Bonn: das neue Zentrum des Islamismus

Januar 27, 2011

Bonn. Es herrscht Krieg. Der Krieg gegen die Kuffar, die Ungläubigen, und ihre Handlanger, die Regierungen in Afghanistan und anderen arabischen Ländern, die mit dem verhassten Westen und speziell den USA zusammenarbeiten.

Diesen Eindruck jedenfalls machen die Autoren von deutschen Internetseiten wie salafimedia.com und islambruederschaft.com. Dort heißt es beispielsweise: “Muslime müssen mit den Kuffar auf ihre eigene Sprache kommunizieren und zwar mit Krieg. Wie es unsere edlen Taliban-Brüder tun.”

Die Verherrlichung des bewaffneten Dschihads, der als Pflichtkampf gegen die “Unterdrücker des Islam” vorgeschrieben wird, zieht sich wie ein roter Faden durch diese Seiten, die unverhohlen mit dem Terrornetzwerk Al Kaida sympathisieren. Und auf i24-online.com gibt es 39 Tipps, wie jeder Muslim diesen Kampf unterstützen kann: sei es im Gebet, sei es mit Spenden an den Mudschahid, den Gotteskrieger, oder gleich als solcher mit seinem Einsatz.

Beispielsweise in Pakistan und Afghanistan, wo auch Bonner Gotteskrieger wie Yassin und Mounir Chouka, Bekkay Harrach und Javad Sediqi die Taliban im Kampf gegen die NATO-Truppen unterstützen – beziehungsweise unterstützt haben, denn Sediqi kam 2009 im Alter von 22 Jahren beim Kampf ums Leben.

Man könnte diese Internetseiten als Produkte von einigen wenigen Fanatikern abtun, die nicht wissen, was sie mit ihrer männlichen Kampfeslust anfangen sollen. Gäbe es nicht immer wieder Bezüge auch zur vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Gruppierung “Die wahre Religion” (DWR), deren Vertreter in Bonn und Köln sitzen und die nicht nur von ihrer eigenen Webseite aus übers Internet missionieren, sondern auch in Moscheen in Bonn und der Region wortgewaltige Reden führen und bei Seminaren junge Muslime auf einen ultrakonservativen Islam einschwören.

Nicht nur Videos des jüngsten Seminars von DWR, das auf öffentlichen Druck hin zum Jahreswechsel nicht in der Beueler Al-Muhsinin-Moschee, sondern in Mayen stattfand, sind auf den dschihadistischen Internetseiten zu finden. Auch verweisen deren Betreiber immer wieder auf DWR und ihren Wortführer: den in Bonn lebenden Said E. alias Abu Dujana.

Dass der 29-Jährige im islamistischen Milieu eine führende Rolle spielt, belegt nicht zuletzt eine Analyse, die das Landeskriminalamt im vorigen Jahr als internes Papier vorlegte. Es trägt den Titel “Auswertungsprojekt Islamistische Szene Bonn” und führt unter anderem “175 Personen als mögliche Angehörige des islamistisch-terroristischen Personenpotenzials in Bonn” auf, 114 von ihnen mit deutschem Pass, darunter die durch Drohvideos bekannt gewordenen Kessenicher Brüder Chouka alias Abu Ibraheem und Abu Adam und der in Tannenbusch aufgewachsene Bekkay Harrach.

Frauen, in der Regel zum Islam konvertierte Deutsche, finden sich auf den Listen nur wenige. Unter den Männern sind sowohl solche mit deutscher als auch mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Auf den hinteren Rängen dieser Listen stehen auch einige Vertreter des Bonner Rats der Muslime. Dort fühlt man sich zu Unrecht verdächtigt und distanziert sich von jeder Form des Extremismus.

