Video: (WDR) Kampf im Klassenzimmer – Deutsche Schüler in der Minderheit

Juli 27, 2010

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Manchmal werden sie verhöhnt, manchmal sogar geschlagen. Mit ihnen wird in der Klasse kaum geredet, sie ziehen sich zurück, sagen kaum noch ihre Meinung – kurz, sie sind nicht integriert in der Schule. Die Rede ist nicht von Migranten-Kindern an einer deutschen Schule, sondern von deutschen Schülern an einer Hauptschule in Essen.

Ausgrenzung deutscher Schüler- Schwieriges Miteinander: Schüler einer Hauptschule in Essen

“Sie werden nicht jeden Tag mit dem Messer bedroht, … aber die Kinder mit Migrationshintergrund haben hier eindeutig das Sagen”, so die Direktorin der Schule. “Red nicht mit der, das ist bloß eine deutsche Schlampe”, so hören es auch die Lehrerinnen. “Wenn Ramadan ist, ist Ausnahmezustand. Beim letzten Mal ging es soweit, dass sie uns ins Essen gespuckt haben”, berichtet die Hauswirtschaftslehrerin.

“Man sagt immer, dass die Ausländer diskriminiert werden, aber hier läuft es andersrum.” Ein libanesischer Arabisch-Lehrer schildert, dass die deutsche Lebensart von seinen Schülerinnen und Schülern ganz offen abgelehnt würde, diese Einstellung sei fast schick.

Die deutschen Kinder reagieren mit Aggression oder Überanpassung. Auf dem Schulhof verdrücken sie sich in die Ecken. Sebastian, ein stämmiger 16-Jähriger, fühlt sich gemobbt von den muslimischen Mitschülern, ist häufig in Prügeleien verwickelt. Julia aber ist mit dem streng gläubigen Saleh aus Palästina befreundet. Die Schülerin bezeichnet sich inzwischen selbst als Muslima, d.h. für sie: keine Partys, kein Alkohol, kein Sex (…)

ARD


Fakten über Israel

Juli 27, 2010

Trotz zunehmenden äusseren Anfeindungen steht Israel im Nahen Osten als Vorbild da.
Unter dem Eindruck der Dauerpropaganda gegen Israel hat sich die westliche Wahrnehmung Israels weitgehend auf dessen Konflikt mit den Palästinensern verengt. Seiner Verleumdung als ein «kolonialistischer Siedler-» oder gar «Apartheidstaat», der in ähnlicher Weise boykottiert und stigmatisiert werden müsse wie einst Südafrika, wird auch bei uns des Öfteren Glauben geschenkt. Aber auch wenn arabische Israeli, die im Gegensatz zu den Schwarzen in Südafrika eine Minderheit von 20 Prozent stellen, in der israelischen Gesellschaft immer noch Benachteiligungen – etwa beim Landerwerb – ausgesetzt sind, geniessen sie dort doch ein unvergleichlich höheres Mass an demokratischen Freiheiten und politischen Rechten, an Wohlstand, medizinischer Versorgung und Bildungsmöglichkeiten als in den umliegenden arabischen Diktaturen. Und der Lebensstandard in den palästinensischen Gebieten – Gaza eingeschlossen – übersteigt bei allen Härten den in arabischen Nachbarstaaten. So liegt die Alphabetisierungsrate weit höher, die Kindersterblichkeit weit niedriger als etwa in Ägypten,

Starke Legitimierung

Israel wurde durch eine Abstimmung der Uno ins Leben gerufen – kein anderer Staat der Welt besitzt eine solch starke Legitimierung durch die internationale Gemeinschaft. Die Vorgeschichte seiner Gründung, die jüdische Siedlungswelle erst im Rahmen des Osmanischen Reichs, dann des britischen Mandatsgebiets Palästina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedoch als eine feindliche Invasion intakten arabischen Gebietes hinzustellen, ist eine grobe Vereinfachung. Teile der arabischen Clans, die damals in Palästina das Sagen hatten, kooperierten durchaus bei dieser jüdischen «Landnahme». Erst die in den zwanziger Jahren entstandene palästinensische «Nationalbewegung», die später mit Hitler-Deutschland kooperierte, schürte den Hass gegen jegliche jüdische Präsenz in Palästina.
Hohe Dichte an Hightech-Firmen

