ATTACKE IN JERUSALEM Terrorbrigaden bekennen sich zu Bulldozer-Todesfahrt

Er pflügte mit einem Bagger über Autos, Menschen wurden regelrecht zerquetscht: Ein Palästinenser hat in Jerusalem in einer blutigen Amokfahrt vier Menschen getötet und Hunderte in Panik versetzt. Mehrere militante Gruppen bekennen sich zu dem Anschlag, die Hamas nimmt den Attentäter in Schutz.
Naharija – Anfangs sah es so aus, als sei das Ganze ein Unfall, ein Missgeschick, sagten Augenzeugen später. Doch als der Bagger gezielt Autos, Busse und Fahrzeuge aufs Korn nahm, war klar: Am Steuerrad des Bulldozers, der kurz nach 12 Uhr durch die Menschenmenge auf Jerusalems belebter Jaffa-Straße pflügte, sitzt entweder ein Amokläufer – oder ein Terrorist.

Der Baggerführer tötete mehrere Menschen, verletzte über 40, überrollte Autos, stieß zwei voll besetzte Busse um. Dann schaffte es ein 18-jähriger Soldat außer Dienst, auf das schwankende Fahrzeug aufzuspringen und den Mann zu erschießen.

Fernsehbilder von einem blutüberströmten Baby

Der Anschlagsort liegt nur wenige hundert Meter von der Mercaz-Harav-Religionsschule entfernt. Dort starben im März acht Studenten, als ein radikaler Palästinenser die Schule stürmte und wild um sich schoss. Israelische Medien gaben an, dass der heutige Attentäter aus dem gleichen Stadtviertel stammt wie der damals Erschossene.
Spiegel

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