Mahnende Stimmen zur Eröffnung der Moschee – Islamisierung geht vorran

Die DITIB ist der Ableger einer staatlichen Einrichtung. Das ist die Crux, wenn es um die Frage der Integration der hier lebenden Türken beziehungsweise Deutschen türkischer Herkunft geht. Seit einigen Jahren erst werden die Imame, die an die DITIB-Moscheen in Deutschland kommen, durch landeskundlichen Unterricht und Deutschstunden auf den Aufenthalt in Almanya vorbereitet. Ihr Horizont war und ist aber die Türkei; das Land, in das die Jungen zurückzukehren sich nicht vorstellen können und an das die Alten verklärte Erinnerungen haben mögen. Faktisch sind die Moscheen der DITIB Ableger der türkischen Politik und deren Einflusszentren mitten in Deutschland. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: Diese Moscheen stehen, wenn überhaupt, für eine politische Landnahme denn für eine religiöse. Sie sind also per se nicht als Landmarken der Islamisierung gemeint. Gleichwohl können sie, von dem der möchte, so verstanden werden.

Ein Blick in das Mutterland der DITIB: Christen und Juden genießen, genauso wie andere religiöse Minoritäten, in der Türkei keine Religionsfreiheit: Weder können sie sich als Gemeinschaften organisieren, Grund oder Immobilienbesitz erwerben (sogar das behalten von Besitz ist schwierig, da der Staat nach gut dünken Enteignungen durchführt), noch können sie überall unbehelligt Gottesdienst feiern. Der sunnitische Islam, der seit den achtziger Jahren zu einem festen Bestandteil der öffentlichen Ordnung geworden ist und die Staatsdoktrin der Türkei stützt, genießt, trotz der vermeintlichen Laizität am Bosporus, eine herausragende Stellung.
Cicero

Die türkischstämmige Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates hat warnte vor überzogenen Erwartungen an die integrationsfördernde Wirkung der neuen Großmoschee in Duisburg-Marxloh gewarnt. Sie habe Zweifel bei allen großen Moscheeprojekten, die neben dem sakralen Bereich noch einen Anbau hätten, der interkulturelles Leben fördern solle, sagte Ates gestern im Deutschlandradio Kultur.

Der interkulturelle Dialog sehe meistens so aus, dass man sich ein- oder zweimal im Jahr begegne: „Es wird so getan, als ob da heile Welt wäre. Das ist nicht richtig. Ich finde, wir müssen ganz einfach aufhören, dass uns Leute da was vorlügen und wir das einfach so hinnehmen“, sagte Ates. Zugleich äußerte sie die Befürchtung, dass das Gemeindeleben zu einer „Zementierung der Parallelgesellschaft“ beitragen werde und „kein Austausch mit Deutschen“ stattfinde.
Welt

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One Response to Mahnende Stimmen zur Eröffnung der Moschee – Islamisierung geht vorran

  1. Mohammed sagt:

    Auf der folgenden Seite findet man Koransuren über das Verhältnis zwischen Christen, Juden und Muslimen. http://www.minarettinitiative.info/koran/koransuren/

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