Terror in Norwegen – SPD und Grüne

Juli 26, 2011

Gestern forderten die Grünen und SPD den feigen Terroranschlag nicht zu instrumentalisieren zu wollen -heute fordern Sie eine Verschärfung gegen “Rechts” Laut Spiegel – es wird also nicht mher unterschieden zwischen Neonazis,Rechtsextremen,Restkonservativen und Rechtsliberalen -obwohl Sie doch soviel Wert legen zwiachen Islam und Islamismus. Und mit Rechts meinen Sie wohl jeden linksliberalen, liberalen,konservativ -bürgerlichen islamkritiker.
Leider sind Sie bei islamistischen Anschlägen immer sehr ruhig und fordern nie härteres Vorgehen gegen islamismus, obwohl dieser weltweit die stärkste Bedrohung ist, auch hier in Deutschland.
Ist die Heuchelei oder Naivität?
Und Islamismus hat seinen ursprung im Islam? Auch den Islam verbieten?
Aber ich freue mich,dass Sie sich gegen Rechts stark machen – endlich wird mal der Antisemitismus,Homophobie,Reaktionäres Frauenbild/Familienbild,Patriarch,Graue Wölfe, tükischer Nationalismus und Christenverfolgung in islamischen Ländern thematisert. Aber dies ist wohl mit “Rechts” nicht gemeint? Das nennt man Mulitikulturelle Berreicherung?
Fällt Ihnen Ihre Heuchelei eigentlich nicht selbst auf?

Fukushimasierung menschlichen Leidens

Als in Japan Zehntausende ertrunken sind, weil eine gigantische Naturkatastrophe das Land traf, hatten die deutschen Atomkraftgegner keine Zeit für Trauer und Anteilnahme, stattdessen hieß es, die Gelegenheit zu nutzen und für die eigenen Ansichten Stimmung zu machen. Was sie so siegessicher auf die Straße brachte, war die drohende Kernschmelze in Fukushima. Es gibt aus diesen Tagen Bilder von AKW-Gegnern, die dümmlich in Kameras grinsen und sich freuen, als hätten sie gerade überraschend die Fußballweltmeisterschaft gewonnen.
Die Atomkraftgegner haben sich gar nicht groß aufhalten lassen von den Details der japanischen Katastrophe. Für sie stellte eine Fußnote dieses Unglücks, nämlich ein defektes Atomkraftwerk, den Mittelpunkt des Schreckens dar, als ob dieses für das tausendfache Sterben verantwortlich wäre. Sie schlachteten dieses Ereignis aus und entwarfen voller apokalyptischer Begeisterung Szenarien, wie hoch die Zahl der Opfer wäre, wenn in Biblis, wenn in Brokdorf, wenn in Neckarwestheim… Für die tatsächlichen Opfer einer tatsächlichen Katastrophe hatten sie aber nur ein Achselzucken übrig. Ertrinken kann schließlich jeder, Strahlentote sind die Währung, mit der in diesen Kreisen gehandelt wird. Und wenn es keine echten Strahlentoten gibt, dann handelt man eben mit gefühlten Strahlentoten.

Vom Muster her wiederholte sich diese unappetitliche Prioritätensetzung auch nach dem Anschlag eines offensichtlich geisteskranken Einzeltäters, der in Norwegen ein Massaker unter Kindern und Jugendlichen angerichtet hat. Nachdem bekannt wurde, dass es kein islamistischer Terroranschlag war*, drehten die ganzen selbst ernannten Verteidiger des Islams auf. Die Leute, die es schon für Hetze halten, wenn eine gewisse Wechselbeziehung zwischen den Taten strenggläubiger Muslime und dem Islam vermutet wird, glaubten nun, endlich einmal „Sieger“ zu sein. Die Zahl der Toten war noch nicht bekannt, da machten sie sich schon daran, Journalisten und Politiker zu denunzieren, deren islamkritischen Positionen ihnen nicht gefallen. Da müsse jetzt auch den „Wegbereitern“ das Handwerk gelegt werden und es wurde mit viel Eifer genau das veranstaltet, was man der „Gegenseite“ sonst immer aus Mangel an Argumenten vorwirft: Rufmord, Hetze und Pauschalurteile.

