In Istanbul gibt’s Alkohol nur für Ausländer , Islamisierung geht weiter

Mai 27, 2008

Kein Alkohol für türkisch-stämmige SPD-Abgeordnete
Politikerinnen schockiert „wahres Gesicht“ der Türkei

Vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen in der Türkei wegen des wachsenden Einflusses islamischer Kräfte wollte sich eine Gruppe deutscher Politikerinnen ein Bild über die Lage in dem EU-Kandidatenland machen. Bei einem Abschiedsessen in einem Hotel im historischen Stadtteil Sultanahmet kam es dann zu einem Eklat. Einer türkisch-stämmigen Berliner Abgeordneten wurde im Gegensatz zu ihren deutschen Kolleginnen ein alkoholisches Getränk verweigert.

Wie „Turkish Daily News“ in ihrer Online-Ausgabe weiter berichtete, ereignete sich der Zwischenfall am 18. Mai. Der Berliner SPD-Abgeordneten Dilek Kolat wurde seitens des Geschäftsführung des „Golden Horn Hotel“ mitgeteilt, die in Ankara regierende islamisch orientierte AKP würde zwar den Alkoholausschank an Ausländer tolerieren, das Hotel aber sofort schließen lassen, wenn Türken Alkohol serviert werde.

Alkohol nur für Ausländer
Kolat zufolge hatten ihre deutschen Kolleginnen Wein bestellt, sie selbst hatte auf Türkisch einen Raki – einen traditionellen Anisschnaps – geordert. Daraufhin habe man ihr gesagt, da sie Türkin sei, gebe es keinen Alkohol für sie – auch wenn sie eine deutsche Abgeordnete sei. Die übrigen 14 deutschen Politikerinnen solidarisierten sich daraufhin mit ihrer Kollegin und gaben ihre Drinks zurück.

Kolat, die die Tour organisiert hatte, berichtete, man habe sich zuvor mit Vertreterinnen der Frauenorganisationen der AKP und der oppositionellen kemalistischen CHP getroffen. „Der Zweck der Tour war, deutschen Politikern das wahre Gesicht der Türkei zu zeigen und Vorurteile abzubauen, vor allem angesichts der jüngsten Spannungen. Wir waren schockiert über das, was geschehen ist“, empörte sich die SPD-Politikerin. (apa/red)

Quelle

Advertisements

„Das ist leider in Mode“

Mai 27, 2008

Am Wochenende hatte es zwei spektakuläre Fälle gegeben, in denen die Polizei von türkischen und arabischen Jugendlichen massiv attackiert worden war. So wurde einem Beamten am Sonnabend bei der Festnahme eines libanesischen Gewalttäters eine Rippe gebrochen. Nur mit Mühe war es den beiden Polizisten gelungen, den wild um sich schlagenden Heranwachsenden zu bändigen – schon forderten fünf junge Araber aggressiv die sofortige Freilassung. Erst als die Beamten zum Pfefferspray griffen, wichen vier Männer zurück, der fünfte jedoch versuchte, die Beamten zu schlagen. Als auch dieser festgenommen werden sollte, hatten sich im Neuköllner Einkaufszentrum an der Karl-Marx-Straße etwa 60 Personen gesammelt, die lautstark die Polizei bedrängten.

In der Nacht zu Sonnabend war ein Streifenwagen in Kreuzberg von einer Gruppe türkisch- und arabischstämmiger Heranwachsender attackiert worden. Während einer Streifenfahrt hatten sich zwei Männer im Mannschaftswagen in Sicherheit gebracht, die gerade am Oranienplatz von der Menge attackiert worden waren. Einer Person gelang es, die Tür des Polizeiautos wieder zu öffnen und die Opfer erneut zu traktieren, ein anderer warf ein Verkehrsschild auf den Einsatzwagen. Die Polizisten brachten sich und die beiden Opfer in Sicherheit.

Der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft hatte nach der Attacke vom Oranienplatz erklärt, dass „viele Gewalttäter keine Grenzen mehr kennen“
Tagesspiegel


Iran droht den Bahai und anderen religösen Gruppen mit Tod und Verfolgung

Mai 27, 2008

Sie sind eine der größten religiösen Minderheiten im Iran. Rund 350.000 Gläubige zählen im Iran zur Gruppe der Bahai. Und obwohl ihre Religion eng mit dem persischen Kulturraum verbunden ist, werden ihre Grundrechte im Iran immer stärker eingeschränkt. Ein neuer Gesetzentwurf sieht jetzt sogar die Todesstrafe für so genannte „Abtrünnige“ vor. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (gfbv) rede vom Ethnozid, sagte Dr. Christian Zimmermann im domradio Interview.
weiter lesen


Nordirak: Suizid-Rate unter Frauen stark gestiegen

Mai 27, 2008

Viele gaben an, sie wollten durch den Suizid aus Gewaltsituationen flüchten. Dazu gehörte Zwangsverheiratung, Vergewaltigung, häusliche Gewalt oder auch Schikanen durch die Familie des Ehemanns usw. (APA/red)
Standart


Türkei Menschenrechtler kritisieren Angriffe auf Schwule

Mai 27, 2008

Die Lage von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in der Türkei hat sich nach Ansicht von Human Rights Watch in den letzten Jahren zwar verbessert, Schikanen und Diskriminierung seien aber noch immer an der Tagesordnung.

