„Runder Tisch gegen Homophobie“ endet enttäuschend

Oktober 30, 2008

Keine Unterstützung für Position des Innensenators – Integrationsbeauftragter lehnt Folgeveranstaltung ab

Zum gestrigen „Runden Tisch gegen Homophobie“ erklärt Alexander Zinn, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg e.V.:

Beim gestrigen „Runden Tisch gegen Homophobie“ wurde eine große Chance vertan. Zum ersten Mal waren Vertreter von muslimischen und homosexuellen Organisationen und von Migrantenverbänden auf Einladung von Berlins Integrationsbeauftragtem Günter Piening zusammengetroffen. Nach zweistündiger Diskussion ging die Runde jedoch ohne Ergebnis auseinander. Auf die Vorschläge des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) für konkrete Maßnahmen gegen Homophobie konnte man sich nicht einigen. Eine Folgeveranstaltung wurde vom Integrationsbeauftragten abgelehnt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass nie mehr als eine bloße Schauveranstaltung geplant war.

Der LSVD hatte vorgeschlagen, eine Resolution zu verabschieden, die im Wortlaut weitgehend einem Schreiben des Berliner Innensenators Ehrhart Körting entsprach. Körting hatte darin einen schwulenfeindlichen Hetz-Artikel, der in dem deutsch-arabischen Magazin „al-Salam“ erschienen war, scharf verurteilt. Die Teilnehmer des „Runden Tisches gegen Homophobie“ konnten sich jedoch nicht dazu durchringen, Körtings Position zu unterstützen. Auch die Einladung, gemeinsam eine Akzeptanzkampagne des LSVD unter dem Motto „Liebe verdient Respekt“ zu unterstützen, fand kein positives Echo.

Schon im Vorfeld des Runden Tisches war es von Seiten der Integrationsverwaltung versäumt worden, maßgebliche Lesben- und Schwulenorganisationen einzubinden, um gemeinsame Strategien und Ziele abzustimmen. Durch eine einseitige Einladungspolitik wurde vielmehr versucht, bestimmte Institutionen und Organisationen auszugrenzen. Das Schwule Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ wurde erst zwei Stunden vor der Veranstaltung aufgrund öffentlicher Proteste eingeladen. Wichtige zivilgesellschaftliche Akteure aus den Migrantencommunitys wie die Islamkritikerinnen Seyran Ates und Necla Kelek blieben außen vor.

Es ist ein Trauerspiel, dass der Integrationsbeauftragte den Dialog zwischen muslimischen und homosexuellen Organisationen nicht nachhaltig fördert und mit einer einmaligen Veranstaltung abtun will. Das in der schwul-lesbischen Community verbreitete Unbehagen darüber, dass Politik und Verwaltung Homophobie, Diskriminierung und Gewalt nicht ernst genug nehmen, wird man so nicht entkräften können. Das Unsicherheitsgefühl und die Zahl der Pöbeleien hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wie virulent das Problem homophober Gewalt ist, hatte erst gestern wieder ein Überfall auf zwei Lesben in Berlin-Hellersdorf gezeigt. Es ist an der Zeit, dass Politik und Verwaltung dieser Herausforderung mit ernst zu nehmenden und nachhaltigen Maßnahmen begegnen.

LSVD

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Dschihad statt Punk

Oktober 30, 2008

Islam als Lifestyle: Die Bundesregierung hat eine Broschüre finanziert, die Lehrern den Islam erklären soll – und zwar endlich einmal nicht aus der theologischen Perspektive. Es geht um Bademode für die Muslimin, Partnersuche im Netz

weiter im Spiegel


Grüne in Österreich – Pflichtkurse für Migranten

Oktober 30, 2008

Wende von Wiens Grünen-Chefin Vassilakou: Sie will von Zuwanderern ein klares Bekenntnis zu gemeinsamen Werten. Und spricht von fehlenden Visionen in der Integrationspolitik.

Das Wahlergebnis vom 28. September war nicht nur für die Grünen ein Schock: Wenn sich fast 30 Prozent für FPÖ oder BZÖ entscheiden, darunter viele junge Wähler, sogar welche mit Migrationshintergrund. In Wien trägt die Verantwortung für dieses Wahlergebnis die SPÖ, die seit Jahr und Tag die Probleme ignoriert hat und den Menschen das Gefühl gibt, dass sie im Stich gelassen werden. Aber auch bei uns Grünen sehe ich den Bedarf nach einer Imagekorrektur. Wir haben zu Unrecht das Image, dass wir Probleme schönreden.

Vassilakou: Es war ein wesentlicher Fehler der modernen linken Bewegung in Österreich, dass sie diesen Wertediskurs nicht geführt hat. Als Beispiel nenne ich jetzt die Selbstbestimmung des Menschen, soziale Solidarität, Feminismus und etwa das Bekenntnis zum liberalen Rechtsstaat, inklusive der Menschenrechtskonvention.