“Wir werden doch alle überwacht”, sagte ein Rats-Vertreter dem GA. Anhand verschiedener Radikalisierungsmerkmale erstellte die Polizei zwei Rankings: “mögliche Angehörige der Ausführungsebene”, also aktiv handelnde Personen, “von denen ein erhebliches Gefahrenpotenzial ausgehen kann”, und “mögliche Führungspersonen”, Prediger, die als Ratgeber eben auch für den bewaffneten Dschihad fungieren können……

Quelle

Netzwerke gehen von Bonn aus ins ganze Bundesgebiet

Die islamistische “Subkultur” im rheinischen Bonn wird nach der jüngsten Einschätzung der Verfassungsschützer immer gefährlicher. Von der früheren Bundeshauptstadt würden die islamistischen Netzwerke ins gesamte Bundesgebiet “immer enger geknüpft”, bestätigten Berliner Sicherheitskreise der Nachrichtenagentur dapd am Sonntag…..
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Die Linke und der Kommunismus – Ulla Jelpke das antisemitische Nazikommunistenschwein zusammen mit Terroristen

Januar 27, 2011

Ulla Jelpke die dreckige Stalinistensau, bei der man nicht weiß, ob Sie ein Nazi oder Islamistenschwein ist, Die schon in der Vergangenheit zusammen mit Terroristen und Islamisten zusammengearbeitet hat.

ein Videobeitrag auf Fakt


Muhammad: Häufigster Name für Neugeborene in Großbritannien 2009

Januar 27, 2011

(Institut für Islamfragen, dh, 30.12.2010) Die arabische Zeitung arabic.cnn.com veröffentlichte Ende Oktober 2010 eine Untersuchung zu den häufigsten Vornamen für Neugeborene in Großbritannien. Laut Bericht von arabic.cnn.com entbehrt der veröffentlichte Bericht des British Office for National Statistics der Genauigkeit. Darin hieß es, im Jahr 2009 sei der Name Oliver der häufigste Vorname für Neugeborene in Großbritannien gewesen. Jedoch zeigten Studien der o. g. Zeitung, dass der Name Muhammad der häufigste Name gewesen sei. Man käme zu diesem Ergebnis, wenn die verschiedenen Schreibweisen dieses Namens berücksichtigt würden.
Staatliche Institutionen hatten für 2001 rund 2,7 Mio. muslimische Einwohner in Großbritannien angegeben. Laut Bericht des Pew Institutes liegt diese Zahl jedoch bei ca. 2,9 Millionen Muslimen, was 4,6% der Bevölkerung Großbritanniens entspricht.

Das Pew Institut gab an, die Anzahl der Muslime habe sich in Westeuropa in den letzten 20 Jahren stark erhöht. 1990 gab es rund 10 Mio. Muslime in Europa. Momentan liegt die Schätzung bei ca. 17 Millionen.
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Die Türkei wird immer mehr zum antiwestlichen Regime

Januar 23, 2011

Der Umsturz in Tunis könnte einen Dominoeffekt im Maghreb auslösen. Die Türkei nähert sich bewusst antiwestlichen Regimes im Iran und Syrien.

Der Umsturz in Tunis droht einen Dominoeffekt im Maghreb und in Ägypten auszulösen. In Algerien gärt es, in Marokko herrschen Spannungen zwischen den königstreuen, älteren Generationen und einer radikalen Jugend, aus deren Reihen al-Qaida Kämpfer rekrutiert. In Libyen verbirgt das sprunghafte Gebaren Gaddafis in seiner Außenpolitik große Unruhen im Volke.

Die Türkei schwächt die Nato und Europa

Ägyptens Präsident Mubarak tritt Ende des Jahres zur Wiederwahl an, weil er an den Chancen einer dynastischen Nachfolge in der Person seines Sohnes zweifelt. Die Macht der Muslimbrüder wächst. Ihr Hass gegen die christlichen Kopten ist fast größer als der gegen den zionistischen Nachbarn. Die Beziehungen mit der Hamas in Gaza und der Hisbollah im Libanon sind unvermindert stark – sie unterminieren alle Friedensbemühungen der gemäßigteren Fatah im Westjordanland.

