Hamburg: Mehr gewaltbereite Islamisten in der Stadt

Auch die Zahl der linksextremistischen Straftaten ist gestiegen, die der rechtsextremistischen hingegen gesunken.
Die Bekämpfung des Islamismus bleibt die Hauptaufgabe des Verfassungsschutzes. „Von ihm gehen auch weiterhin große Gefahren für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt und für unsere Demokratie aus“, so Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) bei der Vorstellung der Jahreszahlen für 2007. Die Zahl der vom Landesamt festgestellten Islamisten ist im vergangenen Jahr um 30 auf 2030 gestiegen.

Auch die Zahl der gewaltbereiten Islamisten hat sich um 30 auf 210 erhöht. 60 davon werden als Jihadisten („Heilige Krieger“) eingestuft. Diese unterstützen die palästinensische Hamas finanziell, logistisch und propagandistisch, so Heino Vahldieck, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz. „Sie befürworten zwar grundsätzlich Gewalttaten, wollen diese aber nicht in Deutschland begehen.“ Als gewaltbereit gelten bereits Verdächtige, die die Ideen der Hamas gutheißen. Dass deren Zahl gestiegen ist, liegt laut Vahldieck daran, dass seine Beobachter seit den Terroranschlägen von 2001 einen besseren Einblick in die Szene gewonnen haben. „Ich gehe nicht davon aus, dass deren Gruppe gewachsen ist. Wir kennen uns dort jetzt besser aus.“

Der größte Teil von den 2030 Islamisten sind Anhänger der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs in der Centrum Moschee in St. Georg. Diese setzen sich für einen islamistischen Staat ein. Auch das Islamische Zentrum in der Imam Ali Moschee an der Alster ist im Visier der Verfassungsschützer. Jene Anhänger bezeichnet Vahldieck als „schiitische Vertreter in Europa“…..
Abendblatt

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