Wenig bekannt ist, dass es dort bereits Ende der zwanziger Jahre antijüdische – und keineswegs nur «antizionistische» – Pogrome gab. Auch jüdische Extremisten wendeten freilich Gewalt an, und nach dem Überfall arabischer Armeen unmittelbar nach der Gründung Israels kam es infolge der Kriegshandlungen zu israelischen Übergriffen gegen arabische Zivilisten. Einen systematischen israelischen Vertreibungsplan gegen die palästinensische Bevölkerung aber hat es nie gegeben. Die meisten Palästinenser verliessen auf Druck und wegen falscher Versprechungen arabischer Führer das israelische Hoheitsgebiet. Wenn die palästinensische Seite jedoch auf ein pauschales «Rückkehrrecht» pocht, müsste auch von den 800 000 Juden gesprochen werden, die seit Israels Staatsgründung aus den arabischen Ländern vertrieben und vom jüdischen Staat integriert wurden.

Statt sich auf derartige Aufrechnungen einzulassen, sollte der Westen aber endlich wieder seine Augen für die enormen, beeindruckenden Leistungen öffnen, die das moderne Israel vollbringt. Weit davon entfernt, sich wegen der Bedrohungen im Nahen Osten einzuigeln und in Paranoia zu erstarren, wie es innerisraelische linke Kritiker der westlichen Öffentlichkeit weismachen wollen, gehört der jüdische Staat heute zu den erfolgreichsten Wirtschaftsnationen der Welt.

In den neunziger Jahren gelang ihm der Sprung von einer maroden, bürokratisch gelenkten Staatswirtschaft zu einem erfolgreichen Global Player, der die höchste Dichte an Hightech-Unternehmen ausserhalb von Silicon Valley aufzuweisen hat. Kein Land der Welt investiert mehr Mittel seines Staatshaushaltes in die Forschung als Israel, seine universitäre Bildung gilt als die zweitbeste der Welt. Israels vorbildlich solides Bankensystem überstand sogar die weltweite Finanzkrise, und selbst im Rezessionsjahr 2009, da etwa Deutschlands Wirtschaft um 5 Prozent schrumpfte, erzielte das Land noch eine Wachstumsrate von 0,7 Prozent. In diesem Jahr wird eine Steigerung von 3,7 Prozent erwartet.

Kürzlich wurde Israel in den illustren Kreis der OECD aufgenommen – ein Erfolg, der beispielsweise Russland bisher versagt blieb. Angesichts der Feindseligkeit in der eigenen Region hat sich Israel gleichsam «entortet» und zu einer der innovativsten Exportnationen der Erde entwickelt, die unter anderem enge Beziehungen zu der aufstrebenden Grossmacht Indien pflegt. Dabei hat Israel seine demokratische, rechtsstaatliche und pluralistische Ordnung bewahrt – auch wenn sich der innergesellschaftliche «Kulturkampf» zwischen säkularen und ultrareligiösen Kräften verschärft. Die israelische Gesellschaft weist dabei eine multiethnische Vielfalt auf, wie sie sonst wohl nur noch in den USA zu finden ist.
Aushängeschild der Demokratie

Israel ist ein Aushängeschild dafür, was eine freiheitliche Demokratie auch unter schwierigsten Bedingungen erreichen kann. Sollten seine Nachbarn ihre hasserfüllte Ablehnung des jüdischen Staats einmal aufgeben, könnte er schnell zum Turbo einer ungeahnten Prosperität in der gesamten Region werden. Der Westen sollte sich deshalb davor hüten, den Staat Israel aus falscher Rücksichtnahme auf «die islamische Welt» wie eine Art Schandfleck zu behandeln, und ihm die Unterstützung und Sympathie zukommen lassen, die er sich durch seine aussergewöhnlichen Errungenschaften verdient hat.
NZZ


