70% der Türken haben noch nie ein Buch gelesen

Februar 26, 2009

Fatmas Mutter erzieht sie und ihren jüngeren Bruder allein. Auf dem Schulhof wurde sie von Mitschülern gehänselt, weil sie keinen Vater habe – eine Familie ohne Vater ist eine Schande, das darf es in türkischen Verhältnissen nicht geben. „Hurentochter“ hat man ihr nachgerufen, wenn sie es wagte, sich gegen Anfeindungen zu wehren. Arabische und türkische Jungs beschimpften sie als „Schweinefleischfresserin“, wenn sie nicht rechtzeitig ihr Salamibrot versteckte……
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Ebenfalls fast 70 Prozent geben an, dass sie “nie” Bücher lesen. 57 Prozent halten es auch im Hochsommer für unsittlich, wenn Frauen ärmellose Oberbekleidung tragen (außer daheim). 53 Prozent wollen, dass Staatsdienerinnen Kopftuch tragen dürfen. 63 Prozent hegen Wählersympathien für Erdogans Regierungspartei AKP…
Welt

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Jean-Marie von Arabien – Le Pen’s Liebe zum Islam

Februar 26, 2009

Jean-Marie Le Pen liebt den Iran. Das hat er zum 30-jährigen Jubiläum der islamischen Revolution offen so geäußert. Gegen einen nuklearen Iran hat der Präsident des Front National nichts einzuwenden, dafür umso mehr gegen Israel, das die Palästinenser einpferche, wie in ein “Konzentrationslager” und Gaza einfach “überfahren” habe. Jean-Marie Le Pen – kein Verbündeter im Kampf gegen die Islamisierung.

Vieles in den Aussagen des französischen Politikers klingt wie die Parolen der Antifa. Aber die NPD sieht ja die Anhänger Mohammeds auch als “Verbündete” im Kampf gegen die Juden…

mit Video bei PI


Blasphemie muss sein

Februar 25, 2009

Mit der ungewöhnlichen Kriegserklärung des Iran, der damals mit dem Rücken zur Wand stand, machten religiös eingefärbte Kulturkonflikte Schule. Die Morddrohung gegen Rushdie, die an Verlegern, Übersetzern und anderen Schriftstellern tatsächlich exekutiert wurde, ist niemals zurückgenommen, sondern zuletzt zur Erhebung Rushdies in den Ritterstand im Jahr 2007 erneuert worden. Aus diesem Anlass demonstrierten vor allem in Pakistan Tausende erneut gegen Rushdie, der wieder ein öffentliches, zum Teil recht glamouröses Leben führte und über die Jahre der Verfolgung hinweg weiterhin Romane und Essays vorlegte. Morddrohungen extremistischer Muslime zielten auf andere Autoren wie die aus Bangladesh stammende Taslima Nasrin; bei einem allevitischen Kulturfestival im türkischen Sivas legte 1993 der Mob Feuer in einem Hotel, 35 Menschen starben. Ausschreitungen anlässlich der 2005 in westlichen Blättern erschienenen „Mohamed-Karikaturen“ trieben die gegen Rushdie begonnene Hexenjagd auf die Spitze. Es ist für autoritäre Regime der islamischen Hemisphäre kein Problem, reale Diskriminierung und gefühlte Minderwertigkeit der Massen auf einen fast beliebigen Beleidigungsakt „des Westens“ zu lenken und damit von ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken.

