Falsche Migration

Berlin – Junge Türken in Berlin sollten lieber “freche Türkinnen aus Berlin” als unterwürfige Frauen aus ihrer Heimat heiraten. Das meint Innensenator Ehrhart Körting (SPD), weil der Nachzug schlecht gebildeter Ehepartner die Integration fortwährend erschwert.

“Wir haben nicht zu viel, sondern falsche Migration”, sagte Körting bei einer Diskussionsveranstaltung der SPD. Es kämen “bildungsferne” Menschen, die wahrscheinlich in der untersten Unterschicht landen.

Er hatte einen Monat lang erfassen lassen, welche Qualifikation Türkinnen und Türken haben, die nach Berlin kamen, um einen hier lebenden Partner zu heiraten. 64 Prozent hatten keinen oder nur den Hauptschulabschluss. 30 Prozent kommen vom Dorf oder aus Orten mit weniger als 10 000 Einwohnern.

Der Senator sieht eine Gefahr für die Integration, weil gerade ungebildete Dorffrauen sich nur in ihrer Familie und im engsten Kiez aufhalten, ihren Schulkindern nicht helfen können.

Er fragte sich, wie man diesen Nachzug verhindern kann, dachte laut über Förderung für Türken nach, die Türkinnen von hier heiraten. Problem: “Verfassungsrechtlich sind Heiratsprämien nicht zu machen.”

Berlin

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