Berlin: Jugendkriminalität und Gewalt durch Türken und Araber

Die Jugendlichen, sagt Eitel, hätten eine andere, eine gewaltfördernde Erziehung. „Die Jungs dürfen zu Hause alles. Das ist ihre Männerrolle. Und so verhalten sie sich auch draußen.“ Auch Körting sieht in der Mentalität eine Schwierigkeit. Die Eltern der Jugendlichen seien irgendwann nach Deutschland gekommen, aber nicht hundertprozentig in der Bundesrepublik angekommen. „Sie strahlen nicht das an Autorität aus, was sie in ihrem Dorf ausgestrahlt haben, und ich habe Jugendliche, die hier in der westlichen Welt eine Freiheit haben, die sie weder im Libanon noch in der Südtürkei oder anderswo hätten.“

Michael Göbel spricht eine noch deutlichere Sprache. Der 48 Jahre alte Polizeihauptkommissar ist an diesem Tag mit seiner Kollegin Petra Jansen im Abschnitt 36 auf Streife. Die Hemmschwelle für Gewalt gehe immer weiter nach unten. „Im Osten der Türkei herrscht doch noch das Faustrecht. Sie kommen von der Steinzeit in die Neuzeit.

Klaus Eisenreich von der Gewerkschaft der Polizei in Berlin sagt, es sei normal für Polizisten geworden, geschlagen, getreten und bespuckt zu werden. „Bislang mussten Polizisten nur Warnschüsse abgeben, aber irgendwann wird es nicht mehr dabei bleiben.“ Auch Christian Eitel musste schon mehrfach zur Pistole greifen. „Wir haben hier eine Gettoisierung. So ist es, und ich lasse mir den Mund nicht verbieten.“ Dann zuckt Eitel mit den Schultern: „Die Ausländer sind hier das Problem. Es ist einfach so.“

Ein am vergangenen Dienstag vorgestellter Forschungsbericht des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen kommt zu dem Ergebnis, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund häufiger Gewalttaten begehen als deutsche Jugendliche. Die höhere Gewalttäterquote beruhe auf mehreren Faktoren. „Von zentraler Bedeutung ist, dass junge Migranten weit häufiger als deutsche Jugendliche Opfer innerfamiliärer Gewalt werden. Besonders belastet sind hier Jugendliche, deren Eltern aus der Türkei, aus dem früheren Jugoslawien sowie aus arabischen oder afrikanischen Ländern stammen.“

„Dumm geboren, nichts dazugelernt, große Schnauze, osmanische Herkunft“

Hauptmeister Ralf Reuting, den die Kollegen im Abschnitt 36 „Asterix“ nennen und der gemeinsam mit Polizeikommissar Patrick Unger in dieser Nacht durch die Straßen patrouilliert, ist seit mehr als zwanzig Jahren im Wedding unterwegs. Er kennt die Mauern, an denen „Fuck the Police“ steht, er hat miterlebt, wie sich die Zeiten geändert haben. „Früher in den siebziger Jahren war es vorbei, wenn einer am Boden lag. Seit Ende der achtziger Jahre wird nachgetreten.“ Viele im Viertel hätten ihr eigenes Strafgesetzbuch. „Dumm geboren, nichts dazugelernt, eine große Schnauze und meist osmanischer Herkunft.“..

FAZ

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