Mit 13 Jahren zur Ehe gezwungen

Es war keine Liebe, sondern ein Albtraum: Mit 13 Jahren wurde die Afghanin Sheila zur Hochzeit mit einem acht Jahre älteren Cousin gezwungen. Hilfe erhielt sie in einem Frauenhaus im Norden.

Sheila* dachte, es wäre ein Witz. „Du heiratest meinen Sohn“, hatte die Tante erklärt. Doch da kam kein erlösendes Lachen. „Ich habe Nein gesagt“, erinnert sich Sheila. „Da wurde sie böse, kippte mir Tee ins Gesicht.“ Eine Woche später steckte man Sheila in ein grünes Brautkleid, drei Priester kamen in das Haus in Kabul und vermählten die junge Afghanin mit dem acht Jahre älteren Jamal*. Warum, weiß sie bis heute nicht. Vielleicht ging es um Geld.

Mit sieben Jahren verlor Sheila ihre Eltern bei einem Überfall. Mit 13 verlor sie ihre Unschuld an den Cousin. Von da an hatte sie eine Frau zu sein. Kinder zu gebären. Und den Mund zu halten, wenn Jamal den Gürtel holte. „Ich habe mir gewünscht, dass ich schneller sterbe“, sagt Sheila, und ihre braunen Augen füllen sich mit Tränen.

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