an ihrer Universität mit einem fremden Mann gesprochen hatte. Das ist im Iran verboten, wo sich Frauen in der Öffentlichkeit nur mit ihrem Ehemann oder einem männlichen Verwandten zeigen dürfen. Ihr Verhalten war auch der Sittenpolizei aufgefallen. Das Mädchen kam in den Knast.

„Meine Zelle war zwei Quadratmeter groß, ein Mal pro Tag durfte ich auf die Toilette“, sagt Elham. Schlimmer aber war die Folter. Die Frau wurde mit einem Stock geschlagen, an dessen Ende eine Klinge angebracht war. „Als ich um Gnade gefleht habe, haben mich die Wärter ausgelacht“, sagt die Frau mit tränenerstickter Stimme.

Am Ende musste sie eine Strafe von umgerechnet 300 Euro zahlen. Die Polizei stellte sie vor die Wahl: Entweder heiratet sie den Mann oder sie muss wieder ins Gefängnis. Elham willigte ein, wurde von ihrem Ehemann schwanger. Drei Monate später wurde sie wieder verhört. Sie wurde geschlagen, verlor dabei ihr Kind…

mopol

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