Bremer Schülerumfrage belegt Homophobie

Ein Mittel zum Erkenntnisgewinn war eine Meinungsumfrage unter 968 Schülern des Schulzentrums und der benachbarten Gesamtschule Ost. Dabei zeigte sich, dass 40 Prozent der muslimischen, 23 Prozent der katholischen und zwölf Prozent der evangelischen Jugendlichen Homosexualität immer noch für eine Krankheit halten. Bei den Nichtgläubigen waren es knapp elf Prozent.

Zumindest unmoralisch ist Homosexualität für 62 Prozent der befragten Muslime, 39 Prozent der Katholiken, 26 Prozent der Protestanten und immerhin 20 Prozent der Nichtgläubigen.

Noch höher stieg der Wert bei der Frage, ob Homo-Küsse in der Öffentlichkeit „ekelhaft“ seien. „Ja“, fanden 85 Prozent der Muslime und immer noch 46 Prozent der Nichtgläubigen.

Aber es gab auch Lichtblicke: 79 bis 84 Prozent der (Nicht-)Glaubensgruppen stimmten der Aussage zu, dass Homosexualität Privatsache sei. „Ein guter Ansatzpunkt“, findet Lehrer Stein.

Auffällig ist, dass Jungen und Migranten etwa doppelt so homofeindlich sind wie Mädchen beziehungsweise „Ur-Deutsche“.

Frankfurter Rundschau

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