Wo diese Leute sonst immer auf den feinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus Wert legen (als rhetorische Notbremse dient im Extremfall auch der Hinweis, dass es DEN Islam ohnehin nicht gibt), ist nun von DEN Islamkritikern, von DEN Bürgerlichen oder von DEN Rechtsliberalen die Rede. Weniger Differenzierung war nie in den Kreisen derer, die den islamistischen Terror seit Jahren aus der Welt zu differenzieren versuchen.

Während die Menschen in Norwegen es schaffen, auf eine würdige Art die Toten zu betrauen und zu Grabe zu tragen, halten sich diese Leute gar nicht erst mit einer solchen Gefühlsduselei auf. Im Gegenteil: Sie begreifen das Stillstehen der Anderen im Angesicht einer solchen Tragödie nicht als ein Gebot der Pietät, sondern als Zögern und Verunsicherung. Dadurch fühlen sie sich erst recht in ihren Ansichten bestätigt und was dann passiert, ist die oben beschriebene Fukushimasierung menschlichen Leidens.

*Eine Frage bleibt: Wenn es ein Beweis für die Islamophobie in Europa ist, dass direkt nach dem Anschlag sofort ein islamistischer Hintergrund vermutet wurde, was sagt das dann eigentlich über die islamistischen Internetforen aus, auf denen sich diverse Jihadisten ebenfalls direkt nach dem Anschlag mit dieser Tat gebrüstet haben bzw. ihren „Brüdern“ dazu gratulierten?

Achgut


Blogpause – Mitglied werden in der FREIHEIT

Juli 24, 2011

Liebe Leser und Leserinnen,

aus Zeitgründen, macht das Blog eine ca. 14 tägige Pause.

Mitglied werden in der Freiheit:
Freiheit


9.7.11 nach Hamburg – Freiheit unterstützen – Islamisten in der Stadt

Juli 7, 2011

Hamburg, 05. Juli 2011: Am 9. Juli 2011 plant der radikale Islamist und Salafist Pierre Vogel alias „Abu Hamza” eine Kundgebung in Hamburg.

Die Partei DIE FREIHEIT, der Zentralrat der Ex-Muslime und die Bürgerbewegung Pax Europa rufen zum Widerstand gegen Salafisten-Auftritt am 9. Juli auf.

Termin: 09.7.2011 ab 18:00 bis ca. 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: Marseiller Straße Ecke Dammtordamm, 20355 Hamburg
direkt am Dammtorbahnhof, auf der Zufahrt zum CCH, gegenüber dem Cinemaxx Dammtor.

Der Hamburger Landesverband der Partei DIE FREIHEIT hat bei der Versammlungsbehörde Hamburg eine Protestkundgebung beantragt und ruft alle demokratischen Parteien, Vereine und Verbände sowie alle und Hamburger Bürger dazu auf, sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass Pierre Vogel und seine Mitredner ihre demokratie- und menschenfeindlichen Thesen nicht unter dem Deckmantel der Religions- und Meinungsfreiheit in Hamburg verbreiten können.

Der islamische Name des deutschen Konvertiten Pierre Vogel ist Programm: Genau wie sein Namensvetter Abu Hamza Rabi´a, bis 2005 die Nummer Drei der Al-Quaida-Hierarchie, steht Vogel für radikalen Antisemitismus, Anti-Amerikanismus und einen islamischen Gottesstaat in Deutschland.

Verletzung der Meinungsfreiheit und Volksverhetzung

Pierre Vogel fordert Geschlechterapartheid, bezeichnet die Steinigung von Ehebrecherinnen als „Ausführung des Wortes Gottes“ und erklärt Islam und Demokratie offen für unvereinbar. Schwule und Lesben, so Bilal Philips, der in Frankfurt als Gastredner Vogels auftrat, seien zu ermorden. Christen und Juden sind nach Vogels Überzeugung Ungläubige, die es nach dem Koran zu unterwerfen gilt. Ein Totengebet zum Gedenken an Osama bin Laden wurde kurz vor seinem letzten geplanten Auftritt gerichtlich untersagt.

