Respekt gegenüber Toten scheint nicht die Stärke einiger Schwuler in Deutschland zu sein. Während in Österreich das Wochenende unter dem Zeichen der Trauer über das Ableben des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider stand, poltern und beschimpfen in Deutschland User den Toten in diversen Foren.
So hat die deutsche Internet-Plattform “Queer.de” bereits am Samstag über den Tod Haiders berichtet und den Bericht mit den Worten “Es wird kein Coming-out mehr geben” eingeleitet…..
Auf große Betroffenheit stieß der tragische Autounfall des BZÖ-Obmanns und Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider in der SPÖ.
Faymann: Haider hat Politik in Kärnten und Österreich geprägt
SPÖ-Vorsitzender, Bundesminister Werner Faymann zeigt sich tief betroffen vom tragischen Ableben des Kärntner Landeshauptmannes. Jörg Haider war ein Ausnahmepolitiker, der die Politik in Kärnten und darüber hinaus in ganz Österreich über Jahre hinweg geprägt hat, so Faymann. Sein ganzes Mitgefühl gelte der Familie des Verstorbenen.
Gusenbauer “sehr betroffen”
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zeigt sich “sehr betroffen” über den plötzlichen Tod Jörg Haiders. Als langjähriger Landeshauptmann habe der BZÖ-Chef nicht nur die Kärntner Politik entscheidend beeinflusst, sondern auch die gesamte österreichische innenpolitische Landschaft über Jahrzehnte hinweg geprägt: “Mein tiefes Mitgefühl gilt in diesen Stunden seiner Familie”, sagte der Bundeskanzler in einer ersten Stellungnahme.
Glawischnig zu Tod Jörg Haiders: “Betroffen über tragischen Tod”
“Betroffen über das tragische Ableben von Jörg Haider” zeigte sich die geschäftsführende Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. “Haider war eine der prägendsten politischen Figuren in Österreichs Innenpolitik in den letzten Jahrzehnten, hat aber auch entschieden polarisiert”, so Glawischnig. “Das Mitgefühl gilt seiner Familie und Angehörigen, besonders seiner Mutter, zu deren 90. Geburtstag Haider unterwegs gewesen ist”, sagte Glawischnig.
Van der Bellen: Jörg Haider und mich trennten Welten
“Jörg Haider und mich trennten Welten in Inhalt wie im Stil der Politik. Gerade deshalb geht mir sein plötzlicher Tod sehr nahe. Jörg Haider war ein außergewöhnlicher Politiker, hochbefähigt, Menschen zu begeistern und für sich einzunehmen. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner Familie, seinen Angehörigen, seinen Freunden, die einen zentralen Bezugspunkt ihres Lebens verloren haben”, so Alexander Van der Bellen, Bundessprecher der Grünen.
Muhammed Turhan zeigte sich als Chef der Islamischen Föderation Wien bestürzt und bekundete in deren Namen herzliche Anteilnahme: „Die Republik verliert eine außergewöhnliche Persönlichkeit und einen leidenschaftlichen Politiker, der die gesamte Politik jahrzehntelang prägte.“
Presse
Haider habe ihm gesagt, “dass er Moslem und Araber sein will”, und habe ihn um eine deutsche Fassung des Koran gebeten, fügte Gaddafi hinzu. Deshalb verstünden sich die beiden auch so gut.
Der FPÖ-Politiker hatte mit einer Reise nach Irak, bei der er Präsident Saddam Hussein getroffen hatte, im In- und Ausland für Empörung gesorgt. Unbeeindruckt von dem Wirbel kündigte er am Mittwoch eine weitere Reise nach Bagdad an. Wie beim letzten Mal sprach er von einer “humanitären Mission”.
hm?









Oktober 15, 2008 um 7:42
Einleitend wird über unschöne Reaktionen deutscher Schwuler zum Tod von Jörg Haider berichtet. Es ist doch nicht so, dass diese repräsentativ sind. Ich könnte hier Beispiele von anderen schwulen Internet-Plattformen zitieren, wo in den Diskussionsforen andere Kommentare zu lesen waren, nämlich solche, die sich gemäßigt, stilvoll bis sympathisierend ausdrückten. Und dies nicht, weil der Jörg Haider solche schönen Augen hatte o.ä.
Es war mir ein Bedürfnis, dies hier mal zurechtzurücken.
Oktober 17, 2008 um 12:42
Ob man vielleicht mal darüber nachdenken könnte, daß Scheinheiligkeit, welcher Art auch immer, zum Kotzen ist?
Oktober 17, 2008 um 11:29
Österreich hat einen seiner besten Politiker verloren. Auch wenn er manchen auf den Schlips getreten ist, so hat er dennoch immer seine Linie verfolgt und nicht (wie so manch anderer) scheinheilig die Seiten gewechselt nur um es einigen recht zu machen. Ok, ich gebe zu, dass er teilweise fragwürdige Ansichten hatte, doch er stand dazu. Welcher Politiker macht das heute noch? Keiner!
Auch wenn ich kein BZÖ Anhänger bin, so muss ich dennoch einräumen, dass er in der österreichischen Politik fehlen wird.
