Britische Muslime und die Scharia

Birmingham, eine mittelenglische Stadt mit über einer Million Einwohner. Hier werden bis zur Jahrhundertmitte weiße Briten in der Minderheit sein. Drei Viertel der ethnischen Gruppen sind Muslime. Viele sind schlecht ausgebildet, überdurchschnittlich viele arbeitslos.

Unsere Moscheen sind immer noch rund hundert Jahre hinter der Gegenwart zurück. Modern eingestellte Muslime haben keine Stimme. Frauen spielen fast überhaupt keine Rolle. Das muss sich ändern. Viele islamische Schriftgelehrte glauben, dass eine muslimische Gesellschaft nicht auf patriarchalischen Strukturen aufgebaut sein sollte.

Aber Faraz Yousufzai hat keinen leichten Stand. Bei einer BBC-Umfrage zum Thema Ehrenmord äußerten erst vor kurzem viele Befragte aus einem muslimischen Viertel in Birmingham Verständnis – für die Täter:

Manche töten ihre Kinder, weil sie vom richtigen Weg abkommen.

Ja, das ist richtig, sie haben das Recht – in jedem Land.

Manche sagen, solche archaischen Stammes-Praktiken hätten mit der islamischen Religion nichts zu tun. Aber Diana Nammi, eine kurdische Frauenrechtlerin glaubt, die Scharia, insbesondere das islamischen Ehe- und Familienrecht sei daran schuld, dass Musliminnen auch in Großbritannien brutal unterdrückt würden. Diana Namma leitet ein Zentrum für Opfer von Zwangsehen in London.

Ich dachte, in Europa werden die Menschenrechte respektiert, aber als ich nach London kam, erlebte ich wie Frauen im Namen der Familienehre gequält und sogar ermordet wurden. Jahrelang haben die Communities das Thema totgeschwiegen. Britische Behörden, Sozialarbeiter, Polizisten, hielten sich ebenfalls zurück, weil sie Angst hatten, des Rassismus bezichtigt zu werden.

Deutschlandradio

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