Die Partei DIE FREIHEIT tritt für das Recht auf freie Meinungsäußerung und für die Religionsfreiheit ein – selbstverständlich auch für Ansichten, die als unbequem oder umstritten gelten. Die Meinungsfreiheit darf jedoch nicht den Aufruf zu körperlicher Gewalt gegen einzelne Bevölkerungsgruppen decken. Zudem sind Pierre Vogels Forderungen weniger religiös als politisch: Sie zielen auf konkrete Veränderungen im Zusammenleben aller Bürger ab, die die im Grundgesetz verbrieften Bürger- und Menschenrechte verletzen.

Aufruf zur Gegendemonstration “Hamburg gegen Islamismus” am 9. Juli

Die Partei ruft alle demokratischen Kräfte in Hamburg auf, sich diesem Protest gegen den Auftritt von Pierre Vogel anzuschließen.

Alte Schuhe und Kopftücher als Zeichen des Widerspruchs

Die Gegendemonstranten rufen dazu auf, es den ägyptischen Bürgern gleichzutun und einen alten Schuh mitzubringen, den sie als Zeichen der Verachtung Richtung Bühne zu zeigen. Die Männer sollten sich als Zeichen gegen die Geschlechterapartheid ein möglichst farbenfrohes Kopftuch umbinden. Die teilnehmenden Frauen werden sicher selbst geeignete Protestkleidung finden.

Falls es kurzfristige Änderungen am Veranstaltungsort geben sollte, bittet die Partei DIE FREIHEIT als Organisator darum, sich mit ihnen
zu vernetzen:

Twitter: twitter.com/#!/Die_Freiheit_HH

Facebook: http://www.facebook.com/pages/Die-Freiheit-Hamburg/244856418863980

Email: bitte mit dem Betreff: „DEMO gegen Pierre Vogel“

DIE FREIHEIT ruft alle Teilnehmer dazu auf, friedlich zu demonstrieren und sich nicht provozieren zu lassen. Die An- und Abfahrt sollte aufgrund der Parksituation durch öffentliche Verkehrsmittel erfolgen.


Kandel: 30 Prozent der jugendlichen Muslime in Deutschland zeigen Radikalisierungspotential

Juli 6, 2011

Eine Online-Offensive gegen radikale Muslime hat der Dozent und Akademiedirektor bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, Johannes Kandel (Berlin), in der aktuellen Ausgabe des Christlichen Medienmagazins pro gefordert. Er rief Organisationen, aber auch Blogger dazu auf, im Web vor Islamisten wie dem Salafisten Pierre Vogel zu warnen und radikale Kräfte so mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

“Wir brauchen eine Medien-Gegenoffensive”, sagte Kandel im Gespräch mit dem Christlichen Medienmagazin pro. Laut dem Politikwissenschaftler zeigen 30 Prozent der jugendlichen Muslime in Deutschland Radikalisierungspotential. “Es ist besorgniserregend, wenn eine so große Zahl junger Muslime für radikale Positionen empfänglich ist.” Auch in Moscheen würden regelmäßig extremistische Meinungen
vorgetragen. In seinem aktuellen Buch “Islamismus in Deutschland” warnt Kandel vor einer akuten Islamismus-Gefahr in der Bundesrepublik. Dazu analysiert er die Aufstellung und Vorgehensweise muslimischer Organisationen wie Milli Görüs, der Salafiten oder der Hamas. Im Interview sagte das SPD-Mitglied: “Kleinere Gruppen sind zum Teil gefährlicher als große wie Milli Görüs. Was sich im Bereich der Hisbollah- und Hamas-Anhänger in Deutschland tut, finde ich sehr bedenklich.” Kandel stimmt mit der Forderung des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich nach einer Sicherheitspartnerschaft zwischen Muslimen und Behörden überein; er habe damals als Mitglied eines Gesprächskreises der ersten Islamkonferenz, der sich mit dem Thema Sicherheit und Islamismus beschäftigt hatte, dieselbe Forderung gestellt.