Solche Vorkommnisse könnten wie gesagt als Belege für den „Clash of Civilizations“ herangezogen werden oder ihn wie eine selbsterfüllende Prophezeiung wirken lassen. Aber die Konfliktlinien verliefen innerhalb von „Zivilisationen“: Im Westen zwischen denen, die Meinungs- und Kunstfreiheit höher bewerten als die Romane und Karikaturen unterstellte „Beleidigung religiöser Gefühle“, und denen, die das Blasphemieverbot für ein friedensstiftendes Mittel im interreligiösen Dialog halten. Schon seit den Siebzigerjahren hat sich die Linke, zu der sich Rushdie einmal rechnete, sehr zu ihrem Schaden in einen universalistischen und einen multikulturalistischen Flügel gespalten, und bei den Christen streiten sich Integristen, die den Islam bekämpfen, und Integralisten, die ihn in die Auseinandersetzung mit dem Atheismus und Säkularismus als Bündnispartner einbeziehen. In der islamischen Welt herrscht ebenfalls Streit – eine große Zahl der sunnitischen Juristen und Theologen lehnte die Fatwa ab. Und natürlich waren auch Muslime entsetzt über den Bannstrahl aus Ghom und Teheran.

Viele unterwerfen sich heute allerdings dem randalierenden Mob. Auch im freien Westen mangelt es oft entschieden an Zivilcourage. Manche westliche Schriftstellerkollegen und Kulturpolitiker konnten nicht zu einer Solidaritätsadresse an Rushdie verstehen und mäkelten lieber an seinem Schreib- und Lebensstil herum; westliche Diplomaten krochen stellenweise zu Kreuze, während Blasphemieverbote im Fahrwasser der Rushdie-Kritik wiederauflebten.
Ihnen, wie in Rumänien, aber auch in den Niederlanden und hier zu Lande, mit kulturellem Relativismus und einer Verschärfung tot geglaubter Zensur- und Blasphemieparagraphen entgegenzukommen, bedeutet Kapitulation. Die wahren Gotteslästerer sitzen in den Hochburgen religiösen Dogmatismus‘ und Fanatismus‘; ihnen müssen freie Gesellschaften geradezu ein Blasphemiegebot entgegensetzen, auf dass die Frommen lernen, selbst obszöne und geschmacklose Religionskritik souverän auszuhalten. Die Wehleidigkeit und Gewaltanfälligkeit der islamistischen Internationale demonstrieren, wie schwach sie im Glauben ist; auch die türkisch geführte DITIB (Türkisch-islamische Union) fühlte sich durch den Vorschlag Günter Wallraffs brüskiert, die „Satanischen Verse“ (in Wahrheit ein religionsoffenes und eher islamfreundliches Werk) in einer Moschee zu rezitieren.
Welt


Salman Rushdie: 20 Jahre Todesurteil

Februar 25, 2009

Neue Selbstzensur

Mehr und mehr setzt sich die Auffasssung durch, dass der Frieden in einer multikulturellen Gesellschaft nicht durch die Verletzung religiöser Gefühle gestört werden darf. Die «Fatwa« gegen Rushdie markiert die neue Selbstzensur des Westens gegenüber allem, was die islamische Welt kränken könnte.

Ob die Kontroverse um dänische Karikaturen oder die abgesetzte Mozartoper «Idomeneo« in Berlin, die Papstrede in Regensburg oder die Angst eines amerikanischen Großverlages, eine romantische Schnulze über die Lieblingsfrau des Propheten herauszubringen – immer liegen die Wurzeln in der islamischen Reaktion auf Rushdie.

Kopfprämie ausgesetzt

Am 14. Februar 1989 rief Ayatollah Chomeini die Moslems in aller Welt auf, den Autor der «Satanischen Verse« zu ermorden. Den Vollstreckern des Urteils winkten eine Prämie von zwei Millionen Dollar und die ewige Seligkeit. Der greise iranische Religionsführer hatte wohl auch persönliche Gründe für seine «Fatwa«. In einem Kapitel des Romans wurde er als religiöser Fanatiker beschrieben, der erbarmungslos seine Landsleute im Krieg gegen den Irak verheizte.

