Interview mit Ibn Warraq „Auf Korankritik reagieren viele Muslime hysterisch“

Oktober 18, 2007

  Weil er sich öffentlich als Atheist bezeichnet, veröffentlicht der ehemalige Muslim Ibn Warraq unter Pseudonym. Die Muslime müssten akzeptieren, so Ibn Warraq, dass Religion eine Privatsache ist, und sie müssten den Wunsch aufgeben, die Scharia anzuwenden. Dirk Schönlebe sprach mit dem Autor.

Ibn Warraq: Ich muss vorsichtig sein, ich stehe auf mehreren Todeslisten. Und ich will diejenigen in meiner Familie nicht verärgern, die Muslime sind. Sie wissen nicht, dass ich all diese Bücher geschrieben habe. Da ich jetzt aber auch zunehmend in der Öffentlichkeit spreche, wird mich eines Tages natürlich jemand erkennen.

Warum stehen Sie auf Todeslisten?

Ibn Warraq: Weil ich Korankritik betreibe. Weil ich den Islam kritisiere und die wörtliche Auslegung des Koran. Dazu kommt: Ich bin kein Muslim mehr, sondern Atheist. Abkehr vom Glauben kann mit dem Tode bestraft werden. Im Sudan und im Iran ist das in den vergangenen Jahren geschehen.

Wenn Sie deswegen bedroht werden: Sind denn so viele Muslime so intolerant?

Ibn Warraq: Es gibt natürlich auch gemäßigte, tolerante Muslime. Am tolerantesten sind die weniger gebildeten, die nicht genau wissen, was im Koran steht, weil sie das schwierige Arabisch nicht lesen können. Intoleranter sind die, die gebildet sind oder zumindest in der Lage, den Koran zu lesen. Denn die nehmen ihn dann oft wörtlich.

Was nehmen sie wörtlich?

Ibn Warraq: Die Ungleichbehandlung der Frau, die Unterdrückung von Nicht-Muslimen, das Vermischen von religiöser und staatlicher Macht, die Geringschätzung der Meinungsfreiheit. Für all das können sie sich auf die wichtigsten Quellen des Islam, den Koran und die Sunna, berufen.

Wo sollte die Toleranz des Westens enden?

Ibn Warraq: Man muss auf der strikten Trennung von Staat und Religion bestehen. Darauf, dass alle Menschen vor dem Rechtssystem gleich sind. Die Muslime müssen akzeptieren, dass Religion eine Privatsache ist. Sie müssen den Wunsch aufgeben, die Scharia anzuwenden. Sobald die Religion aus der öffentlichen Sphäre genommen wird, hat man die Möglichkeit zu Kompromissen. Politik besteht aus Kompromissen. Aber die Religion ist eine unverhandelbare, absolute Forderung.

Ibn Warraq: Absolut! Und das geschieht nicht, wenn man so tut, als gäbe es kein Problem – wie es viele westliche Intellektuelle machen. Ich habe wirklich die Nase voll von Medien, die bedauern, dass es im Islam nie eine Reformation gegeben hat. Und die gleichzeitig Menschen wie Ayan Hirsi Ali oder mich kritisieren, weil wir den Islam kritisieren. Es wird in der islamischen Welt keine Aufklärung geben ohne Menschen, die kritisieren.

Die Säkularisation in Europa fand statt dank verschiedener historischer Strömungen, eine von ihnen war die Bibelkritik, in der vor allem Deutsche eine wichtige Rolle spielten: Albert Schweizer etwa betrachtete das Alte und das Neue Testament als menschliche Schriften, die wissenschaftlich analysiert werden können.

Probiert man heute eine Korankritik, reagieren viele Muslime hysterisch. Weil sie keine Kritik an ihrer Religion akzeptieren wollen. Aber wir sollten zur Korankritik ermutigen. Wir müssen die Gelehrten schützen und unterstützen, die den Koran wissenschaftlich betrachten. Das ist der einzige Weg, eine Reformation im Islam anzustoßen. Oder Säkularisation in den Köpfen der Muslime.