Quelle


Wie türkische Frauen unter der Vielweiberei leiden

Juli 6, 2011

In der Türkei existieren bis zu 500.000 Mehrehen, es gibt “Erst- und Zweitfrauen”. Die leiden still darunter – und hoffen, dass es den eigenen Töchtern besser geht…..
welt


Linke und Antisemitismus “Widerlich und ekelerregend” Tagesspiegel

Juli 2, 2011

Antisemitische Ressentiments werden auch aus der Linksfraktion des Bundestages heraus befördert. Mehrere Abgeordnete fordern nun dringend Konsequenzen – Parlamentsgeschäftsführerin Enkelmann schließt sogar arbeitsrechtliche Schritte gegen Mitarbeiter nicht aus.

Gregor Gysi platzierte den Swing-Musiker Andrej Hermlin auf der roten Couch. Es sollte eine lockere Plauderei werden auf dem gemeinsam mit der Linkspartei ausgerichteten Pressefest des “Neuen Deutschlands” am Sonntag in der Berliner Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg. Doch Gysis Parteifreund Hermlin, Sohn des DDR-Schriftstellers Stephan Hermlin, störte die Feststimmung – und prangerte die Partei, der er nach der Wende beigetreten war, heftig an wegen antisemitischer Ausfälle.

“Widerlich und ekelerregend” sei es, was er in den vergangenen Wochen erlebt habe, sagte Hermlin, dabei wolle sich die Linke doch eigentlich radikal von den anderen unterscheiden. Etwas verdattert gestand Gysi ein, es gebe “ein paar Punkte”, mit denen sich die Fraktion auseinandersetzen werde.

Mal waren Boykott-Aktionen gegen Israel gutgeheißen worden, dann hatten sich Genossen für die Ein-Staaten-Lösung im Nahen Osten und damit die faktische Auflösung des Staates Israel eingesetzt. Eine Bundestagsabgeordnete trat kürzlich auf einer Palästina-Konferenz in Wuppertal vor zahlreichen Hamas-Sympathisanten auf, um den Hals einen Schal mit der Landkarte der Region ohne Israel. Gysi ist der Auffassung, dass Boykottaktionen gegen Israel nicht zu akzeptieren sind, auch die Ein-Staaten-Lösung im Nahen Osten, bei der die Juden zur Minderheit im eigenen Land würden, lehnt er strikt ab.

Mehrere Linken-Bundestagsabgeordnete fordern jetzt klare Regeln für die Fraktion. Sie meinen, dass sich sowohl mehrere Abgeordnete als auch deren Mitarbeiter als unbelehrbar erwiesen haben. Parlamentsgeschäftsführerin Dagmar Enkelmann sagte am Dienstag dem Tagesspiegel, den Appell von Hermlin gegen die Verbreitung von Vorurteilen betrachte sie “als Auftrag”. Gerade die Linke stehe in Verantwortung, keine Relativierung des Holocaust zuzulassen, das Existenzrecht Israels ohne Wenn und Aber zu verteidigen und zugleich die Schaffung eines palästinensischen Staats einzufordern, ohne den es keinen Frieden im Nahen Osten geben könne. “Ich habe die Nase voll, dass einige das immer wieder in Frage stellen wollen.” Explizit will sie auch die Aktivitäten von Fraktionsmitarbeitern unter die Lupe nehmen. “Wenn die Grundwerte der Partei und der Fraktion negiert werden, muss das Konsequenzen haben – bis zur Trennung.”

Pau: “Das kann man nicht einfach wegbeschließen”

Auch die linke Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau sieht dringend Gesprächsbedarf. Antisemitische Ressentiments “machen um keine Partei einen Bogen, auch nicht um die Linke”, sagte sie dem Tagesspiegel. “Das kann nicht einfach wegbeschließen, damit muss man sich auseinander setzen, auch im Vorstand”, sagte sie in Anspielung auf die eigentlichen klaren Distanzierungen von Partei und Fraktion. Bei einigen Mitgliedern der Partei hat Pau inzwischen den Eindruck, sie würden “mit Vorsatz” provozieren. “Andere bedenken zu wenig, dass Nebenwirkungen auch zu Hauptwirkungen werden können.” Das Bekenntnis, kein Antisemit zu sein, genüge ihr nicht. “Man muss zugleich auch bedenken, wie man auf andere wirkt. Und das kann durchaus antisemitisch sein.”

