Antisemitismus durch Muslime – Studie wird zurückgehalten

Nun aber hat eben dieses EUMC eine von ihm in Auftrag gegebene Studie des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung mit der Begründung zurückgehalten, sie könnte, in dieser Form veröffentlicht, „Islamophobie“ fördern. Warum das? Die Studie, die inzwischen im Internet zu lesen ist, belegt gewissenhaft und ohne jeden alarmistischen Zungenschlag, dass antijüdische Gewaltakte in Europa in wachsendem Umfang nicht nur von „angestammten“ Rechtsextremisten, sondern auch von – zumeist jugendlichen – radikalen Islamisten begangen werden. Mehr noch, die Studie macht deutlich, dass dieser islamistische Judenhass keineswegs bloß eine Reaktion auf die israelische Besatzungspolitik in Palästina ist, sondern auf einer festgefügten antisemitischen Weltanschauung gründet.

Vor dieser beunruhigenden Wahrheit aber glaubte das Wiener EU-Institut die europäischen Muslime beschützen zu müssen. Doch eine solche paternalistische Haltung reproduziert in ihrer hehren antirassistischen Absicht genau jene Geringschätzung für die muslimischen Europäer, die sie bei den Islamphobikern bekämpft. Diese Haltung lässt Muslime flugs wieder als eine homogene religiöse oder kulturelle Gruppe erscheinen. Sie suggeriert, weil Muslime oft Opfer von Diskriminierung werden, dürften sie nie anders denn als Opfer betrachtet werden .

Wer glaubt, bei der Bekämpfung rassistischer und totalitärer Ideologien müsse man schonender vorgehen, wenn diese ihre mörderischen Wahnvorstellungen aus dem Islam ableiten 

Nun ist allein schon die Vorstellung, die Islamophobie in Europa könne ausgerechnet durch Enthüllungen über den islamistisch motivierten Antisemitismus angestachelt werden, ziemlich abwegig. Die schlimmsten Islamphobiker, die Rechtsradikalen, sind ja selbst eingefleischte Antisemiten. Beängstigend ist doch vielmehr, dass sie sich in diesem Punkt mit extremen Islamisten treffen und partiell auch praktisch verbünden. Wer die antisemitische Gefahr von islamistischer Seite schön redet, spielt zugleich auch die rassistische Gefahr von rechts herunter. Die Sache wird dadurch nicht besser, sondern noch schlimmer, dass die islamistischen Netzwerke, wenn es gegen Israel, Amerika und die „Globalisierung“ geht, auch mit Linksextremisten gemeinsame Sache machen.
Zeit
Es ist höchste Zeit, dass die demokratische Öffentlichkeit in Europa den militanten islamistischen Antisemitismus ernst nimmt und aufhört, aus falsch verstandener religiöser oder kultureller Toleranz wegzuschauen, wenn sich extremistische Ideologien unter frommer Terminologie tarnen und in religiösen und kulturellen Einrichtungen einnisten. 

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One Response to Antisemitismus durch Muslime – Studie wird zurückgehalten

  1. sagefisch sagt:

    Ein ganz wichtiges Thema, der Judenhass unter jungen muslimischen Einwanderern. Das sollte zur Sprache kommen.

    Ein Denktabu, irgendwie erklärlich, aber v.a. verflixt un-transparent. Und Transparenz ist ein Kennzeichen von Demokratie.

    Eine Hürde, der die Zuwanderungsgesellschaft nicht ausweichen darf, will sie eine ‚offene Gesellschaft‘ bleiben. Und nicht ein Gestrüpp aus Colonia corrupta & Halbkalifat werden – das wäre ein Verlust an Lebensqualität.

    Dran bleiben, antiislam, weiter so,

    Jacques Auvergne
    http://saegefisch.wordpress.com/

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