“Freiheit ist für Frauen nicht vorgesehen” Kelek

Februar 28, 2011

Dr. Necla Kelek ist eine Frau klarer Worte. “Kultureller und politischer Islam lassen sich nicht voneinander trennen”, sagte die Soziologin bei ihrem Vortrag aus dem Buch “Himmelsreise” in der VHS. In dem ging die gebürtige Türkin hart mit den patriarchalen Strukturen in der muslimischen Welt und unter Migranten in Deutschland ins Gericht.

Die Brisanz des Themas zeigte sich schon am Eingang der Aula: Zwei Polizisten bewachten die Veranstaltung, zu der mehr als 100 Zuhörer gekommen waren. “In Hagen hatte ich schon einmal das Problem, dass Muslime die Veranstaltung gestürmt und mich als Ungläubige beschimpft haben.” Wenige Minuten später zeigt sich warum. Denn die Islamkritikerin forderte Migranten in Deutschland zum Umdenken auf.

“Viele Muslime sehen sich noch immer als Türken. Sie akzeptieren Europa nicht als neue Heimat.” Dabei spiele der Islam eine wichtige Rolle. Denn die Freiheit trage in der muslimischen Welt eine andere Bedeutung, als in der westlichen Welt. “Dort bedeutet sie die bewusste Entscheidung, dem Willen Allahs zu dienen”, sagt Kelek, die mit dem Islam groß geworden ist. “Für Frauen ist die Freiheit nicht vorgesehen. Sie stehen unter dem Schutz der Männer oder Väter vor anderen Männern.”

Diese Einstellung kollidiere mit europäischen Wertvorstellungen. Das Kopftuch sei ein Zeichen dafür. “Mit ihm wird die Rolle von Opfer und Täter verkehrt.” Denn mit der Verhüllung habe die Frau dafür Sorge zu tragen, dass sie bei Männer kein Verlangen erregt. “Es trägt nicht der Täter eines sexuellen Übergriffes die Verantwortung, sondern die Frau, die sich nicht ausreichend verhüllt.” Schon kleine Mädchen würden durch das Kopftuch als “Sexualobjekte” gekennzeichnet.

Muslime, die nach Deutschland kommen, seien größtenteils nicht willens, diese Ansichten abzulegen. Dabei sei das eine Voraussetzung für Integration.

Das Erlernen der Sprache reiche nicht aus. “Ich begreife die Freiheit in Deutschland nicht als Service-Station für fremde Kulturen, sondern als den Inhalt einer Wertegemeinschaft.” Nicht umsonst wählte die Wissenschaftlerin zum Beschreiben dieser Inhalte die aufklärerischen Philosophen Kant und Montesquieu. “Der Islam als Religion hat die Aufklärung noch vor sich.”

In der anschließenden Diskussion besprachen die Teilnehmer die Rolle des Islam bei den Revolutionen in Nordafrika. “Ich kann den jungen Menschen nur raten, sich weiterhin für die Freiheit im Land einzusetzen. Sonst könnte die Revolution eine Enttäuschung werden”, sagte Kelek dazu. Auch das umstrittene Buch von Thilo Sarrazin wurde zum Thema. “Diese Angst in der Bevölkerung ist da, ob Sarrazin darüber schreibt oder nicht.” Darum müsse man sich damit auseinandersetzen.

Schlüssel zur Lösung des Problems sei, dass Migranten sich nicht weiter als Opfer stilisierten und Europäer Muslime nicht als Mündel betrachteten. “Die Situation der Muslime in Deutschland ist nicht von der schlechten sozialen Lage bestimmt, sondern vom kulturellen und politischen Islam.”


Rassismus gegen deutsche Schüler

Februar 28, 2011

Zu diesem Thema lud die Konrad-Adenauer-Stiftung die Berliner FAZ-Journalistin Regina Mönch ins Goethe-Theater zu einer Podiumsdiskussion ein. Ergebnis: Eine hitzige Debatte, Protestflugblätter und Buhrufe.

Mönch: „Immer häufiger übernehmen türkische und arabische Jugendbanden mit gefährlichen Überlegenheitsfantasien das Kommando auf unseren Schulhöfen. Andere Mitschüler sind für sie Schweinefleischfresser und Hurenkinder. An den Schulen herrscht Angst. Deutsche Jugendliche gehen ihnen aus dem Weg.“

Doch wie akut ist das Thema wirklich unter den Jugendlichen? Marina (16) aus Bremen-Nord: „Ich wurde schon als Nazi oder doofe Deutsche beschimpft. Meistens sind es ausländische Jungen, die sich in der Gruppe stark fühlen.“ Deniz (17): „Es gibt definitiv einen anti-deutschen Rassismus auf Schulhöfen. Ich habe das schon erlebt.“

Daniela (16) aus Gröpelingen: „Ich wurde auf dem Schulhof als scheiß Deutsche beschimpft. Einfach so, ohne Grund.“ Leyla (18), Berufsschülerin mit türkischen Wurzeln: „Ich habe viele deutsche Freunde. Wir gehen respektvoll miteinander um. Nur so können wir diesen bescheuerten Rassismus aktiv bekämpfen.“

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Armes Deutschland: Muslim wollte keinen Alkohol ins Regal sortieren

Februar 28, 2011

us religiösen Gründen weigerte sich ein Supermarkt-Mitarbeiter, Spirituosen ins Regal zu räumen. Der Betrieb kündigte ihm, der Mann geht dagegen juristisch vor – nun kommt der Fall vor das Bundesarbeitsgericht.

Erfurt – Er folgte seinem Gewissen und verlor den Job: Ein Muslim, der in einem Supermarkt angestellt war, weigerte sich strikt, alkoholische Getränke ins Regale zu räumen. Sein Glaube, so begründete er, verbiete ihm jeglichen Umgang mit Alkohol. Der Mann sollte nach längerer Krankheit wieder in der Getränkeabteilung arbeiten. Nach mehreren erfolglosen Aufforderungen setzte der Arbeitgeber den Mann schließlich im März 2008 vor die Tür. Seither klagt er gegen seinen Rauswurf. Am Donnerstag entscheidet das Bundesarbeitsgericht in Erfurt über die Kündigung.

“Der Zweite Senat muss prüfen, ob die Arbeitsverweigerung mit religiösen Gründen zu rechtfertigen ist”, sagt Inken Gallner, Sprecherin des höchsten deutschen Arbeitsgerichts. Eine generelle Antwort darauf haben die Juristen allerdings nicht. Inwieweit Arbeitnehmer aus Glaubens- oder Gewissenskonflikten Anordnungen verweigern dürfen, hängt immer von den einzelnen Umständen ab. Das Landesarbeitsgericht Hamm (Nordrhein-Westfalen) entschied etwa im Jahr 2002, dass Muslime nicht ohne das Einverständnis ihres Arbeitgebers zusätzliche Gebetspausen einlegen dürfen.

Dennoch sind höchstrichterlich bislang nur wenige dieser Fälle entschieden worden. “Das sind keine Massenstreitigkeiten”, sagt Gallner zu der geringen Zahl derartiger Verfahren. Für Aufsehen sorgen sie alle Mal. Zumeist geht es dabei um die Kleiderordnung.

Erst im vergangenen August erklärte das Bundesarbeitsgericht die Abmahnung einer Erzieherin aus Baden-Württemberg für rechtens, die im Kindergarten ihr Kopftuch nicht ablegen wollte. Im Dezember 2009 bestätigten die Bundesrichter die Kündigung einer Lehrerin aus Nordrhein-Westfalen, die im Türkischunterricht mit Kopftuch vor ihre muslimischen Schüler trat. Dagegen sah das höchste deutsche Arbeitsgericht im Jahr 2002 bei einer muslimischen Verkäuferin aus Hessen keinen Kündigungsgrund darin, dass sie sich weigerte, während der Arbeit ihr Kopftuch abzulegen.

Für öffentliche Diskussionen sorgte zuletzt das Ansinnen einer Muslimin, voll verschleiert mit einer Burka in der Frankfurter Stadtverwaltung arbeiten zu wollen. Ihr Arbeitsverhältnis wurde inzwischen einvernehmlich beendet.

Spiegel


Muslime: “Die Mädchen hier sind doch alles Huren”

Februar 24, 2011

Großbritannien beschäftigt sich mit einem alten Tabu: Muslimische Gangs, die weiße Jugendliche erst missbrauchen und dann auf den Strich schicken.

In Großbritannien sorgt eine bisher tabuisierte Abart sexuellen Missbrauchs mit rassistischen Untertönen für Aufsehen. Offiziellen Zahlen zufolge häufen sich in nordenglischen Städten die Fälle von Gangs junger Männer, die Mädchen zwischen zwölf und 16 Jahren den Kopf verdrehen und sie dann monatelang missbrauchen, vergewaltigen auf den Strich schicken.

Insgesamt 56 Männer wurden in den letzten Jahren wegen des sogenannten „grooming for sex“ verurteilt; Von den 56 Männern stammten 50 von pakistanischen Vorfahren ab. Die Opfer, insgesamt mehrere Hundert, waren überwiegend Weiße. „Um solche Verbrechen zu stoppen, müssen wir darüber reden“, sagt Kriminaloberinspektor Alan Edwards von der Polizei in West Mercia. „Aber alle sind zu ängstlich, über den ethnischen Faktor zu reden.”

Ein transnationales Forschungsprojekt mit Schwerpunkt in Holland beschrieb die Stimmungslage junger Männer aus Einwanderer-Familien: Viele würden „eifersüchtig über die Unschuld ihrer Schwestern wachen“, einheimische Mädchen hingegen bedenkenlos benutzen. Ein junger Mann marokkanischer Herkunft gab zu Protokoll: „Frauen sollten bei der Heirat Jungfrau sein. Die Frauen hier sind alle Huren.“

welt


Islamismus, nein danke!

Februar 23, 2011

Mubarak ist fort, ob aber aus Ägypten wirklich eine Demokratie wird, bleibt ungewiss. Ganz Arabien wankt auf einem schmalen Grat – fort von den alten Despoten, hin zu neuer Freiheit. Und an den Abgründen dieses zugigen Pfades lauert der islamische Fundamentalismus. Aus den warmen Stuben des Westens geizen unsere Politiker nicht mit guten Ratschlägen. Dabei sehen wir im Widerstand gegen den Islamismus selber eher feige aus.

Nach den Fällen Salman Rushdies und Theo van Goghs wagt kaum noch ein Schriftsteller Kritik am Islam. Auch die Karikaturisten und Kabarettisten haben damit aufgehört, seit dänische Zeichnungen einen Sturm islamistischer Gewalt ausgelöst haben. Inzwischen berichten sogar Lehrer und Universitätsdozenten von systematischen Einschüchterungen durch islamische Vereine, wenn in irgendeiner Disziplin vermeintliche Glaubensfragen tangiert werden. In Großstadtschulen toben muslimische Eltern, falls Mädchen mit Jungen im Sportunterricht turnen, Sexualkunde auf dem Plan steht oder über Israel diskutiert wird.

Im großen Kulturkampf üben wir kleines Zurückweichen. Kruzifixe werden in öffentlichen Gebäuden abgehängt. Nikolaus-, Weihnachts- und Osterfeiern verbannt man bereits aus deutschen Kindergärten. Selbst die Banken beginnen damit, die Sparschweine abzuschaffen, weil sie religiöse Gefühle von Muslimen verletzen könnten. Wir gewöhnen uns an einen asymmetrischen „Dialog der Kulturen“, der darin besteht, dass wir zusehends schweigen, zurück- und hinnehmen, wo die anderen fordern und austeilen. Dabei warnte uns schon Nietzsche: „Übertriebene Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen das eigene Ideal.“

Machen wir uns nichts vor: Der kulturelle Dschihad droht nicht nur in Kairo, er droht auch uns und organisiert einen internationalen Kommunikationsraum wie früher linke Spontigruppen an den Universitäten – mit einer subtilen Mischung aus latenter Gewalt, rhetorischer Aggressivität und moralisch aufgeladenen Opfermythen. Es geht ihm nicht um den Dialog, sondern um Stigmatisierung westlicher Werte. Sein Ziel ist es, den vorpolitischen Raum systematisch mit Denk-, Rede- und Kulturverboten zu belegen, bis irgendwann das Gute-Nacht-Gebet unserer Kinder als üble Provokation für den Propheten interpretiert werden kann. So baut sich in der Gesellschaft eine Mauer des Schweigens auf – und nur die Hassprediger in deutschen Moscheen werden ungestört immer lauter.
Schon sind Konvertiten, die vom Islam zum Christentum übertreten, regelmäßig mit dem Tod bedroht. Gewalt gegen muslimische Frauen, Zwangsheiraten, Ehrenmorde geschehen mitten in Deutschland. Kurzum: Ohne nennenswerten Widerstand schleicht sich das Totalitäre in unsere Gesellschaft. Man muss nicht gleich dem Pathos Oriana Fallacis („Europa ist nicht mehr Europa, Es ist Eurabien, eine Kolonie des Islam.“) oder dem Furor Alice Schwarzers („Das Kopftuch ist die Flagge des islamischen Kreuzzuges. Diese islamistischen Kreuzzügler sind die Faschisten des 21. Jahrhunderts.“) folgen, um zu erkennen, dass der Dialog der Kulturen auch damit beginnt, mutig die eigene Haltung zu vertreten. Und zwar bei uns selbst.
Focus


Kelek: Justizministerin bereitet “Scharia-Islam” den Weg

Februar 23, 2011

Die Kritik an den Integrations-Thesen von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) reißt nicht ab. Islamkritikerin Necla Kelek hat der Politikerin nun in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ) “Kulturrelativismus” vorgeworfen. Die Ministerin hatte davor gewarnt, den Islam als nicht in den Rechtsstaat integrierbar zu sehen.

“Die Justizministerin tut so, als würden alle Religionen dieselben universellen Prinzipien vertreten, als seien sie in ähnlicher institutioneller Verfassung”, schreibt Kelek in ihrem Gastbeitrag. “Dass wir es bei dem Islam mit einer Weltanschauung und Religion zu tun haben, die bisher nicht bereit ist, Politik und Religion zu trennen, weil sie auf dem Vorrang der göttlichen Offenbarung vor menschlichen Gesetzen besteht, wird wegdiskutiert.” Für die Islamverbände seien laut Satzung des “Koordinierungsrats der Muslime” Koran und Sunna unantastbar und verpflichtend. “Gerade das wäre rechtspolitisch von einer Justizministerin zu erörtern”, schreibt Kelek.

Diskussion um Islam vorurteilsbeladen?