Jugendgewalt – Richterin Heisig klagt den Staat an

Juli 25, 2010

In ihrem Buch, das am Montag erscheint, setzt sich die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig schonungslos mit jungen Straftätern auseinander. Wie kaum eine andere Juristin hatte sich die Berlinerin dem Kampf gegen die Jugendkriminalität verschrieben. WELT ONLINE veröffentlicht erste Auszüge.

Die gekränkte “Ehre“

So gibt es Probleme, wenn die „Freundin“ mal nicht ans Handy geht. „Sandra“ wird dann von „Yilmaz“ im Hausflur aufgelauert. Sie wird gewürgt und an die Wand gedrückt. Sie solle sich entschuldigen. Viele junge Mädchen machen diese Behandlung mehr oder weniger lange mit. Andere hingegen verlieren alsbald das Interesse daran, wie „der letzte Dreck“ behandelt zu werden, und beenden die Verbindung. Dann wird es gefährlich, denn nun ist der „Freund“ in seiner Ehre gekränkt. Manchmal folgen daraus Vergewaltigungen, die durch unbeschreibliche Rohheit gekennzeichnet sind.

Es gibt Fälle, in denen das Mädchen in einen Hinterhalt, zum Beispiel einen Keller oder auf ein entlegenes Gelände, gelockt und dann von mehreren Tätern, die der „Ex“ mitgebracht hat, sexuell auf schlimmste Art und Weise missbraucht werden. Mir sind Vorfälle bekannt, in denen die Opfer gleichzeitig orale und anale Penetrationen durch mehrere Täter ertragen mussten, bevor man sie, aus vielen Körperöffnungen blutend, wie einen unnützen Gegenstand zurückließ. Auch das Filmen der Vergewaltigung mit dem Handy gehört dazu. Damit kann man sich dann vor den Kumpeln brüsten. Selbstverständlich verlangen die Peiniger, dass ihre Opfer schweigen. Ansonsten müssen sie mit dem Tod rechnen:
Leseauszug Welt


Kriminelle Araber

Juli 25, 2010

Die arabischen Großfamilien im Hintergrund sind natürlich auch problematisch. Die sind teilweise schon in dritter Generation hier und haben dazugelernt. Sie wissen genau, was die Polizei kann und darf. Früher fielen sie vor allem durch Einbrüche auf, bis sie merkten, dass andere Geschäftsfelder viel unauffälliger und lukrativer sind, Drogenhandel zum Beispiel. Die jüngere Generation wird von der älteren angelernt; von jungen Jahren an bekommen die Kinder mit, wie die älteren Brüder agieren. Sie begehen dann Delikte, die die älteren schon nicht mehr machen, weil sie es schon zu etwas Wohlstand gebracht haben.

Die Zahl der stark kriminellen Großfamilien in Berlin schätze ich auf sechs bis acht. Ihre Mitgliederzahl steigt ständig, da sie viele Kinder bekommen und Familiennachzug stattfindet. Die fahren alle mit Riesen-Daimler und BMW durch die Gegend, und von denen hat nicht einer jemals richtig gearbeitet. Sie zu orten, ist kaum möglich, denn ihre Handys werden wöchentlich gewechselt…
Tagesspiegel

Rot-Rot gegen Strafverschärfung!

Die Polizei weiß derzeit nicht, wo sich der bereits mehrfach gefasste elfjährige Dealer aufhält. Unbekannt ist den Behörden auch weiterhin seine Identität. Angehörige oder persönliche Dokumente habe man noch nicht gefunden.Am Wochenende war er bereits zum elften Mal aufgegriffen worden. Am Montag ertappte die Polizei einen bereits bekannten 13-Jährigen. Da er laut Polizei keinen festen Wohnsitz in Berlin hat, wurde er einem Kindernotdienst
in Kreuzberg übergeben. Von dort sei er bereits am Montagabend wieder entwischt. Zuvor war ein Zwölfjähriger in einer Straßenbahn Richtung Alexanderplatz mit insgesamt 19 mit Kunststoff umwickelten Szenekugeln im Mund erwischt worden.

