„Antisemitismus wird heruntergespielt“

Salomon Korn vom Zentralrat der Juden ist mit dem Urteil gegen den Rabbiner-Attentäter unzufrieden und beklagt die Tendenz im Land, das Problem des Antisemitismus herunterzuspielen. In der F.A.Z. spricht er über Judenfeindschaft unter Muslimen.

Heißt der Gesamtzusammenhang für Sie Antisemitismus?

Wenn ein solcher Zusammenstoß zwischen einem Juden und einem Muslim stattfindet, würde ich eher von Judenfeindschaft sprechen. Denn traditionell pflegen jene gegen Juden eingestellten Muslime eher religiöse als rassistische Vorurteile. Leider hat sich das in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geändert. Im Zuge des Erstarkens muslimischen Fundamentalismus und islamistischen Terrors hat ein Teil der Muslime den biologistisch begründeten Rassenhass des Nationalsozialismus übernommen.

Sind zu viele muslimische Jugendliche hier anfällig für Judenhetze?

Ja. Der heutige Antisemitismus besitzt für seine Verbreitung neue Instrumentarien: Internet und Satellitenfernsehen. Muslime können jetzt Sendungen aus muslimischen Ländern empfangen, die nichts anderes sind als Hasspropaganda. Zum Beispiel gab es im ägyptischen Fernsehen eine 42-teilige Serie auf Grundlage des antisemitischen Klassikers „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Diese judenfeindliche Hetze hat dank Satellitenfernsehen eine Verbreitung, die die nationalsozialistische Propaganda nie erreichen konnte.

FAZ

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