Doch am ärgsten ist die Entwicklung in der Türkei, die sich bewusst den antiwestlichen Regimes im Iran und Syrien nähert, und trotz aller Lippenbekenntnisse zu Europa und Amerika die Nato schwächt. Die Wikileaks-Enthüllungen machen klar, dass die Gazafahrt der türkischen Flottille eine von langer Hand geplante Provokation war. Die frechen Aktionen der Iraner wie Kidnapping und Waffenlieferungen für Terrorakte nehmen zu, im Bewusstsein, dass Europa und Amerika zu sehr mit sich beschäftigt seien. Frau Golda Meir würde heute wahrscheinlich noch mehr seufzen, schaute sie auf ihre Relieflandkarte an der Wand…

welt


Iran ist einer der weltweit größten Heroinhändler

Januar 23, 2011

US-Depeschen berichten vom rasanten Anstieg des iranischen Drogenschmuggels nach Europa. Staatliche Stellen sind maßgeblich beteiligt und erschließen sich so neue Finanzquellen.

Der Iran – oder zumindest die iranische Revolutionsgarde – soll seit wenigen Jahren einer der größten Drogenhändler der Welt sein. Das geht aus einer ganzen Reihe als geheim klassifizierter US-Depeschen hervor, die “Welt Online” vorliegen. Die Depeschen stammen von der amerikanischen Botschaft in Aserbaidschan. Eine zentrale Aufgabe der Botschaft dort besteht darin, den Iran zu beobachten, denn es gibt intensive Kontakte zwischen den Volksgruppen in beiden Ländern. Der Drogenhandel läuft dort den Unterlagen nach direkt unter den Augen der Amerikaner ab: Die Hauptroute führt durch Aserbaidschan nach Europa….

welt


Hass-Islamist ruft zu Gewalt in Pinneberg auf

Januar 23, 2011

Pinneberg – Wie fanatisch sind diese Hassprediger? Wie gefährlich? Und was dürfen sie sich noch alles herausnehmen?

In Pinneberg bedroht ein junger Islamist deutscher Herkunft offen den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde. Harry M. verunglimpft Wolfgang Seibert (63) als „dreckigen Juden“, durchkreuzte sein Foto im Internet mit roter Farbe.

Darunter droht M. (nennt sich Isa Al Khattab): „Pass auf, dass Allah dich nicht schon im Diesseits straft mit dem Tod. Das ist keine Drohung von mir, sondern Allah dem Allmächtigen.“

Mutmaßliches Motiv: Seibert hatte sich kritisch über die Hinterhof-Moschee der „Muslimischen Vereinigung Pinnebergs“ geäußert, ihre Schließung gefordert. Sie gilt als Treffpunkt radikaler Islamisten nach der Schließung der ehemaligen Al-Quds-Moschee (später Taiba-Moschee in St. Georg, BILD berichtete).

Jetzt steht Seibert unter Polizeischutz! Denn Experten nehmen die Drohung ernst.

Claudia Dantschke vom Berliner Zentrum Demokratische Kultur über den Internet-Islamisten: „Er hofft wohl darauf, dass einer seiner Gesinnungsbrüder den angeblichen Willen Allahs umsetzen und diese Strafe vollziehen wird.“

Wolfgang Seibert lässt sich davon nicht einschüchtern. „Zuerst habe ich einen großen Schreck bekommen, dann schnell Strafanzeige gestellt.“ Er ist dem Hass-prediger schon mal begegnet, hält ihn für „bedrohlich und durchgeknallt“.

Wer ist dieser Harry M.? Nach BILD-Informationen wuchs der junge Mann in Pinneberg auf, ging dort zur Realschule und konvertierte vor rund einem Jahr zum Islam. Auf seiner Internet-Seite „Islamic Hacker Union“ gibt er an, in Neumünster zu wohnen, ist aber in Pinneberg gemeldet. Im Internet schreibt er: „Möge Allah die Ungläubigen vernichten.“ Er gilt als regelmäßiger Besucher der Moschee.

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Wie radikale Islamisten Pinneberg in Atem halten

Pinneberg wird zum Mekka für Islamisten. Nun hat ein Besucher der örtlichen Moschee zum Judenmord aufgerufen. Die Bürgermeisterin plant einen “Runden Tisch”.