Warum werden diese Dinge nicht auch so angesprochen?

Ibn Warraq: Die Leute wollen es einfach nicht besser wissen. Sie haben Angst, die muslimische Bevölkerung zu verärgern. Wir wollen ja nicht dem Rassismus Vorschub leisten. Wobei der Islam keine Rasse ist. Er ist eine Ideologie, die mit anderen rivalisiert und die ganze Welt beherrschen möchte. Er ist eine totalitäre Ideologie.


Wie hat das Konzept des Multikulturalismus da versagt?Ibn Warraq: Es wird den Menschen nicht erklärt, was den Westen für sie so attraktiv macht. Man muss ihnen sagen, dass die Stabilität, die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der letzten 50 Jahre unserem Rechtssystem zu verdanken ist, dem Bildungssystem, dem wissenschaftlichen Herangehen an Probleme. Und dass sie, wenn sie zum Beispiel darauf bestehen, eigene Gesetze anzuwenden, genau das zerstören, was den Westen für sie ursprünglich so attraktiv machte.

Im Westen wird diskutiert, ob wir tolerant genug gegenüber dem Islam sind. Wird in islamisch geprägten Ländern eine solche Diskussion mit umgekehrten Vorzeichen auch geführt?

Ibn Warraq: Nicht im Geringsten. Der Islam wird – und das wird in Saudi-Arabien, Syrien und Ägypten bis heute gelehrt – für überlegen gehalten.
Wird über die Toleranz gegenüber nicht-muslimischen Minderheiten diskutiert?

Ibn Warraq: Es gibt mutige Einzelpersonen, die für Menschenrechte generell kämpfen. Sie wollen etwa, dass Nicht-Muslime vor dem Gesetz gleich sind. Dazu muss man wissen, dass die christliche Bevölkerung im Nahen Osten in den letzten 30 Jahren stark geschrumpft ist. Weil sie verfolgt und benachteiligt wird. Ostern und Weihnachten muss sie mit Schikanen oder Angriffen rechnen. In Ägypten werden jedes Jahr einige Kopten ermordet. Warum verteidigen wir nicht auch die Rechte dieser Christen in Ägypten?
Auszug aus dieser Quelle

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Zentralrat der Ex-Muslime gegen geplante Moscheen

Oktober 18, 2007

Der Zentralrat der Ex-Muslime hat sich gegen den Bau der geplanten Moscheen in Köln und Frankfurt ausgesprochen. Die Moscheen seien Zeichen eines politisierten Islams, der nicht die Interessen von Muslimen vertrete, sondern eine reaktionäre und frauenfeindliche Politik

Das sagte die Vorsitzende des Zentralrats, Mina Ahadi, am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Religion müsse Privatsache bleiben. Zudem gebe es genug Moscheen in Deutschland.

Der Bundesregierung warf Ahadi vor, sichtbare Probleme mit Islamisten zu verharmlosen. Sie verwies auf Entwicklungen, die der Bau von Moscheen nach sich gezogen habe. «Wenn eine Moschee gebaut wird, werden die Frauen noch mehr unter Druck gesetzt und noch mehr Kinder müssen mit Kopftuch in die Schule gehen und werden isoliert.»

Der Zentralrat der Ex-Muslime hatte sich Anfang des Jahres gegründet. Darin bekennen sich frühere Muslime öffentlich zur Abkehr von ihrem Glauben. Nach Auffassung streng gläubiger Islam-Gelehrter steht auf die Abkehr vom muslimischen Glauben nach den Gesetzen des Islams die Todesstrafe.

Quelle


Giordano hält Großmoscheen für „Landnahme auf fremdem Territorium“

Oktober 18, 2007

Giordano: Ja, das ist eben falsch. Was ist denn hier passiert? Die Politiker haben ein gravierendes, schwerwiegendes innenpolitisches Problem über Jahrzehnte hin geschönt, verdrängt, geleugnet. Das hat den jetzigen Zustand ja mitbewirkt.

