Deutschland – Muslime wollten im Nahverkehr Bombe zünden

April 29, 2011

Mit der Festnahme von drei al-Qaida-Mitgliedern hat das BKA ein Inferno verhindert. Offenbar wollten die Männer ihre Sprengsätze im Nahverkehr zünden.

Um 6.40 Uhr griffen die Ermittler in Nordrhein-Westfalen zu. Drei Marokkaner wurden festgenommen. Sie sollen einen Bombenanschlag geplant haben. „Ziel war der öffentliche Nahverkehr in einer Großstadt“, sagte ein hochrangiger Ermittler „Welt Online“.

Der genaue Ort habe noch nicht festgestanden. Dass aber Gefahr im Verzug war, scheint gesichert zu sein. Darauf deuten sowohl größere Mengen sichergestellter Sprengmittel und Chemikalien in einem Wohngebiet hin als auch abgehörte Gespräche von Handys sowie Internetverbindungsdaten von Computern der Verdächtigen. Sie sollen laut „Rheinischer Post“ bereits Sprengstoff zu Testzwecken gezündet haben…..

welt

Islam heißt Frieden!


Linke verbreitete antisemitische Propaganda im Netz – Linke =NSDAP

April 28, 2011

In den Davidstern ist ein Hakenkreuz montiert, darunter beginnt ein zweiseitiger antisemitischer Text, der in der Forderung gipfelt: „Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen!“ – ein braunes Pamphlet aus dem Netz.

Aber nicht irgendwo aus dem Netz: Das Machwerk „Nie wieder Krieg für Israel!“ stand bis Mittwochnachmittag auf der Webseite des Kreisverbandes Duisburg der Linkspartei. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespartei „Welt Online”

„Leider handelt es sich um kein Fake. Wir sind entsetzt über dieses verabscheuungswürdige Dokument offenen Antisemitismus und haben den Kreisverband Duisburg gebeten, es sofort von seiner Seite zu entfernen.“

Fast fünf Jahre auf der Seite

Erste parteiinterne Recherchen hätten ergeben, dass es nicht der Kreisverband selbst, sondern jemand aus der örtlichen Gruppe des linken Jugendverbandes „solid“ eingestellt hätte. Laut der elektronisch erfassten Eigenschaften wurde das Dokument am 20.05.2006 erstellt – hätte demnach also fast fünf Jahre auf der linken Seite gestanden.

Mit aggressiver Israelkritik machte die Partei in jüngerer Vergangenheit öfter von sich reden: In Bremen unterstützte die Linke einen Boykottaufruf israelischer Waren vor Supermärkten.

Zuletzt spekulierte eine von der Bundestagsabgeordneten Inge Höger unterzeichnete Pressemitteilung über den Mord an einem italienischen „Friedensaktivisten“ in Gaza, dass „einzig die Besatzungsmacht von solchen Verbrechen“ profitieren würde. Mit der Duisburger Internet-Propaganda ist dennoch eine neue Stufe erreicht.

Unter anderem heißt es darin: „Israel ist das einzige Land der Welt, in dem Folter, Sippehaft und außergerichtliche Exekutionen legal sind und tagtäglich angewandt werden. Israel bekam von der BRD insgesamt fünf atomwaffenfähige U-Boote geschenkt. Damit ist der atomaren Erpressung der ganzen Welt durch radikale Zionisten Tür und Tor geöffnet.“

Aufgerufen wird nicht nur zum Boykott israelischer Produkte, sondern auch dazu, deutsche Firmen zu boykottieren, die Israel unterstüzten. Dabei wird auch der Axel-Springer-Verlag angegeriffen, zu dem auch “Welt Online” gehört.

So heißt es: „Vor diesem Hintergrund ist die Bezeichnung gewisser Blätter als ‚Judenpresse’ wohl weniger ein Schimpfwort als vielmehr die zutreffende Umschreibung der einseitig philosemitischen und anbiedernden Berichterstattung über Israel und die Juden.“

“Das ist nicht von uns”

Das Pamphlet ist darüber hinaus direkt mit Seiten verlinkt, die im Vokabular von Neonazis den Mord an den europäischen Juden als Erfindung angreifen. Dort heißt es etwa: „Im Bombenholocaust von Dresden (kamen) mehr Menschen ums Leben als während der vierjährigen Betriebszeit des KZ Auschwitz“.