Jan Korte, Mitglied des Fraktionsvorstandes, fordert eine “unmissverständliche Diskussion”, damit klar gemacht werde, was geht und was nicht geht. Notwendig sei eine “verstärkte, deutliche politische Auseinandersetzung” der Fraktion mit dem Thema. Geguckt werden müsse, “mit wem man auf dem Podium sitzt und an welchen Demonstrationen jemand teilnimmt. In diesem Fall kann es keine Grauzonen geben.” Korte sagte dem Tagesspiegel: “Israel wurde durch Auschwitz zu einer Notwendigkeit. Dies muss immer mitgedacht werden. Das bedeutet noch lange nicht, die israelische Politik nicht zu kritisieren.”

Als problematisch gelten in der Fraktion besonders mehrere westdeutsche Abgeordnete. Inge Höger, die in Wuppertal auf der Palästina-Konferenz aufgetreten war, saß im Mai vergangenen Jahres auch bei der Gaza-Flottille mit im Boot, neben ihrer Fraktionskollegin Annette Groth und dem früheren Bundestagsabgeordneten Norman Paech. Die linke Bundestagsvizepräsidentin Pau kritisierte damals, die Schiffsaktion “Free Gaza” sei damals von mindestens einer türkischen Organisation inszeniert worden, die in einem pro-faschistischen Ruch stehe. “Damit dürfen sich Linke nicht gemein machen.”

Lafontaine spricht auf Trotzkisten-Kongress

Dennoch wird gerade für Juni eine neue Gaza-Flottille geplant – ausdrücklich befürwortet auch von dem trotzkistischen Netzwerk “Marx 21″, das sich in der Linkspartei verankert hat, die Nachfolgeorganisation der Sekte “Linksruck”. Ihm gehören unter anderem die Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz und Nicole Gohlke an. “Marx 21″ ist es gelungen, den früheren Linken-Chef Oskar Lafontaine für ihren Kongress “Marx is Muss” an diesem Donnerstag in Berlin-Kreuzberg als Hauptredner zu verpflichten. Er soll dort zur linken Programmdebatte sprechen. Ein eigenes Podium hat daneben auch der Duisburger Linken-Kommunalpolitiker Hermann Dierkes, der mehrfach für Boykottaktionen gegen Israel geworben hat.

Nicht für alle Genossen kommt überraschend, dass sich Lafontaine zum Auftritt auf dem Trotzkisten-Kongress bereit erklärt hat. Ohnehin hat er wenig Probleme mit dem linken Parteiflügel. Der Politologe Peter Ullrich, der sich 2008 in einer Studie für die parteinahe Rosa-Luxemburg-Stiftung mit antisemitischen Strömungen in der Linkspartei befasste, schrieb damals, Lafontaine wolle sich “in die gleiche Richtung profilieren” wie Buchholz und andere Trotzkisten. Als Beleg angeführt wurde von Ullrich unter anderem eine damals von Lafontaine geplante Reise in den Iran, Lafontaine habe “damit erneut eine populistische Haltung mit Anschlüssen nach ganz rechts” offenbart. “Marx 21″ war bei dem Fest der Linken in der Berliner Kulturbrauerei mit einem Stand vertreten, in dort ausliegenden Broschüren wurde gegen den “terroristischen Staat” Israel gehetzt.

