rassistischer Übergriff in Berlin auf schwarzen Amerikaner – Gutmenschen schweigen abermals

Folgendes war vorgefallen: Vier Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren hatten den dunkelhäutigen US-Amerikaner Antoine I. im Stadtteil Spandau als „dreckigen Nigger“ beschimpft, den sie „fertigmachen“ wollten, und ihn und seine Freundin dann brutal angegriffen. Der Amerikaner lebt seit 1995 in Spandau und arbeitet als Barkeeper.

Der eindeutige Fall einer fremdenfeindlichen Gewalttat, möchte man meinen. Deutsche Polizeibeamte aber sind gründliche Leute und lesen ihre Akten bis zum Ende, bevor sie eines der voreiligen Urteile fällen, für die wir Medienleute berüchtigt sind. Und da fand der Zuständige bei den vier Verdächtigen neben den Brüdern Benjamin und Sebastian H. auch die Namen von Murat I. und Fernando F., welche türkischer und portugiesischer Abkunft sind. So meldete die Polizei in ihrem Bericht zwar, daß das Opfer „aufgrund seiner Hautfarbe“ beleidigt und angegriffen worden sei, schloß aber dennoch: „Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat liegen nicht vor.

Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch druckste immerhin, daß ein „fremdenfeindlicher Hintergrund zumindest nicht ausgeschlossen“ sei. Ähnlich hilflos fingerte Spandaus Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz herum: „Zumindest handelte es sich nicht um typische rechtsradikale Schläger“, so der CDU-Politiker. Warum? Weil „zwei der Täter selbst einen Migrationshintergrund haben“.

Es heißt, gegen die vier werde nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt, von Volksverhetzung ist nicht die Rede, trotz „dreckiger Nigger“

Antoine I. kapiert das alles nicht. Daß zwei der vier Angreifer nichtdeutscher Herkunft seien, schlösse doch ein rassistisches Motiv nicht aus, wundert sich das Opfer. „Die Schläger sind auf mich losgegangen, weil ich dunkelhäutig bin.“ Damit sei es doch wohl eine rassistische Tat gewesen, beharrt der Ahnungslose, Wie kann man nur so unsensibel sein. Typisch Ami. Also, lieber Antoine, noch mal zum mitschreiben: Die Rasse, Religion oder Herkunft der Opfer ist uns vollkommen schnurz. Die nationale Zugehörigkeit der Täter muß stimmen! Und das tut sie im vorliegenden Fall nun mal nur teilweise.
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