Der Sprecher des Vorstandes des Kreisverbandes Duisburgs, Kenan Ilhan, distanzierte sich im Gespräch mit “Welt Online” von dem Dokument: „Das ist nicht von uns.“ Er habe „eine Vermutung“, wer das Dokument auf die Seite gestellt habe, wolle diese aber nicht mitteilen.

Ilhan legte Wert darauf, dass das Pamphlet in keiner Weise die Meinung seiner Duisburger Genossen spiegele: „Solche Ansichten haben wir nicht!“ Mag sein. Doch die Distanz vom linken Kreisverband zur Auschwitzlüge betrug fünf Jahre lang genau einen Klick.
welt

Antisemitisches Flugblatt
Duisburger Linke verbreitet Hetze gegen Israel
spiegel


Türkei leugnet Völkermord

April 28, 2011

In der Rhonestadt soll ein Mahnmal an die Opfer des Völkermords an den Armeniern erinnern. Die offizielle Türkei und Türken in der Schweiz wollen das verhindern.

Am 24. April gedenken Armenierinnen und Armenier jeweils weltweit dem Völkermord im Ersten Weltkrieg, dem rund 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Ein geplantes Mahnmal für den Völkermord in Genf stösst nun auf vehemente türkische Proteste. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat die türkische Regierung beim Aussendepartement (EDA) gegen das geplante Monument interveniert.

Der Verband der Türken der Romandie will das Mahnmal verhindern, «koste es, was es wolle», wie der Verband jüngst seinen Mitglieder schrieb. Der Verband ruft die Genfer Türken dazu auf, die verantwortlichen Genfer Politiker abzuwählen. Zudem droht der Verband, die Schweiz müsse ihre Vermittlung im armenisch-türkischen Konflikt beenden, wenn das Mahnmal gebaut werde.

Das EDA reagiert wegen der türkischen Proteste alarmiert und hat bei der Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno (sp.) interveniert, wie die «NZZ am Sonntag» weiter berichtet.

Obama vermeidet das «G-Wort»

US-Präsident Barack Obama hat am Samstag an die Tötung von rund 1,5 Millionen Armeniern auf dem Gebiet der heutigen Türkei während des Ersten Weltkrieges erinnert. Er sah aber erneut davon ab, von einem Völkermord («genocide») zu sprechen. Der Massenmord sei «eine der schlimmsten Gräueltaten des 20. Jahrhunderts», hiess es in einer schriftlichen Stellungnahme Obamas.

Während seiner Kandidatur für das Präsidentenamt hatte Obama wiederholt versprochen, den Völkermord an den Armeniern als solches anzuerkennen, sollte er Präsident werden. In seiner Erklärung betonte Obama, seine Betrachtungsweise der damaligen Ereignisse habe sich seit dem Präsidentschaftswahlkampf nicht geändert. «Eine vollständige, aufrichtige und gerechte Anerkennung der Fakten ist in unser aller Interesse», hiess es.

Türkischer Botschafter: «inakzeptabel»

Seit seinem Amtsantritt 2009 hat Obama das Wort Völkermord im Zusammenhang mit den Ereignissen im Jahr 1915 aber nie benutzt. Grund dafür ist offenbar der Widerstand der Türkei, einem wichtigen NATO-Verbündeten der USA.

Der türkische Botschafter in den USA, Namik Tan, wies Obamas Kritik umgehend zurück. Dessen Erklärung zeuge von einer «ungenauen, fehlerhaften und politisch einseitigen Geschichtsbetrachtung», erklärte er. Obamas Aussagen seien daher «inakzeptabel» und «unvertretbar».

