Angst im schwulen Kiez

Januar 27, 2009

Rund um den Nollendorfplatz häufen sich homophobe Überfälle. Täter sind oft Migranten. Die Szene ist aufgebracht und besorgt.
Tagesspiegel

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Belgien: 46 % finden „Der Islam ist überflüssig und trägt nichts zur Entwicklung in Europa bei“

Januar 26, 2009

Während Politiker gern über die angebliche „Bereicherung“ durch den Islam in Europa sprechen, sehen durchschnittlich intelligente Menschen (die Bevölkerung) das offenkundig völlig anders. In Belgien wurden nun jedenfalls die Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter Flamen veröffentlicht. Danach vertreten 46 Prozent der Befragten die Auffassung, der Islam trage rein gar nichts zur Entwicklung Europas bei. 48 Prozent der Flamen sehen Mohammedaner als „Bedrohung“ für Europa an. Und 42 Prozent sehen im Islam vor allem Gewalt und Unterdrückung. Und 81 Prozent vertreten die Auffassung, im Islam werden Frauen unterdrückt.

Quelle


Einwanderung Warum Türken bei der Integration nicht mitspielen

Januar 26, 2009

Eine neue Studie belegt: Viele türkischstämmigen Migranten in Deutschland wollen sich nicht integrieren. Sie isolieren sich in ihren Wohnbezirken und verweigern sich der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft. Die Gründe dafür sind zahlreich. Entscheidend ist die ursprüngliche Motivation der ersten Gastarbeiter.

Meist geht es nur um Moscheen, Kriminelle oder Kopftücher. Doch hinter diesen Reizthemen lauert ein viel größeres Problem: Ein bedeutender Teil der Migranten in Deutschland verweigert sich der Integration. Das gilt vor allem für die Einwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Afrika und besonders aus der Türkei.

Obwohl die meisten Türkischstämmigen seit langem hier leben und knapp die Hälfte von ihnen hier geboren wurde, zeigen viele kaum Bereitschaft, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Keine Zuwanderergruppe unterscheidet sich im Negativen stärker von den Deutschen: Türken sind im Durchschnitt schlechter gebildet, schlechter bezahlt und häufiger arbeitslos. Nur 32 Prozent von ihnen haben bisher die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.

Bis heute wirkt sich die Herkunft der türkischen Einwanderer – die meisten stammen aus wenig entwickelten Gebieten im Osten des Landes – negativ auf die Integration aus. Denn nicht nur kam die erste Generation, billige Arbeitskräfte, häufig ohne jeden Schul- oder Berufsabschluss, sondern auch ihre Kinder und Enkel lassen wenig Bildungsmotivation erkennen. Immer noch haben 30 Prozent der Türkischstämmigen keinen Schulabschluss. Nur 14 Prozent haben das Abitur, womit dieser Anteil nicht einmal halb so groß ist wie in der deutschen Bevölkerung und auch deutlich geringer als bei anderen Zuwanderern. Bildung ist jedoch der Schlüssel zur Integration.

Tatsächlich belegt die aktuelle Studie des Berlin-Instituts, dass türkische Einwanderer sich oft isolieren. Zu einer Vermischung mit der Mehrheitsgesellschaft, die in anderen Zuwanderergruppen stetig voranschreitet, kommt bei den Türken kaum voran. Beleg dafür ist der geringe Anteil bikultureller Ehen: Er liegt nur bei fünf Prozent. Ein Grund dafür dürfte wie bei vielen Menschen aus dem Nahen Osten der muslimische Glaube sein. Auch in der zweiten Generation steigt der Anteil der Ehen mit Deutschen bei türkischstämmigen Migranten nur minimal. Parallelgesellschaften, die einer Angleichung der Lebensverhältnisse im Wege stehen, sind die Folge.

Im Durchschnitt am besten eingegliedert sind laut der neuen Studie des privaten Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung die rund zwei Millionen Menschen aus anderen EU-Staaten – freilich nicht die aus den südeuropäischen Ländern. Ebenfalls gute Integrationswerte weisen die Aussiedler auf, die mit knapp vier Millionen die größte aller Migrantengruppen bilden. Beide Gruppen haben nach Ansicht der Forscher kaum Probleme dabei, Anschluss an die Mehrheitsgesellschaft zu finden und sich in die Gemeinschaft zu integrieren.