Ach ja, eines wollt ich noch los werden: Schwule (oder wer auch immer) die sich über Tote ihre Mäuler zerreissen, sind nicht nur geschmacklos, sondern auch (wie man an den Kommentaren merkt) sehr intolerant. Solche Menschen schreien nach Toleranz und sie selbst haben keine? Wieso sollten dann wir ihnen gegenüber Tolerant sein?
Oktober 17, 2008 um 11:44
Die Politik die J.H. betrieben hat war sicherlich nicht schön, aber noch widerlicher sind die Kommentare auf einigen Seiten,die jetzt wie die Aasgeier über Ihn herfallen.
Wenn Haider ein rechtsradikaler war, wie nennt man dann die Politiker und Politik in islamischen Ländern – ultra Neonazis?
da ist Verfolgung an der Tagesordnung, einsperren von andersdenkenden. Sofortige Abschiebung wegen unzüchtigem verhalten, dass kann auch mal ein Kuß sein, wie eben in Dubai. Das diese verlogene Linke mit zweierlei Maß mißt kotzt mich tierisch an.
Trotzdem war die Politik von Haider natürlich verachtenswert.
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/rechtsblog/oesterreichs-rechte-nach-dem-toedlichen-unfall-von-joerg-haider/
Oktober 17, 2008 um 7:32
Hallo Hercules,
der Vergleich zu isamischen Ländern zeugt davon, daß Du intellektuell zur Jörg Haider Debatte nun wirklich nichts beizutragen hast.
Aber Danke für den tumben Vergleich. Er legt examplarisch dar, welchen Typus an Mitbürger JH angesprochen hat:
Überdurchschittlich untergebildete Bürger aus unterem Einkommensniveau.
Na, da muß man sich um die Rettung der Republik & Demokratie & Völkerverständigung keine Sorgen machen (N.B. Das ist ironisch gemeint).
Nun in medias res:
Eine Beurteilung der Person Jörg Haiders hat anhand der Gesellschaft und Gesellschaftsform zu erfolgen, in der er leibte, liebte und lebte.
Und das zählt zu JHs “Errungenschaften”. Seine Politik sei “sicherlich nicht schön gewesen” sagst Du?
- JH war durch und durch anti-demokratisch
- JH war schwulenfeindlich
- JH war ausländerfeindlich
- JH hatte ein zweifelhaftes Verhältnis zur Geschichte des 19. Jahrhunderts.
Vor diesem Hintergrund dürfen wir Aasgeier dann mit Stolz sagen:
Jörg Haiders Leben und Wirken hat nichts, aber auch gar nichts(!) zum Fortkommen unserer Gesellschaft beigetragen- zumindest einer in der ich lebe & weiterhin leben möchte.
Allen anderen steht es jederzeit frei, auszuwandern in die Diktaturen dieser Welt.
Aber um bei Dir und Deinem sensationellen Vergleich zu bleiben:
JH hätte sicherlich einen tollen Nachfolger Muammar al-Gaddafi abgegeben.
Hochachtungvoll Dr Marie Antoinette
Oktober 17, 2008 um 10:20
naja, dr. marie antoinette, da hast du dich aber mit deinen eigenen waffen geschlagen. ich denke, du siehst selber warum, wenn du dein posting noch mal liest. und ich denke, du meintest das 20. jahrhundert.
ich glaube doch – und das ist auch der grund, weshalb politiker aller coleurs sich betroffen zeigten – dass jörg haider zumindest politisch für bewegung sorgte. jörg haider sprach themen an, die unbequem waren. heiße kartoffeln, sozusagen. und ja, ich habe seine aussagen meistens verabscheut, fand manche dinge aber einfach gut. es gibt sie nicht, die problemlose gesellschaft, in der alle glücklich sind. und bitte: sind überduchschnittlich untergebildete menschen unterer einkommensschichten menschen zweiter klasse, oder impliziert dein text das unabsichtlich? um mir hier weitere ausführungen zu ersparen, verweise ich auf den kommentar von r. menasse in der heutigen presse, in der er haider als austrofaschist sieht und erklärt. selber lesen und dann bitte denken.
ich glaub, wir dürfen (wir vor allem, die wir das immer von allen anderen fordern) menschen niemals schubladisieren. wenn ich sage: hier kommt ein rechter! und schon im voraus heule, er sei ein nazi, bevor er was macht, liegt der fehler bei mir.
die menschen sollten nach ihren taten und worten beurteilt werden. und zwar möglichst nach allen, und nicht nach einigen zusammenhangslosen floskeln.
Oktober 17, 2008 um 10:40
Wenn sich jemand mit 142 km/h und 1,8 Promille tot fährt, kann man wohl kaum von einem “tragischen Autounfall” sprechen. Wer sturzbetrunken 72 km/h zu schnell in einer Ortschaft oder auf eine solche zu fährt, ist ein Verbrecher. Tragisch wäre es gewesen, wenn Unschuldige zu Schaden gekommen wären. Man muß hier vielleicht trotz aller Betroffenheit mal die Kirche im Dorf lassen.