Unter der Überschrift “Jeder Religion die gleiche Chance” hatte Leutheusser-Schnarrenberger einen Gastbeitrag in der der FAZ veröffentlicht. Darin warnte sie vor einer “derzeit geführten und zum Kampf der Kulturen stilisierten Integrationsdebatte”. Die Ministerin erinnerte an Reichstagsprotokolle, in denen katholische Gläubige als romtreue “Ultras” bezeichnet wurden, die “in Jesuitenschulen bildungsfern” unterrichtet würden. Das Déjà-vu der Argumente habe seine Ursache in einer damals wie heute geführten Integrationsdebatte. “Heute wird geargwöhnt, der Islam sei in seinem politischen Kern nicht in die demokratische Gesellschaft und damit auch nicht in den Rechtsstaat integrierbar”, so die Bundesjustizministerin.

Leutheusser-Schnarrenberger erklärte in ihrem Beitrag weiter: “Die Diskussion um den Islam und seine Rechtsregeln wird viel zu häufig vorurteilsbeladen, dafür aber umso unbeschwerter von Sachkenntnis geführt.” Über islamisches Recht müsste man zunächst “viel mehr wissen”. Erst dann dürfe es vom Standpunkt des Rechts aus kritisiert werden: “Wie Justitia müssen wir blind dafür sein, ob religiöse Bekenntnisse mit einem Gebetsteppich, einer Ordenstracht oder einem roten Segenszeichen auf der Stirn zutage treten oder im Gegenteil Bekenntnisfreiheit gelebt wird.”

“Justizministerin bereitet Anerkennung der Islamverbände vor”

In ihrem Beitrag zitiert Leutheusser-Schnarrenberger den Islamwissenschaftler Mathias Rohe. Ausgerechnet er wolle aber islamische Rechtsauffassungen “in unser Recht implantieren”, schreibt Kelek. “Er war es, der als Mitglied der entsprechenden Arbeitsgruppe der ersten Islamkonferenz mit dafür gesorgt hat, dass – gegen den Widerstand der säkularen Muslime – empfohlen wurde, das Kopftuch bei Kindern ‘als religiöse Vorschrift’ zu akzeptieren und an Schulen zu dulden”, heißt es weiter. Kelek stellt fest: “Die Justizministerin konstatiert, anstatt sich auf ein, wie sie meint, fragwürdiges jüdisch-christliches Erbe zu berufen, den Einfluss des Islam auf die Geschichte des Abendlands. Schließlich habe ein Muslim dafür gesorgt, dass das griechische Vernunftsdenken des Aristoteles für das Abendland gerettet wurde. Nur vergisst sie zu erwähnen, dass der von ihr wohl gemeinte Ibn Rushd, genannt Averroes (1126 bis 1198), von den islamischen Rechtsschulen dafür noch zu Lebzeiten geächtet, seine Werke verbrannt wurden und sie bis heute als Ketzerei gelten.”

Den Vergleich zwischen Katholizismus und Islam lehnt Kelek ab: “Ein Blick in die Berichte der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 würde ihr deutlich machen, dass es die katholische Kirche war, die ein vehementes materielles (und bis heute gut bezahltes) Interesse an der Trennung von Staat und Kirche hatte, und dass es die Liberalen und Demokraten waren, die die Kirchen auch über solche Auseinandersetzungen in die Schranken des säkularen Staates weisen mussten. Die christlichen Konfessionen haben in der Folge den säkularen Staat anerkannt, während bisher in keinem muslimischen Land eine solche Trennung vollzogen wurde. Selbst in der Türkei ist der Islam über die Religionsbehörde Diyanet faktisch Staatsreligion.”

“Offensichtlich bereitet die Justizministerin die Anerkennung der Islamverbände als Körperschaften des öffentlichen Rechts vor, obwohl diese die Voraussetzungen dafür nach bisheriger Ansicht des Innenministeriums weder erfüllen wollen und können”, schreibt Kelek. Leutheusser-Schnarrenberger wolle im Sinne des Scharia-Islam “dem religiösen Leben”, wie es zum Beispiel der vom Verfassungsschutz beobachtete Verein “Milli Görüs” definiere und Mathias Rohe legitimiere, rechtliche Geltung verschaffen. “Das ist ein weiterer Versuch, die Rückkehr der Religion in die Politik zu betreiben.” Mit keinem Wort erwähne sie aber die Probleme des Islam in dieser Gesellschaft, mit keinem Wort die Rechte der Frauen und den Schutz der Kinder, sondern schreibe nebulös von einseitigen Statistiken und Ausgrenzung, die Muslime zu erleiden hätten.

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FAZ


„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“

Februar 22, 2011

SEZESSION: Sehr geehrter Herr Professor Schachtschneider, in Ihrer Schrift Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam kommen Sie zu dem Schluß, daß der Islam keine grundgesetzlich geschützte Religion sei. Welche grundsätzlichen Unterschiede gibt es zwischen Christentum und Islam?

SCHACHTSCHNEIDER: Ich habe dargelegt, daß der Islam nicht durch Art. 4 Abs. 2 GG, die Gewährleistung der ungestörten Religionsausübung geschützt ist. Die Muslime können sich auf die Freiheit des Glaubens und die des Bekenntnisses berufen. Diese Grundrechte des Art. 4 Abs. 1 GG geben aber keine Rechte zum äußeren Handeln, sondern nur Rechte zu inneren Vorstellungen. Die Grundrechte müssen genau unterschieden werden.
Der Islam ist eine politische Religion, die ihre religiöse Rechtsordnung, die Scharia, durchsetzen will. Das Christentum ist demgegenüber nachhaltig säkularisiert. Es trennt das Religiöse vom Politischen, das Jenseits vom Diesseits, die Kirche vom Staat. Nur eine solche Religion kann den Schutz durch das Grundgesetz beanspruchen. Das ist die Logik des Religionspluralismus. Die Säkularisation ist die größte Kulturleistung Europas. Kein Bürger darf in einer Republik, die demokratisch sein muß, das Wort Gottes über die Gesetzgebung und die Gesetze stellen, und keiner darf versuchen, durch Mehrheitsentscheidung das Gemeinwesen zu einem Gottesstaat zu machen. Das mißachtet die Grenzen der Religionsgrundrechte.
Es kann kein Widerstandsrecht aller Deutschen gegen jeden, der unsere Verfassungsordnung zu beseitigen trachtet, und zugleich ein Grundrecht geben, dies zu unternehmen. Der Islam würde sein Wesen als Lebens- und Rechtsordnung aufgeben, wenn er sich säkularisieren wollte oder sollte.

SEZESSION: Sind die westlichen Demokratisierungsversuche im Irak oder Afghanistan zum Scheitern verurteilt, weil eine muslimische Mehrheitsbevölkerung besteht?
SCHACHTSCHNEIDER: Ja, der Islam ist seinem Wesen nach nicht demokratiefähig. Die islamische Religion ist eine Ordnung, die alles Handeln bestimmt. Deren uralten Gesetze gelten als von Allah herabgesandt. Der Koran und die koranische Tradition sind mit einer freiheitlichen demokratischen Ordnung, dem Kern unserer Verfassung, schlechterdings unvereinbar. Gottes Gesetze stehen nicht zur Disposition der Politik. Die Machthaber haben die Willen Gottes, was immer das sei, zu verwirklichen. Dafür ist jeder Muslim verantwortlich. Darum ist er zum Dschihad verpflichtet. Der Islam wird von der Umma, der weltweiten Gemeinschaft aller Muslime, verantwortet. Es gibt immer wieder vorsichtige Säkularisierungsansätze, gerade von Muslimen bei uns in der westlichen Welt. Aber diese Versuche sind gegenüber den machtvollen Verteidigern und Förderern des Islam chancenlos….

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Köln/Deutschland Europa :70-80% der Vergewaltigungen begehen Türken/Muslime

Februar 22, 2011

Alice Schwarzer findet beim Thema Vergewaltigung klare Worte, sie sagt etwa: »Ein Kölner Polizist hat mir kürzlich erzählt, 70 oder 80 Prozent der Vergewaltigungen in Köln würden von Türken verübt. Ich habe ihn gefragt: Warum sagen Sie das nicht, damit wir an die Wurzeln des Problems gehen können? Er antwortete: Das dürfen wir ja nicht, Frau Schwarzer, das gilt als Rassismus.«

Überall in der Welt gibt es seit einigen Jahren schon islamische Vordenker, Muftis oder Imame, die bei Vergewaltigungen unverschleierter Frauen den Frauen die Schuld geben. Unverschleiert und vergewaltigt? Selbst schuld! Nachdem auch der frühere Mufti von Kopenhagen zur Vergewaltigung unverschleierter Europäerinnen aufrief, stieg die Zahl der Vergewaltigungen in Skandinavien sprunghaft an.

Nach Angaben der norwegischen Zeitung Dagbladet waren schon 2001 immerhin 65 Prozent der
Vergewaltiger im Land »nicht westliche« Immigranten – eine Kategorie, die in Norwegen größtenteils aus Zuwanderern aus dem islamischen Kulturkreis besteht. Ein Professor von der Universität Oslo sagte der Zeitung damals dazu, ein Grund für den unverhältnismäßig hohen Anteil von Mitbürgern aus dem islamischen Kulturtkreis an den Vergewaltigungen sei, dass in deren Heimatländern »Vergewaltigung selten bestraft wird«, weil dort eben die Auffassung vertreten werde, dass »die Frauen für die Vergewaltigung verantwortlich sind«.

Ist das nur ein »Einzelfall«? Wenn in Augsburg Angst und Schrecken herrschen, wenn ein 15 Jahre alter Algerier Joggerinnen vergewaltigt, dann schauen wir politisch korrekt weg. Das sind doch alles nur »Einzelfälle«. Wenn ein iranischer Küchenhelfer eine Österreicherin vergewaltigt – ein »Einzelfall«. Wenn ein Migrant aus Frust über sein Leben in einem Berliner Park eine Frau vergewaltigt, dann lassen ihn die Richter laufen und verhängen eine milde Bewährungssrtrafe – denn das ist ja natürlich nur ein »Einzelfall«.Hauptsache unsere Mitbürger fühlen sich bei uns im toleranten westlichen Kulturkreis richtig wohl. Wenn in Köln ein Türke eine geistig Behinderte vergewaltigt – ein »Einzelfall«. Wenn Mitbürger Migrant Yaser El-Waly eine 20 Jahre alte Blinde vergewaltigt – ein »Einzelfall«. Wenn in Mainz ein Marokkaner eine 60-Jährige vergewaltigt – ein »Einzelfall«. Wenn ein Türke in Augsburg über eine Elfjährige herfällt – ein »Einzelfall«. Mitunter nennen Türken deutsche Frauen auf den Straßen inzwischen ganz offen »Schlampen und Nutten«. Wenn ein Migrant am Rüsselsheimer Bahnhof auf ein 16 Jahre altes deutsches Mädchen uriniert – ein »Einzelfall«. Wenn in Bremen sechs Türken eine 17-Jährige vergewaltigen – ein »Einzelfall«. Wenn Sex-Täter Sönmez B. (31) da draußen herumläuft – ein »Einzelfall«. Und was sagt uns das eigentlich, wenn ein Türke mitten in Mainz stolz brüllt: »Ich fick die Kanzlerin!« … Ist dann Kanzlerin Angela Merkel irgendwann auch nur ein »Einzelfall«?

Bei einem aktuellen britischen Gerichtsprozess gegen eine Gruppe von Vergewaltigern waren von den 56 Tätern 53 Pakistaner (50 der 56 Vergewaltiger waren Muslime). Die Richter müssen viel Verständnis für den Druck der Migranten haben, ein aktuelles Beispiel: Der 38 Jahre alte Koran-Lehrer Ashraf Miah, der ein ihm für den Koran-Unterricht anvertrautes vier Jahre altes Mädchen vergewaltigt hat, wurde gerade zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Unfassbar: Der Moslem hat insgesamt 13 junge Mädchen im Unterricht sexuell missbraucht – und die Strafe gilt für alle seine Vergewaltigungen. Man stelle sich einmal vor, wie hoch die Strafe wäre, wenn ein ethnischer Europäer 13 Kinder vergewaltigt hätte. Niemals würden deutsche Medien über Fälle wie jenen des Koran-Lehrers Ashraf Miah berichten. Dabei sind das alles eben kein »Einzelfälle«. Gerade erst hat auch der 67 Jahre alte Imam von Portsmouth, Hafiz Rahman, ein Kind im Koran-Unterricht vergewaltigt.

»Tournantes« werden in Frankreich junge Frauen genannt, die kollektiv von Migranten vergewaltigt werden. Man kennt das Problem auch in den USA, wo blutjunge Amerikanerinnen (bevorzugt unter 14 Jahren) von jungen Muslimen vergewaltigt werden, die sie dann zur Prostitution zwingen. Es gibt sie eben überall: Moslem-Gangs, die kaum zwölf Jahre alte Mädchen gemeinschaftlich vergewaltigen. Und das ist ganz sicher jeweils nicht nur ein Einzelfall.

Wo also liegen die Ursachen? Nehmen wir ein typisches islamisches Land wie Pakistan, wo mehr als 90 Prozent der Einwohner Muslime sind. Nach Angaben pakistanischer Zeitungen sind in Punjab/Pakistan 68 Prozent aller minderjährigen Vergewaltigungsopfer Mädchen und 32 Prozent kleine Jungen, sechs Prozent werden nach der Tat ermordet. 62 Prozent der im Land berichteten Kindervergewaltigungen geschehen demnach im Punjab. Man könnte diese Zahlen Land für Land in der islamischen Welt auflisten – sie sind alle schrecklich. Man spricht eben nur nicht darüber und schaut politisch korrekt weg, denn Vergewaltigungen sind in bestimmten Kulturkreisen die ganz normale Regel und nicht etwa die Ausnahme.

Warum das so ist, erklärt uns jetzt einer, der garantiert unverdächtig ist, ein Rechtsextremist zu sein: der britische Abgeordnete und Moslemführer Lord Ahmed. Er sagt nun, weil im islamischen Kulturkreis Heiraten unter engsten Verwandten üblich sind und erzwungen werden, bleibe den jungen Migranten häufig in Europa nichts anderes übrig als die Vergewaltigung ethnischer europäischer Mädchen, wenn sie einfach mal ihre Sexualität ausleben wollen. Die erschreckende Zahl der Vergewaltigungen, bei denen die Täter junge Moslems sind, liege an den vielen »Verwandtenheiraten«. Wenn Sie sich jetzt anschauen, wie viele Mitbürger aus dem islamischen Kulturkreis in Deutschland schon miteinander verwandt sind, bevor sie heiraten, dann wird Ihnen einiges klar werden. Aber sprechen Sie besser nicht darüber, das wäre politisch nicht korrekt. Denn es sind ja alles nur »Einzelfälle«..