Kristin Alheit will, dass Ruhe in Pinneberg einkehrt. Keine Gewaltaufrufe mehr im Internet, keine volksverhetzenden Beleidigungen wie „dreckiger Jude“ und keine Zeitungsartikel über ihre Stadt als Zufluchtsstätte für Islamisten. Die Bürgermeisterin sitzt am Konferenztisch ihres Büros im Rathaus und versucht, ihre und die Lage ihrer Stadt zu erklären. Der wohl wichtigste Satz, den die freundliche SPD-Frau immer wieder sagt, ist: “Eigentlich bin ich mit der ganzen Angelegenheit überfordert.“

Foto: dapd/DAPD
Haus des Hasses: In dieser Pinneberger Moschee soll auch ein radikaler Rapper vekehrt haben

Es ist ja auch viel passiert in Pinneberg. Und die Ereignisse sagen einiges aus über die Entwicklung der islamistischen Szene, über den Umgang der Behörden damit und über den Zusammenhang zwischen den Botschaften radikaler Islamisten und den Gewaltandrohungen eines offenbar durchgedrehten, etwa 19-jährigen muslimischen Konvertiten, der mit seinen Hasstiraden eine Stadt und die Sicherheitsbehörden Schleswig-Holsteins seit Tagen in Atem hält.

Die Geschichte beginnt mit dem Erscheinen des einstigen Gangsta-Rappers “Deso Dogg“ in der vom Verfassungsschutz als “Problem-Moschee“ bezeichneten Pinneberger Al-Sunnah-Moschee.

Der Berliner Musiker sang in früheren Jahren über das harte Leben auf der Straße, zeigte sich auf Plattencovers mit einer Pistole am Kopf und fiel durch Straftaten auf. Dann entdeckte er den Islam, und radikale Vorbeter spannten ihn für ihre Zwecke ein. „Deso Dogg“ sollte Jugendliche für den Islam begeistern, oder vielmehr für das, was einige Fundamentalisten darunter verstehen.

„Den Feind im Auge, im Namen Allahs“

Vor einigen Wochen sang „Deso Dogg“ bei einem „Islamseminar“ in der Eifelstadt Mayen die später viel zitierte Zeile: „So Gott will, wir kämpfen, fallen als Märtyrer, den Feind im Auge, im Namen Allahs.“ Das Reim-Dich-Oder-Ich-Fress-Dich-Lied über den „Heiligen Krieg“ wollte er auch in Pinneberg singen – so jedenfalls eine Ankündigung im Internet.

Den „Brüdern“ der kleinen Hinterhof-Moschee „Al-Sunnah“ war er willkommen. Er sang zwar nicht, sondern sprach nur über seine Zeit als Gangsta-Rapper. Aber dennoch: Der Dschihad war in Pinneberg angekommen. Und das sollte erst der Anfang sein.

Auf der Internet-Seite „Islamic Hacker Union“ war plötzlich von einem „dreckigen Jude“ die Rede. Ein Foto, auf dem der Mann eindeutig zu erkennen ist, war rot durchgestrichen, und im Text hieß es: „Pass auf, dass Allah dich nicht schon im Diesseits straft mit dem Tod“.

Außerdem: „Die Strafe Allahs kann dich überall treffen.“ Zwischen diesen Zeilen: ein Video von einem tödlichen Hauseinsturz bei einer Hochzeitsfeier.

Der Mann auf dem Foto heißt Wolfgang Seibert. Er ist der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Pinneberg und angesichts der Einschätzung des Verfassungsschutzes und der Verwicklungen der Al-Sunnah-Moschee mit der islamistischen Szene hatte er gefordert, die Al-Sunnah-Moschee zu schließen.

Vom Kiffer zum Islamisten

Für einen jungen Mann, der sich Isa Al Khattab nennt, war das zuviel: Er hat den Gewaltaufruf unterschrieben. Außerhalb seiner zurecht gesponnenen islamistischen Welt heißt er Harry M.. Mit knapp 17 Jahren, so erzählt er in einem mittlerweile gelöschten Internetvideo, konvertierte er zum Islam. Davor trank er Alkohol, rauchte Joints und nahm „andere Drogen“.

