„In der Linken steckt sehr viel SED“

April 25, 2009

Erst SED, dann PDS, später Linkspartei und jetzt Die Linke: Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt der Historiker Hubertus Knabe, warum er die Metamorphosen der Genossen für einen PR-Trick hält – und warum er sogar an der demokratischen Gesinnung von Parteichef Lafontaine zweifelt.

SPIEGEL ONLINE: Herr Knabe, Ihr neues Buch zur Linken trägt den Titel „Honeckers Erben – Die Wahrheit über Die Linke“. Das klingt nach Enthüllung. Worauf wollen Sie hinaus?

Knabe: In der Linken steckt nach 19 Jahren deutscher Einheit viel mehr SED als den meisten Leuten bekannt ist. Mehr als die Hälfte der Parteimitglieder gehörte bereits der SED an, Ko-Parteichef Lothar Bisky ist schon zu Zeiten von Walter Ulbricht der Partei beigetreten, ebenso Fraktionschef Gregor Gysi. Insbesondere im Osten Deutschlands bilden alte Parteigänger der DDR-Diktaturpartei einen Großteil ihrer Mitgliedschaft.

SPIEGEL ONLINE: Sie sprechen von der Gefahr einer „neuen Diktatur“, sollten Kernforderungen der Linken Realität werden. Das klingt nach Alarmismus. Was führt Sie zu dieser Einschätzung?

Knabe: Die Linke will den Sozialismus in Deutschland errichten. Damit haben wir einschlägige Erfahrungen. Sie beruft sich zudem auf den Marxismus und Rosa Luxemburg. Die Erfahrung lehrt: Wer die wirtschaftliche Freiheit einschränken oder beseitigen will, muss auch die politische Freiheit einschränken. Die Linke stützt sich zudem auf antidemokratische Ressentiments.

Knabe: Die Linke hat ein negatives Verhältnis zum politischen System der Bundesrepublik. Sie agitiert gegen Amerika und gegen die westliche Staatengemeinschaft, auch gegen Israel. Hier werden starke antidemokratische Affekte sichtbar, die wir aus unserer Geschichte zur Genüge kennen. Wenn sich dann noch eine Art Gegenbewegung auf der rechtsextremen Seite entwickelt, wie wir es in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit der NPD beobachten können, könnten sich in Krisenzeiten rechts und links gegenseitig hochschaukeln und die demokratische Mitte zerreiben…..Spiegel

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Antisemitismus – Zweierlei Maß

April 23, 2009

Video – Domradio


Die gefangenen Frauen der Taliban

April 23, 2009

Ihre Häuser sind ihr Gefängnis – denn sobald die Frauen aus dem pakistanischen Swat-Tal sich allein vor die Tür trauen, bringt sie das in Lebensgefahr. Sie haben fast keine Rechte mehr.

Seit fast zwei Jahren führen die radikalislamischen Taliban in dem einst bei Touristen beliebten Landstrich einen brutalen Feldzug gegen die Rechte von Frauen. „Nirgends sind wir mehr in Sicherheit – nicht einmal zu Hause“, klagt eine Lehrerin, die aus Furcht vor den Islamisten nur unter dem falschen Namen Huma Batool reden will: „Wir leben in ständiger Angst vor den Taliban.“

Nur noch in Begleitung eines männlichen Verwandten dürfen die Frauen aus dem Swat-Tal auf die Straße, obendrein von Kopf bis Fuß verhüllt. Dennoch unterrichtet die 42-jährige Huma weiter als Lehrerin an einer Privatschule für Mädchen in der wichtigsten Stadt der Region, Mingora – allerdings unter größten Schwierigkeiten. Niemand könne sich vorstellen, wie schwer es sei, zur Schule zu kommen. „Ich überlege mir jeden Tag, die Arbeit hinzuwerfen und daheim zu bleiben“, sagt die zweifache Mutter. Huma Batools Schule ist eine der wenigen, die es im Swat-Tal überhaupt noch für Mädchen gibt: Die Taliban haben den örtlichen Behörden zufolge 191 Schulen in dem Tal zerstört, 122 davon für Mädchen….
Tagesspiegel


Selbstmord im Namen der Ehre

April 23, 2009

Nachdem die Türkei die Strafen für Ehrenmorde anhob, häufen sich die Suizide der Frauen. KURIER.at ging dem traurigen Phänomen auf den Grund.

