„Sie wollen nur das: Im Namen Allahs Krieg führen“

Die niederländische Politikerin und Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali hält Vereinbarungen mit radikalen Muslimen für gefährlich: Sie würden ihnen nur Zeit verschaffen, sich auf den nächsten Krieg vorzubereiten.

Ayaan Hirsi Ali wurde vor allem durch ihr Drehbuch für den Film „Unterwerfung“ des Regisseurs Theo van Gogh bekannt, der im Jahr 2004 von einem islamistischen Fanatiker ermordet wurde. Die gebürtige Somalierin war drei Jahre lang Abgeordnete des niederländischen Parlaments, bis sie 2006 wegen des Vorwurfs falscher Angaben bei der Einbürgerung ihr Mandat niederlegte. Im Oktober 2007 kehrte sie nach knapp einem Jahr in den USA zurück in die Niederlande. Die 39-Jährige lebt an einem geheimen, sicheren Ort.

Welt am Sonntag:

Pakistan hat mit den islamistischen Kräften im Swat-Tal eine Waffenstillstandsvereinbarung getroffen, die den Taliban die Einführung der Scharia erlaubt. Ist ein solcher Schritt richtig, selbst wenn er die Menschen- und insbesondere die Frauenrechte preisgibt?

Ayaan Hirsi Ali:

Sobald die Scharia eingeführt ist, werden sich die Rechte der Frauen in Luft auflösen. Der Missbrauch von Frauen, im Swat-Tal – und, nebenbei, in ganz Pakistan – schon jetzt an der Tagesordnung, wird damit institutionalisiert. Pakistanische Frauen werden zur Ehe gezwungen und rechtlos nach Laune geschieden. Bildung wird ihnen verweigert, sie werden geschlagen, vergewaltigt, man spritzt ihnen Säure ins Gesicht. Erschreckende Berichte aus pakistanischen Gefängnissen sprechen von vielen Tausend Vergewaltigungsopfern, die eingekerkert wurden, weil ihre Aussage nicht halb so viel wert ist wie die ihrer Vergewaltiger und weil sie die vier Augenzeugen, die die Scharia verlangt, nicht beibringen können. Nach der offiziellen Einführung der Scharia würden diese Opfer nicht länger inhaftiert, sondern ausgepeitscht und zu Tode gesteinigt. Tatsächlich werden Frauen- und Menschenrechtler unter der Scharia als Ungläubige und Kollaborateure von Ungläubigen stigmatisiert. Sie werden zum Schweigen gebracht oder aus der Gegend gejagt. Und auch darüber hinaus werden wir Taliban-ähnliche Zustände erleben: das Verbot aller Formen von Unterhaltung, die Zerstörung historischer Stätten, die Demolierung von Geschäften, die Alkohol führen, die massenhafte radikalislamische Indoktrination von Kindern und jungen Leuten….
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2 Responses to „Sie wollen nur das: Im Namen Allahs Krieg führen“

  1. Noergler sagt:

    Wir bräuchten mehr Mahner wie sie…

  2. Helmut Zott sagt:

    Da schon an der Wurzel des Islams die Forderung erhoben wird, dass alle Menschen im Auftrage Allahs, in welchen Ländern sie auch leben und welcher Religion sie auch angehören mögen, Muslime werden müssen, ist der permanente religiöse Krieg zur Unterwerfung Andersdenkender unter das Gesetz Allahs ein Wesenszug des Islams. So erfahren wir folgerichtig aus dem Koran, dass den Muslimen der Kampf gegen die Ungläubigen von Allah anbefohlen wird, sowohl der mit der Waffe in der Hand, was durch das arabische Wort „qital“ ausgedrückt wird, als auch der mit einem Gesamteinsatz von Zeit, Kraft, Geld und Leben für die Sache Allahs, was der arabische Terminus „djihad“ ausdrückt. „Der Kampf mit der Waffe (qital) ist für euch (Muslime) vorgeschrieben, obwohl er euch zuwider ist“, lesen wir im 216. Vers der 2. Sure. Zweifellos sind auch die Aussagen im Koran letztlich die Ursache des radikalen Islams und des islamischen Terrorismus unserer Tage. Zum Andern wird der Weltmachtanspruch, wie er heute wieder besonders laut wird, mit der Aussage Mohammeds begründet, dass er von Allah, und mit ihm alle Muslime in der Nachfolge, angewiesen wurde, die Menschen zu bekämpfen, bis sie alle Muslime geworden sind, oder sich dem Islam unterworfen haben. Uneingeschränkt gilt auch bis heute die als Hadith überlieferte prinzipielle Haltung: „Der Islam herrscht und wird nicht beherrscht!“ Das ist Programm und Ausdruck des Erwählungsbewusstseins und Totalitätsanspruchs der „einzig wahren Religion“.

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