In Justizkreisen wurde von der „arabischen Drogenmafia“ gesprochen, die Kinder einschleuse und ihnen vorher die Papiere abnehme…
Tagesspiegel

Niemand will die Dealer-Familien. Auch Libanon und die Türkei weigerten sich diese Menschen aufzunehmen. “Jetzt müssen wir wenigstens die Kinder retten”, sagte Innensenator Ehrhart Körting dem Tagesspiegel.

Berlin tut sich schwer, die Probleme mit dealenden Kindern in den Griff zu bekommen. Dies bestätigte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Alle Bemühungen, kriminell gewordene Familien abzuschieben, seien gescheitert. Sowohl der Libanon als auch die Türkei weigerten sich, diese Menschen aufzunehmen. „Wir werden diese Leute nicht los“, sagte Körting. „Deswegen müssen wir versuchen, wenigstens die Kinder zu retten.“
Tagesspiegel


Die Linke und die Grenzen der staatlichen Toleranz

Juli 25, 2010

Im späten April 1945, knapp zwei Wochen nach der Befreiung des KZs Buchenwald durch die US-Armee, kam es in dem noch immer von Tod und Massensterben gezeichneten Lager zu einer denkwürdigen Begegnung zweier überlebender Häftlinge. Der spanische Kommunist Jorge Semprun hoffte, dass nach dem Verschwinden des Nazismus nun „auch die Lager verschwinden“ würden.

Ein deutscher Genosse namens Anton hört das, „lacht wie verrückt, aber ohne Freude“. Das Ende des Nazismus sei schließlich nicht das Ende des Klassenkampfes, den Wunsch Sempruns, der Wald auf dem Ettersberg möge diesen verfluchten Ort unter sich begraben, hielt Anton für „Verschwendung“. Semprun hat die Begegnung in seinem Roman „Schreiben oder Leben“ geschildert.

“Antifaschismus” als Allzweckwaffe

Anton sollte recht behalten. Wenige Monate nach der Befreiung wurde neben dem KZ Buchenwald tatsächlich ein sowjetisches Speziallager errichtet, in dem noch Tausende Menschen zu Tode kommen sollten – nicht nur Nazis, sondern auch Sozialdemokraten oder Bürgerliche, die sich der neuen Gleichschaltung in den Weg
stellten.

Unter der Überschrift des Antifaschismus kam es fortan immer wieder zu Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen. Die DDR verstand sich als antifaschistischer Staat, die RAF bekämpfte einen von ihr halluzinierten bundesrepublikanischen Faschismus. Jorge Semprun brach in den Sechzigerjahren mit der Ideologie des Kommunismus und war fortan nicht mehr bereit, die Opfer von KZs und Gulags in Opfer erster und zweiter Klasse einzuteilen.

Historische Weggabelung der europäischen Linken

Der Streit zwischen Jorge Semprun und Anton in der Lagerbibliothek von Buchenwald markiert eine historische Weggabelung der europäischen Linken nach dem Krieg. Der Spanier Semprun fand trotz Franco-Diktatur letztlich seinen persönlichen Weg in die Freiheit, NS-Opfer wie Anton verirrten sich im nächsten deutschen Totalitarismus. Die Denkschule der Antons findet sich auch heute noch in der Linkspartei, etwa dort, wo die Castro-Diktatur auf Kuba schöngeredet oder die Stasi zu einem harmlosen Kundschafterverein verniedlicht wird.

