Kai Diekmanns Abrechnung mit den 68ern

Der Epochenbruch von 1968 habe in Deutschland eine seltsame Form des Frömmlers in die gesellschaftlichen Schaltzentren gebracht, schreibt „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann in seinem neuen Buch. Auf WELT ONLINE erklärt er, warum er „Gutmenschen“ für weltfremd hält und vor ihrem Selbsthass warnt.

Man schämt sich des Deutschseins, kann es aber nicht verleugnen. So wertet man es zumindest ab, indem man anderes hochjubelt: südländische Lebensart, afrikanische Ungezwungenheit, karibisches Laisser-faire. Wirtschaftsminister Glos hat das richtig erkannt, als er vom „Hass auf Deutschland“ sprach, der Grüne und Linke vereine. Tatsächlich lässt sich vieles mit diesem Motiv erklären: die Verachtung der Linken für das „System“ der alten Bundesrepublik; die schäbige Aufwertung kommunistischer Regime; die bewusste Duldung wahlloser Zuwanderung, um, wie eine Politikerin der Alternativen Liste meinte, „den deutschen Bevölkerungsanteil zurückzudrängen“; die lange betriebene Verharmlosung aller Probleme des multikulturellen Zuzugs; die Ablehnung der Wiedervereinigung.

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