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Zahl der Muslime wächst rasant

Februar 22, 2011

Bis 2030 erhöht sich der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung laut einer Studie auf mehr als ein Viertel. Indonesien wird als größter muslimischer Staat abgelöst.

Weltweit wird die Zahl der Muslime laut einer Studie binnen der nächsten 20 Jahre doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung. In den nächsten beiden Dekaden werde die muslimische Bevölkerung jährlich um 1,5 Prozent anwachsen, die Zahl der Nicht-Muslime dagegen nur um 0,7 Prozent, hieß es in der Studie des US-Instituts Pew Forum on Religion and Public Life. Im Jahr 2030 wird demnach der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung 26,4 Prozent ausmachen.

Bis dahin wird Pakistan Indonesien als Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung überholt haben, sagt die Studie weiter voraus. In Europa wird der Anteil der Muslime demnach von heute sechs Prozent auf acht Prozent steigen, von 44,1 Millionen Einwohnern islamischen Glaubens auf dann 58,2 Millionen.

In einigen europäischen Ländern wird der Anteil in den kommenden 20 Jahren noch stärker ansteigen. Die Studie listet unter anderem Belgien auf, wo der Anteil von sechs auf 10,2 Prozent wachsen soll, Frankreich, wo er von 7,5 auf 10,3 Prozent anwachsen dürfte, sowie Schweden, wo er sich auf zehn Prozent verdoppeln werde. In den USA dürfte der Anteil der Muslime demnach von weniger als einem auf 1,7 Prozent steigen. Für ihre Prognosen legte das US-Institut die aktuellen Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten zugrunde.

welt

Muslimische Bevölkerungsentwicklung 1990 – 2030
Posted on February 1, 2011 by Felix Strüning Drucken | Print

Die muslimische Weltbevölkerung wächst weiter und immer noch schneller als die nicht-muslimische. Das ist das Ergebnis der Ende Januar 2011 veröffentlichten Studie The Future of the Global Muslim Population des US-amerikanischen Pew Research Center und seinem Forum on Religion & Public Life. Darin werten die Forscher statistische Daten aus allen Staaten dieser Welt aus, um die Entwicklung der muslimischen Bevölkerungsanteile seit 1990 nachzuzeichnen und Prognosen bis zum Jahr 2030 zu machen.

Hier werden zunächst einige zentrale Ergebnisse zusammengefasst, ehe einzelne, für Europa bzw. Deutschland relevante Zahlen hinsichtlich ihrer Bedeutung diskutiert werden. Es geht dabei vor allem darum, auch für europäisch-vergleichende Perspektiven eine Forschungs- und Diskussionsgrundlage zu schaffen. 1

Weltweite Trends

Die muslimische Weltbevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren um 35 Prozent zunehmen. Geht man 2010 von 1,6 Milliarden Muslimen weltweit aus, dürften es 2030 bereits 2,2 Milliarden sein. Damit wächst die muslimische Bevölkerung rund doppelt so schnell (durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr), wie die nicht-muslimische (durchschnittlich 0,7 Prozent pro Jahr). Dennoch verlangsamt sich auch das muslimische Bevölkerungswachstum: Von 1990 bis 2010 gab es noch durchschnittlich 2,2 Prozent Muslime pro Jahr mehr (siehe Abbildung 1). Dabei hängt die Geburtenrate in muslimisch dominierten Ländern stark vom Bildungsniveau der Frauen ab: In den acht Ländern mit der geringsten üblichen Schulbildung für Mädchen bekommen diese durchschnittlich 5 Kinder. In den fünf Ländern mit der höchsten üblichen Bildung sind es im Schnitt nur 2,3 Kinder pro Frau.

Die weltweite muslimische Bevölkerung ist und bleibt im Verhältnis zur nicht-muslimischen sehr jung. Die Zahl der muslimischen Teenager und Zwanziger erreichte ihren Höhepunkt um die Jahrtausendwende. Dennoch wird sich der muslimische Anteil der 15- bis 29-jährigen Menschen weltweit von derzeit rund einem Viertel bis 2030 auf fast 30 Prozent erhöhen (1990 betrug er ein Fünftel).

Israel und der Nahe/Mittlere Osten 2

Mit Ausnahme von Israel, dem Libanon und dem Sudan werden alle Länder der Region im Jahr 2030 zu mindestens 75 Prozent muslimisch bevölkert sein, der Libanon und der Sudan zu über 50 Prozent. Auch in Israel wird der Anteil der Muslime von derzeit 17,7 Prozent in den nächsten zwanzig Jahren auf 23,3 Prozent steigen. Seit 1990 hatte sich die Menge der in Israel lebenden Muslime von 0,6 auf 1,3 Millionen mehr als verdoppelt. 2030 dürften es dann 2,1 Millionen sein.

Amerika

In den USA wird es 2030 voraussichtlich mehr als doppelt so viele Muslime geben wie jetzt, vor allem durch eine hohe Migration und die höheren Geburtenraten von Muslimen. Derzeit leben 2,6 Millionen Muslime in den Vereinigten Staaten, in zwanzig Jahren werden es 6,2 Millionen sein. Die USA sind auch die einzige Region weltweit, in der das jährliche Bevölkerungswachstum von Muslimen bis 2020 noch stark zunehmen und erst dann abfallen wird. Rund zwei Drittel der heute in den USA lebenden Muslime sind Zuwanderer der ersten Generation, also selbst zugezogen, die meisten davon aus Pakistan und Bangladesch.

In Kanada wird sich die Zahl der Muslime in den nächsten zwanzig Jahren sogar fast verdreifachen auf dann schätzungsweise knapp 2,7 Millionen.

Europa

Auch in Europa wird es bis 2030 rund ein Drittel mehr Muslime geben. Der Bevölkerungsanteil von derzeit 6 Prozent vergrößert sich auf 8 Prozent, d.h. 44,1 Millionen jetzt in Europa lebende Muslime werden in zwei Jahrzehnten 58,2 Millionen sein. Seit 1990 (29,6 Millionen) wäre das fast eine Verdopplung.

Der Großteil dieses Zuwachses geht dabei immer noch auf Migration zurück. Dennoch verlangsamt sich auch in Europa das muslimische Bevölkerungswachstum aufgrund sinkender Geburtenraten und einer zunehmend eingeschränkten Migration .

weiter zu Grafiken und Zahlen


Homosexuelle in der Türkei unerwünscht

Februar 21, 2011

Ein Provinzgouverneur braucht eine anständige Ehefrau, sagt der türkische Premier. Homosexuelle werden somit per se ausgeschlossen.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat seinen Provinzfunktionären erklärt, was sie unbedingt brauchen, wenn sie ihre Aufgaben bewältigen wollen: Eine anständige Ehefrau. Vor 66 neu ernannten Kaymakams, also Provinzfunktionären, die dem jeweiligen Gouverneur unterstehen, sagte Erdogan laut einem Bericht der Zeitung „Hürriyet“ in Ankara: „Kaymakams müssen, gemeinsam mit ihren Ehefrauen, alle möglichen Bürger zu Hause besuchen, die Probleme haben, und diese Probleme zusammen mit den Familien lösen.“ Erdogan deutete an, dass solche Visiten für Junggesellen nicht schicklich seien. Daher müssten alle Junggesellen unter den Kaymakams dringend heiraten.

„Junggesellen unerwünscht“, titelte Hürriyet, aber Erdogans Aussagen implizieren mehr: Dass nämlich Homosexuelle nicht Kaymakam werden sollten. Das versteht sich freilich von selbst, schon aus „gesundheitlichen“ Gründen: Man will ja gesunde Staatsdiener, und Familienministerin Selma Aliye Kavaf hatte vor einem Jahr öffentlich verkündet, „Homosexualität ist eine Krankheit und muss therapiert werden“. Über die am ehesten Erfolg versprechenden Therapien äußerte sie sich nicht genauer….

welt


Iran: Christen wegen “verderblichen Einflusses” verhaftet

Februar 21, 2011

Menschenrechtler sprechen von der größten Verfolgungswelle im Iran seit Langem. UN verlangen Aufklärung, Deutschland hält sich mit Kritik bedeckt.

Heiner Bielefeldt, UN-Sonderbeauftragter für Religionsfreiheit, wartet auf eine Antwort der iranischen Regierung. Er verlangt im Namen der Vereinten Nationen Aufklärung über die Massenverhaftung von Christen im Iran in den letzten Wochen. 60 Tage haben die iranischen Behörden Zeit, auf seine Fragen zu reagieren. Menschenrechtsorganisationen wie Open Doors oder Human Rights Watch sprechen von der größten Verfolgungswelle im Iran seit Langem. 70 evangelische Christen sollen in den Weihnachtstagen verhaftet, verschleppt, misshandelt und in einzelnen Fällen auch angeklagt worden sein, heißt es.

Das Center for Religious Freedom am Hudson Institute in Washington schätzt die Zahl der Verhafteten sogar auf 600. Die meisten würden ohne juristischen Beistand festgehalten und dürften auch nicht mit ihren Familien Kontakt aufnehmen. Als Grund für die Verhaftung habe der Generalgouverneur der Provinz Teheran wissen lassen, die Christen seien wegen ihres „verderblichen Einflusses“ festgesetzt worden. Morteza Tamadan kündigte an, weitere Personen festnehmen zu lassen….

welt


Indonesien: Muslimischer Mob zünden Kirchen an

Februar 19, 2011

Hunderte aufgebrachte Muslime haben auf der indonesischen Insel Java zwei Kirchen in Brand gesetzt und eine weitere beschädigt. Anlass dazu war laut Polizei ein aus ihrer Sicht zu mildes Urteil gegen einen Christen, der den Islam beleidigt hatte.

Temanggung – Etwa 1500 Muslime protestierten am Dienstag in der Stadt Java. Einige von ihnen zündeten zwei Kirchen an und beschädigten weitere – aus Wut über ein Urteil gegen einen Christen wegen Beleidigung des Islam. Der Mann war einem Polizeisprecher zufolge zu einer für derartige Vergehen zulässigen Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er Flugblätter, die den Islam beleidigen, verteilt hatte.

Der aufgebrachte Mob habe die Todesstrafe für den Christen oder seine Auslieferung an das Volk gefordert. Die Protestteilnehmer hätten die Scheiben von zwei Kirchen eingeschlagen und die Gebäude angezündet.

Während des Angriffs auf die Kirchen hätten die Demonstranten “Töten, töten” gerufen, sagte der Polizeisprecher. Sie hätten außerdem die Polizisten mit Steinen beworfen. Die Einsatzkräfte hätten daraufhin Tränengas eingesetzt und Warnschüsse in die Luft abgefeuert, mittlerweile habe sich die Lage beruhigt. Die Nachrichtenagentur Antara berichtete, ein Polizeifahrzeug sei angezündet worden.

Am Sonntag hatte eine Menge drei Mitglieder der muslimischen Minderheit der Ahmadi-Bewegung getötet. Zu dem Angriff hatte eine islamistische Gruppe aufgerufen, die Angehörige der Ahmadi-Bewegung als Ungläubige betrachtet. Indonesien ist das Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung.

Spiegel

Islam heißt Frieden!


Linke für Burka am Arbeitsplatz!!!

Februar 19, 2011

Die Linkspartei hat sich gegen ein generelles Verbot der Vollverschleierung am Arbeitsplatz ausgesprochen. Linke-Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz sagte, ein solches Verbot würde betroffene Frauen hindern, ein selbstständiges Einkommen zu erwirtschaften. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte am Mittwoch ein generelles Burka-Verbot im öffentlichen Dienst erlassen….

Focus

Da fehlen einem die Worte, über soviel Menschenverachtung der Rotfaschisten!


Türkei ist verloren – unter Führer Erdogan fest in islamistischer Hand

Februar 17, 2011

US-Botschaftsberichte zeigen, wie sehr sich Palästinenserpräsident Abbas über die Türkei ärgert. Israel sieht das Land längst als verloren an.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas lächelt, als er das rote Band durchschneidet. Neben ihm steht der türkische Präsident Abdullah Gül, ebenfalls in bester Laune. Es ist der 20. Juli 2009, und in Ankara wird an diesem sommerlichen Tag die neue Botschaft der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) feierlich eingeweiht. Die Stimmung wirkt gelöst, man ist unter Freunden. So scheint es zumindest. Doch bisher unveröffentlichte diplomatische Depeschen aus der US-Botschaft in Ankara, die “Welt Online” vorliegen, zeichnen ein anderes Bild.

n Wahrheit sei die Einweihung der PLO-Botschaft nur ein Vorwand für den Besuch von Abbas gewesen, hat der palästinensische Botschafter in Ankara, Nabil Maruf, den Amerikanern damals gestanden. Nicht nur die USA und die Israelis, auch die Palästinenserbehörde in Ramallah sorgt sich schon seit geraumer Zeit um die „stille Unterstützung der Hamas“ durch die Türkei, die der PLO-Beamte Maruf laut einer geheimen Depesche vom 3. Juni 2009 für „sehr gefährlich“ hält. Die Führung der türkischen Regierungspartei AKP habe ein „romantisches Verhältnis“ zur Hamas entwickelt. Diese türkische Annäherung an die radikale Hamas schwäche die Palästinenserregierung im Westjordanland.

Maruf hält zwei Dinge laut Botschaftsbericht für „besonders alarmierend“: Die wachsende Zahl der fragwürdigen NGO-Konferenzen zur Unterstützung Palästinas, die in Istanbul abgehalten würden, und Besuche von Hamas-Vertretern bei der Regierung in Ankara. Allein im Mai und Juni 2009 seien sieben Konferenzen in Istanbul abgehalten worden, die sich mit Palästina beschäftigten. Der PLO-Gesandte berichtet, so heißt es in der Depesche, dass zu den Teilnehmern „wohlbekannte Radikale aus der arabischen Welt“ gehörten.