Die Zahl derer, die sich dem Denken Sempruns verwandt fühlten, ist in der Linken dagegen verschwindend gering. Dass politisch verbohrte Ideologen vor allem durch die Westausdehnung der Linkspartei erheblich an Einfluss gewonnen haben, wurde nicht zuletzt von ihren sogenannten Realpolitikern immer wieder selbst beklagt. Unter dem Hinweis auf eine ordentliche antifaschistische Grundhaltung durfte sich dort fast jeder linksextremistische Sektierer eine neue politische Heimstatt suchen.

Welt

Linkspartei
Flirt mit Terroristen weltweit
Focus


Ausländer ist nicht gleich Ausländer

Juli 25, 2010

ygül Özkan (CDU) ist ganz schnell zurückgerudert. Nachdem ihre „Mediencharta für Niedersachsen“ vorab öffentlich wurde, erklärte die Sozialministerin, „die Charta war und ist als eine erste mögliche Diskussionsgrundlage gedacht“. Nichts läge ihr ferner, als die Unhabhängigkeit der Medien in irgendeiner Form zu berühren. Das klingt nicht allzu überzeugend, wenn man zuvor Journalisten unterschreiben lassen wollte, wie sie künftig über Migrationsthemen zu berichten hätten. Ein seltsames Ansinnen, nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Pressefreiheit.

Man fragt sich: Wie kommt die Ministerin darauf, dass es hierzulande ein Problem mit unsensibler oder gar vorurteilsbeladener Berichterstattung in den Medien gibt? Abgesehen von einigen verwirrten Websites und den Hetzblättern der NPD: Wer schreibt oder sendet in Deutschland Despektierliches über Ausländer? Selbst in den größten Boulevardblättern ist man unentwegt bemüht, möglicherweise vorhandene Vorurteile abzubauen. Die Begeisterung für unsere bunte Nationalmannschaft in den Tagen der Fußballweltmeisterschaft war von keinem Fünkchen Ressentiment gegen nicht deutschstämmige Spieler getrübt.

Welche “Ausländer” meint Frau Özkan?

Aber Schwamm drüber, die Ministerin ist noch ziemlich frisch im Amt. Niemand ist perfekt. Symptomatisch ist jedoch – und nicht nur für Aygül Özkan – die „kultursensible“ Wortwahl in ihrer „Diskussionsgrundlage“. Da ist von „Bevölkerung mit Migrationshintergrund“ die Rede, von „Herausforderungen der Integration“, von „interkultureller Kompetenz“. Schön, aber wer ist gemeint? Der indische Restaurantbetreiber, der vietnamesische Student, der senegalesische Küchenhelfer, der chinesische Ingenieur?

Von diesen Mitbürgern hört man eigentlich nie den Ruf, man möge doch „kultursensibler“ mit ihnen umgehen. Wenn sie nicht gerade das Pech haben, in bestimmten Dörfern und Kleinstädten Ostdeutschlands zu wohnen, interessiert ihr ungermanisches Aussehen niemanden. Manche pflegen die Traditionen ihrer Herkunftsländer, andere haben sie abgelegt. Die meisten bleiben der Religion ihrer Eltern treu. Auch das ist weder für sie noch für ihre Umgebung ein Problem.

Es wird verschleiert, worum es wirklich geht

Ein Problem ist dagegen, dass die Worte wie „Migrationshintergrund“, „Ausländer“ und „Integrationsdefizit“ ein Code geworden sind. Ein Code, der aus falscher Rücksicht verschleiern soll, worum es geht. Jeder weiß, wer damit gemeint ist. Aber die wenigsten sprechen es aus. Unsere erfreulich bunt gewordene Republik hat Schwierigkeiten mit einem großen Teil der Zuwanderer aus der arabischen Welt, und mit einem kleinen Teil der türkischen und kurdischen Immigranten. Und diese haben Schwierigkeiten mit der Freiheit in dieser Republik.

Ja, es gibt gelegentlich auch Ärger mit Kriminellen aus Russland, Rumänien und dem früheren Jugoslawien. Doch die ganz überwiegende Zahl dessen, was man Integrationsdefizite nennt, betrifft die drei genannten Kulturen. Der ARD-Film „Kampf im Klassenzimmer“, der vor einigen Tagen für viel Wirbel sorgte, hätte in keiner Schule mit hohem Vietnamesenanteil gedreht werden können.