Presse


SUDAN Entführer töten fünf chinesische Ölarbeiter

Oktober 29, 2008

Blutiges Ende einer Entführung im Sudan: Dort wurden fünf chinesische Ölarbeiter von ihren Kidnappern getötet. Die chinesische und andere Ölgesellschaften sollen so offenbar unter Druck gesetzt werden, ihre Mitarbeiter aus dem Land abzuziehen.
weiter im Spiegel


Niederlande: 23 Städte fordern Hilfe beim Kampf gegen den Terror marokkanischer Jugendlicher

Oktober 29, 2008

Die Bürgermeister von 23 bekannten niederländischen Städten haben in einem offenen Brief an die Regierung endlich mehr Hilfe von der Regierung beim Kampf gegen den Terror marokkanischer Jugendlicher gefordert. Zu den Städten gehören etwa: Ede, Gorinchem, Den Haag, Culemborg, Gouda, Utrecht, Eindhoven, Den Bosch, Nijmegen und Tilburg. Die Bürgermeister der vorgenannten Städte wurden heute vom niederländischen Innenminister Guusje ter Horst (Arbeiterpartei) empfangen und wollten in dem Gespräch auf ein sofortiges Eingreifen der Regierung drängen (Quelle: Trouw 22. Oktober 2008).

islamische Kulturbereicherung in Berlin

Hm, wieder keine Asiaten, süd-mittel-nord Amerikaner etc etc -woran dies wohl liegt?


Pankows Moschee ist auf einer Lüge erbaut

Oktober 29, 2008

Pankow – Als weltoffene Muslimin und Architektin der Khadija-Moschee in Heinersdorf ließ sich Mubashra Ilyas (28) feiern. Doch daran gibt es ernste Zweifel: „Die Frau dient der Ahmadiyya-Gemeinde nur als Show-Effekt“, sagt Alireza Pakdel (42).

Seine Kritik ist begründet: Alireza Pakdels Name stand auf dem Bauschild als verantwortlicher Architekt. Der Bauantrag trägt seinen Stempel, die komplette Korrespondenz mit dem Bauamt seine Unterschrift. Beweise, die stichhaltiger kaum sein können.

Alireza Pakdel: „Die Gemeinde wollte sich wegen des andauernden Streits um die Moschee ein liberales Image verschaffen. Die Frau sollte der Beweis sein, wie gleichberechtigt es bei der Ahmadiyys zugeht.“

Hintergrund: Experten halten die Ahmadiyys für ultra-orthodox. Züchtigungen von Frauen gelten als „negative Zärtlichkeit“, Männer dürfen mehrfach heiraten, Ehen werden arrangiert. Zudem sollen sie den Kalifatstaat anstreben.

Da kam die hübsche Kopftuch-Architektin gerade recht, um reformerischer aufzutreten, glaubt Pakdel, selbst ein bekennender Muslim: „Das darf ich nicht durchgehen lassen. Ich bin nicht so dumm, gegen Intoleranz tolerant zu sein.“

Der KURIER befragte Gemeinde-Chef Abdullah Uwe Wargishauser. Der beteuert, Frau Ilyas sei „die Ideengeberin“ gewesen. „Da sie damals aber noch studierte, durfte sie die Pläne nicht abzeichnen.“ Die Architektin zum KURIER: „Pakdel wurde nur engagiert, um meine Pläne umzusetzen.“

Berlin-online


Homosexueller Palästinenser flieht nach Israel

Oktober 29, 2008

Der Prophet hat Homosexualität verboten. Gut, das haben andere auch. Nur ist dies normalerweise kein Grund, jemanden umzubringen, außer man ist rechtgläubig und dennoch schwul, dann hat man Pech gehabt. Das musste auch ein homosexueller Palästinenser erkennen, der aus Angst um sein Leben aus dem “menschenfreundlichen” Palästina nach Israel geflüchtet ist.

In den Palästinensergebieten könnte er nicht gefahrlos weiterleben und erst recht nicht mit seinem Freund zusammen – in Israel schon. Die “bösen”, zionistischen Israelis waren dann zur Verteidigung seiner Menschenrechte doch gut genug.

Heute Sonntag hat ein 33-jähriger Palästinenser aus dem Westjordanland einen Antrag auf dauerhaften Wohnsitz in Israel gestellt: Er möchte nämlich fest und offiziell mit seinem langjährigen Freund zusammenleben, der bereits im israelischen Bat Yam wohnt. Außerdem ist er sich zuhause in der West Bank seines Lebens nicht mehr sicher: Die Familie ist mit seiner sexuellen Orientierung nicht einverstanden und hat ihm bereits den Tod angedroht. Wenn er nicht von seiner Homosexualität umkehre, werde er umgebracht, um die Ehre der Familie zu retten.

Der Palästinenser lebt schon länger heimlich mit seinem Freund in Israel und bemüht sich jetzt aus Angst um sein Leben um eine feste Niederlassungsbewilligung. Er wurde nämlich von seinen eigenen arabischen Verwandten, die im israelischen Jaffa wohnen, bei seinem Vater verpfiffen, er würde “immer noch mit Homosexuellen herumhängen.” Zu seinem Vater kann er jetzt nicht mehr. Sogar der Bruder der Palästinensers schwebt in Lebensgefahr, weil er dem schwulen Familienmitglied geholfen hat, statt ihn zu verraten.
PI