Doch der Zorn der muslimischen Fundamentalisten entzündete sich an Passagen der «Satanischen Verse«, in denen Huren die Identität der Frauen des Propheten Mohammed annahmen. Der in Indien aufgewachsene und im muslimischen Glauben erzogene Rushdie wurde der Blasphemie und der Schmähung des Propheten beschuldigt, was nach dem theologischen Edikt des Ayatollah ein todeswürdiges Verbrechen darstellt.

weiterlesen – nürnberger Nachrichten


Der Geist der Fatwa

Februar 25, 2009

Seit Khomeini vor 20 Jahren seine Mord-Fatwa gegen Salman Rushdie erließ, findet eine Einschränkung des Rechts auf Meinungs- und Redefreiheit statt – aus Angst, »religiöse Gefühle« könnten verletzt werden. Die postkoloniale Linke ist daran nicht ganz schuldlos.

Die Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie wirkt bis heute. Ihr Geist weht sogar durch die Uno. Die Forderungen nach Einschränkung der Redefreiheit zum »Schutze« religiöser Gefühle und zur Eindämmung der »Islamophobie« haben längst Eingang in die Agenda der Vereinten Nationen gefunden. Zuletzt wurde, vor allem auf Betreiben der Staaten der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), am 18. Dezember auf der UN-Vollversammlung eine Resolution zur »Bekämpfung der Diffamierung von Religionen« durchgesetzt, in der konkret als Religion nur der Islam erwähnt wird. Zuvor hatte der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) bereits eine Reihe ähnlicher Resolutionen verabschiedet. (Jungle World 32/08) Der »Sonderberichterstatter zur Beförderung und zum Schutz der Meinungs- und Ausdrucksfreiheit« wurde zudem aufgefordert, »über Fälle zu berichten, in denen der Missbrauch der Redefreiheit den Tatbestand der rassistischen oder religiösen Diskriminierung erfüllt«. Damit wird der Sinn des Paragrafen 19 der allgemeinen Menschenrechtserklärung, auf den sich einst die Verteidiger und Herausgeber von Rushdies »Satanischen Versen« in Deutschland beriefen, in sein Gegenteil verkehrt. Der eigentliche Skandal an dem UN-Beschluss vom Dezember ist, dass es so gut wie keinen Skandal gab.

In engem Zusammenhang mit dieser Entwicklung stehen auch der wachsende Erfolg des Islamismus unter der muslimischen Bevölkerung in Europa und die globale Dimension des Jihadismus. Rushdie galt in den Augen der iranischen Führung um Khomeini als Personifikation des »verwestlichten Muslim«. Die antiwestliche Ideologie der Mullahs dürfte für die Fatwa bedeutsamer gewesen sein als der theologische Vorwurf der Blasphemie gegen sein Werk.

Wie eng der Aufstieg der Identitätspolitik mit der Popularität des militanten Islam bei der Rushdie-Affäre gerade in Europa verbunden war, wurde in Großbritannien deutlich. Kenan Malik, der die Rushdie-Affäre als antirassistischer Aktivist und Journalist in Großbritannien erlebte, hat beschrieben, wie ihm damals ehemalige linke Freunde plötzlich als Teilnehmer an den Bücherverbrennungen bei Anti-Rushdie Demonstrationen begegneten. Bereits seinerzeit tauchte auch der heute allgegenwärtige Vorwurf der »Islamophobie« auf, der von islamischen bzw. islamistischen Gruppen als politischer Kampfbegriff benutzt wurde. So wurde die Verkehrung von Täter und Opfer vollzogen: Nicht der durch islamistische Mordaufrufe bedrohte Schriftsteller erschien als Opfer, sondern die durch seinen satirisch-­religionskritischen Roman in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer moralischen Integrität »verletzte muslimische Gemeinschaft«.

Selbstzensur und Kumpanei

Auch in Deutschland empfehlen heute postkolonialistische linke Kultur- und Sozialwissenschaftler regelmäßig Selbstzensur aus Rücksicht auf religiöse Empfindlichkeiten von Muslimen, wie im Falle der Mohammed-Karikaturen und anlässlich der Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh 2004 wegen seines zusammen mit Ayaan Hirsi Ali gedrehten islamkritischen Films »Submission«. Ayaan Hirsi Ali und andere islamkritische Feministinnen wie Seyran Ates oder Necla Kelek werden oft denselben Vorwürfen ausgesetzt wie ehedem Salman Rushdie: Kollaboration mit westlicher Hegemonie, »Islamophobie« und Rassismus.