Also, die Integration ist gescheitert. Das ist eine der harten Wahrheiten, denen wir uns stellen müssen und denen sich die Umarmer, diese … Einäugigen, die Multi-Kulti-Illusionisten, diese Beschwichtigungs-Dogmatiker nie gestellt haben. Die Integration ist gescheitert und wir müssen uns Gedanken machen, wie es jetzt weitergehen kann. Man kann auf falschen Fundamenten nicht aufbauen……….

Deutschlandradio


Kulturzeit : Kampf der Kulturen Moscheebau Köln

Oktober 17, 2007

Ex-Muslime verurteilen Mordaufrufe

Oktober 17, 2007

KÖLN. (hpd) Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime Mina Ahadi hat die Mordaufrufe gegen den schwedischen Zeichner Lars Vilks und den deutschen Schriftsteller Günter Wallraff aufs Schärfste verurteilt. Die ZdE-Vorsitzende erklärte heute in Köln, dass man sich von den militanten Verfechtern des Islam nicht einschüchtern lassen dürfe. „Statt ängstlich den Kopf einzuziehen, sollten wir gerade jetzt in die Offensive gehen und die berechtigte Kritik an Islam und Islamismus deutlicher als je zuvor formulieren!“, sagte Ahadi.

Die ZdE-Vorsitzende berichtete, dass sie Lars Vilks erst vor wenigen Tagen im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz in Stockholm getroffen und ihm die volle Solidarität der Ex-Muslime versichert habe. Der irakische Al-Qaida-Führer Abu Omar al-Baghadi hat ein hohes Kopfgeld für die Ermordung des Zeichners ausgesetzt, da dieser den Propheten Mohammed karikiert hatte. Dem ausführenden Auftragsmörder wurde dabei eine Belohnung von 100.000 Dollar versprochen. Wer Vilks „islamgerecht“ wie ein Lamm schlachte, solle sogar 150.000 Dollar erhalten.

Günter Wallraff steht währenddessen unter Polizeischutz, weil seine Ankündigung, in einer Kölner Moschee aus Salman Rushdies „Satanischen Versen“ lesen zu wollen, ebenfalls zu Morddrohungen geführt hat. Wallraff, der Rushdie nach der gegen ihn verhängten Fatwa eine zeitlang in seiner Kölner Wohnung versteckt hatte, wollte die Lesung als Test des „Integrationswillens“ der Kölner Muslime verstanden wissen. Dass es mit diesem Integrationswillen offensichtlich noch hapert, zeigt nicht nur der im Internet veröffentlichte Mordaufruf gegen den Schriftsteller, sondern auch die Tatsache, dass die Türkisch-Islamische Union Ditib nach anfänglichen Sympathiebekundungen nun Wallraffs Vorhaben mit der Begründung abwiesen hat, eine solche Lesung würde die religiösen Gefühle der Muslime zu sehr verletzen.

Mina Ahadi zeigte sich von dem Rückzieher der Kölner Moscheebauer keineswegs überrascht: „Ich habe damit gerechnet! Zwar bemüht sich Ditib sehr darum, nach Außen modern zu erscheinen, doch wer den Koran, die Überlieferungen und die Scharia kennt, der weiß, dass die Modernisierung des Islam eine äußerst schwierige, wenn nicht gar unlösbare Aufgabe ist!“ In den heiligen Texten gebe es unzählige Anknüpfungspunkte für eine gewalttätige, repressive Auslegung des Islam. Deshalb seien die Radikal-Islamisten, die Vilks und Wallraff nun bedrohen, leider keine Fälscher, sondern vielmehr konsequente Anwender der orthodoxen muslimischen Lehre. Dass der Zusammenhang von Islam und Islamismus meist verdrängt werde, sei zwar verständlich, könne sich aber böse rächen, erklärte die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime gegenüber hpd.
Quelle


Scharia ist mit europäischen Rechtsstandards nicht vereinbar. Renate Sommer MdEP

Oktober 17, 2007

Das in der Scharia niedergelegte islamische Recht ist mit europäischen Grundrechtsstandards nicht vereinbar. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es unterschiedliche Ausprägungen und Umsetzungsformen der Scharia gibt“. Dieses Fazit zog die CDU-Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer heute in Brüssel nach einer von ihr initiierten Expertenanhörung zum Thema ‚Scharia in Europa?‘ im Europäischen Parlament.