Wenn Zeitungen über Heroindealer im Kinderalter, über Familienclanschlägereien im Schwimmbad, über wegen ihres Lebenswandels ermordete Töchter oder antisemitische Randale berichten, weiß der Leser automatisch, dass es sich nicht um Inder, Angolaner oder Tschechen handelt. Wenn – wie vor ein paar Tagen in Frankfurt geschehen – ein Fahrgast die Straßenbahnfahrerin schlägt, weil er sich so sehr über ein Reklameplakat mit halb nackten Menschen in der Tram aufregt, kann sich jeder denken, dass dies kein Pole oder Italiener war.

Was ist eigentlich so schwierig daran, diese einfach jedem bekannte Tatsache auszusprechen? Einerseits haben natürlich die Vertreter der betroffenen Einwanderergruppen ein Interesse daran. Sie verstecken sich gern hinter dem Begriff „Ausländer“ und erklären die Konflikte am liebsten mit dem „Rassismus“, der in Deutschland angeblich überall lauern würde. Aber rassistische Dumpfbacken sind gottlob eine randständige Minderheit, die keinerlei Widerhall in der Mehrheitsgesellschaft findet. Im Gegenteil: Die allermeisten Deutschen freuen sich darüber, dass ihr Land bunter und vielfältiger wird.

Wir müssen konkret über Türken und Araber reden

Wenn wir allerdings damit beginnen würden, konkret über Immigranten aus der arabischen Welt, aus der Türkei und den kurdischen Regionen zu reden, müssten wir uns ernsthaft bemühen herauszufinden, was diese Gruppen gemeinsam haben und was sie von den anderen Einwanderern unterscheidet. Das ist gar nicht so einfach. Der pauschale Verweis auf die muslimische Religion greift zu kurz.

Muslimische Iraner, Inder und Chinesen, die auch zu Tausenden in Deutschland leben, fallen kaum durch Gewalt, Kriminalität und Verweigerung der Schulbildung auf. Vermutlich ist es ein Gemisch aus verschiedenen Faktoren: die Herkunft aus archaischen Dorfmilieus, extrem patriarchale Strukturen, Sexismus, aber auch ein Verständnis des Islam, das zu keiner Relativierung alter Dogmen bereit ist.

Erst wenn diese Untiefen zum Thema werden und nicht ein „Migrationshintergrund“ als solcher, können wir einen Schritt weiter kommen. Einwanderer haben ein Recht darauf, nicht auf ihren Status als Einwanderer reduziert zu werden. Und alle Deutschen haben ein Recht darauf, dass Demokratie und Freiheit geachtet werden.

Welt

Wir haben kein Ausländerproblem – wir haben ein Türken/Araber Problem!


Multikulti: Deutsche in der Minderheit -red nicht mit deutschen Schlampen – Deutsche beschimpft und verachtet durch Musels

Juli 21, 2010

Manchmal werden sie verhöhnt, manchmal sogar geschlagen. Mit ihnen wird in der Klasse kaum geredet, sie ziehen sich zurück, sagen kaum noch ihre Meinung – kurz, sie sind nicht integriert: Deutsche Kinder an einer Hauptschule in Essen.

