Die Talibanisierung Pakistans

Wo die Gotteskrieger auftauchen, verstummt die Musik und die Friseure werden arbeitslos. „Blutplätze“ entstehen, auf denen die Fanatiker die Opfer ihrer rigorosen Justiz öffentlich zur Schau stellen: enthauptete Leiber, an Straßenlaternen oder Fußballtoren baumelnde leblose Körper. Ständig wird Jagd gemacht auf „Verräter“, „Spione“, „Islamfeinde“, „Ehebrecherinnen“.

Die Frauen verschwinden von den Straßen. „Wir sind Gefangene in unseren eigenen Häusern geworden, wir können nicht einmal Essen einkaufen gehen. Für uns ist alles vorbei“, klagte im pakistanischen Swat-Tal eine Leidtragende gegenüber dem Schriftsteller Mohammed Hanif. Er hat einen erschütternden Bericht in der „Neuen Zürcher Zeitung“ abgegeben, wie sich das Leben im Swat-Tal seit dem Vorrücken der Taliban und der Einführung der Scharia, dem islamischen Rechtssystem, radikal verändert hat.

Der Steinzeit-Islam, wie ihn afghanische und pakistanische Taliban vertreten, hat in seiner Rigorosität und seinem Fanatismus durchaus Parallelen zu den totalitären Gewaltsystemen des 20.Jahrhunderts: Hitlerismus, Stalinismus, Maoismus.

Diese Bewegung ist deshalb nicht nur eine Bedrohung für Pakistan und Afghanistan, sie ist eine Gefahr für die ganze Welt.

Presse

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