Weiterer neuer Fall: In Hamburg verteilen mehrere palästinensische Gruppen Flugblätter für eine Veranstaltung, auf der für die Ein-Staaten-Lösung im Nahen Osten als “einzige Lösung des arabisch-zionistischen Konflikts” geworben wird. “Unterstützt von: Die Linke”, heißt es in den Flugblättern. Der Hamburger Landesvorsitzende Herbert Schulz sagte dazu auf Tagesspiegel-Anfrage, für eine frühere Veranstaltung sei ein Reisekostenzuschuss von 400 Euro aus dem Soli-Fonds der Hamburger Linken gewährt worden. Die Forderung nach der Ein-Staaten-Lösung sei hoch problematisch und werde nicht geteilt. “Das ist unglücklich gelaufen. Vielleicht war ich ein bisschen blauäugig.”

Andrej Hermlin hat inzwischen nachgelegt. Der “Jüdischen Allgemeinen” sagte er, es sei “die feige Spielart des linken Antisemitismus”, antisemitische Positionen als legitime Kritik an Israel zu verkaufen. Und: Die Führung der Linken habe auf das Problem ” bisher keineswegs überzeugend” reagiert.

Tagesspiegel


So grausam ist Halal Essen

Juli 2, 2011

Schockierende Bilder eines TV-Berichts zeigen, wie massiv Rinder bei der Schlachtung gequält wurden.
Canberra. Wegen schockierender Zustände in indonesischen Schlachthöfen hat Australien den Verkauf lebender Rinder an elf dieser Anlagen bis auf weiteres verboten. Abhängig vom Verlauf der Ermittlungen könnten noch weitere Schlachthäuser auf die Liste gesetzt werden, kündigte Landwirtschaftsminister Joe Ludwig am Dienstag an. Die Regierung reagierte mit dem Exportstopp auf einen zuvor ausgestrahlten Fernsehbericht über den grausamen Umgang mit Schlachtvieh in Indonesien.

In dem am Montagabend landesweit gezeigten Bericht war unter anderem zu sehen, wie Mastochsen gepeitscht und mit ihren Köpfen gegen den Betonboden geschlagen wurden. Den Tieren wurde bei vollem Bewusstsein brutal die Kehle zerhackt und sie litten minutenlang, bis sie verbluteten.

Den Bericht hatte der Sender ABC in Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen ausgestrahlt. Mehrere Abgeordnete forderten daraufhin, den Transport von Schlachtvieh nach Indonesien komplett auf Eis zu legen. Das asiatische Land ist der größte Markt für lebende Rinder aus Australien. Bis zu 40 Prozent des in Indonesien verzehrten Fleischs stammt von dort. Der Handel hat einen Jahresumfang von 330 Millionen australischen Dollar (245 Millionen Euro).

Die elf Schlachthöfe in Jakarta, Bogor, Bandar Lampung und Medan wurden im März per Zufall ausgewählt, wie eine Kampagnendirektorin der Organisation Animals Australia, Lyn White, sagte, die die Videoaufzeichnungen vor Ort leitete. Sie gehe davon aus, dass in den übrigen der insgesamt etwa 770 Schlachthöfe des Landes ähnliche Zustände herrschten.

„Extrem schockierende” Bilder

In dem Bericht war unter anderem zu sehen, wie Schlachthofmitarbeiter einen Bullen mit gebrochenem Bein immer wieder in die Augen und Nüstern stechen, um ihn zum Aufstehen zu bewegen. Aufnahmen aus einer Anlage in Medan in Nordsumatra zeigten gefesselte, zitternde Rinder, die dabei zusahen, wie Artgenossen geschlachtet und gehäutet wurden.

Landwirtschaftsminister Ludwig beschrieb die Bilder als „extrem schockierend”. Der Präsident des Bauernverbandes von New South Wales, Charles Armstrong, sprach von „entsetzlich grausamen” Praktiken.

Das indonesische Landwirtschaftsministerium verteidigte hingegen die Methoden als notwendig nach islamischem Recht. Die Regierung müsse zum Schutz der Verbraucher sicherstellen, dass die Tiere nach muslimischen Vorschriften und Reinheitsgeboten („Halal”) geschlachtet würden, also ohne vorherige Betäubung, sagte ein ranghoher Beamter des Ministeriums, For Riwantoro. In Australien werden wie in den meisten westlichen Ländern Tiere vor dem Töten betäubt.
Quelle


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