Laut Depesche hat auch die US-Regierung mehrfach vergeblich „offiziell und inoffiziell“ moniert, dass die Konferenzen zur Sammlung von Spenden für die Hamas missbraucht würden. Eine Quelle der Amerikaner will von einem Führungsmitglied der Humanitarian Relief Foundation (IHH) zudem erfahren haben, dass der damalige außenpolitische Berater der türkischen Regierung und jetzige Außenminister Ahmet Davutoglu die IHH gebeten habe, eine Konferenzserie zu organisieren, damit er „einige der teilnehmenden kontroversen Figuren“ohne große Aufmerksamkeit treffen könne. Im Mai 2010, weniger als ein Jahr später, wird das türkische Schiff „Mavi Marmara“, mit Hilfsgütern und bewaffneten Schlägern beladen, im Mittelmeer auf dem Weg nach Gaza von israelischen Spezialeinheiten geentert. Bei der Kommandoaktion werden acht türkische Aktivisten getötet. Den angeblichen Hilfstransport hatte die IHH organisiert.

Auch die regelmäßigen Visiten von Hamas-Vertretern erregen den Unwillen des PLO-Botschafters. Allein im Juni habe die türkische Regierung zwei Hamas-Delegationen empfangen, beschwert er sich bei den Amerikanern. Er habe „bei verschiedenen Gelegenheiten“ vergeblich dagegen protestiert, sagt der frustriert wirkende Maruf. Zwar verstehe man im türkischen Außenministerium seine Bedenken, könne aber keinen Einfluss ausüben. Die Konferenzen seien privat organisierte Veranstaltungen, und die Hamas-Besuche seien nun einmal Teil der türkischen Politik, „mit allen Seiten zu sprechen“. Um seinen Beschwerden mehr Gewicht zu geben, habe er Präsident Abbas überzeugt, nach Ankara zu reisen, sagt Maruf. Die Einweihung der neuen Botschaft sei nur ein Vorwand, in Wahrheit wolle der Präsident im Gespräch mit Gül und Erdogan „in freundlicher Weise“ seinen Unmut zum Ausdruck bringen.

Das ambivalente Verhältnis der türkischen Regierung zur Hamas ist nicht neu und führt zu einer sehr offensichtlichen Doppelzüngigkeit gegenüber den Amerikanern. So ist der Zorn der USA groß, als im Februar 2006 der in Damaskus lebenden Exilführer der Hamas, Khaled Meschal, die Türkei besucht. Wenig glaubwürdig wirkt schon damals die Erklärung der Türken, man habe Meschal nur auf Drängen von Mahmud Abbas empfangen. Der Zorn im US-Kongress sei groß, ist in den Depeschen zu lesen. Das türkische Außenministerium hat alle Hände voll zu tun, den Schaden zu begrenzen.

Das Spiel wird sich noch einige Male wiederholen: Während des Gazakriegs im Januar 2009 gehört Premier Recep Tayyip Erdogan zu den schärfsten Kritikern Israels. Sogar Syriens Präsident Baschir al-Assad soll ihn damals gebeten haben, sich im Ton zu mäßigen. Man brauche die Türkei als Friedensvermittler im Nahen Osten, soll der syrische Machthaber nach dem Bericht eines israelischen Diplomaten gesagt haben.

Wieder muss das türkische Außenministerium alle Register ziehen. Am 20. Februar 2009 berichtet US-Botschafter James F. Jeffrey, Präsident Gül und besonders Außenminister Babacan wären sehr bemüht, die „extrem kritischen“ Bemerkungen von Erdogan gegenüber Israel aufzuarbeiten, die „traditionell starken türkisch-israelischen Beziehungen“ zu reparieren und „Ängsten in Washington und den europäischen Hauptstädten zu begegnen, die Türkei habe ihre Westorientierung“ beendet.

Doch die Beziehungen zu Israel verschlechtern sich weiter. Eine Depesche vom 23. November 2009 ist im Ton besonders pessimistisch. Neben dem Sicherheitsberater der israelischen Regierung, Uzi Arad, und Dan Shapiro, einem Fachmann der US-Regierung für den Nahen Osten, nehmen an dem Gespräch auch Mitarbeiter des Geheimdienstes Mossad und ranghohe Offiziere teil. Arad entwirft ein düsteres Bild: Die Türkei bewege sich unter der Führung der AKP vom Westen weg und strebe eine „neoottomanische“ Politik an, eine weitere Islamisierung des Landes.

Vertreter des Mossad sind der Ansicht, dass das Militär und die säkularen Parteien an Einfluss verloren hätten und die stärkste Gefahr für die AKP von noch radikaleren islamistischen Parteien ausgehe. Zudem habe der Mossad Hinweise darauf, dass die Türken dem Iran bei der Umgehung der Finanzsanktionen helfen und den iranischen Waffenschmuggel über Syrien an die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ignorieren würden. Über die weitere Zukunft ihrer Beziehungen zur Türkei machen sich die Israelis im November 2009 schon keine Illusionen mehr. Die Türken würden „Israel auf lange Sicht nicht brauchen“.

Noch deutlichere Worte findet der israelische Botschafter in Ankara, Gabi Levy. Erdogan sei ein „Fundamentalist“, der „uns mit religiösem Eifer“ hasse, zitiert die US-Botschaft ihn am 26. Oktober 2009. Nüchtern fügen die Amerikaner hinzu, ihre Kontakte „sowohl innerhalb als auch außerhalb der Regierung“ bestätigten die Einschätzung, dass der türkische Ministerpräsident Israel „vermutlich einfach hasse“.
welt


Afghane soll sterben, weil er an Jesus glaubt – Mit Folter zurück zum Islam

Februar 17, 2011

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes soll gehängt werden, weil er vom Islam zum Christentum konvertierte. Die britische „Sunday Times“ erzählt die Geschichte von Said Musa (45), der vor acht Monaten in Kabul verhaftet wurde.

Jetzt heißt es: Wenn er nicht binnen drei Tagen konvertiert, wird er gehängt.

Doch der Physiotherapeut, der schon hunderten verletzten Afghanen geholfen hat, bleibt hart. Er will bei seinem christlichen Glauben bleiben, auch wenn er dafür sterben muss.
Quelle

Ein Afghane soll hingerichtet werden, weil er zum Christentum übertrat – es sei denn, er bekennt sich wieder zum Islam. Vor acht Monaten wurde der Konvertit vor der deutschen Botschaft in Kabul verhaftet – dann folgten Folter und Schikane.

Islamabad – Der Fall beschäftigt die deutschen Diplomaten in Afghanistans Hauptstadt Kabul: Said Musa, ein 45-jähriger Physiotherapeut, soll am Galgen sterben, weil er vom Islam zum Christentum übertrat. Wie SPIEGEL ONLINE aus Kreisen der deutschen Botschaft in Kabul erfuhr, wurde Musa im Mai festgenommen, als er dort um Asyl bitten wollte.

Musa, der Anfang der neunziger Jahre im afghanischen Bürgerkrieg sein linkes Bein durch eine Minenexplosion verlor, wurde vor dem Eingang der deutschen Vertretung von Polizisten aufgegriffen und dem Geheimdienst NDS übergeben.

Der Festnahme war eine Hatz auf Christen vorausgegangen, ausgelöst durch einen Bericht eines afghanischen Fernsehsenders über westliche Missionare, die im mehrheitlich islamischen Afghanistan Menschen zum Christentum bekehrten. Der Beitrag hatte antichristliche Proteste von Studenten zur Folge. Präsident Hamid Karzai wies daraufhin das Innenministerium an, mit “sofortigen und strengen Maßnahmen diesem Phänomen entgegenzutreten”, wie seinerzeit sein Sprecher erklärte.

Afghanische Sicherheitskräfte gingen gewaltsam gegen Christen vor, durchsuchten Häuser, in denen sie Christen vermuteten. Viele Gläubige flohen ins Ausland.

Erstmals seit seiner Festnahme durfte Musa jetzt einem Journalisten ein Interview geben. Die Agenten hätten ihn “72 Tage lang gegrillt”, sagte er der “Sunday Times”. “Sie schlugen mich und folterten mich mit Stöcken. Sie sagten mir, ich solle zurück zum Islam konvertieren. Als ich mich weigerte, nannten sie mich einen dreckigen Ungläubigen”, zitiert die Zeitung ihn. Außerdem sei er aufgefordert worden, weitere Afghanen sowie Ausländer zu benennen, die Christen seien. Als er sich weigerte, sei er erneut geschlagen worden.

Später sei er in ein normales Gefängnis in Kabul verlegt worden, wo er sowohl von Gefängnismitarbeitern als auch von Mitgefangenen geschlagen und sexuell misshandelt worden sei.

Spiegel

Islam heißt Frieden und Toleranz!!


Jugendlicher im Iran wegen schwulem Sex zum Tode verurteilt

Februar 17, 2011

Weil er Sex mit einem anderen Mann hatte, will der Iran einen Jugendlichen hinrichten. Zuvor hatte ein Gericht in der südiranischen Provinz Fars den heute 18jährigen Ehsan wegen homosexueller Handlungen zum Tode verurteilt.

Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurde Ehsan fast einen Monat lang in einem Gefängnis gefoltert, bevor er die Tat zugegeben habe. Obwohl er vor Gericht sein Geständnis widerrufen hat und auch das angebliche Opfer seine Anschuldigungen zurücknahm, wurde er von fünf Richtern schuldig gesprochen. Bis zu seiner Hinrichtung bleibt Ehsan in einem Gefängnis in der Provinzhauptstadt Schiraz.

Pride


Erdogan und Türkei -der neue Faschismus – Interview mit Hüseyin Kocak

Februar 13, 2011

Hüseyin Kocak kandidierte 2009 für die Linkspartei für das Amt des Landrats in Kaiserslautern, trat dann später in die SPD über und sitzt mittlerweile für die CDU im Kreistag Kaiserslautern. Seine kritischen Positionen gegenüber dem Islam waren bei den Linken nicht gerne gesehen. Für Citizen Times sprach Benjamin Rösch mit dem Politiker über Türken in Deutschland, Integrationsprobleme und den Einfluss der türkischen Regierung auf “ihre” Bürger in der Bundesrepublik.

Citizen Times: Herr Kocak, als Deutscher mit türkischen Wurzeln und Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft im Saarland dürfte Sie die aggressive Außenpolitik des türkischen Ministerpräsidenten gegenüber Israel beunruhigen. Vor kurzem sprach Erdogan im Zusammenhang mit der Etablierung einer türkisch-arabischen Union unter Anspielung auf die Zeit der Kreuzzüge von einer “Lösung des Palästina-Problems”. Wohin wird dieser eingeschlagene Weg die Türkei führen?

Hüseyin Kocak: In erster Linie geht es einem National-Islamisten wie Erdogan nicht um angebliche Menschenrechtsverletzungen im Gaza, denn ansonsten müsste er sich auch um Darfur kümmern, wo Millionen Muslime durch Islamisten massakriert oder vertrieben wurden. Auch in der Türkei findet eine blutige Niederschlagung der Kurdenaufstände und eine faschistoide Unterdrückung der Nicht-Muslime statt. Da ist Israel, wo Araber weitestgehend Autonomie genießen, viel weiter als die Türkei. Islamisten wie Erdogan passt es nicht, dass ein demokratischer und nicht-islamischer Staat wie Israel im Nahen Osten existiert, der einfach nicht in ihr Bild passt. Dieser politische Weg wird die Türkei in die Rolle einer Marionette der Arabischen Welt führen – wo Erdogan bereits von Saudis üppig honoriert wird. Und die EU hält schläfrig an den Beitrittsverhandlungen fest.

Citizen Times: Sehen Sie das Erbe Atatürks in der Türkei in Gefahr oder ist es vielleicht sogar schon verloren gegangen?

Hüseyin Kocak: Nach dem Niedergang des Osmanischen Reiches, das als Kalifat mit der Scharia regiert wurde, war dank Atatürks Reformen eine moderne Republik entstanden. Diese Reformen hatten jedoch kein Fundament in Anatolien und haben sich letztlich als ein westliches Make-up entpuppt, das jetzt unter der AKP-Regierung abbröckelt. Das Experiment des Westens, die Türkei als ein musterhaft islamisches Land darzustellen und zum Partner zu nehmen, ist zu Gunsten der Islamisten bereits gescheitert.

Citizen Times: Teilen Sie die Auffassung vieler Türkei-Kritiker, dass die Regierung in Ankara aktiv zu verhindern versucht, dass sich türkische Einwanderer in Europa und insbesondere in Deutschland wirklich integrieren?

Hüseyin Kocak: Ja, sie versucht es zumindest und hat zum Teil auch Erfolg. An dieser Stelle sollten aber auch die Kritiker wissen, dass bereits hunderttausende integrierte Türken in Deutschland leben, bei denen Erdogan und andere Islamisten keinen Einfluss haben. Ich denke da an die ca. 900.000 Aleviten oder an säkulare Sunniten wie Bassam Tibi, Necla Kelek oder Lale Akgün und viele andere.

Der türkische Staat baut aber auch fleißig Moscheen und exportiert den Islamismus über Imame nach Deutschland. Er möchte auch Schulen bauen und später sollen türkische Kindergärten folgen. So etwas zeigt, dass die Regierung in Ankara uns Türken in Deutschland mitregieren möchte. Das, was die Osmanen durch ihre Kriege gegen den Westen nicht geschafft haben, die Islamisierung Europas, möchte Erdogan zweifellos mit solchen Maßnamen, durch die Einwanderung muslimischer Bürger nach Europa, sowie durch einen EU-Beitritt seines Landes schaffen. Länder wie Dänemark, Schweden oder Belgien, die wenig Einwohner haben, aber von einer massiven Einwanderung durch Muslime betroffen sind, sollen die ersten islamischen Länder in Westeuropa werden. Wenn die nicht-muslimische Bevölkerung die Minderheit im eigenen Lande ist, dann soll es ihnen genauso ergehen wie heute den Kopten in Ägypten, den Chaldäern im Irak oder den Armeniern in der Türkei.

Citizen Times: Insbesondere von Seiten linker Politiker in Deutschland wird die Integrationsverweigerung vieler muslimischer Einwanderer und ihrer Nachkommen oft alleine auf Diskriminierungserfahrungen zurückgeführt. Bei anderen Migrantengruppen, z.B. Vietnamesen oder Osteuropäern, zeigen sich diese Probleme dagegen aber nicht oder nicht so stark. Wo sehen Sie die Hauptursachen für diese Verweigerungshaltung?

Hüseyin Kocak: Diskriminierung? Na ja! Wir Muslime genießen hier ein Maximum an Religionsfreiheit. Davon können die Christen in den islamischen Ländern nicht einmal träumen. In der Türkei dürfen Kirchen keinen Besitz erwerben und keine Bankkonten führen. Menschen, die zum Christentum konvertieren, werden wie in Malatya nach der Scharia-Regelung geschlachtet oder leben undercover. Und trotz dieser Zustände haben die Christen ein höheres Bildungsniveau als der Durchschnitt der muslimischen Mehrheitsgesellschaft in der Türkei. Die meisten Muslime sehen sich hier gerne diskriminiert, weil sie die Aufklärung im westlichen Sinne, also die liberal-demokratischen Werte Europas, ablehnen und damit auf Unverständnis stoßen.

