Türken randalieren im Zorn auf PKK in Belgien

BRÜSSEL – Etwa zehn Beamte wurden bei den Zusammenstößen nahe der Innenstadt und dem Europaviertel verletzt, teilte die Polizei der belgischen Hauptstadt mit. Schätzungsweise 600 bis 800 Jugendliche und junge Männer zogen bei der nicht angemeldeten Kundgebung mit türkischen Flaggen durch die Stadtteile Schaerbeek und Saint-Josse und skandierten Parolen gegen die PKK. Die Polizei setzte bis zu 400 Beamte ein und ging auch mit Wasserwerfern vor.

Trotz des starken Polizeiaufgebots warfen laut Polizei Randalierer Fensterscheiben ein, setzten Container in Brand und griffen auch Busse und Straßenbahnen mit Pflastersteinen an. Drei Männer wurden wegen Mordversuchs festgenommen, nachdem sie mit ihrem Auto vorsätzlich eine Polizeistreife gerammt hatten, in der drei Beamte verletzt wurden. Insgesamt wurden mehr als 100 Menschen festgenommen. Die Atmosphäre in beiden Stadtteilen, in denen neben vielen Türken auch Kurden und Armenier leben, ist seit Tagen gespannt. Erst in der Nacht zum Montag hatte eine Gruppe junger Türken ein von einem Armenier geführtes Lokal verwüstet und den Wirt mit dem Tode bedroht
Tagesspiegel

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