Hintergrund dieser Anhörung ist die Tatsache, dass sich die Rechtsinstanzen der EU-Mitgliedstaaten mit steigenden Einwanderungszahlen aus vorwiegend moslemischen Ländern vermehrt mit islamischer Scharia-Gesetzgebung auseinandersetzen müssen. „Schon scheint man von Fall zu Fall Kompromisse einzugehen, um islamische Vorschriften der Scharia auf der einen Seite und säkulares Zivilrecht auf der anderen Seite in Einklang zu bringen“, so Sommer, die zudem vor einer schleichenden Islamisierung auch der EU aufgrund einer falsch verstandenen Toleranz warnte. „Es geht nicht darum, den Islam zu verbieten oder die private Religionsausübung einzuschränken. Es besteht aber die wachsende Gefahr, dass die Ausbildung von islamischen Parallelgesellschaften auch zur Etablierung der Scharia als zusätzlicher Rechtsordnung führt. Hier müssen die EU-Mitgliedstaaten klare Grenzen setzen“, forderte Sommer weiter.

Die Europaabgeordnete für das Ruhrgebiet, stellvertretende Vorsitzende der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments und Mitglied der Arbeitsgruppe „Dialog mit dem Islam“ der EVP-ED-Fraktion, wies unter anderem darauf hin, dass es sich beim Kopftuch eben gerade nicht um ein religiöses, sondern um ein politisches Symbol handelt: „Wir werden deshalb die aktuelle Entwicklung in der Türkei sehr genau beobachten müssen, denn dort wird derzeit die Aufhebung des Kopftuchverbots im öffentlichen Raum diskutiert. Dies wäre ein weiterer, gravierender Schritt auf dem Weg zur Islamisierung der Türkei und zur Einschränkung der persönlichen Freiheit von Frauen und Mädchen“.
Angesichts des Totalitätsanspruches zumindest der radikalen Strömungen des Islams dürfe es allerdings nicht zum anderen Extrem, nämlich einem totalen Verbot aller religiösen Symbole in der Europäischen Union, kommen. Damit wäre niemandem gedient, denn die freie Religionsausübung ist ein Grundrecht. Sie müsse aber Privatsache bleiben und dürfe nicht immer stärker in den öffentlichen, gesellschaftlichen und rechtlichen Bereich ausgreifen.

„Wir werden deshalb um die Verteidigung unserer europäischen Leitkultur nicht herumkommen. Diese umfasst neben der Meinungs-, Rede- und Religionsfreiheit eben auch den Schutz der Menschenrechte. Damit ist die Scharia in keiner Weise und auch in keiner ‚gemäßigten‘ Form vereinbar“, so Renate Sommer abschließend.

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Der langsame Dschihad in Europa

Oktober 16, 2007

 Moralischer Relativismus, eine überkritische Haltung gegenüber der eigenen Gesellschaft, die oft in blindem Selbsthass mündet, führten in Großbritannien wie Europa dazu, die Gefahr der islamistischen Herausforderung dramatisch zu unterschätzen. Obwohl die Sicherheitsdienste nach den Anschlägen vom 11. 9. 2001 verschiedentlich warnten, dass ein Anschlag auch in Großbritannien unvermeidlich sei. Was ja dann auch eintrat.