Tagesspiegel


Niederlande: Pressefreiheit durch Muslime und Gutmenschen in Gefahr

Mai 26, 2008

In den Niederlanden ist die Pressefreiheit in Gefahr. Die Regierung geht immer härter gegen Kritiker, Karikaturisten und Künstler vor.

Die niederländische Regierung und staatliche Stellen reagieren immer rigoroser auf öffentliche Kritik. Auch Künstler sind ins Visier von selbst ernannten staatlichen Zensoren geraten. Gleichzeitig gibt man Forderungen der muslimischen Minderheit im Land immer öfter nach. Wie etwa jüngst in Huizen. Dort stellt derzeit Ellen Vroegh im Rathaus ihre Gemälde aus. Eines ihrer farbenfrohen Bilder, die ein wenig an Picasso erinnern, zeigt zwei tanzende halbnackte Frauen mit bloßer Brust. Jetzt beschloss der Gemeinderat, das Bild aus der Ausstellung zu entfernen. Der Grund: Muslime hatten sich beschwert. Die Künstlerin ist wütend. „Was soll das? Müssen wir Niederländer uns jetzt in unserem eigenen Land integrieren?“ Die Gemeinde weigert sich jedoch, das Bild wieder ins Foyer des Rathauses zu hängen: „Wir müssen die Gefühle aller unserer Einwohner respektieren“, sagt ein Sprecher.

Das ist kein Einzelfall. Schon in der hitzigen Debatte über den islamkritischen Film „Fitna“ des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders versuchte die Haager Regierung, den Film vor dessen Veröffentlichung verbieten zu lassen – bevor man den Inhalt kannte. Die Regierung unter dem christdemokratischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende setzte Wilders enorm unter Druck, um den Film inhaltlich anzupassen. Und das ist noch nicht alles.

Razzia und U-Haft wegen Karikaturen

An dem Karikaturisten Gregorius Nekschot ließ Justizminister Hirsch Ballin jetzt ein Exempel statuieren. Zehn Polizisten kamen in dessen Büro. Sie führten eine regelrechte Razzia durch, verhafteten ihn, durchsuchten seine Wohnung, beschlagnahmten den Computer. Der Karikaturist saß eineinhalb Tage in U-Haft zum Verhör. Die Polizeiaktion kam auf Grund einer Anzeige zustande, die vor drei Jahren erstattet wurde – von einem zum Islam konvertierten Niederländer. So lange hatte die Polizei gebraucht, um zu der Ansicht zu gelangen, Nekschots Karikaturen seien diskriminierend gegenüber Muslimen. Das „Algemeen Dagblad“ spottete: „Teheran liegt nun an der Amstel.“

weiter die Presse


Dubai geht gegen „unanständige“ Transvestiten vor

Mai 26, 2008

Im Golfemirat Dubai bleibt die westliche Sexualmoral verpönt – und wird nach Kräften bekämpft. Transvestiten sollen in Zukunft für ihr „unanständiges Verhalten“ gerichtlich belangt werden.

Dubai – Wie die Zeitung „Gulf News“ am Montag berichtet, droht Transvestiten, die auf der Straße aufgegriffen werden, im Rahmen einer neuen „Fünf-Tage-Kampagne“ die Festnahme. Generalleutnant Dahi Khalfan Tamim erklärte dem Blatt zufolge, Transvestiten seien in der Vergangenheit häufiger in der Öffentlichkeit zu sehen gewesen – auch in Einkaufszentren. Dies entspreche nicht den gesellschaftlichen Traditionen und Werten der Vereinigten Arabischen Emirate, schreibt „Gulf News“.

Unter dem Motto „Unsere gesellschaftlichen Werte sind wertvoll … lasst sie uns verteidigen“ will die Polizei nun hart gegen Cross-Dresser vorgehen. Wer sich kleide und benehme wie ein Angehöriger des anderen Geschlechts müsse mit einer Anklage wegen „unanständigen Verhaltens in der Öffentlichkeit“ rechnen, hieß es. Dies gelte sowohl für Männer als auch für Frauen.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Gericht in dem arabischen Golfemirat Dubai zwei Ausländerinnen zu jeweils einem Monat Haft verurteilt, weil sie einander an einem Strand geküsst und berührt haben sollen. Die 30 Jahre alte Libanesin und die 36 Jahre alte Bulgarin sollen nach der Verbüßung ihrer Haftstrafen abgeschoben werden.

Spiegel