Wie weit die Kumpanei mit dem Islamismus und das antiwestliche Ressentiment in der postkolonialen Theorieszene im weiteren Gefolge der Rushdie-Affäre geht, zeigt beispielhaft ein Blick auf einen neueren Text von Pnina Werbner, in dem sie sich mit der britisch-muslimischen »Community« und der »Translocation of Culture« beschäftigt. Sie behauptet, von der Rushdie-Affäre ausgehend über den israelisch-palästinensischen Konflikt, 9/11, den Irak-Krieg bis zu den Londoner Anschlägen vom Juli 2005 sei eine »Spirale fortschreitender Entfremdung von Muslimen in Großbritannien« in Gang gesetzt worden und habe zu wachsender »Islamophobie« im Westen geführt. Als hoffnungsvolle Gegenentwicklung und Zeichen einer »wachsenden Integration von Muslimen in die britische Gesellschaft« führt sie dann ausgerechnet die Allianz von Friedensgruppen und der den Muslimbrüdern nahestehenden Muslim Association of Britain (MAB) in der »Stop the War Coalition« (StWC) an. Das ist der von einem Bündnis aus trotzkistischen Linken der SWP und den Islamisten der MAB dominierte Zusammenschluss, dessen Demonstrationen gegen den Irak-Krieg durch mangelnde Distanz zum mörderischen Regime Saddam Husseins und aggressiven Antizionismus auffielen. Zuletzt organisierte die StWC in London im Januar Massendemonstrationen gegen den Gaza-Krieg, auf denen es zu Parolen wie »Wir sind alle Hamas« und zu antisemitischen Hassausbrüchen kam. Werbner selbst zieht damit im Zeichen des Postkolonialismus eine direkte, affirmative Linie von der Rushdie-Affäre zu den übelsten Allianzen heutiger Linker mit Islamisten.

jungle world


„Hamas-Berichte über Opferzahlen sind falsch“

Februar 25, 2009

Die israelische Armee hat der Hamas vorgeworfen, die internationale Staatengemeinschaft mit falschen Zahlen über die Opfer während der israelischen Offensive im Gazastreifen getäuscht zu haben. Während die Hamas von knapp 900 getöteten Zivilisten spricht, waren es nach Armeeangaben etwa 300. Zum Beweis hat das Militär am Sonntag einen 200 Seiten umfassenden Bericht vorgelegt.

Bislang wurden überwiegend die vom „Palästinensischen Zentrum für Menschenrechte“ (PCHR) veröffentlichten Opferzahlen zitiert. Das PCHR berichtet von 895 getöteten Zivilisten. Insgesamt seien 1.338 Menschen ums Leben gekommen. Die „Coordination Liaison Administration“ (CLA) der israelischen Armee konnte bislang die Identität von mehr als 1.200 der getöteten Palästinenser klären. Demnach waren mindestens 580 von ihnen Mitglieder der Hamas oder anderer Terrorgruppen. Das berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“, ihr wurde der CLA-Bericht vorgelegt.

Etwa 300 der Getöteten waren Zivilisten. Dazu zählen Frauen, Kinder unter 15 Jahren und Männer über 65 Jahren. Unter den Frauen seien auch mindestens zwei, welche versucht hatten, sich in der Nähe von israelischen Truppen in die Luft zu sprengen. Als Zivilisten wurden auch die Frauen und Kinder des Hamas-Kommandeurs Nisar Rajjan angesehen. Obwohl der Palästinenser seiner Familie verboten hatte, das Haus zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen – zuvor hatte die Armee angekündigt, das Gebäude zu bombardieren.

Die Identifizierung von 320 weiteren getöteten Männern sei noch nicht vollständig abgeschlossen, heißt es weiter. Die Armee geht jedoch davon aus, dass es sich bei mindestens zwei Dritteln der Palästinenser um Mitglieder von Terrorgruppen handelt.