Die Studie gliedert sie in insgesamt acht Gruppen auf: Neben Aussiedlern, Türken, Südeuropäern und Menschen aus den anderen EU-Staaten sind dies Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Ostasien, Afrika und dem Nahen Osten, wozu der Libanon, die Palästinenser-Gebiete, der Iran und der Irak gehören. Insgesamt schlechte Ergebnisse gibt es bei den Afrikanern, Ex-Jugoslawen, den Menschen aus dem Nahen Osten und besonders den Türken.

Welt


Antisemitismus von links

Januar 26, 2009

Dass sich in die Kritik an Israel antisemitische Stimmen mischen, sobald die Spannung im Nahostkonflikt steigt, ist als Befund nicht neu. Der Gazakrieg jedoch hat das gewöhnliche Ressentiment gegen die Juden in ungewohnte Höhen getrieben: Der anschwellende Antisemitismus kommt zunehmend aus der extremen Linken, wo er gerne als Antizionismus auftritt. So riefen zu Protestveranstaltungen gegen den Krieg neben palästinensischen und islamistischen Organisationen auch Gruppierungen aus dem linksradikalen Spektrum auf, die bekanntlich dazu neigen, Israel auf ihrer speziellen „Achse des Bösen“ als Statthalter der imperialistischen USA, als Speerspitze des internationalen Finanzkapitals oder als rassistischen Apartheidstaat ins Visier zu nehmen.

Wer sich immer noch mit dem „palästinensischen Widerstand“ gegen die israelische Besatzungsmacht identifizierte, musste freilich die jüngere Geschichte ignorieren: Dass die radikalislamische Hamas Raketen hinterherschoss, als Israel den Gazastreifen räumte. Dass sie dort eine Scharia-Gesellschaft aufzubauen begann und die säkulare Fatah mit Gewalt vertrieb. Dass sie sich als Teil einer islamistischen Internationale begreift, die einen doppelten Feldzug führt: gegen Israel (dessen Existenzrecht sie nicht nur in ihrer Charta – einem einzigartigen Dokument des Judenhasses – bestreitet) und zugleich gegen den ungläubigen, moralisch verderbten, mammonistischen Westen.

Kein Wunder also, dass die so genannten Friedensdemonstrationen sich bald als Aufmärsche gegen den Aggressor Israel entpuppten. Man ergriff Partei für die Hamas, rief antisemitische Parolen und attackierte israelische Fahnen. Auf den Webseiten von Indymedia und alternativen Blogs war die Rede vom „umgekehrten Holocaust“, vom „israelischen Vernichtungskrieg“, vom „Massenmord an Palästinensern“ und von „israelischen Terrorgruppen“, die an der „Endlösung der Palästinenserfrage“ arbeiteten. Kein Vergleich wurde gescheut, um die Juden, indem man sie symbolisch ins Kostüm der Nazis zwang, zum eigentlichen Tätervolk zu machen.

Passend dazu warb der außenpolitische Sprecher der Linkspartei um Verständnis für die Kassam-Raketen der Hamas: „Wer eine Politik der Strangulierung und Entwürdigung verfolgt, darf sich nicht wundern, wenn aus der Verzweiflung und Ohnmacht der Opfer Terrorakte entstehen, die die israelische Bevölkerung in der Nachbarschaft des Gazastreifens treffen.“ Da störte nicht weiter, dass nun auch die NPD den Terror als Waffe der Schwachen rechtfertigte und auf ihrer Homepage vom „Holocaust an Palästinensern“ sprach, die sich von Gaza aus „mit Nadelstichen gegen ihre Kollektivhaft im von Israel kontrollierten Hungerkerker“ wehrten.

TAZ


Antisemitismus hat viele Gesichter

Januar 26, 2009

Übergriffe gegen jüdische Menschen

In der EU wächst dabei die Sorge angesichts vermehrter Übergriffe gegen Juden seit Beginn der israelischen Gaza-Offensive. Negative Höhepunkte waren während der letzten Wochen Brandanschläge auf Synagogen in Frankreich und zahlreiche Zwischenfälle u.a. in Großbritannien, Belgien und Dänemark, wo am Neujahrstag in einem Einkaufszentrum auf zwei Israelis geschossen wurde. In Italien rief ein Gewerkschaftsverband dazu auf, nicht mehr bei Juden zu kaufen. Hinzu kommen ungezählte verbale Angriffe gegen jüdische Menschen (hier Beispiele aus der Schweiz). Vielerorts findet zudem in keiner Form eine deutliche Abgrenzung zu der Hamas oder zur Hisbollah statt.

