Die gefangenen Frauen der Taliban

Ihre Häuser sind ihr Gefängnis – denn sobald die Frauen aus dem pakistanischen Swat-Tal sich allein vor die Tür trauen, bringt sie das in Lebensgefahr. Sie haben fast keine Rechte mehr.

Seit fast zwei Jahren führen die radikalislamischen Taliban in dem einst bei Touristen beliebten Landstrich einen brutalen Feldzug gegen die Rechte von Frauen. „Nirgends sind wir mehr in Sicherheit – nicht einmal zu Hause“, klagt eine Lehrerin, die aus Furcht vor den Islamisten nur unter dem falschen Namen Huma Batool reden will: „Wir leben in ständiger Angst vor den Taliban.“

Nur noch in Begleitung eines männlichen Verwandten dürfen die Frauen aus dem Swat-Tal auf die Straße, obendrein von Kopf bis Fuß verhüllt. Dennoch unterrichtet die 42-jährige Huma weiter als Lehrerin an einer Privatschule für Mädchen in der wichtigsten Stadt der Region, Mingora – allerdings unter größten Schwierigkeiten. Niemand könne sich vorstellen, wie schwer es sei, zur Schule zu kommen. „Ich überlege mir jeden Tag, die Arbeit hinzuwerfen und daheim zu bleiben“, sagt die zweifache Mutter. Huma Batools Schule ist eine der wenigen, die es im Swat-Tal überhaupt noch für Mädchen gibt: Die Taliban haben den örtlichen Behörden zufolge 191 Schulen in dem Tal zerstört, 122 davon für Mädchen….
Tagesspiegel

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