Citizen Times: Wie können Politik und engagierte Bürger Sie in Ihrer Arbeit unterstützen?

Hüseyin Kocak: Die Politik ist links von der Mitte nicht mehr zu retten. Die Linken gewähren uns Muslimen sogar wenn es um Antisemitismus oder Faschismus geht einen regelrechten Kulturrabatt. Dass genauso wie Linke auch Neo-Nazis mit den Islamisten kooperieren ist wohl jedem bekannt.

Die bürgerliche Mitte sollte die islamischen Reformisten unterstützend begleiten. Was die Europäisierung und die Reformation unserer Religion angeht, stehen jedoch wir Muslime allein in der Pflicht, uns kritisch mit unserem Glauben auseinander zusetzen. Hier kann weder die Politik noch die Mehrheitsgesellschaft etwas bewegen.

Citizen Times: Glauben Sie, dass es einen positiven Effekt hätte, wenn man in Deutschland wieder mehr Patriotismus einfordern und vorleben würde?

Hüseyin Kocak: Natürlich! Ich persönlich bin glücklich darüber, in einem Land der Dichter und Denker geboren zu sein, von dessen Wissenschaft die ganze Menschheit profitiert. Ich liebe dieses Land – trage aber auch eine Verantwortung für die sonnige und schattige Vergangenheit. Diese Verantwortung ist auch der Grund für meine Mitgliedschaft in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Menschen sollten durch einen demokratischen Patriotismus an Ihrer Identität festhalten. Sonst machen es wieder die Falschen, die diesem Land in der Vergangenheit sehr geschadet haben. Wer die europäischen Werte ablehnt, die Teil eines solchen Patriotismus sind, der hat immer noch die Möglichkeit woanders zu leben. Wir sollten auch wissen, dass Werterelativismus, also das Gegenteil von Patriotismus, das Ende der Aufklärung bringen wird….

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Berlin: Frauen sollen sich verschleiern und unterwerfen

Februar 13, 2011

Auf den ersten Blick fällt er kaum auf, der neue Laden an der Flughafenstraße. An der Fassade glänzen helle, teils arabische Schriftzeichen. In Nord-Neukölln, wo 55 Prozent aller Bürger ausländische Wurzeln haben, ist das nichts Besonderes.

Auf den zweiten Blickaber ist da noch etwas– und zwar ein deutscher Text. Neben den verschleierten Schaufensterpuppen steht: „…Sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen…“ Darf ein arabischer Ladenbesitzer mitten in der deutschen Hauptstadt öffentlich die Unterwerfung und Verschleierung von Frauen fordern?

Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (62, SPD) meint: „Wer diese Sure zu seinem Aushängeschild macht, ist nicht in Europa angekommen. Hier wird die Unterordnung der Frau unter den Mann proklamiert. Das ist die Welt der Parallelgesellschaft. So etwas in Neukölln zu sehen, tut mir regelrecht weh!“

In der letzten Bezirksamtssitzung besprach er das Thema mit seinen Kollegen – denn auch so mancher Anwohner beschwerte sich bereits über den Werbe-Text. Die Boutique-Besitzer verstehen die Aufregung nicht. Wasfi Al Ghzawi (33) führt das Geschäft.

Quelle


Linke: “In den Herzen ist die DDR noch fest verankert”

Februar 11, 2011

Die Linke strebt nach Ansicht des Politologen Klaus Schroeder nach wie vor eine kommunistische Gesellschaftsordnung an. „Da die Partei seit jeher ein positives Verhältnis zum Marxismus hat, steht der Kommunismus natürlich immer als Endziel auf der Tagesordnung“, sagte der Politik-Professor von der Freien Universität Berlin.

Die Partei sei jedoch „schlau genug“, den anvisierten Systemwechsel im Rahmen des Grundgesetzes zu formulieren. Parteichefin Gesine Lötzsch habe mit ihrem Plädoyer für den Kommunismus unlängst auch „nur ausgesprochen, was in der Partei gang und gäbe ist“.

„In den Herzen der meisten Parteimitglieder und Funktionäre ist die DDR noch fest verankert“, sagte Schroeder, der den Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin leitet. In der Regel werde jedoch nur die derzeitige Wirtschafts- und Sozialordnung infrage gestellt, da ansonsten ein Parteienverbot drohen würde.

„Dass man auch die parlamentarische Demokratie eigentlich ablehnt, wird nicht nach außen kommuniziert.“ Auch die im Namen des Kommunismus begangenen Verbrechen würden aus taktischen Gründen dem Stalinismus oder „entarteten Kommunismus“ zugeschrieben.

Bedenklich ist, dass die Linke aus dem Scheitern der DDR und Sowjetunion nichts gelernt hat, was fruchtbar für künftige Gesellschaften wäre“, kritisierte Schroeder. Die Lehre, dass eine zentralistische Planwirtschaft für die Menschen und Umwelt nichts Gutes bedeute, sei in der Partei nicht angekommen.

Stattdessen würden weiterhin Verstaatlichungen und eine andere Wirtschaftsordnung gefordert. „Es wird ständig an den Sozialneid appelliert, auf Reiche geschimpft und die Schere zwischen Arm und Reich bemüht“, sagte Schroeder. „Dabei waren die Vermögen in der DDR genauso ungleich verteilt.“

welt


Islamistische Verbote für Frauen werden immer härter

Februar 11, 2011

Kleiderzwang, Arbeitsverbote: Vorschriften der Rebellengruppen im Süden des Landes bedrohen Lebensgrundlagen ganzer Familien

Nairobi – Frauen, die in den von Islamisten kontrollierten Gegenden Somalias leben, berichten von zunehmenden Repressalien. Im jüngsten Erlass der Al Qaida-nahen Gruppe “Al Shabaab”, die weite Teile des Südens Somalias übernommen hat, wurde es Frauen verboten, Handel mit Seeleuten zu treiben, sofern diese männlich sind. Die überwiegende Mehrheit der Crews, deren Schiffe im Hafen der Stadt Kismayu anlegen, bestehen jedoch aus Männern.

Mit diesem Gesetz wird den Bewohnerinnen die Lebensgrundlage entzogen. Viele Frauen sind verwitwet oder geschieden und haben ihr bescheidenes Auskommen ausschließlich über den Obst- und Gemüsehandel bewerkstelligt. “Eine Frau darf nicht mit einem ausländischen Mann am Hafen gesehen werden. Die Bestrafung für jede Frau, die am Hafen oder einem fremden Schiff aufgegriffen wird, ist Gefängnis”, kommentierte ein ranghohes Gruppenmitglied von Al Shabaab die Vorschrift.

“Ich habe drei Kinder und muss sie mit dem bisschen Geld aus dem Handel mit den Seeleuten durchbringen”, schildert Hawa Olow. “Jetzt kann ich meiner Arbeit nicht mehr nachgehen.”

Auch ist es Frauen mittlerweile untersagt, Männern in der Öffentlichkeit die Hand zu schütteln, alleine zu reisen, generell Handel zu betreiben oder in einem Büro zu arbeiten. Außerdem zwingen die Islamisten Frauen dazu, Uniformen zu tragen, die ausschließlich über Mitglieder der Gruppe zu kaufen sind. Al Shabaab (zu Deutsch: Die Jugend) hat bereits in der Vergangenheit Filme, Handyklingeltöne oder Fußballübertragungen im Fernsehen verboten. Ein bei Männern rund um das Horn von Afrika beliebtes Genussmittel, Khat, wurde ebenfalls verboten. Dutzende Frauen, die in Kismayu beim Khat-Schmuggel erwischt wurden, mussten für 20 Tage ins Gefängnis und eine Strafe von einer Million Somalia-Schillingen zahlen.

“Selbst im Krieg hatten wir ein Leben und ein wenig Frieden. Jetzt kontrollieren die Islamisten die Region und denken sich Bestrafungen für die kleinsten Dinge aus. Sie sagen, dass Frauen nichts machen dürfen”, erzählt eine Khat-Verkäuferin. “Einige Frauen haben aber keine Ehemänner, sie sind Singles oder geschieden oder ihre Männer sind im im Kampf umgekommen. Die Islamisten zerstören ihr Leben.”

Frauen ist es auch untersagt, in öffentlichen Verkehrmitteln neben Männern zu sitzen und sie dürfen nicht ohne Begleitung eines männlichen Verwandten unterwegs sein. “Wir wurden als MuslimInnen geboren und erzogen und hatten dennoch keine Ahnung, dass der Islam den Frauen Arbeit verbietet. Sie haben diese Ideologien importiert, von den Taliban oder anderen Militanten”, erklärt Abdiwahab Abdi Samad, Geschichtsprofessor an der University of Nairobi im benachbarten Kenia. “Wenn Al Shabaab nicht will, dass unsere Frauen arbeiten, müssen sie ihnen Geld geben, damit die Familien überleben können.”

Eine andere Rebellengruppe, Hizbul Islam, hat die islamistische Haltung von Al Shabaab teils übernommen und setzt auf eine strenge Auslegung der Sharia. Zuvor war Hizbul Islam bei den SomalierInnen für ihre gemäßigtere Ausrichtung bekannt. Beide Gruppen, die früher verfeindet waren, haben gegen die Regierung in Mogadishu gekämpft und sich im Dezember offiziell zusammengetan.

In Afgoye, südlich der somalischen Hauptstadt, erzählt eine alte Frau, wie sie von jungen Männern, die ihre Enkel hätten sein können, öffentlich gepeitscht wurde – weil sie die vorgeschriebene Zelt-ähnliche Uniform nicht getragen hatte. “Sie sagten, dass ich mein altes Gewand nicht mehr tragen darf,” erzählt Fatuma Ahmed. “Ich bin eine alte Frau und kein Mann sieht mich an. Warum zwingen sie mich, diese schwere Bekleidung anzuziehen?”
quelle


Islamische Länder machen Jagd auf Christen

Februar 10, 2011

Laut einer christlichen Organisation leiden Christen vor allem in islamischen Ländern. 50 Staaten stehen auf dem Verfolgungsindex.

Am schlimmsten ist es in Nordkorea. Als im Mai 2010 die Polizei der kommunistischen Diktatur eine christliche Hauskirche in der Provinz Pyungsung entdeckte, wurden drei der 23 Gemeindeglieder zum Tode verurteilt, die übrigen 20 kamen in Arbeitslager. Da der stalinistische Personenkult um den Diktator Kim Jong Il jede religiöse Betätigung ausschließt, werden Christen in Nordkorea seit Jahrzehnten systematisch verfolgt, bei jeder ihrer Versammlungen drohen den Teilnehmern Verhaftungen, Deportationen oder gar der Tod. Deshalb steht Nordkorea im jetzt veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2011 der christlichen Missions- und Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ wieder auf dem ersten Platz jener Staaten, in denen Christen unterdrückt werden.

Auf den zweiten Platz setzte „Open Doors“ neuerlich den Iran, wo sich die dramatische Lage für Christen aktuell daran zeigt, dass nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Dienstag der Teheraner Gouverneur Morteza Tammadon die Verhaftung von Leitern missionarisch aktiver Christengemeinden bestätigte und auch für die Zukunft ein hartes Vorgehen gegen jeden ankündigte, der Muslime zum Übertritt zum Christentum zu bewegen versuche. An dritter Stelle liegt nach dem neuen Index Afghanistan. Fand es sich 2010 noch auf dem sechsten Platz, so hat sich nach Einschätzung der deutschen Sektion von „Open Doors“ die Situation für die afghanischen Christen noch verschärft. Nicht nur wegen der Taliban-Angriffe, sondern auch deshalb, weil der Staat immer schärfer gegen angeblich vom Islam „abfallende“ Muslime vorgehe. So ist derzeit nach IGFM-Angaben , weil er sich zum Christentum bekennt.

Auf dem Verfolgungsindex von „Open Doors“ finden sich insgesamt 50 Staaten, darunter sind nur wenige Länder, die nicht oder nur teilweise islamisch sind wie etwa China (Platz 13), Indien (32) oder Russland (50). Die Türkei, offiziell ein säkularer Staat, rangiert auf Platz 30, während das Ferienparadies der Malediven, ein harter islamischer Staat, an sechster Stelle steht. Insgesamt 100 Millionen Christen, schätzt „Open Doors“, würden derzeit weltweit „aufgrund ihres Glaubens verfolgt“. Dies lässt sich freilich nur dann sagen, wenn man die Kriterien von „Open Doors“ übernimmt.

welt


Eine Kumpanei mit den Tätern auf Kosten der Opfer – Broder

Februar 10, 2011

Dass Christen verfolgt werden, wollen manche hierzulande nicht wahrhaben. Lieber verharmlosen sie das Attentat auf die Kopten in Ägypten.

Wer wen bedroht, ist keine Frage der Wahrnehmung. Im Falle der verfolgten Christen fällt es manchen Zeitgenossen schwer, zwischen Tätern und Opfern zu unterscheiden. Obwohl es ganz einfach ist. Vielleicht zu einfach.

Nachdem bei einem Anschlag islamischer Terroristen in Alexandria 21 Kopten getötet worden waren, erschien in einer Berliner Zeitung ein Kommentar, dessen Verfasser davor warnte, “das Entsetzen über diesen Anschlag auszunutzen”, um “das alte Thema der Christenverfolgungen wieder auf die Tagesordnung zu setzen”. Der Anschlag von Alexandria sei “einer von vielen Anschlägen, mit denen der islamische Terrorismus das ägyptische Regime zu erschüttern versucht. Die meisten der Anschläge betrafen Moslems und werden in Zukunft auch wieder Muslime treffen. Vom muslimischen Terrorismus werden vor allem Muslime getötet. Das ist seit Jahren so, und das wird sich auch nicht ändern”.

Man konnte bei der Lektüre des Beitrags den Eindruck gewinnen, der Autor wollte den Opfern des Anschlags zurufen: “Stellt euch nicht so an, normalerweise erwischt es Moslems, jetzt eben euch! Was soll’s?” Der Eindruck wäre nicht ganz falsch, wie der folgende Absatz bestätigte: “Christen werden überall auf der Welt verfolgt und diskriminiert. Jahrhundertelang wurden sie es vor allem von anderen Christen. Christen haben vor allem Christen auf die Scheiterhaufen geschickt.”