“Sie werden nicht jeden Tag mit dem Messer bedroht, … aber die Kinder mit Migrationshintergrund haben hier eindeutig das Sagen”, so die Direktorin der Schule. “Red nicht mit der, das ist bloß eine deutsche Schlampe”, so hören es auch die Lehrerinnen. “Wenn Ramadan ist, ist Ausnahmezustand. Beim letzten Mal ging es soweit, dass sie uns ins Essen gespuckt haben”, berichtet die Hauswirtschaftslehrerin. “Man sagt immer, dass die Ausländer diskriminiert werden, aber hier läuft es andersrum. Ein libanesischer Arabisch-Lehrer schildert, dass die deutsche Lebensart von seinen Schülerinnen und Schülern ganz offen abgelehnt würde, diese Einstellung sei fast schick. Die deutschen Kinder reagieren mit Aggression oder Überanpassung. Auf dem Schulhof verdrücken sie sich in die Ecken. Sebastian, ein stämmiger 16-Jähriger, fühlt sich gemobbt von den muslimischen Mitschülern, ist häufig in Prügeleien verwickelt. Julia aber ist mit dem streng gläubigen Saleh aus Palästina befreundet. Die Schülerin bezeichnet sich inzwischen selbst als Muslima, das bedeutet für sie: keine Partys, kein Alkohol, kein Sex. Die Lehrer versuchen, auf die Situation mit Klarheit und dem Bestehen auf deutschen Regeln und Gesetzen zu reagieren, aber auch mit muttersprachlichem Unterricht und Verständnis für die Libanesen. Die Autorinnen Güner Balci und Nicola Graef zeigen das Verstehen und Nichtverstehen in einer Schulklasse, die inzwischen nicht nur für das Ruhrgebiet typisch geworden ist.
ARD

Wer Prügel bezieht, bestimmt die Mehrheit, und die Mehrheit bestimmt, was üblich ist. Im Ramadan wird den Deutschen schon mal in die Suppe gespuckt, und wer aufmuckt, den erwarten die Brüder und Cousins vor dem Schultor. Also stehen die türkischen und arabischen Mädchen auf der einen Seite des Schulhofes, die Jungen auf der anderen – und die wenigen Deutschen drücken sich in eine Ecke, als gehörten sie nicht dazu. „Wir halten uns lieber zurück“, sagt ein Mädchen, nur so könne man das überleben. Sie berichten von brutalen Prügeleien und Beschimpfungen, von denen „Streber“ und „Deutsche schummeln immer“ noch die harmloseren sind. „Nazis“ und „Schlampen“ sind ernster gemeint, sie zielen auf Umgangsformen, die hierzulande eigentlich als selbstverständlich gelten: eine eigene Meinung haben und ein gleichberechtigtes Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen.

Auch die verdruckste Art der muslimischen Schüler, über Sexualität zu reden, gipfelt immer wieder in üblen Beschimpfungen und grotesken Vorurteilen, in einer Verachtung, die alles Deutsche zu umfassen scheint.

In einer Schulstunde wird darüber gestritten, wie man später leben will. Offen erzählen drei arabische Mädchen, wie sie verheiratet werden und dass es schön wäre, wenn der Vater für sie einen netten Mann aussuchte. „Einen, der mich nicht schlagen soll.“ Sie werden hinterher dafür beschimpft, man lässt sich nicht in die Karten gucken! Die Jungen finden, dass man Mädchen in Deutschland zu viele Freiheiten lässt; einer bekundet, er hasse es, wie die sich kleiden. Ein anderer spricht viel von Ehre und Respekt, zwei Begriffe, die zu erklären ihm aber die Worte fehlen. Kulturkampf im Klassenzimmer. Der Arabischlehrer aus dem Libanon tut sein Bestes, um seine Schüler für ein Miteinander und die Vorzüge der deutschen Gesellschaft zu erwärmen. Doch die Eltern beschweren sich, er solle sich nicht in „innere Angelegenheiten“ einmischen.

„Wir sind entsetzt, wie sich das immer mehr verschärft“, sagt Brigitta Holford. Sie musste lernen, ihren pädagogischen Anspruch zu verteidigen, gegen aufgebrachte Onkels, Väter, Brüder. Nicht jeder Lehrer bringe diese Kraft auf. Güner Balci und Nicola Graef ist mit diesem Film das ungewöhnliche Porträt einer parallelen Welt gelungen, die sich vor unseren Augen etabliert hat und gegen die wohl nur hilft, was die Lehrerin empfiehlt: „Wir müssen endlich offen darüber reden.“
faz


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