Er war dabei, so geht es aus seiner Erzählung hervor, sein Leben langsam aber sicher in den Sand zu setzen. Dann fragte sich Harry: „Was ist mein Sinn des Lebens? Was bringt mir das, wenn ich arbeiten gehen würde, Schule machen würde? Was würde mir das bringen?“ Die Antwort des Teenagers: Nichts. Statt dessen entdeckte er die seiner Ansicht nach „einzig wahre Religion“. Dabei geriet er nicht an einen der vielen liberalen Imame im Land, sondern an ultra-radikale Islamisten.

Ein typischer Radikalisierungsprozess, sagt die Islamismus-Expertin Claudia Dantschke vom Berliner Zentrum Demokratische Kultur. „Ein junger Mensch kommt mit dem Leben nicht zurecht, sucht nach einem Sinn und dann kommt jemand, der ihm sagt, es ist doch alles ganz einfach: Du musst nur an Allah glauben, alle Regeln befolgen und alles andere ist des Teufels. Durch das Gefühl einer Gruppe anzugehören, kann ein labiler Menschen das Gefühl bekommen, etwas Besonderes zu sein“, sagt Dantschke.

Harrys Vortrag in dem Video klingt etwas wirr, aber er wirkt glücklich dabei. Er lächelt, und man hätte sich nicht gewundert, wenn er den Satz: „Islam bedeutet Frieden“ gesagt hätte. Hat er aber nicht. Er hat es wohl auch nie gedacht, denn die Vorbeter, von denen Harry seine abstrusen Vorstellungen hat, predigen nicht Frieden, sondern Kampf, nicht Toleranz, sondern Abgrenzung.

Einfluss radikaler Salafisten

Wer die Spuren von Isa Al Khattab alias Harry M. im Internet verfolgt, landet bei szenebekannten Protagonisten aus der radikalsten Ecke der deutschen Salafisten-Szene: Junge und mittelalte Männer, nicht selten Konvertiten, die in der mittlerweile geschlossenen Hamburger Taiba-Moschee ein- und ausgingen, in der schon die Attentäter des 11. September und auch eine Gruppe von Islamisten verkehrte, die vor rund eineinhalb Jahren in die Kampfgebiete ins pakistanisch-afghanische Grenzgebiet zogen, um den Märtyrertod zu sterben.

Auch in die Pinneberger Al-Sunnah-Moschee – laut Verfassungsschutz einer der wichtigsten Treffpunkte der früheren Besucher der Taiba-Moschee – war Harry zu Gast. „Aber höchstens zwei oder drei Mal“, sagt Salim Ibn Omar, der als einer der Vorsitzenden für die Moschee spricht. Beim Besuch des Reporters sind er und die anderen Besucher in dem vielleicht dreißig Quadratmeter großen Raum mehr oder weniger freundlich. Sie sind zu einem Gespräch bereit.

Diesen Harry würden sie gar nicht richtig kennen, sagen sie. Eine „Nachfolgeorganisation“ der Taiba-Moschee sei die Moschee auch nicht, und der Bruder „Abu Malik“ – so nennt sich „Deso Dogg“ mittlerweile – habe in ihrer Moschee weder zu Gewalt oder Hass aufgerufen noch habe er ein Lied gesungen.

„Mit Dingen, die dem Ansehen der Moschee schaden, wollen wir nichts zu tun haben“, sagt Salim Ibn Omar. Er verschweigt dabei, dass Anhänger aus dem Kreis der Al-Sunnah-Moschee schon bei dem Seminar in Mayen dem Lied „Deso Doggs“ gelauscht haben.

Verherrlichung des Märtyrertodes

Am Eingang der Moschee findet sich ein Aufkleber der Gruppe „Die wahre Religion“. Ihre Vorbeter verteufeln die Integration, sie befürworten die Einführung der Scharia und legitimieren immer wieder Gewalt im Namen des Islam.

Kleine Textprobe aus einer der zahllosen Internet-Ansprachen über die Herrlichkeit des Märtyrertodes: „Wenn der erste Blutstropfen den Körper verlassen hat, hat Allah ihm alle seine Sünden vergeben. Allahu Akbar! Warum? Weil er hat alles gegeben für Allah.“ Von solchen Äußerungen bis zu Gedanken an den Weg ins Terrorcamp ist es nicht weit.