Man muss wirklich das Gemüt eines Fleischwolfs haben, um angesichts von 21 toten Christen an die Untaten zu erinnern, die während der Inquisition von Christen an Christen begangen wurden. Aber es kam noch besser: “Auch in Alexandria geht es nicht um die Christen, sondern es geht darum, wer die Macht über das Land erringt. Eine innermuslimische Auseinandersetzung.”

Folgt man dieser Logik, war auch der Holocaust irgendwie eine “inner-nationalsozialistische Auseinandersetzung”, denn es gab im NS-Apparat durchaus Leute, die der Meinung waren, man sollte sich auf den bewaffneten Kampf gegen den Bolschewismus konzentrieren, statt wertvolle Ressourcen beim Bau von Konzentrationslagern zu vergeuden. Bedauerlicherweise wurde diese inner-nationalsozialistische Auseinandersetzung auf dem Rücken der Juden ausgetragen, denen es sicher ein Trost gewesen wäre zu erfahren, dass sie gar nicht gemeint waren. Wie die Kopten in Alexandria heute.

Diese Art der Verharmlosung hat einen Namen: Kumpanei mit den Tätern auf Kosten der Opfer. Dabei ist die Sache einfach. Man muss sich nur fragen: Werden in christlichen Ländern Moslems an der Ausübung ihrer Religion gehindert, Moscheen abgefackelt, Häretiker drangsaliert und Konvertiten mit dem Tode bedroht? Oder ist das eher die Erfahrung von Christen, die das Pech haben, im Irak, in Pakistan und in Nigeria zu leben?

Vermutlich ist eine solche Überlegung zu einfach, nichts für sensible Differenzierer, die auf die Frage nach der Uhrzeit mit der Geschichte des Chronometers antworten, wie ein anderer Berliner Autor, der die Lage der christlichen Minderheiten in Ländern wie Ägypten und Irak “schwierig, sogar dramatisch” nennt, zugleich aber davon abrät, von einer “Christenverfolgung” zu sprechen, denn: “Das Wort von der Christenverfolgung setzt ihr Schicksal aber mit dem der frühen Christen gleich, die im Römischen Reich einst verfolgt, gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Diese Gleichsetzung ist zumindest fragwürdig. Heute bilden Christen schließlich keine kleine Sekte mehr, die um ihr Überleben ringen muss, sondern die größte Religionsgemeinschaft der Welt.” Rein rechnerisch ist das sogar richtig, wenn es auch nichts an der Tatsache ändert, dass Christen eben dort verfolgt werden, wo sie in der Minderheit sind – also eher in Kabul als in Köln. Aber so lange sie nicht gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden, besteht kein Grund zur Sorge.
welt


Führer Erdogan träumt von arabisch-türkischer Weltmacht

Februar 9, 2011

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan reist derzeit mit einer hochrangigen Regierungsdelegation durch die arabischen Golfstaaten. In einer Rede in Kuwait skizzierte er dabei, welche Mächte seiner Meinung nach in der Zukunft „die ganze Welt gestalten” könnten: Die Türkei und die arabischen Länder, wenn sie die Kraft zu einer „Union” finden als Zentrum der muslimischen Welt.

Erdogan sprach auf einer Konferenz zu den türkisch-arabischen Beziehungen. In dem von der „halbamtlichen” türkischen Nachrichtenagentur Anadolu verbreiteten Text forderte er, die Sreitigkeiten und Differenzen des 19. und 20. Jahrhunderts zu vergessen – als die arabischen Völker sich gegen die osmanische Herrschaft erhoben – und sich auf die historischen Gemeinsamkeiten zu besinnen, die Araber und Türken verbinden.

Diese Gemeinsamkeiten sind laut Erdogan vor allem der Islam und das gemeinsame Ringen gegen christliche Aggressoren. „Türken und Araber haben diese Gegenden gemeinsam in der Zeit der Kreuzzüge verteidigt”, meinte er. Auch in späteren Epochen „haben wir gemeinsam gegen die Invasoren gekämpft”, behauptete er unter Verweis auf die „Invasion von Erzurum”. Damit meinte er wahrscheinlich den russisch-armenischen Einmarsch im ersten Weltkrieg in der nordöstlichen Türkei – allerdings hatte das osmanische Reich die Kämpfe mit einem Angriffskrieg gegen Russland provoziert….
welt


Männern und Frauen wird Händeschütteln verboten (Todesstrafe) – Islam ist friedlich und tolerant

Februar 9, 2011

Nicht verwandte Männer und Frauen dürfen sich öffentlich nicht mehr die Hände schütteln oder unterhalten – sonst droht die Todesstrafe.

Islamisten der Al-Shabaab-Miliz in Süd-Somalia haben Männern und Frauen eine öffentliche Begrüßung verboten, sofern sie nicht miteinander verwandt sind. Angehörige verschiedener Geschlechter ohne Verwandtschaftsbeziehung dürfen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr die Hand geben, nicht miteinander sprechen und nicht gemeinsam spazieren gehen, wie Einwohner berichteten.

Bei Nichtbeachtung drohen harte Strafen: Wer sich den Anordnungen widersetzt, kann demnach inhaftiert, ausgepeitscht oder sogar hingerichtet werden.

“Das ist eine furchtbare Regelung“, sagte Hussein Ali aus der Stadt Jowhar. “Ich fühle mich wie unter Arrest. Ich habe angefangen, die Begrüßungen weiblicher Bekannter zu ignorieren, um einer Bestrafung zu entgehen.“

Das Edikt der al-Shabaab wird auch in der Stadt Elasha durchgesetzt. Die Studentin Hamdi Osman sagte, Bewaffnete durchsuchten Busse nach alleinreisenden oder nicht angemessen gekleideten Frauen. Sie sei einmal verprügelt worden, weil sie ein traditionelles somalisches Kleid trug statt der langen, schwarzen und konturlosen Robe, die von den Kämpfern der Miliz bevorzugt wird.

Öffentliche Amputationen und Steinigungen

Die fanatischen Muslime haben Frauen in Süd-Somalia bereits Arbeit in der Öffentlichkeit verboten. Viele Mütter müssen sich deswegen entscheiden, ob sie mit dem Verkauf von Obst und Gemüse auf dem Markt die Todesstrafe riskieren – oder ob sie zu Hause bleiben, kein Geld verdienen und zusehen, wie ihre Kinder vor Hunger sterben.

Die Al-Shabaab-Miliz, die Kontakte zum Terrornetzwerk al-Qaida unterhält, kontrolliert den Großteil von Süd- und Zentralsomalia und versucht, die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung zu stürzen. Obwohl die Regierung von 8000 Friedenssoldaten der Afrikanischen Union geschützt wird, hat sie es bislang nicht geschafft, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

Selbst Teile der Hauptstadt Mogadischu werden von den islamistischen Aufständischen kontrolliert, wo sie öffentlich Amputationen, Auspeitschungen und Steinigungen als Bestrafung durchführen.

Kino-Besuche und Büstenhalter sind verboten

Was konkret verboten ist, hängt vom jeweiligen Kommandeur ab und ist von Stadt zu Stadt verschieden. In Jowhar bestehen die Kämpfer darauf, dass sich Männer einen Bart wachsen lassen, aber die Oberlippe rasieren, wie ein Einwohner berichtete. Aus Angst vor Repressalien wollte er seinen Namen nicht genannt sehen. Als unislamisch verboten sind außerdem Kinos, Musik und Büstenhalter.

“Das letzte Mal ein Lied gehört habe ich vor zwei Jahren, bevor die Aufständischen es geschafft haben, mein Dorf vollständig zu kontrollieren“, sagt der Einwohner Bile Hassan. Jetzt macht ihm sogar die bloße Erinnerung an Musik Angst.
welt

Immer wieder schön wie friedlich und tolerant der Islam ist.


Peitschenhiebe für Ehemann einer unverhüllten Frau

Februar 9, 2011

Weil sich ein Religionspolizist von den unverhüllten Augen einer Frau provoziert fühlte, muss nun deren Ehemann büßen. Mit 30 Peitschenhieben.

In Saudi-Arabien soll ein Mann ausgepeitscht werden, weil seine Ehefrau ihre Augen in der Öffentlichkeit gezeigt hat. Dieses bizarre Urteil fällte ein Richter in Saudi-Arabien. Der Konflikt um die schönen Augen der ansonsten komplett verhüllten jungen Frau entbrannte im vergangenen Monat in einem Basar der Stadt Hail.

Ein Angehöriger der islamischen Religionspolizei fühlte sich wohl von den Blicken der Frau gestört, die in Begleitung ihres Ehemannes und eines Verwandten ihres Mannes unterwegs war. Wie die saudische Zeitung „Al-Watan“ am Dienstag berichtete, forderte er deshalb den Ehemann auf, dafür zu sorgen, dass seine Frau nicht nur ihren Körper, die Haare und das Gesicht mit schwarzen Schleiern bedeckt, sondern auch ihre Augen.

Als sich der Mann weigerte, diesem Befehl Folge zu leisten, kam es zum Streit. Der Religionspolizist zückte ein Messer und stach zu. Vor Gericht behauptete der Tugendwächter später, der Mann habe ihn geschlagen. Der Ehemann und sein Verwandter wurden nun beide wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“ zu jeweils 30 Peitschenhieben verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will das Urteil anfechten.

In Saudi-Arabien müssen alle Frauen in der Öffentlichkeit bodenlange Gewänder und schwarze Kopftücher tragen. Viele Frauen binden sich außerdem einen Gesichtsschleier („Nikab“) um, einige legen zusätzlich ein dünnes schwarzes Tuch über die Augen. Ein Gesetz, das vorschreibt, dass Frauen das Gesicht oder sogar die Augen bedecken müssen, gibt es in dem islamischen Königreich aber nicht.
welt


Araber in Berlin haben ihren eigenen Richter

Februar 7, 2011

Allouche ist einer der Händler. Aber er hat außerdem noch einen zweiten Job. Der gebürtige Libanese ist ein selbst ernannter Friedensrichter und schlichtet bei Streitigkeiten zwischen arabischen Clans. Das Amt hat er im Libanon von seinem Vater geerbt, der wiederum übernahm es bereits von seinem Großvater.

So ziemlich jeder Araber in Berlin hat Allouches Telefonnummer. „Wenn zwei Araber sich streiten, holt meistens jeder seine Familie zur Unterstützung für eine Schlägerei“, erklärt Allouche. Das sei der Zeitpunkt für ihn, sich ins Auto zu setzen und loszufahren. „Ich habe schon viele Massaker verhindert.“

Wenn er nichts ausrichten kann bei einem Einsatz, wie jüngst bei einem Kampf zwischen einer palästinensischen und einer libanesischen Familie, rufe er die Polizei. „Die Beamten melden sich auch bei mir, wenn sie Informationen brauchen.“

Keine polizeiliche Beeinflussung

Peter-Michael Haeberer, Chef des Berliner Landeskriminalamts, wählt andere Worte, um das Verhältnis zwischen Polizei und arabischem Schlichter zu beschreiben. „Die Rolle des Friedensrichters wurde bisher durch die polizeiliche Arbeit nicht beeinflusst“, sagt Haeberer.

„Aus präventiver Sicht ist auch fraglich, ob der regelgerechte Einsatz von Friedensrichtern überhaupt bekämpft werden sollte, da diese deeskalierend wirken und eine Ausweitung der Konflikte möglicherweise verhindern können.“

In Berlin gibt es 20 bis 30 Großfamilien mit jeweils bis zu 500 Mitgliedern. Weitere leben im Ruhrgebiet, in Bremen und Bremerhaven. Die meisten von ihnen sind libanesische Kurden aus den Grenzgebieten zwischen Türkei und Syrien.

Die meisten Asylanträge wurden abgelehnt

Sie kamen in mehreren Fluchtwellen in den 30er- und 60er-Jahren in den Libanon. Dort wurden sie größtenteils nicht eingebürgert, sondern erhielten sogenannte „Laisser passer“-Papiere. Damit reisten sie während des Libanonkriegs in den 70er-Jahren nach Deutschland ein.

Ein Jahr nach der Ausreise verloren die Papiere ihre Gültigkeit. Als Staatsangehörigkeit steht häufig „ungeklärt“ oder „staatenlos“ darin. Die meisten Asylanträge wurden abgelehnt. Abschieben konnte man aber auch die Schwerkriminellen unter den Migranten nicht – schließlich müsste dazu gesichert sein, in welches Land die Abschiebung erfolgen soll.

Häufig bekamen die Flüchtlinge eine Duldung, Söhne und Töchter erlangten meist die deutsche Staatsangehörigkeit.

Geschenke nimmt er schon mal an

Auch Allouche ist nun bereits seit 14 Jahren deutscher Staatsbürger. „Ich tue das alles für Deutschland und für Allah“, sagt er. Bezahlt werde er von den Familien nicht, Geschenke aber nehme er schon mal an. „Die brauche ich, für meine Zigaretten, für meine Kinder.“

Kürzlich heiratete er seine „zweite Frau“ und ließ sich dafür von seiner ersten scheiden – „aber nur, weil das deutsche Gesetz es so verlangt“. Seine erste Frau, eine Deutsche und Mutter seiner vier Töchter, liege ihm weiter am Herzen.

Die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig widmete den arabischen Clans in ihrem Bestseller „Das Ende der Geduld“ ein ganzes Kapitel. Ihrer Einschätzung nach leben sie ausschließlich nach ihren Gesetzen. Die Mütter bekommen zehn bis fünfzehn Kinder und haben bereits Enkelkinder, bevor sie ihr letztes eigenes Kind bekommen.

„Man lebt von staatlichen Transferleistungen und dem Kindergeld“, schreibt Heisig, der Lebensstil hingegen könne als „aufwendig“ bezeichnet werden: Teure Autos gehören zum Standard, in Strafverfahren werden namhafte Berliner Anwälte engagiert. „Wenn die Drogengeschäfte von einem rivalisierenden Clan gestört werden, wird das Problem gelöst, indem man einander tötet oder dies zumindest versucht.“

Heisig hat sich einige Clans genau angeschaut. Mit dem Ergebnis, dass „die weiblichen Familienangehörigen stehlen und die männlichen Straftaten aus allen Bereichen des Strafgesetzbuches begehen: Von Drogen- und Eigentumsdelikten über Beleidigung, Bedrohung, Raub, Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Sexualstraftaten und Zuhälterei bis zum Mord ist alles vertreten.“

Die Kinder wüchsen weitgehend unkontrolliert in diesen kriminellen Strukturen auf, auch sie begingen von Kindesbeinen an Straftaten.