Für Türkei «kriegsbedingte Massnahmen»

Die meisten Historiker betrachten die Tötungen der Armenier während des Ersten Weltkriegs auf dem Gebiet des damaligen Osmanischen Reichs als den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Sie gehen von über einer Million bis zu 1,5 Millionen getöteten Armeniern aus. Das Morden hatte sich auch gegen christliche Aramäer und Assyrer sowie Griechen, insbesondere an der Schwarzmeerküste, gerichtet. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte der Anteil an Menschen christlichen Glaubens in Kleinasien noch rund 25 Prozent an der Gesamtbevölkerung betragen. Heute sind es in der Türkei wenige Promille.

Die türkische Regierung und mit ihr grosse Teile der Bevölkerung leugnen den Völkermord jedoch noch immer. Bei den erzwungenen Gewaltmärschen bis in die syrische Wüste habe es sich um kriegsbedingte Massnahmen mit rund 200 000 Opfern gehandelt.

24. April als Gedenktag

Armenien gedenkt jeweils am 24. April der Opfer der Massaker – am 24. April 1915 nahmen die Behörden des Osmanischen Reiches im damaligen Konstantinopel über 200 armenische Intellektuelle und Gemeindevertreter fest. Diese Verhaftungen gelten als der Anfang der Verbrechen an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917.

Armenien und verschiedene Länder des Westens, darunter die Schweiz, fordern, dass die Tötung von 1,5 Millionen Armeniern als Völkermord eingestuft wird.

quelle


so tolerant ist der Islam gegenüber Homosexuellen

April 28, 2011

“Homosexualität gilt in der Türkei als tabu. Es ist das Schlimmste, was einem Menschen widerfahren kann und wird als schwere Sünde gewertet”, sagte Fatma Sonja Bläser. Lesbische Frauen würden in Deutschland zwangsverheiratet, teilweise mit sehr alten oder behinderten Männern. Ihre Ehe bestünde aus permanenter Vergewaltigung, quasi als Strafe und zum Kurieren zugleich. Homosexuelle Frauen würden in Deutschland zu einer Art Teufelsaustreiber oder zu einem Imam geschickt. Dort würden sie geschlagen, in den Unterleib getreten oder auch vergewaltigt. Lesbische Frauen würden von ihren Landsleuten zum Suizid aufgefordert. Bläser: “Ein Vater sagte mir, er fasse seine lesbische Tochter nicht mal an, um sie zu töten. Das solle sie selbst tun, um die Familienehre wieder herzustellen.” Manche Familienoberhäupter gingen sogar so weit, dass sie die Mutter der Lesbierin gleich mit bestrafen, weil sie an der vermeintlichen Anomalie schuld sei.

In der Türkei ist Homosexualität trotz dieses Umgangs mit dieser Problematik kein Straftatbestand, wohl aber in anderen muslimischen Ländern, aus denen Migranten nach Deutschland kommen, führte Bläser weiter aus. So könnten gerade Einwanderer aus Afghanistan, Iran, Jemen oder Sudan mit dem offenen Umgang, den die Deutschen mit homosexuellen Mitmenschen pflegen, nicht umgehen. Diese Länder vollziehen an Homosexuellen die Todesstrafe, teilweise durch Steinigung…

quelle


Minister findet Ehelosigkeit riskanter als Atomkraft

April 28, 2011

Der türkische Energieminister trotzt dem Atomunfall in Japan und rechtfertigt eigene Atompläne mit einer Studie: Das Single-Dasein sei riskanter als Atomkraft….
welt


Iran und Syrien bekämpfen die arabische Demokratie

April 28, 2011

Mit andauernden Unruhen erstarken Hisbollah und Hamas in Teheran und im Damaskus. Sie wollen die Demokratisierung im arabischen Raum verhindern….
welt


Der UN-Menschenrechtsrat ist antiisraelisch

April 28, 2011

Welt Online: Der UN-Bericht des südafrikanischen Juristen Richard Goldstone über den Gazakrieg 2008 war in den vergangenen Jahren eines der wesentlichen Instrumente, um Israel in der Welt zu diskreditieren. Was haben Sie empfunden, als Goldstone nun seine härtesten Vorwürfe zurücknahm? Wut oder Erleichterung?