W
enn du dich nicht selbst umbringst, muss ich es tun. Und dann bist du schuld, wenn ich dafür ins Gefängnis gehe.“ Diese Strategie ist ein relativ neues Phänomen, nicht selten angewandt von Vätern, Brüdern oder Cousins, die ihren übertriebenen Moralkodex verteidigen.
In der Türkei wurden im Zuge des Annäherungsprozesses an die Europäische Union 2004 Ungleichbehandlungen auf Grund des Geschlechts gesetzlich verboten. Das neue Strafgesetz gibt nun härtere Strafen für die Ehrenmorde an Frauen vor – bis zu lebenslänglich. Und deshalb treiben Familien ihre Töchter immer öfter in den Selbstmord. Denn für traditionelle Stämme und Klans – aber auch für streng patriarchalisch organisierte Familienverbände mitten in Europa – gelten die Gesetze oft nicht. Sie ziehen das, was sie Tradition nennen, der Staatsverfassung vor.
So deckte die britische Qualitätszeitung The Independent die Lebensgeschichte der 18-jährigen Kurdin Elif auf, deren Vater genau das von ihr verlangt hatte. Sie dachte lange darüber nach, ob sie sich ihrem Vater zuliebe umbringen sollte. Und das, obwohl sie nichts anderes tat, als darum zu bitten, ihre Ausbildung weiterführen zu können anstatt eine arrangierte Ehe einzugehen. Diese Art von Ungehorsam reichte der Familie und sie wurde zum Suizid aufgefordert – mit drei Optionen: Strick, Kugel oder Gift. Elif konnte flüchten, versteckte sich acht Monate lang und hatte Angst….

weiter in Quelle


Muslimischer Extremist hetzt gegen Homosexuelle

April 22, 2009

Anjem Choudary ist in London kein unbeschriebenes Blatt. Er hat schon öffentlich die Einführung der Scharia in Grossbritannien gefordert, jetzt hat er ein neues Feindbild gefunden.
An einer Pressekonferenz in London sagte Choudary, dass es passieren kann, dass ein Mann einen anderen mag, doch wenn diese ihre Gelüste befriedigen wollten, müssten sie bestraft werden: Durch die Steinigung. «Es gibt Menschen, die sich zu Eseln hingezogen fühlen, was nicht bedeutet, dass es richtig ist», erläuterte Choudary seine menschenverachtende Einstellung weiter.

In der britischen Zeitung «DailyMail» fordert Sharon Ferguson, Vorstand der christlichen Schwulen- und Lesbenbewegung die Polizei genau hinzuhören, was Choudary sage um zu sehen, ob ein Handeln nötig sei.

Tagesanzeiger


«Erschreckend ausländerfeindlich»

April 22, 2009

Ausgeblendete Tatsachen

Fixiert auf die zunehmend surreale Züge annehmende Fahndung nach Zeichen für anwachsenden Rechtsextremismus, haben die Journalisten offenbar keine Zeit für die Lektüre anderer Teile der Studie gefunden, über die man auch berichten könnte. Zum Beispiel über die Behauptung, dass deutsche Jugendliche überwiegend die Opfer, türkische und arabische Altersgenossen aber überdurchschnittlich häufig die Täter bei Fällen von Jugendgewalt sind. Pfeiffer führt milieuspezifische Gründe dafür an, die eigentlich pädagogische Programme auslösen müssten…..

Züricher Zeitung


Report Mainz: Schulen des islamischen Terrors in Deutschland

April 22, 2009