Entstehung von Parallelgesellschaften

Antje Keune, Jugendrichterin am Amtsgericht Berlin Tiergarten, schüttelt den Kopf, wenn sie auf die selbst ernannten Schlichter angesprochen wird. „Ich habe erhebliche Bedenken an der Arbeit eines solchen Friedensrichters“, sagt Keune.

„Wenn er als Mediator Täter und Opfer an einen Tisch bringt – gerne. Aber er kann nicht Straftaten klären, ohne dass sie vor Gericht landen. Das ist Selbstjustiz und trägt zur Entstehung von Parallelgesellschaften bei. Migranten müssen unsere Regeln akzeptieren – nicht ihre eigenen mitbringen.“

Keune ist für Berlin-Neukölln zuständig, wo viele arabische Großfamilien leben und sich in manchen Gebieten Gettos gebildet haben. Zusammen mit Kirsten Heisig hatte sie das Gespräch mit der Polizei gesucht, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

Vor ihr sitzen oft Jugendlichen aus arabischen Großfamilien im Gerichtssaal. In den Statistiken der Polizei wird der Migrationshintergrund nur bei Jugendlichen und Heranwachsenden erhoben.

Die Kriminalitätsbelastung der libanesischen Heranwachsenden (zwischen 18 bis 21 Jahren) ist 5,3-mal so hoch wie bei deutschen Heranwachsenden. Häufig werden sie Intensivtäter, begehen also mindestens zehn schwere Delikte innerhalb eines Jahres.

Keune befürwortet die Erstellung einer Schülerdatei, sodass die Polizei sofort zuordnen kann, ob ein Kind gerade im Unterricht sitzen müsste, wenn sie es auf der Straße aufgreifen. „Im Zweifel muss das Jugendamt so weit gehen und den Eltern das Sorgerecht entziehen“, sagt Keune.

“Sozialromantische Verblendung gepaart mit blanker Angst”

Jüngst hatte sie den Fall eines Jugendlichen, der in der Schule erst gute Noten erzielte, als er aus dem familiären Umfeld herauskam und in einem geschlossenen Heim die Einhaltung bestimmter Regeln lernte.

„Man muss sich auch mal trauen, solche Maßnahmen anzuwenden“, sagt sie. „Doch ich habe den Eindruck, dass einige Jugendamt-Mitarbeiter Angst davor haben, in arabische Großfamilien zu gehen. Das ist natürlich eine Kapitulationserklärung.“

Kirsten Heisig war ähnlicher Meinung. Der Grund, warum niemand härtere Maßnahmen im Umgang mit kriminellen arabischen Clans anwende, sei „sozialromantische Verblendung gepaart mit blanker Angst“, schreibt sie. „Hinter vorgehaltener Hand heißt es: „Man kann kein Kind aus einem arabischen Clan nehmen. Die Familien erschießen jeden, der das versuchen sollte.“

welt


Jede siebte Türkin ist bei der Heirat jünger als 18 – Verwandenheirat(Inzest) üblich

Februar 7, 2011

Viele türkische Frauen gehen sehr jung in die Ehe, und die ist oft arrangiert. Zudem gibt es trotz Verbots viele Fälle von Polygamie.

Jede siebte Frau in der Türkei heiratet nach Erkenntnissen eines Parlamentsauschusses vor ihrem 18. Lebensjahr. Dies gehe aus einer wissenschaftlichen Untersuchung für die Gleichstellungskommission des Parlaments in Ankara hervor, berichtete die Zeitung „Milliyet“.

Demnach gibt es im Land etwa 187.000 Zweitfrauen, obwohl Vielehen gesetzlich verboten sind. Hauptgrund für einen Mann, sich eine Zweitfrau zu nehmen, sei der unerfüllte Wunsch nach einem Sohn.

Das gesetzliche Mindestalter für die Verheiratung liegt in der Türkei bei 16 Jahren. Insbesondere in ländlichen Gegenden werden viele Mädchen aber schon früher von ihren Familien verheiratet. Die Gesamtzahl der Bräute unter 18 Jahren liegt der Studie zufolge bei 5,5 Millionen.

Ehen zwischen Verwandten durchaus üblich

Bei etwa jeder fünften der insgesamt 35,6 Millionen Frauen in der Türkei wählten dem Bericht zufolge die Familien den Ehemann aus; bei 2,1 Millionen Hochzeiten wurde ein Brautgeld ausgehandelt. Rund 1,7 Millionen Ehen werden zwischen engen Verwandten geschlossen, meist zwischen Kusinen und Vettern. Laut der Untersuchung nimmt die Zahl dieser Art von Ehen mit steigendem Bildungsgrad stark ab, wie die Zeitung „Sabah“ meldete.

Fast eine halbe Million Türkinnen sind dem Parmanentsbericht zufolge nur nach islamischem Ritus mit ihren Männern verheiratet. Diese so genannten Imam-Ehen haben rechtlich keinen Bestand und sind insbesondere im armen Osten des Landes verbreitet. Viele Frauen in Imam-Ehen haben keine oder nur eine geringe Schulbildung. Die Autoren der Studie von der Hacettepe-Universität in Ankara fordern in ihrem Bericht die Politik auf, gegen Missstände wie Kinder-Hochzeiten, Zwangsehen und Vielehen vorzugehen.

welt


Angreifer schlachten 15 christliche Dorfbewohner ab

Februar 7, 2011

Mit Gewehren und Macheten hat eine Gruppe von Männern 15 christliche Dorfbewohner in Nigeria getötet. Unter den Opfern sind Frauen und Kinder.

In dem Dorf Kuru seien drei Häuser attackiert worden, teilte der örtliche Verwaltungschef der Region Riyom, Simon Mwaekwom, mit. Der Ort liegt rund 30 Kilometer von der zentralnigerianischen Stadt Jos entfernt, die als Schauplatz religiöser Spannungen zwischen Christen und Muslimen gilt. “Es spielten sich schreckliche Szenen ab”, sagte Mwaekwom. Die Angreifer hätten die Bewohner der Häuser zunächst gegen Mitternacht aufgeweckt, indem sie Salven abgefeuert hätten…
welt


Arabische Welt – vollkommen nutzlos – Gewalt,Unterdrückung,kulturell und ökonomisch am Boden

Februar 1, 2011

Alte Potentaten, eine junge Bevölkerung, hohe Arbeitslosigkeit, korrupte Eliten: Der arabischen Welt droht der soziale und politische Bankrott. Ein Kommentar

Die arabische Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Das Urlaubsland Tunesien erlebt einen Aufstand seiner Jugend wie noch nie seit der Unabhängigkeit 1956. In Ägypten halten wütende Christen nach dem Selbstmordanschlag auf eine koptische Kirche tagelang das Land in Atem. Im ölreichen Algerien rebellieren die Bürger, weil sie ihr täglich Brot nicht mehr bezahlen können. Im Irak will der Terror kein Ende nehmen, der im vergangenen Jahr mehr als 3600 Menschen das Leben kostete. Die Vertreibung der Christen aus Mesopotamien trägt längst die Züge einer historischen Katastrophe. Das Armenhaus Jemen ist auf der arabischen Halbinsel zu einem Brückenkopf von al-Qaida geworden. Und dem Libanon droht ein neuer Bürgerkrieg.

Die Fundamente der Region, so formulierte US-Außenministerin Hillary Clinton dieser Tage, drohen im Wüstensand zu versinken. Keine andere Gegend der Welt hat so junge Menschen und so alte Potentaten. Von Marokko bis Libanon, von Ägypten bis Jemen gehört das Bevölkerungswachstum zum höchsten auf dem Globus. Zwei Drittel der Tunesier sind jünger als 30 Jahre. Im drangvoll engen Niltal kommen jedes Jahr 1,2 Millionen Menschen auf die Welt. Alle zwölf Monate drücken hunderttausende Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt – viel zu viele ohne jede Chance auf ein erträgliches Auskommen.

Ehemalige Staatschef, das gibt es bei uns nicht, spotten die Menschen in Tunis und Tripolis, in Kairo und Riad. Wer in den 22 arabischen Staaten einmal an der Macht ist, hält daran fest – bis zum letzten Atemzug. Tunesiens Zine el-Abidine Ben Ali regiert seit 23 Jahren, Hosni Mubarak seit 30. Beider Nachbar Muammar Gaddafi ist mit 41 Jahren inzwischen der Rekordhalter auf dem Planeten. Das Vater-Sohn-Duo der Assads in Syrien herrscht seit 39 Jahren, Ali Abdullah Saleh im Jemen seit 32 Jahren, wenn man seine Zeit an der Spitze des früheren Nordjemen mitzählt.

Alle Macht geht vom Volke aus – dieser Satz gehört für die arabischen Autokraten allenfalls in das Poesiealbum westlicher Demokratierhetorik. Die Parteienlandschaft ist eine Farce. Regungen der Zivilgesellschaft werden als Bedrohung empfunden und nicht als Bereicherung. Soziale Netzwerke im Internet nach Kräften gestört. Und ausgerechnet in den beliebten deutschen Urlaubsländern Tunesien und Ägypten landen Blogger und Journalisten regelmäßig hinter Gittern.

Aber das Ende des Ölreichtums, auf den sich viele Mächtige bisher stützen konnten, ist inzwischen in Sichtweite. Meist reicht der schwarze Segen noch für eine Generation. Der Nachwuchs, der künftig seinen Lebensstandard komplett aus eigener Kraft erwirtschaften muss, drückt bereits die Schulbänke. Und immer mehr dieser jungen Menschen fragen sich, wohin die Reise eigentlich geht – mit ihnen und ihrer Zukunft. Stagnation ist das dominierende Lebensgefühl. Die Armut wächst genauso wie der religiöse Fanatismus.

Die meisten Regierenden sind alt und ideenlos, ihre Entourage bis in die Haarwurzeln korrupt. Entsprechend bescheiden fallen die Bilanzen aus bei Demokratisierung, moderner Erziehung und wirtschaftliche Entwicklung. Die Araber sind die einzige Staatengruppe in der Welt, die seit Ende des Kalten Krieges unverändert autoritär geblieben ist; es existiert kein einziges Beispiel für einen demokratischen Systemwechsel. Bei Frauenrechten und Frauenbildung stehen alle Regime zusammen am Ende der Weltrangliste. Und kein arabisches Land hat bisher einen funktionierenden Sozialstaat herausgebildet. Selbst im superreichen Saudi-Arabien gibt es Landstriche mit unvorstellbarer Armut.

Die Zeit


NRW – Fast ein Viertel der Muslime lebt vom Staat

Februar 1, 2011

In Nordrhein-Westfalen leben deutlich mehr zugewanderte Muslime als bisher angenommen. Aus der Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“, die das Arbeits- und Integrationsministerium in NRW nun dem Landtag zugestellt hat und die „Welt Online“ vorliegt, geht hervor, dass sich zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Islamgläubige im bevölkerungsreichsten Bundesland aufhalten. Das macht rund sieben bis acht Prozent der Einwohner aus. Bisher war die Landesregierung von rund einer Million Muslimen an Rhein, Ruhr und Weser ausgegangen.

Den größten Anteil mit 65 Prozent stellen türkischstämmige Migranten. Mit der rund 200-seitigen Studie kann sich NRW nach Angaben des Ministeriums als bisher einziges Bundesland auf eine solche Sonderauswertung über muslimisches Leben stützen. Die Erhebung wurde mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erarbeitet und schließt an die 2009 vorgestellte bundesweite Studie über „Muslimisches Leben in Deutschland“ der Deutschen Islamkonferenz an.

In der Befragung wird deutlich, dass Muslime generell ein „signifikant niedrigeres Bildungsniveau als die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften aufweisen“.

welt


Neues über Nahost – aus Wikileaks

Februar 1, 2011

Am letzten Novembersonntag des Jahres 2010 begann die Internetseite Wikileaks mit der Veröffentlichung von einer Viertelmillion vertraulicher Berichte des US-Außenministeriums. Die Folge war ein beispielloser Medienwirbel weltweit, ein Hackerkrieg im Internet, als die Amerikaner versuchten, die Veröffentlichung ihrer Diplomaten-E-Mails zu verhindern, bis hin zum Vorschlag eines kanadischen Professors und ehemaligen Regierungsberaters, Präsident Obama solle eine Drohne benutzen, um Julian Assange, den Gründer der Internet-Plattform, abzuschießen. Assange ging in den Untergrund.

Natürlich ging es bei Wikileaks um die Vereinigten Staaten von Amerika, ihre Politik und was US-Diplomaten hinter vorgehaltener Hand berichteten. Der Nahe Osten, der Kampf gegen den Terror, die Beziehungen zum Islam und der israelisch-palästinensische Konflikt sind aber ein wichtiger Bereich amerikanischer Außenpolitik. Deshalb die Frage: Was erfahren wir durch Wikileaks Neues über Israel und den Nahen Osten? – Ein zusammenfassender Rückblick:

Die USA interessieren sich für

Israels

· ‪militärische Fähigkeiten;‬

· ‪Taktik, Techniken und Prozeduren im Kampf gegen den Terror;‬

· ‪Telekommunikationsfähigkeiten;‬

· ‪technische Entwicklungen und Bemühungen; und‬

· ‪Kontakte zur Hamas;‬

sowie die Einstellung der israelischen Bevölkerung

· ‪zum Friedensprozess,‬

· ‪zu den Siedlungen und‬

· ‪zur US-Regierung‬.

Akademiker, Journalisten, Geschäftsleute, religiöse und professionelle Organisationen, die auf der internationalen Bühne die Sichtweise gegenüber den USA zu beeinflussen versuchen, werden von amerikanischen Regierungsvertretern in besonderer Weise beobachtet.

In der Palästinensischen Autonomie (PA) interessieren sich die USA für

Kontakte zur Hamas;

Kreditkartennummern, Vielfliegernummern, Terminkalender, und andere persönliche Informationen von Politikern;

sowie die Einstellung der Bevölkerung

· ‪zum Friedensprozess,‬

· ‪zu den Siedlungen und‬

· ‪zur US-Regierung.‬

Die Lage in Israel

beurteilen Amerikas Diplomaten als “trügerisch ruhig und florierend”. Das Land bereite sich auf einen breit angelegten Krieg mit Hamas und Hisbollah vor und beurteile selbst den Frieden mit Ägypten und Jordanien als sehr zerbrechlich. Im Falle eines Regimewechsels könnte die Lage schnell kippen. Israel hat Frieden mit den Regierungen – nicht mit den Völkern. Dies sei besonders bedenkenswert bei Waffenexporten in die so genannten gemäßigten arabischen Länder.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu

will nicht über die Westbank herrschen,

hält nichts von einem weiteren einseitigen Rückzug aus besetzten Gebieten und

betrachtet Syriens Friedensouvertüren lediglich als Annäherungsversuche an die USA.