Avigdor Lieberman: Ich kann ihn verstehen. Sehen Sie, die Fakten schienen so schwerwiegend, das Bild so klar. Aber für uns war es wichtig, alles zu überprüfen. Wir brauchen keine Bestätigung von anderen, wir sind mehr als 400 unterschiedlichen Vorwürfen nachgegangen, die radikal-islamische Hamas nicht einem. Oder nehmen Sie den UN-Menschenrechtsrat – er ist antiisraelisch, seine Scheinheiligkeit ist überwältigend. Die Staaten, die uns verurteilen, heißen: Nordkorea, Iran, Kuba oder Simbabwe. Israel hat selbst ein starkes und unabhängiges Rechtssystem.

Lieberman: Israel hat über die vergangenen Jahre rund 12.000 einschlagende Raketen ertragen müssen. Wie würden die Deutschen reagieren in dieser Lage? Eine militärische Aktion ist immer eine politische Entscheidung. Alle Welt sagt immer, die Sicherheit des israelischen Staates müsse gewährleistet werden. Was bedeutet denn das? 2005 haben wir den Gazastreifen geräumt, es war die Entscheidung des damaligen Regierungschefs Ariel Scharon, nicht meine. Ich erinnere mich an mein letztes Gespräch mit Scharon, bevor er mich aus seinem Kabinett warf. Ich fragte ihn, warum er den Gazastreifen räume. Er sagte, er wolle den Palästinensern die Möglichkeit geben, ihren eigenen Staat aufzubauen. Er sagte, du wirst sehen: Der Gazastreifen wird ein neues Hongkong oder Singapur im Nahen Osten. Aber anstatt eines Singapur oder Hongkong haben wir nun ein terroristisches Regime an der Regierung, das Waffen schmuggelt, uns provoziert. Und ich sehe keine internationalen Bemühungen, uns zu helfen. Wir sind bereit, wenn die internationale Gemeinschaft, wenn Europa oder die Nato Verantwortung übernehmen würden. Wir haben sehr schlechte Erfahrungen mit Europa gemacht: Bevor wir den Gazastreifen verließen, haben wir mit der EU einen Vertrag geschlossen, dass die Union die Kontrolle über den Rafah-Grenzübergang zwischen Ägypten und Gaza übernehmen würde. Als die Hamas die Macht in Gaza übernommen hatte, sind die EU-Beobachter einfach über Nacht abgezogen, ohne uns zu informieren.

Welt Online: Sie sagen also, die Europäer reden nur, handeln aber nicht?

Lieberman: Ich sehe die Situation im Südlibanon, wo 11.000 UN-Soldaten stationiert sind. Aber sie unterbinden weder Waffenschmuggel von Syrien in den Libanon noch das Treiben der Hisbollah. Das verstößt gegen UN-Resolutionen. Wenn wir jemals das Westjordanland räumen sollten, hätten wir dort die gleiche Situation wie in Gaza und im Südlibanon. Israel wäre dann umzingelt von iranischen Satelliten: Hisbollah an unserer nördlichen Grenze, Hamas in Gaza und Westjordanland – nur zehn Minuten entfernt vom Sitz des israelischen Regierungschefs….
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Nigeria: Moslems greifen Christen an

April 28, 2011

In Kano, der größten Stadt im muslimischen Norden, gingen überwiegend junge Anhänger Buharis auf die Straße und lieferten sich Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.