In dem Bericht werden die Namen der Opfer, ihre persönliche Identifikationsnummer der Palästinensischen Autonomiebehörde, gegebenenfalls die Terrorgruppe, welcher sie angehörten, und die Umstände aufgeführt, unter denen diese Menschen ums Leben kamen.

„Hamas-Kämpfer als Mediziner getarnt“

Laut der CLA habe die Hamas zudem mehrere Opfer als Ärzte ausgegeben. Tatsächlich seien diese jedoch auch Kämpfer der radikal-islamischen Gruppe gewesen. Zu ihnen gehörte unter anderen Anas Naim, der Neffe des Hamas-Gesundheitsministers Bassem Naim. Palästinenser hatten nach dessen Tod am 4. Januar berichtet, Naim habe für die Hilfsorganisation „Palästinensischer Roter Halbmond“ gearbeitet. Mit ihrem Bericht präsentiert die CLA allerdings Fotos, auf denen der Palästinenser mit einem Gewehr vom Typ Kalaschnikow und mit einer Panzerabwehrrakete posiert. Die Bilder seien auf einer Internetseite der Hamas erschienen.

„Falsche Berichterstattung – Beispiel UN-Schule“

Mosche Levi, Leiter der CLA, warf der Hamas vor, der internationalen Gemeinschaft durch „falsche Berichte“ einen erheblich verzerrten Eindruck über die Opferzahl gegeben zu haben. Als Beispiel dafür zitierte Levi die Berichte über den angeblichen israelischen Beschuss einer UN-Schule am 6. Januar. Palästinenser hatten gemeldet, die Armee habe die Schule beschossen, dabei seien mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen.

Später stellte sich heraus, dass die Granaten nicht in, sondern außerhalb der Schule eingeschlagen waren. Die Armee spricht zudem von zwölf getöteten Palästinensern. Neun davon hätten der Hamas angehört. „Von Anfang an hat die Hamas 42 Tote beklagt, aber wir konnten bei unserer Beobachtung erkennen, dass nur wenige Bahren gebracht wurden, um Menschen zu evakuieren“, so Levi. Die CLA habe sich später an das palästinensische Gesundheitsministerium gewandt und um die Namen der Opfer gebeten. Dort sei ihnen jedoch mitgeteilt worden, dass die Hamas die Zahl der Getöteten geheim halte, heißt es in dem Bericht weiter.
Quelle


Traurige Lehren aus Morsals Ermordung

Februar 24, 2009

Ulf Poschardt fordert mehr Schutz muslimischer Mädchen vor dem Terror der Familie – und mehr Engagement gegen den antiwestlichen Wertekanon in Parallelgesellschaften.
passt in das Bild einer unzivilisierten Aggression, von der es in den deutschen Großstädten zu viel gibt. Sie richtet sich stets gegen vermeintlich Schwächere. In Berlin machen arabische und türkische Jugendliche Jagd auf Schwule oder jüdische Schüler mit Kippa. Das geschieht vor allem in jenen Vierteln, wo die Migranten nicht mehr marginalisierte Minderheit sind, sondern tief intolerante Mehrheit.

Das Verhalten der Familie Obeidi nach der Verkündung des Urteils lässt keinerlei Einsicht erkennen. Im Gegenteil: Die Attacken auf Gericht und Staatsanwaltschaft illustrieren den Hass auf den Wertekompass des Rechtsstaates. Gerade eine liberale Gesellschaft darf bei der Gewährung ihrer Grundrechte keine Relativierungen zulassen, egal wie archaisch die Familientradition mancher Täter sein mag. Prozesse wie der um die Ermordung von Morsal entwerfen ein düsteres Bild vom Innenleben jener Parallelgesellschaften, die Multikulturalisten zu lange verklärt haben. Jedes misshandelte Mädchen, jeder verprügelte Schwule, jede heruntergeschlagene Kippa ist ein Angriff auf unsere freiheitliche Verfasstheit.
Welt