Salim Ibn Omar, der Vorsitzende der Al-Sunnah-Moschee, sagt zu der zitieren Äußerung: „Das ist auch unsere Ansicht. Das können Sie auch ruhig schreiben. Und die Leute von ’Die wahre Religion’: Das sind unsere Brüder.“

Auch Harry M. hat seine Kenntnisse über den Islam offenbar von den Vorbetern der „wahren Religion“. Zumindest legen das seine im Internet nachvollziehbaren Bekanntschaften und Äußerungen nahe. „Man erkennt anhand der Verbindungen in Foren und sozialen Netzwerken ganz eindeutig, dass es eine Szene ist, in der man sich kennt und gemeinsame Ansichten hat“, sagt die Islamismus-Expertin Dantschke.

Erschreckend sei der hohe Anteil Jugendlicher, die offenbar weniger aus religiösen, sondern eher aus politischen oder sozialen Gründen in die Szene geraten seien….

welt


Rechtsextreme Türken im Multikultiverein – Graue Wölfe

Januar 21, 2011

Bei der Wahl zum Ausländerparlament vergangenen Herbst trat in Frankfurt eine Liste unter dem Phantasie-Namen “Multikulturelles Hilfsbereites Publikum MHP” an. Dass diese Liste die gleiche Abkürzung wie die Mutterpartei der Grauen Wölfe in der Türkei, Milliyetçi Hareket Partisi, hat, ist kein Zufall: Nach Recherchen von hr-iNFO sind mehrere Kandidaten der Frankfurter Liste dem Verein der Grauen Wölfe in Frankfurt zuzuordnen. Ihr Mitglied im Frankfurter Ausländerparlament, Fayyaz Cetiner, war bis vor knapp über einem Jahr Vorsitzender des Vereins. Weitere Mitglieder der Liste MHP zeigen auf ihren Facebook-Seiten offen ihre Verbindung zu Organisationen der Grauen Wölfe.

Bildungsveranstaltungen für Jugendliche
Ein Interview will Cetiner nicht geben. Am Telefon sagte er, der Verein sei aufgelöst worden. Doch der Verein zog erst vor wenigen Monaten aus einem Hinterhof im Frankfurter Gallus in ein neues großzügiges Vereinsgebäude in Frankfurt-Griesheim. Es gibt eine eigene Moschee sowie Schulungs- und Versammlungsräume, in denen Bildungsveranstaltungen für Jugendliche stattfinden.

Die Frankfurter Integrations-Dezernentin Nargess Eskandari-Grünberg kennt den rechtsextremen Hintergrund der MHP. Doch solange von der Liste keine rassistische oder anti-demokratische Politik in der Kommunalen Ausländervertretung gemacht wird, hält sie sich zurück. “Ich appelliere immer, dass das kommunale Ausländerparlament nicht die Probleme aus dem Heimatland behandelt, sondern die Probleme der Menschen in Frankfurt, die kein Kommunalwahlrecht haben.”

Tabu scheint Konsens zu sein. Mitglieder anderer Listen halten sich mit öffentlicher Kritik an der MHP zurück, auch wenn sie die rassistische und anti-demokratische Gesinnung dahinter ablehnen. In der Kommunalen Ausländervertretung Frankfurts ist offenbar nicht das Private politisch, sondern das Politische privat.

Neben Frankfurt wurden Mitglieder der Grauen Wölfe auch in Wiesbaden, Wetzlar und Aßlar in Ausländerbeiräte gewählt. Erst durch Medienberichte wurde die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen auf das Thema aufmerksam. Nun wolle man prüfen, ob an den “Anschuldigungen” etwas dran ist, sagt ihr Vorsitzender Corrado Di Benedetto auf Anfrage. “Wir haben bislang keine Anlass zur Sorge gehabt. Jetzt ist es höchste Zeit, zu schauen, ob auch in unseren Reihen diese politischen Bestrebungen existieren”, sagte Di Benedetto zu hr-iNFO. Das Thema soll auf die Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung kommen.

