Gegen Faschismus und Islamismus

ZWANGSEHEN IN GROSSBRITANNIEN

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1,6 Millionen Muslime leben auf der Insel. Das entspricht drei Prozent der Bevölkerung. Auf den ersten Blick eine geringe Zahl, aber Muslime haben im Schnitt weitaus mehr Nachwuchs als andere Gruppen. In vielen Teilen Londons und in den alten Industriestädten Nordenglands stellen sie eine stark wachsende Minderheit, mancherorts bald die Mehrheit.

Großbritannien galt als Heimstatt des Multikulturalismus. Englischlernen war keine Voraussetzung fürs Leben auf der Insel. Viele offizielle Formulare gibt es nicht nur in Englisch, sondern auch auf Arabisch, Urdu oder Bengalisch.

Aus religiösen Fragen hielt sich der Staat komplett heraus – und ließ zu, dass radikale Kräfte archaische Praktiken wie Männergewalt gegen Frauen zum Ausdruck kultureller Identität umdefinieren konnten. Islamistische Hassprediger durften noch bis 2001 ungeschoren zum heiligen Krieg aufrufen.

Nach den Terroranschlägen von 2005 fordert die britische Regierung nun das Erlernen der englischen Sprache und ein Bekenntnis zu britischen Werten ein. Doch noch vor sechs Wochen dachte Erzbischof Rowan Williams, immerhin das Oberhaupt der anglikanischen Christen, laut darüber nach, Elemente der Scharia ins britische Rechtssystem zu integrieren.

Spiegel

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