Speziell für Großbritannien gilt, dass sich die staatlichen Instanzen des Landes lange Zeit durch einen bemerkenswerten Unwillen auszeichneten, die Gefahr, die sich seit den frühen neunziger Jahren in der eigenen Mitte zusammenbraute, ernst zu nehmen. Die Politik hat sich hier ebenso schuldig gemacht wie die Medien. Nicht von ungefähr erregten sich französische und amerikanische Sicherheitsexperten über die britische Politik. In jenen Jahren wurde der Begriff „Londinistan“ verwendet, um einen Zustand zu kennzeichnen, in dem der britische Staat bewusst die Augen verschloss angesichts des Treibens extremistischer Islamisten-Gruppen. Es schien ein stillschweigendes, unausgesprochenes Übereinkommen zu existieren, ein Covenant of Security, nach dem Motto, solange ihr uns in Ruhe lasst, lassen wir euch gewähren.

Dies aufzudecken und anzuprangern wäre eine lohnende Aufgabe für kritischen Journalismus gewesen. Doch die totalitären Feinde der Freiheit wurden weithin ignoriert. Die meisten Medien hielten einen Hassprediger wie Abu Hamza für eine Witzfigur, während er bereits in der zweiten Hälfte der Neunziger von der Moschee am Finsbury Park in London Terroranschläge plante und junge Muslime systematisch für den Dschihad schulte.

In Großbritannien war die Auffassung weit verbreitet, die Gefahr werde aufgebauscht. Oft verband sich dies mit der Behauptung, die Bedrohung durch den Terror sei selbst verschuldet und bei besserem Verhalten der westlichen Hegemonialmacht leicht zu entschärfen.

Das war ein Leitmotiv, das in den britischen Medien in vielen Variationen dargeboten wurde und selbst heute nicht ganz verschwunden ist. In liberalen und linken Zirkeln war häufig zu vernehmen, die Terrorismusgefahr werde instrumentalisiert, um innenpolitisch einen illiberalen Kurs verfolgen zu können.

Angesichts der blutigen Schleifspuren, die islamistischer Terrorismus seit zwei Jahrzehnten durch die Welt gezogen hatte, von Kenia, Paris, New York, Washington, Bali, Djerba, Istanbul, Casablanca bis Madrid, war es erstaunlich, auf welch fruchtbaren Boden diese Thesen fielen.

Die Situation in Großbritannien hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Dazu haben verschiedene Entwicklungen beigetragen. Die Häufung versuchter und vereitelter Anschläge machte es schwerer, die Augen vor der Realität zu verschließen. In Teilen der linken und liberalen Medien griff ein neuer Realismus um sich.

Das linke Wochenmagazin New Statesman enthüllte, dass der angeblich moderate britische Muslimrat, den die Regierung jahrelang als Gesprächspartner bevorzugte, intern alles andere als moderat war. Er pflegt enge Kontakte zu Fundamentalisten, die Homosexuelle verteufeln, die Unterdrückung der Frauen fordern, Ungläubige verdammen und Selbstmordattentate rechtfertigen; ihre Botschaften werden in Schrift und Ton an britischen Moscheen verbreitet.

Das BBC-Flaggschiff Newsnight bot Beiträge und Reportagen ohne die lange üblichen Scheuklappen politischer Korrektheit; die Times präsentierte eine lange Untersuchung, die ein niederschmetterndes Bild erbrachte – die fundamentalistische Deobandi-Sekte, auf dem indischen Subkontinent gegründet, kontrolliert die Mehrheit der britischen Moscheen und 80 Prozent der in Großbritannien ausgebildeten Imane gehen durch ihre Seminare.

Prominente Liberale bezogen klar Position. Will Hutton schrieb, über die Grundwerte demokratischer Gesellschaften dürfe man sich auf keine Kompromisse einlassen. Henry Porter, ein liberaler Vorkämpfer gegen jegliche illiberale Reflexe des Staates, konstatierte, „unsere Gesellschaft ist tolerant. Aber wir sollten uns nicht entschuldigen, wenn wir die Islamisten, die Nachfahren von Hitler und Stalin, bekämpfen“, sie wollen uns zerstören.


Die ZEIT fragte vor einigen Wochen auf der Titelseite: „Waren wir alle naiv gegenüber der islamistischen Gefahr?“ Für Großbritannien wie für Deutschland muss diese Frage immer noch mit Ja beantwortet werden.

Auszug aus der Zeit