Marsch durch die Institutionen
Längst haben die rechtsextremen Grauen Wölfe in Deutschland ihren Marsch durch die Institutionen angetreten. Sie sind Mitglied in demokratischen Parteien, treten für Wahlen an und versuchen so, ein ruhiges Umfeld für ihre Vereinsarbeit zu schaffen. Hinter den verschlossenen Türen der Vereine wird weiter die Ideologie des starken Grauen Wolfs verbreitet, der den Kampf gegen die Feinde des Türkentums anführt.

Graue Wölfe fördern Parallelgesellschaft

Die Ideologie der Grauen Wölfe oder Ülkücü-(Idealisten) Bewegung basiert auf Abgrenzung und Überlegenheit der Türken gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Ihren Ursprung hat die Bewegung in der Phase nach dem Zerfall des osmanischen Reichs. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurden weit verbreitete rassistisch motivierte Verschwörungstheorien gegen Armenier, Kurden, Juden, Amerikaner oder Europäer vom Begründer der Bewegung, Alparslan Türkes, in eine politische Bewegung gebündelt.

Bis heute bildet der Kampf gegen die “Feinde des Türkentums” den politischen Kern der Bewegung. Die Gegner gilt es zu besiegen, um ein groß-türkisches Reich zu schaffen, in dem alle Turk-Völker vereint leben. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion hat diese Großmachtphantasie wieder enorm an Ausstrahlung gewonnen, weil wieder viele türkisch-sprachige Länder eigenständig geworden sind.

Die Mutterpartei der Bewegung in der Türkei, MHP, gibt sich heute moderat und versucht den in der Türkei stark vertretenen Nationalismus für sich zu nutzen. Ihrer grundsätzlich rassistisch, anti-demokratischen Vorstellung der Überlegenheit des Türkentums gegenüber anderen Gruppen, die als Feinde stigmatisiert werden, hat sie nie abgeschworen. In Deutschland achtet ihr Ableger, die Türk Federasyon (ADÜTDF) seit längerem darauf, dass keine Gewalt oder Gesetzesverstöße von ihren Mitgliedern ausgehen.

Doch ideologisch bereitet sie weiter den Nährboden für eine demokratiefeindliche Gesinnung. “Durch ihr teilweise extrem nationalistisches Gedankengut verfolgt die ADÜTDF Bestrebungen, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung oder das friedliche Zusammenleben der Völker richten”, schreibt das Landesamt für Verfassungsschutz NRW als Begründung, dass es die Türk Federasyon und ihre Ortsvereine beobachtet.

Verfassungsschützern und Pädagogen bereitet die seit mehreren Jahren stark zunehmende Verbreitung der Ideologie der Grauen Wölfe unter hier lebenden türkisch-stämmigen Jugendlichen Sorge. In selbst gefertigten Hass-Videos verbreiten Jugendliche über das Internet Bilder und Phantasien von der Überlegenheit des Türkentums und werten andere Gruppen ab. “Die Videos enthalten kurden-, homosexuellen-, juden-, armenier- und USA-feindliche Aussagen sowie obszöne und beschimpfende Darstellungen. Sie hetzen gegen das friedliche Zusammenleben der verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppierungen und fördern damit auch in der Bundesrepublik Deutschland das Entstehen von Parallelgesellschaften”, schreibt der Verfassungsschutz NRW.

Populäre Musik im Stil von Rap oder Hip-Hop, Konzerte sowie Kult-Gegenstände wie Jacken oder T-Shirts mit Wolfszeichen sorgen für eine starke Verbreitung unter hier aufwachsenden Jugendlichen. Inwiefern dieser Pop-Nationalismus durch die Vereine der Grauen Wölfe aktiv gefördert wird, ist offen. Allerdings ist keine Verurteilung der gewaltverherrlichenden oder menschenverachtenden Äußerung seitens der Türk Federasyon oder ihrer Mitgliedsvereine bekannt.

Die Arbeitsteilung erinnert an die zwischen der NPD und den so genannten Kameradschaften. Die Vereinsmitglieder geben die Biedermänner, während sich die Jugendlichen durch die von den Altvorderen verbreitete Ideologie zu ihren Gewalt-Phantasien inspirieren lassen.

HR Online

Die mit den Wölfen heulen

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