Relativierung des Holocausts

Eine leider häufig zu sehende Form des Protestes ist die Gleichsetzung Israels mit dem NS und die Situation der palästinensischen Bevölkerung mit der des Holocaust an den europäischen Juden. Dies ist eine antismetische Form der Israelkritik. Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt dazu sehr treffend:

“Solche Vergleiche dienen nicht selten im Sinne einer Täter-Opfer-Umkehr der Verdrängung und Distanzierung einer Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Indem die einstigen Opfer – so jedenfalls häufig die Rezeption der israelischen Gesellschaft bzw. des Existenzrechts des Staates Israel – zu vermeintlichen Tätern gestempelt werden, lassen sich Schuld- und Schamgefühle als Last aus der Vergangenheit leicht verdrängen. Dazu dienen häufig auch Zuschreibungen aus der NS-Terminologie wie Israel würde einen “Vernichtungskrieg” führen, die Titulierung palästinensischer Flüchtlingslager als Konzentrationslager, die Bezeichnung der Israelis als “Herrenrasse”, die Pogrome und Deportationen verübe bis hin zu Stereotypisierungen der israelischen Politik als Genozid an den Palästinensern oder die Führung eines “totalen Krieges”.

Solche Vergleiche sind ein willkommener Mechanismus, in der Öffentlichkeit tabuisierte antisemitische Vorurteile zu äußern und sich auf den Satz “man wird doch wohl noch kritisieren dürfen” zurückzuziehen. Wobei es nicht relevant ist, ob jemand tatsächlich Antisemit ist, sondern ob er antisemitische Stereotype bedient, die als willkommen aufgenommen werden und denjenigen, der sich solcher Konstrukte bedient als mutig bezeichnen, weil er endlich wagt, etwas “gegen Juden” zu sagen.

Relativierung des Holocausts

Eine leider häufig zu sehende Form des Protestes ist die Gleichsetzung Israels mit dem NS und die Situation der palästinensischen Bevölkerung mit der des Holocaust an den europäischen Juden. Dies ist eine antismetische Form der Israelkritik. Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt dazu sehr treffend:

“Solche Vergleiche dienen nicht selten im Sinne einer Täter-Opfer-Umkehr der Verdrängung und Distanzierung einer Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Indem die einstigen Opfer – so jedenfalls häufig die Rezeption der israelischen Gesellschaft bzw. des Existenzrechts des Staates Israel – zu vermeintlichen Tätern gestempelt werden, lassen sich Schuld- und Schamgefühle als Last aus der Vergangenheit leicht verdrängen. Dazu dienen häufig auch Zuschreibungen aus der NS-Terminologie wie Israel würde einen “Vernichtungskrieg” führen, die Titulierung palästinensischer Flüchtlingslager als Konzentrationslager, die Bezeichnung der Israelis als “Herrenrasse”, die Pogrome und Deportationen verübe bis hin zu Stereotypisierungen der israelischen Politik als Genozid an den Palästinensern oder die Führung eines “totalen Krieges”.

Solche Vergleiche sind ein willkommener Mechanismus, in der Öffentlichkeit tabuisierte antisemitische Vorurteile zu äußern und sich auf den Satz “man wird doch wohl noch kritisieren dürfen” zurückzuziehen. Wobei es nicht relevant ist, ob jemand tatsächlich Antisemit ist, sondern ob er antisemitische Stereotype bedient, die als willkommen aufgenommen werden und denjenigen, der sich solcher Konstrukte bedient als mutig bezeichnen, weil er endlich wagt, etwas “gegen Juden” zu sagen.

Störungsmelder

Auch in Deutschland nimmt die antisemitische Gewalt infolge des Gaza-Kriegs zu. Sogar zwei Wachpolizisten vor der Synagoge in Berlins Oranienburger Straße wurden angegriffen. Auch bei Demonstrationen und Mahnwachen gegen den Krieg kommt es zu Auseinandersetzungen. Wie leicht dabei Israelkritik in Judenfeindlichkeit umschlägt, bekamen junge Leute in Erfurt, München und Duisburg zu spüren. …

Mut gegen rechte Gewalt

Sekundärer Antisemitismus

Argumentationsmuster im rechtsextremistischen Antisemitismus

Man kann das Phänomen „Sekundärer Antisemitismus“ ein wenig überspitzt so auf den Punkt bringen: Judenhass nicht trotz, sondern wegen Auschwitz. Oder, wie es der israelische Psychoanalytiker Zvi Rex sarkastisch sagte: „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nicht verzeihen.“