Die mit Dolchen, Stöcken und Brettern bewaffnete Menge griff zwei Menschen an, die sie aufgrund ihrer Kleidung als Christen einordneten. Auch in weiteren nördlichen Bundesstaaten kam es zu Krawallen. Mancherorts schossen Soldaten in die Luft, während Militärhubschrauber über den Straßen kreisten…

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EU pumpt Hunderte Millionen in wohlhabende Türkei

April 28, 2011

Weniger als die Hälfte des Geldes aus Brüssel kommt wirklich armen Ländern zugute. Größter Nutznießer der EU-Hilfen ist ausgerechnet die Türkei.

welt


Iran hilft Syriens Regime gegen die Demonstranten

April 28, 2011

Laut US-Geheimdiensten liefert Teheran Technik an Syriens Machthaber. Mit den Geräten wollen die Machthaber die Demonstrationen niederschlagen.
welt


SPD und Grüne “machen Rechtsradikale salonfähig”

April 28, 2011

Rot-Grün droht Krach mit eigener Klientel: Die türkeistämmigen Aleviten schimpfen, SPD und Grüne seien Gehilfen des türkischen Ministerpräsidenten.

Um die Sympathien von Türkeistämmigen mussten sich SPD und Grüne bislang kaum kümmern, sie fielen ihnen zu. Das könnte sich nun ändern. Bei den türkeistämmigen Aleviten verliert Rot-Grün derzeit massiv an Ansehen. Jüngst kam es gar zum Eklat zwischen Rot-Grün und der Alevitischen Gemeinde Deutschlands. Ein Gespräch über die Ursachen mit Ali Ertan Toprak, dem zweiten Gemeindevorsitzenden.

Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
Toprak wirft SPD und Grünen vor, zu Handlangern des türkischen Staates zu verkommen

Welt Online: Herr Toprak, Sie sind Grünen-Mitglied. Trotzdem scheint es, als kühle sich Ihr Verhältnis zu Rot-Grün derzeit ab, oder?

Ali Ertan Toprak: Allerdings, SPD und Grüne beziehen in der Islampolitik Positionen, die sich immer deutlicher von unseren unterscheiden. Die Parteien, die früher zum Beispiel für Frauenrechte auf die Straße gingen, zeigen heute Verständnis für die Rolle, die der traditionelle Islam der Frau zuweist, also für ihre Unterdrückung. Man hat den Eindruck, als dürfe man bei SPD und Grünen nicht über die Wertekollision des Islam mit unserer freiheitlichen Gesellschaft diskutieren.

Welt Online: Enttäuscht fühlten sich jüngst von Ihnen aber rot-grüne Politiker. Die feierten den bundesweit ersten geplanten Islamunterricht in NRW als rot-grünes Projekt. Doch von Ihnen kam heftige Kritik.

Ali Ertan Toprak: Weil auch wir enttäuscht waren. Seit Jahren fordern wir, dass neben dem bereits eingeführten alevitischen Religionsunterricht auch islamischer Unterricht erteilt wird. Aber die Frage ist: mit wem? Rot-Grün setzt in NRW wie im Bund auf den Koordinierungsrat der Muslime (KRM) als Muslimvertreter. Das ist unverantwortlich.

Welt Online: Es gibt keine anderen Verbände. Und ohne kann man keinen bekenntnisorientierten Unterricht aufbauen.

Ali Ertan Toprak: Aber keiner der im KRM versammelten Verbände ist eine anerkannte Religionsgemeinschaft. Und alle sind auf ihre Weise problematisch. Die Ditib ist ein Ableger des türkischen Staates und soll dessen Interessen durchsetzen. Die Ditib-Imame müssen sogar einen Eid ablegen, dass sie dem türkischen Nationalismus ewig treu sind.

Als einziger Verband besitzt die Ditib im KRM ein Vetorecht. Ankara bestimmt demnächst also, was muslimische Schüler hierzulande lernen. Und in zwei der anderen Verbände sind vom Verfassungsschutz beobachtete antisemitische Islamisten wie die Milli Görüs oder türkische Rechtsradikale einflussreich. Laut Rot-Grün sollen sie offenbar entscheiden, welcher Islam in deutschen Schulen künftig gelehrt wird.

Welt Online: Das Curriculum ist aber weitgehend vorgegeben. Viel Einfluss haben die Verbände nicht.

