Die Linkspartei als Erzfeind der Demokratie

Die Demokratie in Deutschland ist in Gefahr, systemfeindliche Kader drängen an die Macht. Diese These vertritt der Leiter der Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, in seinem neuesten Buch „Honeckers Erben – Die Wahrheit über die Linke“.

Fast 65 Jahre nach dem Verschwinden des Dritten Reiches ist die behauptete Gefahr von rechts allgegenwärtig. Ihr muss man entschlossen den Weg verlegen, um eine angeblich drohende Wiederkehr des Faschismus zu verhindern. Diesmal ist man auf dem linken Auge blind. Man will weithin nicht wahrhaben, dass die Republik, anders als in Weimar, längst nicht mehr von rechts, sondern, wenn überhaupt, von Honeckers Erben, deren Anhängern und Mitläufern bedroht ist. Das ist jedenfalls die kenntnisreich begründete und sorgfällig dokumentierte Behauptung Knabes.

Sein Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten, „Herkunft“, geht es um die Geschichte der deutschen Kommunisten, die mit „Karl und Rosa“ begann, um die Rolle der KPD als „Totengräber von Weimar“, den „Aufbau einer Diktatur“ nach 1945 und „Vierzig Jahre Sozialismus“.

Der Verfasser betont, die KPD sei von Anfang an eine „hochideologisierte, antidemokratische und gewalttätige Kaderpartei“ gewesen. Rosa Luxemburg habe den berühmten Satz „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ zu Lebzeiten nicht veröffentlicht. Erst 1922, drei Jahre nach ihrem Tode, sei er publiziert worden und zwar in einem Artikel, in dem sie 1917 die Notwendigkeit einer Diktatur nachdrücklich begründet hatte. Wenn das Proletariat die Macht ergreife, schrieb sie im Blick auf den bolschewistischen Putsch, müsse es „sozialistische Maßnahmen in energischster, unnachgiebigster, rücksichtslosester Weise in Angriff nehmen, also Diktatur ausüben“.

Luxemburgs Feindschaft richtete sich 1918/19 vor allem gegen die sozialdemokratischen Gründungsväter der Weimarer Republik, die sie als „Schildträger der Bourgeoisie“, „Konterrevolutionäre“ oder „Judasse der Arbeiterbewegung“ verleumdete. „Nicht Offiziere, Unternehmer oder Großgrundbesitzer, sondern die Führer der SPD waren für sie die ‚Todfeinde des Proletariats'“. Anfang der Dreißigerjahre wirkte sich verheerend aus, dass die KPD bis zuletzt nicht die NSDAP, sondern die Sozialdemokraten als Hauptgegner betrachtete, sie stereotyp als „Sozialfaschisten“ beschimpfte. Dementsprechend verlangte Thälmann, dass man den „Hauptstoß“ gegen die SPD richten müsse.

welt

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One Response to Die Linkspartei als Erzfeind der Demokratie

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