Den „Sekundären Antisemitismus“, die Judenfeindschaft aus dem Motiv der Erinnerungsabwehr heraus, beschreiben die Antisemitismus- und Rechtsextremismus-Forscher Werner Bergmann und Rainer Erb in wissenschaftlicher Sprache knapp so: „Wir vermuten, dass das Verhältnis von Deutschen und Juden heute außer von fortwirkenden traditionellen Vorurteilen zunehmend davon bestimmt wird, wie sich die Deutschen der NS-Vergangenheit und der daraus erwachsenen Verantwortung für die Juden stellen. Aus der Diskrepanz zwischen dem Wunsch zu vergessen bzw. nicht erinnert zu werden und der beständigen Konfrontation mit den deutschen Verbrechen ergibt sich u.E. ein neues Vorurteilsmotiv, das sich zum Teil in der Form revitalisierter traditioneller Vorwürfe an die Juden äußert (Rachsucht, Geldgier, Machtstreben).“

Die Forderung nach einem „Schlussstrich“

Gab es unmittelbar nach dem Krieg in Deutschland noch eine grundsätzliche Mehrheit dafür, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten beim Holocaust gesühnt werden müssten, so griff die Tendenz später immer weiter um sich, die Leiden der deutschen Bevölkerung, etwa durch den Bombenkrieg, gegen das Leid der Juden aufzurechnen. Mit zunehmenden Abstand zum sogenannten Dritten Reich nahm in der westdeutschen Bevölkerung der 60er und 70er Jahre auch der Wunsch zu, einen „Schlussstrich“ unter die Verbrechen der Nazis zu ziehen. Das heißt, nur eine Minderheit war der Meinung, dass die NS-Verbrechen weiter verfolgt werden sollten. Auch die Fernsehserie „Holocaust“, die für ein paar Jahre diesen Trend durchbrach, brachte in dieser Hinsicht keinen grundsätzlichen Wandel.

politische Bildung


„Wer hat hier gewonnen?“

Januar 26, 2009

Im Gaza-Streifen kehren die Menschen in ihre Häuser zurück – doch viele finden nur noch Trümmer vor. Die Schuld daran geben sie der Hamas: Die Radikalislamisten versteckten sich bei Zivilisten und zogen die Schüsse der Israelis auf sich.

Was bleibt übrig, wenn ein Mensch von einer Panzergranate getroffen wird? Blut, Gewebe, Knochensplitter, Spritzer an der Wand.

Und Wut.

Mohammed Sadalas Zorn gilt vor allem dem Hamas-Kämpfer, dessen Überreste er in seinem Schlafzimmer fand. Mit einem Kameraden zusammen war dieser in das Haus der Familie Sadala eingedrungen, die geflohen war. Vom Balkon aus nahmen die Hamas-Männer die anrückenden Israelis unter Beschuss. Die feuerten zurück, töteten die Militanten und verwüsteten nebenbei das Haus der zehnköpfigen Familie.

„Ich habe meine Meinung über die Hamas geändert“, sagt Abu Abed. „Ich kann keine Partei unterstützen, die einen Krieg führt, der unser Leben zerstört.“ Besonders schmerzt den Bauern, dass die Hamas den Waffenstillstand auch noch als Sieg verkauft.

„Wer hat hier gewonnen?“, fragt er und zeigt mit seinem Stock auf den Schutt, der sein Zuhause war.

Einer seiner Nachbarn mischt sich ein: „Viele sind jetzt gegen die Hamas, aber das wird nichts ändern“, sagt er. „Denn wer gegen sie aufsteht, wird getötet.“ Seit ihrer Machtübernahme ist die Hamas mit brutaler Gewalt gegen Andersdenkende im Gaza-Streifen vorgegangen. Während des Krieges soll sie angebliche Kollaborateure mit Israel exekutiert haben, berichteten Nachrichtenagenturen. Die Schreckensherrschaft werde noch lange anhalten, glaubt der Nachbar, der seinen Namen nicht sagt: „Einen Aufstand gegen die Hamas kann es nicht geben. Es wäre Selbstmord.“

Spiegel


Ex-Guantanamo-Häftlinge als Top-Terroristen im Jemen

Januar 25, 2009

Berichte über die terroristische Aktivität ehemaliger Guantanamo-Insassen sorgen in der arabischen Welt für Aufruhr. Zwei Ex-Häftlinge des umstrittenen US-Gefangenenlagers sind offenbar in einem aktuellen Al-Qaida-Video zu sehen….
Tagesspiegel