Ali Ertan Toprak: Aber selbst wenn dem so wäre: Warum verkauft Rot-Grün die Zusammenarbeit mit Islamisten und Ultranationalisten auch noch lautstark als Erfolg? Hier werden Radikale salonfähig gemacht und rechtsstaatliche Standards gebeugt.

Welt Online: Aber seit 50 Jahren leben Muslime hier, müssen die nicht endlich einen bekenntnisorientierten Religionsunterricht bekommen?

Ali Ertan Toprak: Es gäbe ja eine Alternative: Die Bundesländer könnten die neutrale Islamkunde anstelle des bekenntnisorientierten Unterrichts weiterentwickeln. Für die Islamkunde braucht ein Land auch nicht mit einem Muslimverband zu kooperieren.

Welt Online: Aleviten klingen manchmal recht leidenschaftlich, wenn sie die bundesrepublikanischen Muslimverbände kritisieren. Warum?

Ali Ertan Toprak: Weil die türkeistämmigen Aleviten wissen, wie türkische Rechtsradikale, Islamisten und der türkische Staat Andersgläubige diskriminieren und zum Teil sogar verfolgen. Als zum Beispiel 1993 in der Türkei 35 Aleviten und Intellektuelle bei lebendigem Leib verbrannt wurden, waren es auch Vertreter der Milli Görüs, die den Mob aufgehetzt hatten.

Bereits in den 70ern verübten türkische Rechtsradikale Pogrome an Tausenden Aleviten. Einer der damaligen Rädelsführer ist der Gründer und Ehrenvorsitzende des Verbandes ATIB, der nun über den Zentralrat der Muslime mit am Tisch sitzen darf. Und der türkische Staat versucht noch immer, Aleviten zwangsweise in sunnitische Muslime zu verwandeln, auch in Deutschland. Über diese Zwangsassimilierung spricht bei SPD und Grünen aber niemand.

Welt Online: Drohen Ansätze von Zwangsassimilierung auch hierzulande?

Ali Ertan Toprak: Es sah zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen eine Zeit lang so aus, als lasse sich Rot-Grün zum Gehilfen der türkischen Zwangsassimilierung machen. Die Vertreterin des NRW-Schulministeriums erklärte sogar in der Islamkonferenz, dass alle als muslimisch erfassten Kinder für den Islamunterricht verpflichtend angemeldet werden sollten.

Welt Online: Also auch alevitische Kinder, wenn sie einen türkischen Pass haben?

Ali Ertan Toprak: Genau, der türkische Staat drückt jedem seiner Bürger den Stempel „Islam“ in den Ausweis, ob im In- oder Ausland. Eine Minderheit der hiesigen Aleviten hat aber auch die türkische Staatsbürgerschaft. Wenn diese alevitischen Kinder erst im Islam-Unterricht sitzen und sich dort abmelden müssen, wird unweigerlich sozialer Druck einsetzen, dieses Bist-du-kein-Moslem-oder-was-Mobbing, das wir aus der Türkei zur Genüge kennen.

Dort müssen außer den Christen alle Kinder den Zwangsislamunterricht besuchen. Wer sich wehrt, bekommt nicht nur sozialen, sondern auch juristischen Druck zu spüren. Eine Light-Variante drohte bislang in NRW.

Welt Online: Sie haben bei SPD und Grünen in NRW wegen dieser Gefahr interveniert.

Ali Ertan Toprak: Die Regierungsfraktionen haben mir diese Woche garantiert, dass es keine automatische Anmeldung aller Pass-Muslime zum Islamunterricht mehr geben soll. Aber diese Fahrlässigkeit des Schulministeriums hat uns schon beunruhigt. Um ein Haar hätte sich Rot-Grün zum Handlanger der Türkei und ihrer Homogenisierungspolitik gemacht.

Welt Online: Auf die Spitze getrieben wurde das Misstrauen gegen Rot-Grün aber durch andere Ereignisse?