Verteidigungsminister Ehud Barak

ist der Ansicht, bei Iran und Nordkorea sollten alle Optionen auf dem Tisch bleiben;

befürwortet eine strategische Partnerschaft mit China, Russland, Indien und der EU; und weiß:

Israel und die USA haben dieselben Informationen über den Iran, analysieren sie aber unterschiedlich.

Zur Palästinensischen Autonomiebehörde wird berichtet:

Der heutige Staatspräsident, Osloarchitekt und deshalb Friedensnobelpreisträger Schimon Peres kommt im Rückblick zu dem Schluss: Oslo war ein Fehler.

Der ehemalige Mossad-Chef Meir Dagan ist der Ansicht, der Friedensprozess mit den Palästinensern bringe nichts. Nur die israelische Armee verhindere eine Machtübernahme der Hamas in der Westbank. Sollte die Hamas auch dort die Macht ergreifen, würde Präsident Mahmud Abbas wohl zu seinem “mysteriös reichen” Sohn nach Qatar gehen.

Im Blick auf den Gazastreifen ist interessant:

Die PA teilte praktisch alle ihre nachrichtendienstlichen Informationen mit Israel.

Kurz vor der Machtübernahme der Hamas im Sommer 2007

· ‪stand “eine verzweifelte, chaotische und demoralisierte Fatah” einer “gut-organisierten und aufstrebenden Hamas” gegenüber.

· ‪hatten hochrangige Fatah-Vertreter Israel gebeten, die Hamas anzugreifen – problematisch für Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der sowieso schon bei seinen Landsleuten unter dem Verdacht steht, Kollaborateur der Zionisten zu sein.

meinte Inlandsgeheimdienstchef Juval Diskin, die Hamas sei nicht in der Lage, die Macht im Gazastreifen zu übernehmen.

· ‪verhinderte Diskin eine Aufrüstung der Fatah durch die USA mit dem Argument, die Waffen könnten eines Tages in die Hände der Hamas fallen – was dann tatsächlich wenige Tage später geschah.

· ‪stand Gaza auf Platz vier der Bedrohungen für Israel – nach dem Iran, Syrien und der Hisbollah.

Bis zum Beginn der Operation “Gegossenes Blei” Ende 2008 hatte Israel die Wirtschaft des Gazastreifens bewusst am Rande des Wirtschaftskollapses gehalten. Um Druck auf die Hamas auszuüben sollte sie auf so niedrigem Niveau wie möglich funktionieren, ohne eine humanitäre Krise zu verursachen – die dem Ruf Israels geschadet hätte.

Der Krieg gegen die Hamas, die so genannte “Operation Gegossenes Blei”, war mit dem ägyptischen Präsidenten Mubarak und dem palästinensischen Präsidenten Abbas koordiniert.

Der Goldstone-Bericht über Israels Vorgehen im Gazakrieg 2008/2009 hat nach Ansicht von US-Diplomaten einen schlechten Präzedenzfall geschaffen für Länder, die ihre Bürger vor Terroristen schützen wollen.

US-Firmen beschuldigen Israel, an den Grenzübergängen nach Gaza Bestechungsgelder zu verlangen.

Der Iran zahlt der Hamas monatlich 25 Millionen Dollar, so Ägyptens Geheimdienstchef Suleiman.

Und Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy ist überzeugt, der Status quo schadet mehr der Fatah und der PA als der Hamas.

Ägypten

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat Kairo ein Schwarzmarktangebot von Atomwaffen ausgeschlagen.

Das ägyptische Militär trainiert, als sei “Israel sein einziger Feind”. Deshalb hegen israelische Sicherheitsexperten den Verdacht, Ägypten bereite sich auf einen militärischen Konflikt mit Israel vor. Insgesamt stellen die amerikanischen Beobachter aber fest: Die ägyptische Armee ist auf dem Abstieg.

Libanon

2008 schlug der libanesische Verteidigungsminister Elias Murr den Amerikanern einen israelischen Angriff auf die Hisbollah vor und bot dafür gleich eine Liste von Angriffszielen. Auch Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Saud al-Faisal unterbreitete einen Plan zur Vernichtung der Hisbollah.

Den Diplomaten ist klar: Die schiitische Hisbollah-Miliz arbeitet heute Hand in Hand mit der libanesischen Armee. Deshalb warnten die Amerikaner Syrien davor, der Hisbollah Scud-Raketen zu geben. Doch die Hisbollah ist – wie die Hamas im Gazastreifen – eine demokratisch gewählte Organisation. Mit ihr zu verhandeln gehört einfach zu Politik im Nahen Osten – meint Syriens Präsident Bischar al-Assad.

Syrien

· ‪glaubt, dass Israel hinter der Ermordung des syrischen Generals Mohammed Suleiman steht. Suleiman war verantwortlich für die Kontakte zur Hisbollah und für das Nuklearprogramm seines Landes und wurde am 1. August 2008 in seiner Sommerresidenz im nordsyrischen Tartus von einem Scharfschützen erschossen.

hat im Dezember 2009 ein iranisches Ersuchen abgelehnt, den Iran im Falle eines israelischen Luftangriffes zu unterstützen.

· ‪würde sich – so die Einschätzung von US-Diplomaten – für Frieden mit Israel und bessere Beziehungen mit den USA entscheiden, würde es vor die Wahl gestellt: Iran oder Israel.

Die Golfstaaten

Neun Tage lang wurde im Januar 2010 hinter verschlossenen Türen diskutiert, bis sich die Behörden in Dubai entschlossen, die Ermordung des Hamas-Waffenhändlers Mahmud al-Mabhuh zu veröffentlichen. Der Grund für die Veröffentlichung: Ein Stillschweigen hätte in der Öffentlichkeit als Parteinahme für Israel interpretiert werden können.

Qatar nutzt seinen weltweiten Nachrichtensender Al-Dschassiera zu diplomatischen und Propagandazwecken. Ex-Mossad-Chef Dagan befürchtet, die Fernsehstation könnte den nächsten Nahostkrieg auslösen.

Saudi-Arabien ist – gemeinsam mit Kuweit, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten – der Hauptsponsor des weltweiten sunnitischen Terrors, das heißt konkret, von Gruppen wie Al-Qaida, Taliban und Laschkar e-Taiba.

Der saudische König Abdallah betrachtet den irakischen Premierminister Nuri al-Maliki als “Agenten des Iran” und sagte dem iranischen Außenminister Manouchehr Mottaki ins Gesicht: “Ihr Perser habt kein Recht, euch in arabische Angelegenheiten einzumischen!” Der Wüstenkönig aus Riad meint: “Eine Lösung des arabisch-israelischen Konflikts wäre eine große Errungenschaft, aber der Iran würde dann andere Wege finden, Unruhe zu stiften.”

Der Iran

ist das bestimmende Thema der amerikanischen Nahostpolitik. Das wird beim Blick durch Wikileaks klar.

Während des 2. Libanonkriegs im Sommer 2006 hat der Iran der Hisbollah geholfen, Anhänger als Mitarbeiter des Roten Halbmondes zu verkleiden, um Agenten und Raketen zu schmuggeln. Mitarbeiter des iranischen Roten Halbmonds müssen einen Anti-Spionage-Kurs absolvieren, bevor sie eingestellt werden. Der Rote Halbmond im Iran, so die Erkenntnis der US-Diplomaten, ist heute de facto eine Organisation der iranischen Revolutionsgarden.

Der Iran ist eine Bedrohung für die gesamte Region, nicht nur für den jüdischen Staat. “Wir haben die Wahl zwischen einer iranischen Bombe und der Entscheidung, den Iran zu bombardieren”, hatte Nicolas Sarkozy als französischer Außenminister gewarnt. Unter US-Diplomaten trägt Präsident Ahmadinedschad den Spitznamen “Hitler”. Tatsächlich ist der “Kalte Krieg” zwischen der arabischen Welt und dem Iran weit wichtiger für die Stabilität im Nahen Osten als der arabisch-israelische Konflikt.

Kronprinz Mohammed Bin Sajed von Abu Dhabi ermahnte 2009 die USA, mit Teheran keine “Appeasement”-Politik zu betreiben [wie der britische Premier Chamberlain 1938]. Ägyptens Präsident Hosni Mubarak ist der Ansicht: “Irans Einfluss breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür von den Golfstaaten bis nach Marokko”, und bezeichnet die Iraner als “große, fette Lügner, die ihre Lügen mit einem höheren Zweck rechtfertigen”. Wenn jordanische Diplomaten vom Iran reden, ist die meistgebrauchte Metapher die von einer “Krake, die heimtückisch ihre Arme ausstreckt, um zu manipulieren, zu schüren und die besten Pläne des Westens und der Gemäßigten in der Region zu unterminieren.”

Der saudische König Abdallah hat die USA mehrfach aufgefordert, den Iran anzugreifen, seinem Nuklearprogramm ein Ende zu bereiten und so “der Schlange den Kopf abzuschneiden”. Ähnliches forderte König Hamad von Bahrain, dessen Bevölkerung überwiegend schiitisch ist.

Hardliner im Iran verhinderten vor wenigen Monaten ein Abkommen, das einen Austausch von niedrig-angereichertem Uran des Iran gegen Reaktortreibstoff ermöglicht hätte. Doch der Iran “will gar keine Atomwaffen, weil ein Atomschlag gegen Israel viele palästinensische Opfer mit sich ziehen würde”, behauptet der syrische Präsident Bischar al-Assad.

Im Falle eines iranischen Raketenangriffs hat Israel 10 bis 12 Minuten Vorwarnzeit, glaubt Israels ehemaliger Generalstabschef Gabi Aschkenasi. Israel und die USA haben darüber beraten, wie die Amerikaner bunkerbrechende Bomben an Israel liefern können, ohne sich den Vorwurf einzuhandeln, “die US-Regierung helfe Israel bei der Vorbereitung eines Militärschlags gegen den Iran”. Der australische Geheimdienst ONA befürchtet, dass ein israelischer Angriff des Iran zu einem Atomkrieg führen könnte. Israel und die USA könnten das Regime in Teheran verändern und sollten mehr dafür tun, meint Ex-Mossad-Chef Dagan.

Die Türkei

hat dem Iran bei der Entwicklung seines Atomprogramms geholfen und Waffenschmuggel für Al-Qaida im Irak zugelassen. Gleichzeitig haben die USA im Irak kurdische Widerstandskämpfer gegen die Türkei freigelassen.

Nach Erkenntnissen von US-Diplomaten hat der türkische Premierminister Erdogan zwar wenig Ahnung von Politik jenseits von Ankara, dafür aber private Bankkonten in der Schweiz.

Offensichtlich haben die USA ein weit besseres Verständnis dafür, wo die Türkei steht und was sie will, als das in offiziellen Statements zum Ausdruck kam, in denen die USA die Türkei als “Beispiel der Demokratie und des Islam” lobten. Insgesamt scheint US-Diplomaten klar zu sein: Die Türkei ist kein verlässlicher Partner und ihre führenden Politiker sind radikale Islamisten.

Was ist neu? Was bleibt von Wikileaks?

Jahrelang beklagten sich israelische Diplomaten: “Wenn wir nur öffentlich sagen könnten, was wir hinter geschlossenen Türen hören…” – Jetzt kann jedermann auf dem Computerbildschirm nachlesen, was hinter geschlossenen Türen gesagt wurde. Zu bedenken ist dabei, dass es sich bei dem Schwall von Enthüllungen nicht etwa um harte Fakten handelt, sondern um Aussagen, die amerikanische Diplomaten gemacht, gehört oder berichtet haben.

“Wikileaks enthüllt den wahren Nahostkonflikt” jubelt Ari Shavit in einem Leitartikel der linksliberalen Tageszeitung “Ha´aretz”. Aber stimmt das wirklich? – Okay, Wikileaks widerlegt die Grundvoraussetzung der Politik des amerikanischen Präsidenten Obama, dass das Palästinenserproblem der Grund für alle Unruhe im Nahen Osten und für allen anti-westlichen Terror ist. Aber, wer sehende Augen und hörende Ohren hatte, hat das schon vor Wikileaks bezweifelt, aller Obamamanie zum Trotz. Und diejenigen, die glauben, dass “die Juden” an allem Übel dieser Welt schuld sind, sind so beratungsresistent, dass sie sich auch von 250.000 eigentlich geheimen Dokumenten auch nicht aus der Ruhe bringen lassen werden. Der Glaube derer, die der Political Correctness frönen, ist so leicht nicht zu erschüttern.

Vielleicht ist neu, dass amerikanische Diplomaten denken, der französische Staatschef Nikolas Sarkozy sei “ein unverfrorener Bewunderer Israels, aber scharf darauf, dass die Palästinenser gerecht behandelt werden”. Der Öffentlichkeit war bislang auch nicht bekannt, dass die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel – eigentlich bekannt als einer der verlässlichsten Freunde Israels weltweit – Ende 2009 von den Amerikanern verlangt hat, Netanjahu zu einem Siedlungsstopp zu zwingen. Die Deutschen schlugen vor, den Israelis mit dem Verlust der amerikanischen Unterstützung im UNO-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über den Goldstone-Bericht zu drohen. Weniger erstaunlich dagegen ist die Enthüllung, Irland habe nach dem Zweiten Libanonkrieg im Sommer 2006 amerikanische Waffenlieferungen an Israel behindert.

Wikileaks bestätigt: Arabische Führer sagen privat anderes, als in der Öffentlichkeit. Dabei bleibt allerdings offen, was sie tatsächlich denken. Denkbar wäre ja auch, dass sie hinter vorgehaltener Hand lügen, um die Amerikaner bei Laune zu halten und über das öffentlich Gesagte hinweggehen zu lassen. Der Nahostexperte Daniel Pipes mag recht haben: “Öffentliche Verlautbarungen wiegen schwerer als private Gespräche.” So bleibt nach Wikileaks eigentlich nur die Erkenntnis: Man kann den Nahen Osten verstehen, indem man nur öffentlich zugängliche Quellen analysiert, ganz ohne geheime Insiderinfos. Vielleicht ist das eigentlich Atemberaubende an den Enthüllungen des Julian Assange, dass wir nichts substantiell Neues über die Lage im Nahen Osten erfahren haben, das uns dazu zwingen würde, unser Gesamtbild vollständig neu zu überdenken.

Quelle


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