Von Ayaan Hirsi Ali

Ungläubige dürfen abgeschlachtet werden, predigte Prophet Mohammed. Solange die Muslime an dessen Unfehlbarkeit festhalten, ist der Terrorismus nicht zu bremsen.

Die Terroristen und die auf der Scharia basierenden Gesellschaften, die sie schaffen wollen, folgen einer ganz anderen Philosophie. Die Menschen sind dazu geboren, Allah zu dienen – indem sie eine Reihe von Geboten befolgen, die in einem alten Korpus von Schriften niedergelegt sind. Diese Gebote reichen von Geburts- und Begräbnisritualen bis zu den intimsten Aspekten des menschlichen Lebens. Nach dieser Philosophie müssen Muslime Mitbürger töten, die von ihrem Glauben abfallen, und sie müssen sich feindselig gegenüber Menschen anderen Glaubens und anderer Lebensart verhalten. Diese Feindseligkeit verlangt auch die Tötung unschuldiger Menschen und macht keinen Unterschied zwischen Zivilisten und Soldaten. In Scharia-Gesellschaften sind die Frauen den Männern untergeordnet. Sie sollen im Haus bleiben; sie sollen geschlagen werden, falls sie ungehorsam sind; sie werden zur Ehe gezwungen; und sie müssen sich hinter einem Schleier verbergen. Den Dieben hackt man die Hände ab, und die Todesstrafe wird auf öffentlichen Plätzen vor einer jubelnden Menschenmenge vollzogen. Die Terroristen wollen diese Lebensweise nicht nur islamischen Ländern aufzwingen, sondern, wie Tony Blair sagte, auch den westlichen Gesellschaften.

Mohammed selbst errichtete das Haus des Islam unter Einsatz militärischer Mittel, zu denen auch Massenmord, Folter, Lüge und die wahllose Zerstörung von Produktionsmitteln gehörten. Das mag gemässigten Muslimen unangenehm sein, doch die modernen Terroristen beziehen sich in ihrer Propaganda ständig auf Mohammeds Taten und Gebote, um ihre Aktionen zu rechtfertigen und andere Muslime für ihre Sache zu gewinnen.

……Zu solchen Vorschlägen sagen jedoch viele Menschen im Westen, es sei unhöflich, andere Menschen aufzufordern, eine als heilig verehrte Gestalt in Frage zu stellen oder zu kritisieren. Doch dieser Kulturrelativismus untergräbt die Grundwerte, auf denen unsere offene Gesellschaft basiert. Wir sollten nie Selbstzensur üben.

Die westlichen Kulturrelativisten, die vor einer Kritik an Mohammed zurückscheuen, nehmen den Muslimen eine Chance, ihre eigenen sittlichen Werte zu überdenken. Die ersten Opfer Mohammeds sind die Muslime selbst. Ausserdem schwächt diese Haltung die muslimischen Reformer, die dringend auf die Unterstützung und sogar den physischen Schutz ihrer natürlichen Verbündeten im Westen angewiesen sind.

Wir dürfen den Terroristen und Fundamentalisten nicht erlauben, uns die Spielregeln aufzuzwingen. Wir sollten die zentralen westlichen Werte offensiv vertreten.

weltwoche

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