Ali Ertan Toprak: Ja, die Alevitische Gemeinde wurde vom Bundesfamilienministerium beauftragt, ein Aufklärungsprojekt gegen Extremismus unter Türkeistämmigen aufzubauen. Zu dem Zweck haben wir zum Beispiel dem NRW-Integrationsministerium einen Fragebogen geschickt, in dem wir um Einschätzungen baten zu Ausmaß und Ursachen von Islamismus und Nationalismus unter jungen Türkeistämmigen.

Welt Online: Mit welchem Ergebnis?

Ali Ertan Toprak: Mit gar keinem. Die Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin antwortete gar nicht, dann fragten wir bei ihrem Abteilungsleiter nach. Der verweigerte jede Auskunft und ließ mir vor Zeugen und von ihm unbestritten ausrichten, ich sei ein „opportunistisches Arschloch“.

Welt Online: Weil Ihr Projekt vom CDU-geführten Bundesfamilienministerium geleitet wird, obwohl Sie als Grüner doch Rot-Grün verbunden sein sollten?

Ali Ertan Toprak: Das war vermutlich der Hintergedanke. Geschockt sind wir aber nicht nur von der Respektlosigkeit, sondern von der offenbar fehlenden Bereitschaft der Landesregierung, sich mit islamistischen und ultranationalistischen Tendenzen unter Türkeistämmigen zu beschäftigen. Auf dem rechten Auge ist Rot-Grün in NRW wie anderswo oft blind – wenn es um Migranten geht.

Welt Online: Was geschah nach dem verbalen Aussetzer aus dem Ministerium?

Ali Ertan Toprak: Die Alevitische Gemeinde hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 18. März angeschrieben, personelle Konsequenzen gefordert und um eine baldige Antwort gebeten. Doch die Staatskanzlei hat sich nicht gerührt.

Welt Online: Wie erklären Sie sich das?

Ali Ertan Toprak: SPD und Grüne halten uns Aleviten offenbar für Störenfriede, weil wir fordern, Nationalismus und Extremismus überall zu ächten – auch unter Türkeistämmigen. Dazu fehlt bei SPD und Grünen die Bereitschaft, vermutlich mit Blick auf Wählerstimmen.

Wir werden also unbequem und bekommen sofort die kalte Schulter gezeigt. Auch auf Bundesebene beobachte ich bei SPD und Grünen eine Tendenz, Migranten nur zu schätzen, solange sie uns „anwaltlich“ vertreten dürfen. Das nennt man Bevormundung.

Welt Online: Ein Beispiel?

Ali Ertan Toprak: Wie kann die Bundes-SPD fordern, alle Migranten sollten sich aus der Islamkonferenz zurückziehen, weil der Bundesinnenminister sich distanziert zum Islam geäußert hat? Das ist doch unsere Entscheidung! SPD und Grüne sollten sich nicht zu sicher fühlen. Inzwischen haben die Aleviten auch in anderen Parteien Wurzeln geschlagen.

In der CDU hat sich ein Christlich-Alevitischer Freundeskreis gegründet. Niemandem ist entgangen, dass es die CDU war, die in der Islamkonferenz erstmals mit den Migranten gesprochen hat – und nicht nur über sie. Und Aleviten wissen zu schätzen, dass zumindest die Bundes-CDU wachsamer gegenüber extremistischen Türkeistämmigen ist als Rot-Grün.


Al-Qaida drohte mit Atombombe in Europa

April 28, 2011

Die Nummer drei des Terrornetzwerks kündigte Geheimdienstunterlagen zufolge einen “atomaren Höllensturm” an, sollte Bin Laden gefangen genommen werden….
welt


Kurze Blogpause

April 3, 2011

Aus zeitlichen Gründen – erfolgt eine kurze Blogpause von einer Woche.

Koran-Demonstranten köpfen Uno-Mitarbeiter

Sie protestierten gegen die Verbrennung eines Koran-Buchs in den USA und stürmten eine Filiale der Vereinten Nationen: Ein Mob wütender Demonstranten hat das Uno-Büro im nordafghanischen Masar-i-Scharif angegriffen. Mehrere Mitarbeiter wurden getötet – zwei von ihnen offenbar enthauptet. …
Spiegel

Islam heißt Frieden!


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