Wie die PKK den Kurden die Demokratie verweigert -Kelek

Der “Freiheitskampf” der PKK führt die Kurden in die Sackgasse: Die Guerilla bringt den Menschen weder politische Rechte noch kulturelle Identität, sondern Terror und archaische Sitten, sagt die Soziologin Necla Kelek. Um das zu ändern, muss sich etwas bewegen - auch beim türkischen Staat.

Die feudale Stammesgesellschaft existiert bis heute und die Kurden leben trotz der Reformen durch die Republik ihre archaischen Sitten. Es ist eine patriarchalische Gesellschaft, die Frauen als Besitz und Arbeitskräfte sieht und ihnen die Grundrechte verweigert. In den von Kurden bewohnten Gebieten sind Blutrache, Verbrechen im Namen der Ehre, Gewalt gegen Frauen an der Tagesordnung.

Das Tagesgeschäft von Frauenorganisationen wie Ka-mer im Osten Anatoliens besteht in kaum etwas anderem, als täglich Frauen und Mädchen vor der Gewalt der kurdischen Clans und Familien zu retten. Fast 500 Fälle haben sie innerhalb eines Jahres dokumentiert. Mädchen werden sehr jung verheiratet, sie dürfen nicht zur Schule und haben keine Chance auf ein eigenständiges Leben.

Die Rückständigkeit der anatolischen Landbevölkerung hat in der patriarchalischen Stammeskultur, den religiösen Traditionen und Sitten der Kurden ihren wesentlichen Grund.

Die PKK finanziert sich in der Bundesrepublik seit Jahren über Schutzgelderpressung und Drogenhandel. Sie terrorisiert und instrumentalisiert die eigenen Leute. Politik und Verbrechen sind in ihr und bei ihren Sympathisanten eine unheimliche Allianz eingegangen. Politisch wurde sie in der deutschen Öffentlichkeit lange als Vertreterin einer unterdrückten Minderheit wahrgenommen, werden ihre Ziele von linken und grünen Politikern unterstützt. Hier geht “Antikolonialismus”, Kampf gegen Unterdrückung und Guerillaromantik eine unheilige Allianz mit Leuten ein, die ihren Krieg gegen die Zivilisation führen.

Spiegel

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